Wiesbaden (aktiencheck.de AG) - Die Linde AG (ISIN DE0006483001/ WKN 648300), ein weltweit führender Gase- und Anlagenbaukonzern, meldete am Dienstag, dass sie mit der Süd-Chemie AG (ISIN DE0007292005/ WKN 729200), einem weltweit führenden Katalysatoren- und Adsorbentienhersteller, eine exklusive Zusammenarbeit zur Entwicklung und Vermarktung von Anlagen für die Produktion von Biokraftstoffen der zweiten Generation vereinbart hat.
Den Angaben zufolge sollen dabei Kraftstoffe wie Ethanol biotechnologisch aus zellulosehaltigen Pflanzenbestandteilen, wie etwa Weizen- und Maisstroh, Gräsern oder Holz, gewonnen werden. Biokraftstoffe der zweiten Generation auf Basis dieser nachwachsenden Rohstoffe würden gegenüber heute bereits genutzten Biokraftstoffen der ersten Generation, wie Biodiesel aus Rapsöl, eine deutlich verbesserte Klima- und Energiebilanz aufweisen. Zudem stünden sie nicht in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln. Während die Süd-Chemie ihr Know-how bei Biokatalysatoren und Bioprozesstechnik in die Kooperation einbringt, verfügt Linde mit seiner Tochter Linde-KCA-Dresden über führende Expertise in der Anlagentechnik im Bereich Biotechnologie und Chemie, hieß es. Damit stehe potenziellen Kunden wie Ethanolherstellern oder anderen Unternehmen aus dem Industrie- und Agrarsektor sowie Investoren für Anlagen von Biokraftstoffen der zweiten Generation eine leistungsfähige Partnerschaft für die Planung und den Bau dieser Anlagen weltweit zur Verfügung. Die Aktie von Linde schloss gestern bei 94,28 Euro (-1,54 Prozent). (06.05.2008/ac/n/d)