München (aktiencheck.de AG) - Versicherer sollen einem Pressebericht zufolge für einen Teil des Schadens in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre beim Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) aufkommen.
Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, hat der im DAX30 notierte Konzern bei einem Konsortium unter der Führung der Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) einen Schaden von bis zu 250 Mio. Euro aus der Managerhaftpflicht gemeldet. Über diese Summe hatte der Konzern bei dem Konsortium für 2004 bis 2007 eine sogenannte Directors' and Officers' Liability Insurance (D&O) abgeschlossen. Mit der D&O-Deckung sichern Konzerne ihre Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder gegen mögliche Schadensersatzansprüche ab - von Dritten oder vom eigenen Unternehmen. Den Angaben zufolge waren bei Siemens Zentralvorstand, Aufsichtsrat sowie einzelne Bereichsvorstände versichert.
Wie die Wirtschaftszeitung weiter berichtet, stehe allein die Allianz mit 70 Mio. Euro im Risiko. Beteiligt sind zudem die Versicherer Zurich, HDI-Gerling und andere. Auch Rückversicherer seien den Angaben zufolge betroffen. Geldstrafen, Steuernachzahlungen und Ermittlungskosten im Zusammenhang mit der Affäre summieren sich Siemens zufolge auf über 1,6 Mrd. Euro.
Die Aktie von Siemens notierte zuletzt bei 74,59 Euro. (28.04.2008/ac/n/d)