BerlinBerlin (aktiencheck.de AG) - Der Verlagskonzern Axel Springer AG (ISIN DE0005501357/ WKN 550135) legte am Mittwoch anlässlich der Bilanzpressekonferenz die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vor.


Demnach verbuchte der im SDAX notierte Verlagskonzern im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatz von 2,58 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,38 Mrd. Euro einem Plus von 8,5 Prozent entspricht. Bereinigt um Akquisitionseffekte stieg der Konzernumsatz um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Werbeerlöse um deutliche 14,6 Prozent zu, die Vertriebserlöse verzeichneten einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Die Pro Forma Online-Erlöse stiegen um 38,6 Prozent auf rund 221,7 Mio. Euro.


Auf der Ertragsseite setzte Axel Springer zum vierten Mal in Folge eine neue Bestmarke: Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) stieg von 375,0 Mio. Euro auf 421,7 Mio. Euro. Mit einer EBITA-Rendite von 16,4 Prozent (Vorjahr: 15,8 Prozent) konnte der Konzern seine operative Ertragskraft weiter verbessern. Nach Steuern erwirtschaftete Axel Springer ein Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 284,0 Mio. Euro, nach 294,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Verzicht auf eine Fortsetzung der Expansion in den Markt für Postdienstleistungen führte zu einem Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von -572,4 Mio. Euro. Daraus resultierte ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 288,4 Mio. Euro (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss von 290,8 Mio. Euro). Damit lag der Verlust je Aktie bei 9,78 Euro, nach einem Plus von 9,20 Euro je Aktie im Vorjahr.


"Im Kerngeschäft ist Axel Springer so stark wie nie zuvor. Wir sind im Printgeschäft kräftig gewachsen und haben die Ergebnisse erneut verbessert. Der positive Ergebnisbeitrag der WELT-Gruppe / BERLINER MORGENPOST ist für uns ein besonderer Meilenstein. Die überaus erfreuliche Entwicklung neu akquirierter Gesellschaften und einige bestehende digitale Angebote beweisen: Der Strukturwandel in der Medienbranche ist für uns eine reale Chance. Wir wollen mit der Digitalisierung unseres Geschäftes eine neue Dimension der Unternehmensentwicklung erreichen. Die Digitalisierung ist bei Axel Springer keine Zukunftshoffnung, sondern reales Geschäft", erklärte Vorstandschef Dr. Mathias Döpfner. Mit Blick auf die Abschreibung der PIN Group erklärte Döpfner: "Die Entscheidung, unsere Expansion in den Markt für Postdienstleistungen zu stoppen, war aufgrund fundamental veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen unausweichlich. Durch unsere Stärke im Kerngeschäft haben wir den notwendigen Ausstieg jedoch gut verarbeitet."


Für 2008 erwartet der Verlagskonzern ein EBITA und ein EBITDA über den Vorjahreswerten bereinigt um Zahlungen aus der Kirch-Insolvenz und der Dividende aus der veräußerten Beteiligung an der ProSiebenSat.1 Media AG. Der Vorstand rechnet erneut mit einer Steigerung der Gesamtumsätze gegenüber dem Vorjahr.


Die Aktie von Axel Springer notiert aktuell mit einem Plus von 1,77 Prozent bei 79,89 Euro. (12.03.2008/ac/n/nw)