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Von huetter69 | Erstellt am: 15.04.08 19:25 | Beitrag Nr.: 129.462 | Weitere Beiträge |
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Von huetter69 | Erstellt am: 15.04.08 19:26 | Beitrag Nr.: 129.463 | Weitere Beiträge |
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Dank globaler Finanzkrise ist Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zum Saubermann der Branche aufgestiegen. Doch hohe Abschreibungen, schmelzende Gewinne und verprellte Kunden entzaubern den vermeintlichen Superstar.
Josef Ackermann sitzt da, wo er immer sitzt. Nämlich in der Mitte. Die Hände hat er vor sich auf dem Tisch gefaltet und da bleiben sie während der nächsten Stunde liegen. Nur vereinzelt huscht der Hauch eines Lächelns über sein Gesicht. Dann blickt er wieder ernst, passend zu den bedeutungsschweren Sätzen, die er von sich gibt. „Unsere Branche muss die Transparenz in vielen Bereichen erhöhen“, sagt er. Oder: „Wir erkennen an, dass wir selbst das Vertrauen in die Finanzmärkte wieder herstellen und die entstandenen Probleme lösen müssen.“ Oder: „Wir leben in einer globalen Welt, die sehr interdependent ist. Das hat nicht zwangsläufig zu mehr Stabilität geführt.“
Auftritte wie den am vergangenen Mittwoch in Frankfurt, als der Chef der Deutschen Bank Reformvorschläge des von ihm geleiteten Branchenverbandes IIF vorstellte, hat es jüngst viele gegeben. Mit präsidialer Attitüde dozierte Ackermann dann über seine Bank und das Finanzsystem. Mal rügte er das Management anderer Institute, dann übte er verhaltene Selbstkritik, mal verbreitete er leichte Zuversicht, dann wieder malte er finstere Szenarien aus. Joe Ackermann, das war der Weise aus dem Sorgenland, in das sich die Finanzwelt aufgrund der globalen Kreditkrise verwandelt hat.
Aus der Position des Sittenwächters heraus hat er sich in den vergangenen Monaten auch ganz grundsätzliche Gedanken über den moralischen Zustand der Wirtschaftselite gemacht. „Jedem, der eine Führungsposition innehat, kommt eine Vorbildfunktion zu“, vertraute er der „Bild“-Zeitung an, kurz nachdem Post-Chef Klaus Zumwinkel wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verhaftet worden war.
Der Schweizer Ackermann, in den Jahren zuvor die Verkörperung all dessen, was die Deutschen am modernen Kapitalismus verabscheuen, schien endlich akzeptiert. Das Victory-Zeichen aus dem Mannesmannprozess 2004? Verziehen. Die Ankündigung, trotz eines Rekordergebnisses Tausende Stellen zu streichen 2005? Fast vergessen. Sein Gehalt, im vergangenen Jahr rund 14 Millionen Euro? Kaum in der öffentlichen Diskussion. Was allein zählte: Die Bank hatte die Finanzkrise relativ unbeschadet überstanden, konnte ein Rekordergebnis melden und schien sogar gestärkt. Ackermann, so der Eindruck, hatte einen Panzer der Unverwundbarkeit um sein Institut gelegt. Wie er das gemacht hatte, interessierte dabei nur am Rande.
Doch die Fragen werden lauter. Welche Rolle spielte die Deutsche Bank wirklich beim Desaster der Mittelstandsbank IKB? Welche Risiken schlummern noch in der Bilanz? Welche Folgen werden die Prozesse haben, in die die Deutsche Bank verwickelt ist? Und vor allem: Wie will Ackermann es schaffen, das Anfang Februar noch einmal bekräftigte „mutige“ Gewinnziel von 8,4 Milliarden Euro für 2008 annähernd zu erreichen? Ist die Joe-Show zu Ende? Hat er sich zu weit aus dem Fenster gelehnt?
Die glänzende Fassade hat Risse bekommen. Vor wenigen Tagen gab die Deutsche Bank bekannt, dass sie wegen der Finanzkrise zusätzlich 2,5 Milliarden Euro abschreiben muss. Das ist deutlich mehr als 2007. Und glaubt man manchen Prognosen, könnte noch viel nachkommen: In einer aktuellen Schätzung geht der IWF davon aus, dass sich die Verluste im Finanzsektor weltweit auf bis zu eine Billion Dollar erhöhen. In skeptischen Szenarien war bisher von 600 bis 800 Milliarden die Rede.
Das Image der Deutschen Bank hat unter ihrer Ankündigung gelitten. Sofort wurde in der Öffentlichkeit die Vermutung laut, Ackermann habe die Wahrheit verschleiert und liefere nun das dicke Ende nach. Einen Indikator für diese Wahrnehmung liefert der „Brand Index“ des Beratungsunternehmens Psychonomics. Hatte das Ansehen von Deutschlands größtem Finanzinstitut zunächst von der Finanzkrise profitiert, ist es seit Anfang April dramatisch gefallen und liegt nun unter dem der Wettbewerber.
Einige Analysten rechnen nun damit, dass Ackermann am 29. April bei der Präsentation der Ergebnisse des ersten Quartals einen Verlust verkünden muss. So rechnen die Analysten von Goldman Sachs mit 383 Millionen Euro minus im ersten Quartal. Und auch für das gesamte Jahr sind die meisten deutlich pessimistischer geworden. Sal. Oppenheim hat die Prognose für den Deutsche-Bank-Gewinn für 2008 von 7,2 auf 3,8 Milliarden Euro fast halbiert. Die Kernkapitalquote der Bank – ein wichtiges Kriterium für die Solidität des Instituts – bleibt nach Konzernangaben stabil. Dafür hat sie allerdings auch 1,8 Milliarden Euro Eigenkapital umgeschichtet. Der Schritt könne auf einen hohen Quartalsverlust hinweisen, meint Oppenheim-Analyst Carsten Werle.
Oder kratzt die Deutsche Bank auch Ende April noch einmal die Kurve? In den vergangenen Quartalen profitierte sie auch von Effekten, die zuvor keiner auf der Rechnung hatte. So veräußerte sie ein Bürogebäude in New York oder Aktien des Gaseherstellers Linde. Noch in diesem Jahr könnte der Verkauf eines großen Pakets von Daimler-Aktien folgen. Aber beliebig fortsetzen lässt sich dieses Spiel nicht.
Im Vergleich zu vielen Konkurrenten würde das größte deutsche Geldinstitut selbst bei Eintritt pessimistischer Prognosen gut da stehen. Die bislang bekannt gegebenen Abschreibungen von knapp fünf Milliarden Euro sind nur ein Fünftel dessen, was die Schweizer UBS korrigieren musste.
Doch ist diese Sicherheit auch für die Zukunft garantiert? Alles hängt von der weiteren Entwicklung der Märkte ab. Derzeit gibt es leichte Hoffnungsschimmer. So sind einige von Investoren zu bezahlende Risikoaufschläge zuletzt zurückgegangen, was zu einer Verringerung der Wertabschläge führen könnte. Ob der Trend anhält, weiß freilich niemand.
Sollte sich die Lage nochmals dramatisch verschlimmern, würde das auch die Deutsche Bank hart treffen. Während andere Institute aus purer Not Teile ihrer Problemkredite mit Verlusten verkauft haben, um ihr Risiko zu minimieren, hat sie einen Großteil ihres Portfolios behalten. Bei Krediten, mit denen Finanzinvestoren Firmenübernahmen bezahlen, ist sie mit 36 Milliarden Euro mehr als dreimal stärker engagiert als die UBS. Weitere Abschläge würden sie zumindest hier härter treffen als den gebeutelten Schweizer Konkurrenten.
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Von huetter69 | Erstellt am: 15.04.08 19:45 | Beitrag Nr.: 129.465 | Weitere Beiträge |
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Der kürzlich veröffentlichte Bericht, wonach die Deutsche Bank AG ber den angestrebten Verkauf eines Kreditpakets in Höhe von 12 Mrd Euro nachdenkt, wird von den Analysten des Bankhauses Merck Finck & Co. grundlegend positiv bewertet. Sollte es der Deutschen Bank gelingen, zumindest diesen signifikanten Teil ihres Kredit-Portfolios für fremdfinanzierte Übernahmen zu verkaufen, wäre das eine gute Nachricht. Die Gesamthöhe der Engagements hatte per Ende 2007 immerhin 36 Mrd Euro betragen. Allerdings könnte ein solcher Schritt zusätzliche Abschreibungen erfordern. Vor diesem Hintergrund stufen sie den Wert weiterhin mit einem Kursziel von 91 Euro mit "halten" ein.
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Von huetter69 | Erstellt am: 15.04.08 20:13 | Beitrag Nr.: 129.468 | Weitere Beiträge |
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Wer meinen Vortrag am Samstagnachmittag auf der Anlegermesse Invest in Stuttgart besucht und gehört hat, wird eine Botschaft sicher mit nach Hause genommen haben: „Lassen Sie derzeit die Finger von Finanzinstitutionen“, war und ist meine Botschaft, die ich gebetsmühlenartig wiederhole. Wenn die sich nicht einmal soweit vertrauen, dass sie sich gegenseitig Geld leihen, sollten Sie das auch nicht tun.
Bestärkt fühlte ich mich darin erneut, durch die Meldung vom Freitag, die ich in meinem Newsletter Kapitalmarkt-Trends wiedergegeben und kommentiert habe. Darin verwies ich auf die Citigroup, die 12 Mrd. Dollar Schulden aus Unternehmensübernahmen mit einem über -10 %-igen Abschlag verkauft hat. 1 Dollar war plötzlich nur noch 90 Cent wert. Dieses Geschäft bedeutet für die Citigroup Wertberichtigungen von ca. 1,2 Mrd. Dollar. Welche Summe genau wertberichtigt werden musste ist nicht ganz klar, da der Kurs für diese Schulden im Februar noch bei 86 Cent lag.
Gleichzeitig wies ich darauf hin, dass man allgemein davon ausgeht, dass noch weitere 150 Milliarden Dollar dieser Schulden in den Büchern der Banken stehen. Allein die Citigoup hat weitere 35 Milliarden Dollar, die dem Weiterverkauf und damit weiteren Wertberichtigungen harren.
Und insofern war ich nicht überrascht, als ich jetzt die Meldung erhielt, dass auch unsere Deutsche Bank AG mit ihrem Ober-Investmentbanker Ackermann tief in die Scheiße gegriffen hat. Wie man aus gut unterrichteten Quellen hört, soll die Deutsche Bank AG beabsichtigen ein 20 Milliarden Paket dieser sogenannten „leveraged buyouts“ an eine Investorengruppe zu verkaufen. Wenn der Deal zum gegenwärtigen Marktpreis stattfindet, wovon man ausgehen muss, dann hat Herr Ackermann am Wochenende mit seiner Entscheidung sich selbst und seiner Bank soeben einen Verlust von satten 2 Milliarden Dollar beschert.
Auch, wenn dies aufgrund eines schwachen Dollars in Euro etwas weniger ist, so zeigt es doch eines. Auch die Deutsche Bank AG steht offensichtlich mit dem Rücken zur Wand. Und muss – wie die Citigroup - diesen kostspieligen Befreiungsschlag durchführen, damit sie wieder ein wenig Spielraum in der Bilanz erhält. Denn eines können Sie mir glauben. Ohne Not würde eine Bank ein solches Geschäft nicht machen. Normalerweise versuchen die nämlich aus 90 Cent einen Dollar zu machen und nicht umgekehrt.
Und obwohl die Deutsche Bank im Gegensatz zur Citigroup die 20 Milliarden Dollar nicht in einem Paket mit dem entsprechenden Paketabschlag verkaufen wird, sondern den Betrag in mehrere kleine Pakete aufstückelt, so wird der Abschlag nicht minder in die Gewinn- und Verlustrechnung durchschlagen und den zukünftigen Jahresgewinn erheblich belasten. Und wer weiß, ob das nicht erst der Anfang ist? Und weitere Verlustgeschäfte folgen werden?
Trau keinem Ackermann. Trau keiner Deutsche Bank AG. Das ist die Botschaft, die sich mir in den letzten Monaten aufdrängt. Die Bank wusste schon, warum sie ihren Werbespot „Vertrauen ist der Anfang von Allem“ abgesetzt hat und in „Leistung aus Leidenschaft “ umbenannt hat.
Die offensichtliche Lücke zur Realität wäre am Ende doch zu groß geworden. Das werden ihm die Marketingleute eindringlich nahegelegt haben. Und, dass – wenn Leidenschaft im Spiel ist – sich ein Fehlverhalten leichter rechtfertigen lässt.
Wie Sie sehen ist alles Berechnung und Lüge. Von Anfang an. Hat nicht Ackermann sich damals arrogant über die Fehler bei der IKB geäußert? War es nicht Ackermann, der gerügt hat, dass einfachste Bankregeln außer Acht gelassen wurden? War es nicht Herr Saubermann, der bis zuletzt die Gewinnprognose aufrecht erhielt? Wobei man heute nachträglich vermuten muss, dass dies seinerzeit wider besseres Wissen geschehen ist.
Übrigens sind die Verluste noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die Deutsche Bank hat nämlich zusammen mit der Citigroup weltweit die größten Positionen von sog. „finance buyouts“ in der Bilanz. Bei der Cititgroup waren es 55 Milliarden Dollar und sind es jetzt nach dem Deal noch 35 Milliarden. Bei der Deutschen Bank spricht man von insgesamt 43 Milliarden Dollar. Bei einem 10 %-igen Abschlag wären das insgesamt Verluste von -4,3 Milliarden Dollar.
Herr Ackermann wurde von der Deutschen Bank AG als Vorstand eingekauft, um das internationale Investmentbankgeschäft voranzutreiben. Wie man jetzt feststellen muss, hat Herr Ackermann auf diesem seinem vermeintlichen Fachgebiet aufs Gröbste versagt.
Ich verstehe nicht, wie man einem solchen Mann, der seine Anleger belogen und damit dem Ansehen der Bank massiv geschadet hat sowie noch dazu solche Verluste einfährt ein Gehalt von 17 Millionen Euro bezahlen kann. Und dann noch den Vertrag verlängert. Was sitzen da eigentlich für Leute im Aufsichtsrat?
Ich kann nur eins feststellen. Die Zeiten, in denen die Deutsche Bank AG eine besondere und herausragende deutsche Bank war, sind vorbei. Kopper mit seinen Peanuts und seiner Rolle bei DaimlerChrysler, Breuer mit dem Bruch des Bankgeheimnisses im Fall Leo Kirch und Ackermann mit seinem Versagen im Investmentbanking. Sie alle haben einen ordentlichen Beitrag dazu geleistet.
Wie konntet ihr die Bank eines Hermann Josef Abs und Alfred Herrhausen nur so herabwirtschaften?
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Von TraderSchorschi | Erstellt am: 23.04.08 15:30 | Beitrag Nr.: 130.265 | Weitere Beiträge |
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DEUTSCHE BANK erreicht erste, wichtige Hürde
Deutsche Bank - WKN: 514000 - ISIN: DE0005140008
Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 74,62 Euro
Rückblick: Die Aktie der DEUTSCHEN BANK markierte im März 2003 ein Bärenmarkttief bei 32,97 Euro. Dieses Tief war Ausgangspunkt einer starken Rallye, welche die Aktie bis auf das neue Allzeithoch bei 118,51 Euro im Mai 2007 führte.
An dieser Stelle kam es im Zuge der weltweiten Finanzkrise zu starken Abgaben Im Januar 20008 fiel die Aktie unter eine wichtige innere Trendlinie ab, die aktuell bei 83,03 Euro verläuft und fiel auf das langfristige 61,8% Retracement bei 65,65 Euro ab.
Dort setzte im März 2007 eine Erholung ein, welche den Wert an den Kreuzwiderstand bei 78,55 Euro führte. In der laufenden Woche scheint die Aktie daran abzuprallen.
Charttechnischer Ausblick: Größere Kauforders dürften in der Aktie der DEUTSCHEN BANK erst nach einem Wochenschlusskurs über 83,03 Euro zu sehen sein, was zu einer Rallye bis 100,20 Euro führen dürfte. Ein Test dieser Marke wäre aber wahrscheinlich, falls die Aktie per Wochenschlusskurs über 78,55 Euro ausbricht.
Solange ein solcher Ausbruch fehlt, besteht die Gefahr eines nochmaligen Rücksetzers auf 65,65 Euro. Ein solcher Rücksetzer kann aber als Teil einer versuchten Bodenbildung gesehen werden.
Ein Wochenschlusskurs unter 65,65 Euro wäre hingegen ein mittelfristiges, klares Verkaufssignal. In diesem Fall wäre eine schnelle Abverkaufsbewegung bis 60,90 und später bis 52,37 Euro zu erwarten.
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Von huetter69 | Erstellt am: 23.04.08 21:06 | Beitrag Nr.: 130.334 | Weitere Beiträge |
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FRANKFURT (Dow Jones) Der anhaltenden Finanzmarktkrise zum Trotz werden die Vereinigten Staaten ihre "Schrittmacherrolle" im globalen Bankenwesen behalten. "Der Selbstheilungsprozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen", sagte Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, während eines wissenschaftlichen Vortrags in Frankfurt.
Die von der US Regierung angeschobenen Konjunkturprogramme und die Rekapitalisierung der Finanzbranche durch die US Notenbank dürften dazu beitragen, dass die USA auch in Zukunft Vorreiter bei Innovationen im Finanzsektor bleibe, sagte Ackermann.
Die Deutsche Bank wolle die von der US Subprime Krise ausgelöste "Flucht in Qualität" nutzen und Marktanteile hinzugewinnen, "auch in den USA", so Ackermann. Zugleich mahnte der Topmanager eine weitergehende Konsolidierung des deutschen Finanzsektors an. Die Marktführer in anderen europäischen Ländern kämen im Einlagengeschäft auf Marktanteile von 15% bis 30%. Der Anteil der Deutschen Bank liege dagegen lediglich bei 5%.
Eine Konsolidierung werde binnen fünf Jahren hoffentlich dazu führen, dass in Deutschland mindestens ein, zwei global operierende Banken ihre Heimatbasis haben werden. Die Bereitschaft zu weiteren Zusammenschlüssen ist nach Ansicht von Ackermann "noch nie so groß wie heute" gewesen.
Ackermann warnte vor Aktionismus als Reaktion auf die Finanzmarktkrise. "Man darf eine Krise mit diesem Ausmaß nicht zur Beurteilung eines Geschäftsmodells heranziehen." Die Erfahrung mit vorangegangenen Krisen zeige, dass "diejenigen, die sich bei jedem Sturm zurückziehen, viel Kraft brauchen, um später wieder zurückzukommen."
Der Manager zeigte sich zuversichtlich, dass sich der durch die Finanzmarktkrise ausgelöste "Attentismus" allmählich auflöst. Er verglich Wertpapiere mit "Lagerbeständen", die, wenn sie nicht verkauft werden konnten, mit "Mark to Market" bewertet werden müssten. Das habe in den vergangenen Quartalen zu einer "Abwärtsspirale" geführt.
In der jüngsten Zeit habe er nun aber das Gefühl gehabt, dass Produkte wie "Leveraged Loans" wieder zu annehmbaren Preisen verkauft werden könnten, beruhigte Ackermann.
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Von huetter69 | Erstellt am: 23.04.08 21:07 | Beitrag Nr.: 130.335 | Weitere Beiträge |
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Von huetter69 | Erstellt am: 23.04.08 21:10 | Beitrag Nr.: 130.336 | Weitere Beiträge |
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Wuppertal (ddp). Die Klage der Stadt Hagen gegen die Deutsche Bank
wegen Millionenverlusten bei riskanten Zinsgeschäften ist noch nicht
entschieden. Nachdem es bei der Verhandlung vor dem Wuppertaler
Landgericht am Mittwoch nicht zu einer gütlichen Einigung kam, soll
nun am 28. Mai die Beweisaufnahme mit Vernehmung der Zeugen
stattfinden, sagte der Sprecher des Gerichts, Michael Börsch, auf
ddp-Anfrage. Das Gericht sehe weiteren Aufklärungsbedarf.
Die Stadt Hagen wirft der Deutschen Bank vor, sie habe beim
Verkauf der sogenannten Zinsswapgeschäfte nicht genügend über das
hohe Risiko aufgeklärt. Bei solchen Geschäften, bei denen mit der
Höhe der künftigen Zinsen spekuliert wird, ist ein Totalverlust nicht
ausgeschlossen. Bei den zwei miteinander verbundenen Klagen gehe es
bei den bestehenden und den drohenden Verlusten insgesamt um eine
Summe von 49,5 Millionen Euro, sagte Börsch.
Nach Aussagen des Sprechers hat das Gericht bereits darauf
hingewiesen, dass das Geschäft nicht sittenwidrig sei und die Stadt
Hagen bereits früher solche Geschäfte getätigt habe. Das Risiko sei
also zumindest im Grundsatz der Stadt - anders als etwa unerfahrenen
Privatanlegern - bekannt gewesen. Maßstab bei der Urteilsfindung
werde daher sein, wieweit die Deutsche Bank in diesem Rahmen ihren
Beratungspflichten nachgekommen sei.
In einem ähnlichen Fall hatte das Landgericht Würzburg die
Deutsche Bank Ende März zu einem Schadenersatz von 960 000 Euro
verurteilt. Die Richter waren der Ansicht, dass die Deutsche Bank zu
einem Drittel und die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV)
zu zwei Dritteln für die Verluste verantwortlich sind. Die WVV hatte
2,7 Millionen Euro von ihrer Hausbank gefordert. Die Bank hat gegen
das Urteil Berufung eingelegt. Die Stadt Magdeburg hatte mit ihrer
Klage gegen die Deutsche Bank im Januar hingegen keinen Erfolg.
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Von huetter69 | Erstellt am: 23.04.08 21:12 | Beitrag Nr.: 130.337 | Weitere Beiträge |
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Von huetter69 | Erstellt am: 23.04.08 21:14 | Beitrag Nr.: 130.338 | Weitere Beiträge |
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BASEL (Dow Jones)--Der designierte Chairman der schweizerischen Großbank UBS kann sich ungeachtet der bisher 37 Mrd USD schweren Abschreibungen im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise keinen Grund vorstellen, ernsthaft eine Fusion mit einem großen Wettbewerber wie der Deutschen Bank (News/Aktienkurs) zu prüfen. Mit einer entsprechenden Äußerung reagierte Peter Kurer am Mittwoch auf der UBS-Hauptversammlung auf Nachfrage des Einzelaktionärs Sergio Cardillo.
Die UBS AG (News/Aktienkurs) mit Sitz in Zürich gehört zu den Instituten, die weltweit am Stärksten von der so genannten Subprime-Krise getroffen worden sind. Seit Dezember wurden zwei Kapitalerhöhungen nötig, und das Gesamtjahr beendete die Bank erstmalig mit einem Verlust.