Hannover (aktiencheck.de AG) - Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) kann aktuellen Presseberichten zufolge nicht von seinem jüngsten Entgegenkommen im Zuge der Streitigkeiten um die Aufsichtsratsmandate profitieren. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" am Montag in ihrer Onlineausgabe.
Demnach lehnt der neue TUI-Großaktionär, der norwegische Reeder Fredriksen, das am Morgen gemacht Angebot der TUI ab. Unter Berufung auf den Fredriksen-Vertraute Tor Olav Troim schreibt die Zeitung, dass er an den bisher beanspruchten zwei Aufsichtsratssitzen festhalten will: "Wir glauben, dass das fair ist."
TUI hatte Fredriksen und dem zweiten neuen Großaktionär Alexej Mordaschow in einem offenen Brief an alle Aktionäre jeweils einen Sitz im Aufsichtsrat angeboten. Dazu hieß es in dem Schreiben: "Wir sind seit jeher der Überzeugung, dass Großaktionäre die Gelegenheit erhalten sollten, bei entsprechendem Wunsch in unserem Aufsichtsrat vertreten zu sein. Im Lichte dieser Politik haben wir am 24. Januar 2008 Herrn Frederiksen kontaktiert und ihm einen Sitz im Aufsichtsrat der TUI angeboten. Dieses schriftliche Angebot, das von unserem Nominierungsausschuss bestätigt wurde, gilt noch heute und lässt sich entsprechend umsetzen."
Die TUI-Aktie notiert derzeit in Frankfurt bei 18,34 Euro (+0,33 Prozent). (21.04.2008/ac/n/d)