München (aktiencheck.de AG) - Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) will einem Pressebericht zufolge im Rahmen des geplanten Stellenabbaus in der Konzernzentrale in München jede fünfte Stelle streichen.


Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet, fallen von den gut 900 Arbeitsplätzen am noblen Hauptsitz des Milliardenunternehmens am Wittelsbacher Platz rund 190 Stellen weg. Insgesamt will der Konzern den Angaben zufolge in Deutschland 6.450 Jobs abbauen.


Besonders hart trifft das Maßnahmenpaket dabei die traditionsreichen Siemens-Standorte Erlangen und München. In München sollen mit 1.000 Arbeitsplätzen mehr Stellen wegfallen, als bislang erwartet. In Erlangen will der Konzern 1.290 Arbeitsplätze abbauen. Kleinere Standorte müssen ebenfalls mit tiefgreifenden Einschnitten rechnen. So sollen in der Niederlassung Regensburg 33 Prozent der Stellen wegfallen, in Bielefeld 28 Prozent, in den Niederlassungen Kiel und Kassel etwa 50 Prozent und in Wuppertal sogar 54 Prozent.


Laut dem Bericht erzürnen die bislang unter Verschluss gehaltenen Pläne, die seit Montag im Wirtschaftsausschuss diskutiert werden, die Arbeitnehmerseite. Konzernchef Peter Löscher verfehle sein Ziel, vor allem im oberen und mittleren Management zu kürzen, heißt es aus dem Betriebsrat. Entsprechende Äußerungen Löschers seien Augenwischerei, hieß es weiter.


Die Aktie von Siemens notiert aktuell mit einem Minus von 1,19 Prozent bei 69,98 Euro. (08.07.2008/ac/n/d)