Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft Nanostart AG (ISIN DE000A0B9VV6/ WKN A0B9VV) meldete am Montag, dass sie in einem ersten Schritt 15,2 Prozent an der Dresdner Namos GmbH, einem führenden Forschungsunternehmen der Bionanotechnologie, übernimmt. Eine Aufstockung des Anteils auf 19,7 Prozent ist geplant.


Den Angaben zufolge hat Namos ein Verfahren entwickelt, mit dem bei Autoabgas-Katalysatoren rund die Hälfte der derzeit notwendigen Edelmetalle eingespart wird. Das Verfahren beruhe auf einer bionanotechnologischen Beschichtung von keramischen Katalysatorträgermaterialien. Sie würden mit einer Edelmetallsalzlösung vermengt, um die katalytisch aktive metallische Schicht aufzubringen. Bei herkömmlichen Verfahren, ohne Beschichtung, dringe ein Teil der Metallpartikel in das Innere der Keramik ein. Diese Edelmetalle würden in den Abgaskatalysatoren ungenutzt bleiben. Durch die bionanotechnologische Beschichtung von Namos bilde sich auf der Keramik ein wenige Nanometer dickes Proteinnetzwerk, das zuverlässig verhindere, dass Edelmetalle in die Keramik eindringen. Somit könnten bei der Katalysatorherstellung erheblich Edelmetalle eingespart werden.


Edelmetalle wie Platin, Palladium oder Rhodium dienen im Katalysator dazu, die bei der Verbrennung entstehenden Abgase in Wasser und Kohlendioxid umzuwandeln. Aktuell werden zur Beschichtung von Abgaskatalysatoren weltweit rund 230 Tonnen neue, also nicht recycelte, Edelmetalle eingesetzt. Dies entspricht einem Wert von ca. 8,3 Mrd. Dollar. Rund die Hälfte, 4 Mrd. Dollar, könnte durch die Technologie von Namos eingespart werden, hieß es.


Die Aktie von Nanostart schloss am Freitag bei 19,55 Euro (-0,41 Prozent). (25.02.2008/ac/n/nw)