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Forum > Technologie > Wirecard treibt Expansion voran

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WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.

Aktueller Kurs (Frankfurt, 28.08.2008 17:52)
Letzter Kurs: 7,98 EUR WKN: 747206 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N. Chartbild
Veränd. abs.: 0,27 EUR Symbol: WDI
Veränd. in %: 3,50 % ISIN: DE0007472060
Volumen 53.950 Stück Typ: Aktie
Geld/Brief:
Bid 7,98 Ask 7,99
(1.260,00) (1.260,00)

Thema: Wirecard treibt Expansion voran

Thema Nr. 29166  
Thema eröffnet von:  Bonea Beiträge: 73 Bewertung (2):
am: 11.10.07 11:20 Gelesen gesamt: 1020    
Letzter Beitrag von:  ZockerGerhard Gelesen heute: 0      
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Themenbeitrag Nr.61

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  ZockerGerhard Erstellt am: 21.07.08 11:10 Beitrag Nr.: 140.002 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
18.07.2008 18:24

ROUNDUP: Wirecard und SdK mit juristischem Schlagabtausch - Aktie bricht ein

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Zwischen dem Zahlungsabwickler Wirecard (News/Aktienkurs) und der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ist ein Rechtsstreit entbrannt. Die Aktie stürzte erneut ab und schloss auf dem tiefsten Stand seit August 2006. Die SdK teilte am Freitag mit, beim Landgericht München Anträge auf Nichtigkeit der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 eingereicht zu haben, mit denen Vorstand und Aufsichtsrat der Wirecard AG entlastet worden waren. Sie wirft dem Vorstand und dem Aufsichtsrat unter anderem vor, dass die Konzernrechnungslegung in verschiedenen wesentlichen Punkten unvollständig und irreführend ist. Die im TecDAX notierte Wirecard AG wies die Vorwürfe als unbegründet zurück und erstattete ihrerseits Anzeige gegen die Aktionärsschützer. Oberstaatsanwalt Anton Winkler sagte auf Anfrage, er könne dies noch nicht kommentieren, da der Vorgang noch nicht vorliege.

Für eine Klage habe die Verwaltung von Wirecard keinerlei Anlass gegeben, sagte Vorstandschef Markus Braun laut Mitteilung. Vielmehr werfe wiederum Wirecard der SdK "Insiderhandel und mittäterschaftliche Marktmanipulation" vor und habe deshalb Strafanzeige bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsauf sicht (BaFin) und der Staatsanwaltschaft beim Landgericht München I erstattet. Außerdem bereiteten verschiedene Großaktionäre der Wirecard AG derzeit eine Klage in dreistelliger Millionenhöhe gegen die SdK vor.

VORWURF: 'AUF SINKENDE KURSE GESETZT'

Gegenüber Wirecard-Vertretern habe der SdK-Vorstand eingeräumt, "im Vorfeld der Hauptversammlung bereits Mitte Mai 2008 erstmals auf sinkende Kurse gesetzt zu haben und in der Folge wiederholt entsprechende Geschäfte eingegangen zu haben", hieß es in der Mitteilung zur Begründung. Es seien Leerverkäufe in erheblichem Ausmaß getätigt worden. Der daraus erzielte Gewinn dürfte "im zweistelligen Millionenbereich" liegen.

Die SdK wiederum wies am Abend diese Vorwürfe zurück. Leerverkäufe seien nicht getätigt worden. Lediglich ein Mitglied des Vorstands, Markus Straub, habe seit Mitte Mai eine Position in der Wirecard-Aktie gehabt, die von fallenden Kursen profitieren würde. Er habe sich aber daher bei sämtlichen Beschlüssen der SdK zu Wirecard der Stimme enthalten. "Die Shortposition von Herrn Straub ist kleiner als 0,01 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft. Es ist demnach völlig ausgeschlossen, dass diese Position in irgendeiner Form mit dem Kursverlust der Aktie zusammenhängt", so die SdK. Die von Wirecard genannten Beträge seien "völlig abwegig". Die Aktionärsschützer wollen nun auch gegen die Verantwortlichen für die Pressemitteilung der Wirecard vom 18. Juli strafrechtlich vorgehen.

MEHR ALS 60% KURSVERLUST SEIT 26. JUNI 2008

Die Aktie brach an diesem Tag erneut ein und ging mit einem Abschlag von 29,17 Prozent auf 4,25 Euro aus dem Handel. Seit dem 26. Juni, als erstmals Gerüchte über Bilanzunregelmäßigkeiten am Markt aufgekommen waren, verlor die Aktie damit etwas mehr als 60 Prozent./mf/jb/ck

ISIN DE0007472060

AXC0158 2008-07-18/18:23

 

Themenbeitrag Nr.62

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  ZockerGerhard Erstellt am: 21.07.08 11:14 Beitrag Nr.: 140.003 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
FinanzNachrichten.de, 21.07.2008 10:48:00XETRA-START/Etwas leichter - Gildemeister und Wirecard gefragt

DJ XETRA-START/Etwas leichter - Gildemeister und Wirecard gefragt

FRANKFURT (Dow Jones)--Belastet von Kursverlusten bei den Finanzwerten ist der deutsche Aktienmarkt mit Abschlägen in die neue Woche gestartet. Marktteilnehmern zufolge werden die Papiere von der anhaltenden Unsicherheit darüber belastet, wie stark sich die Kreditkrise in die Zahlen der US-Banken zum zweiten Geschäftsquartal gefressen hat. Weiteren Aufschluss über die tatsächliche Verfassung der Bücher der Kreditinstitute aus der größten Volkswirtschaft der Welt wird bereits zum Wochenauftakt das Quartalsergebnis der Bank of America liefern. Analysten erwarten im Mittel ihrer Prognosen einen Gewinn von 0,53 USD je Aktie.

Bis 9.19 Uhr sinkt der DAX um 0,4% oder 28 Punkte auf 6.353. Der MDAX gibt um 0,3% bzw 30 Zähler auf 8.411 nach. Der TecDAX notiert unverändert gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag bei 724 Stellen. Ein charttechnisch orientierter Marktteilnehmer merkt an, dass das Kursbarometer der heimischen Standardwerte bereits zum Wochenausklang den mittelfristigen Abwärtstrend im Bereich von 6.330 Punkten nach oben durchbrochen habe. Das mögliche Ziel dieser technischen Erholung liege auf dem Niveau von 6.650 Zählern. Unterstützt sieht ein anderer Beobachter den DAX im Bereich von 6.260 Punkten.

Neben den Quartalszahlen der Bank of America dürften die für den Nachmittag auf der Agenda stehenden US-Konjunkturdaten dem DAX neue Impulse geben: Neben dem National-Activity-Index der Federal Reserve Bank of Chicago (CFNAI) steht der vom US-Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelte Index der Frühindikatoren zur Veröffentlichung an. Beide Indikatoren gelten für den Monat Juni.

Größter Verlierer unter den Einzelwerten sind Postbank, die sich um 1,8% auf 47,88 EUR verbilligen. Neben der allgemeinen Zurückhaltung gegenüber Finanzwerten werden die Papiere Händlern zufolge auch von Aussagen des Deutsche-Post-Finanzvorstands John Allan belastet. Dieser hatte der "Börsen-Zeitung" gesagt, dass die Deutsche Post keine Eile mit dem Verkauf der Deutschen Postbank habe. Allianz geben um 1,1% auf 109,90 EUR nach, Metro um 1,2% auf 38,22 EUR.

Auf der Gewinnerseite stehen unter anderem adidas, die um 0,2% auf 38,10 EUR zulegen. Hier stützt Marktteilnehmern zufolge ein Interview von Finanzvorstand Robin Stalker. Dieser hatte im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" die Gewinnprognose für das laufende Jahr bestätigt.

In der zweiten Reihe legen Gildemeister um 16,5% auf 19,11 EUR zu. Hier stützt ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus", dem zufolge sich russische Investoren über verdeckte Käufe einen Anteil von 15% an dem Unternehmen gesichert haben.

Wirecard steigen nach einem Einbruch von knapp 30% am Freitag um 10,1% auf 4,68 EUR. Zum Wochenausklang hatte die Ankündigung der SdK, juristische Schritte gegen das Unternehmen einzuleiten, einen Kurssturz ausgelöst. Für die kräftige Erholung machen Händler eine Note von SES Research vom Montag verantwortlich, die die Papiere auf "Kaufen" von "Halten" heraufgestuft haben. Dem Papier zufolge hat SES Research keine Anhaltspunkte dafür gefunden, die auf eine falsche Darstellung oder Manipulation in der Gewinn-und-Verlustrechnung und der Bilanz hindeuten.

DJG/jej/raz

(END) Dow Jones Newswires

July 21, 2008 03:47 ET (07:47 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.



Quelle: Dow Jones News

 

Themenbeitrag Nr.63

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  ZockerGerhard Erstellt am: 21.07.08 11:17 Beitrag Nr.: 140.004 Weitere Beiträge
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Was meint ihr wie das ausgeht? Wird sich ja noch sehr lange hinziehen bis es da zu einer Entscheidung kommt. Was meint ihr wie lange das dauert bis zur Endgültigkeit?

 

Themenbeitrag Nr.64

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  ZockerGerhard Erstellt am: 21.07.08 12:09 Beitrag Nr.: 140.016 Weitere Beiträge
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Wirecard long, letzter 4,81 + 13,17%
Stop 4,70

 

 

 

Themenbeitrag Nr.65

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  Entsafter Erstellt am: 21.07.08 12:15 Beitrag Nr.: 140.017 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 140016 von ZockerGerhard - 21.07.08 12:09 Uhr

 

Hab ich es doch gewusst, hatte mir heute Morgen eine kleine Position zugelegt. smiley

 

Themenbeitrag Nr.66

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  ffmTRADER Erstellt am: 21.07.08 18:34 Beitrag Nr.: 140.100 Weitere Beiträge
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Wirecard: Wirtschaftsprüfer sollen ran

21.07.2008 - Im Streit um den Geschäftsbericht 2007 will Wirecard den nächsten Schritt gehen. Das Unternehmen will eine gutachterliche Stellungnahme anfertigen lassen. Durchgeführt werden soll die Untersuchung durch eine der vier großen internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Ziel ist es, Zweifel oder Fragen zum Geschäftsbericht 2007 auszuräumen.

Seit Wochen gibt es bei dieser Frage Streit. Vor allem die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hat Wirecard kritisiert. So hat die SdK dem Unternehmen vorgeworfen, dass die Konzernrechnung teils unvollständig und irreführend ist. Im Gegenzug hat Wirecard in der vergangenen Woche Anzeige gegen SdK Vorstände erstattet.
( js )

 

21.07.2008 , 14:15 Uhr 

Rechtsstreit

Schlammschlacht um Wirecard entbrannt

von Christian Kirchner

Zwischen dem Zahlungsabwickler Wirecard und der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ist ein handfester Rechtsstreit ausgebrochen, in dem es nun auch um den Vorwurf des Insiderhandels und der Marktmanipulation geht. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ermittelt.

DÜSSELDORF. Nachdem die SdK am Freitag beim Landgericht München Anträge auf Nichtigkeit der Beschlüsse der Wirecard-Hauptversammlung eingereicht hat, konterten Vorstand und Aufsichtsrat der im Tecdax notierten Wirecard mit einer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München gegen die SdK und weitere Dritte wegen Marktmanipulation und Insiderhandel. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ermittelt. "Wir untersuchen den Kursverfall und werden den Vorwurf des Insiderhandels genau prüfen", sagte ein BaFin-Sprecherin.

Die SdK hatte über Wochen Vorwürfe gegenüber der Wirecard wegen irreführender Bilanzierungsmethoden erhoben. Auch in Folge dessen brach der Kurs der Wirecard-Aktie seit Mitte Juni um knapp 70 Prozent ein. Der Vorstand der Wirecard unterstellt nun, die SdK habe aus finanziellen Interessen unrichtige und kursschädigende Informationen über Wirecard verbreitet.

Die SdK gab in einer Stellungnahme zu, mit Markus Straub habe ein Mitglied des SdK-Vorstands seit Mitte Mai eine Position in der Wirecard-Aktie, die von fallenden Kursen profitieren würde. In einem an die SdK gerichteten und auf der Internetseite dokumentierten Schreiben an die SdK präzisiert Wirecard die Vorwürfe. Demnach hätte Straub gemeinsam mit dem ehemaligen Sprecher der SdK, Tobias Bosler, seit Mitte Mai insgesamt 2,3 Millionen sogenannter Finanzwetten (CFDs) erworben. Die SdK streitet zwar ab, dass die von ihrem Vorstand zugegebene Position mit den Kursverlusten zusammenhänge. Da sich die Anbieter der Finanzwetten am Aktienmarkt aber über entsprechende Gegengeschäfte für Kundenorder absichern, hätte das hohe Volumen der Wette auf fallende Kurse sehr wohl auch die Wirecardwegt, wie eine Anfrage des Handelsblatts bei CFD-Anbietern ergab.

 

Themenbeitrag Nr.67

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  ffmTRADER Erstellt am: 21.07.08 18:34 Beitrag Nr.: 140.101 Weitere Beiträge
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wasn hier los? ist nun der Wert den Zockern überreicht worden?

 

Themenbeitrag Nr.68

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  Invest2049 Erstellt am: 21.07.08 23:12 Beitrag Nr.: 140.131 Weitere Beiträge
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Skandal bei Aktionärsschützern

Sittenwächter am Pranger

Bei der Schlammschlacht zwischen Aktionärsschützern und der Firma Wirecard wird viel geboten: Es geht um Kursmanipulation, geheime Daten und wüste Drohungen .
Von Thomas Öchsner

Markus Straub, Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), gilt als ein Robin Hood der Kleinaktionäre. Seit Jahren prangert der 39-jährige Volkswirt Machenschaften am Aktienmarkt an, deckt trübe Bilanzen in Unternehmen auf und geißelt das intransparente Geschäftsgebaren der Zertifikatebranche.

Nun ist der Sittenwächter des Kapitalmarkts selbst in die Kritik geraten. Es geht um den Vorwurf der Kursmanipulation - und für Straub um seinen guten Ruf.

Die Geschichte beginnt im Frühjahr 2008. Straub beschäftigt sich "außerhalb seiner Tätigkeit für die SdK", wie es in einer Mitteilung der Aktionärsschützer heißt, mit der Wirecard AG. Das Unternehmen ist ein Zahlungsabwickler und Mitglied im Technologieindex TecDax.

Straub recherchiert, prüft Handelsregister, untersucht Geschäftszahlen und kommt zum Ergebnis, "dass die Verhältnisse der Gesellschaft unrichtig wiedergegeben beziehungsweise verschleiert werden". Mitte Mai beginnt er auf einen fallenden Aktienkurs von Wirecard zu wetten - als Privatmann, wie er sagt.

Kurze Zeit später setzt sich die Geschichte auf einer anderen Bühne fort: Wirecard gerät ins Visier der SdK. Auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft, am 24. Juni, greift SdK-Chef Klaus Schneider Wirecard an, weil er die Bilanz für fragwürdig und das Unternehmen für überbewertet hält.

Zwei Tage danach bricht der Aktienkurs um gut 25 Prozent ein. Einen Tag später schlägt Wirecard zurück und teilt mit: Das Unternehmen sei das Ziel von Attacken mehrerer Hedgefonds. "Zudem drängt sich uns der Verdacht auf, dass sich der Schutzverband der Kleinanleger zur Anheizung von Gerüchten hat instrumentalisieren lassen." Die SdK sagt dazu: "Das ist falsch" und kontert mit dem Hinweis: "Das Argument, Hedgefonds steckten hinter einem Kursverfall, wurde auch schon in zahlreichen anderen Fällen wie Infomatec, Metabox, MLP oder Thielert, bei denen die SdK früh auf Probleme hingewiesen hat, zu Unrecht bemüht."

Inzwischen ist der Streit eskaliert. Wirecard hat eine Strafanzeige bei der Finanzaufsicht Bafin und der Münchner Staatsanwaltschaft gegen die SdK und ihren Vorstand gestellt. Der Vorwurf: Marktmanipulation und Insiderhandel. Die Schutzgemeinschaft, die die von der Hauptversammlung beschlossene Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat gerichtlich annullieren lassen will, kündigte ebenfalls strafrechtliche Schritte an.

"Das wurde uns zugetragen"

Der Fall ist für beide Seiten pikant: Im Falle von Straub geht es um die Frage, ob ein ehrenamtliches Vorstandsmitglied der SdK private Investments mit der Tätigkeit für die Schutzgemeinschaft vermengt hat und im "finanziellen Eigeninteresse" gehandelt hat, wie Wirecard behauptet.

Straub sagt dazu ganz klar: "Ich sehe in meiner Wette auf fallende Kurse bei dem Unternehmen kein Problem, wenn man sich den zeitlichen Ablauf ansieht." Er hätte sich auch niemals vorstellen können, dass die kritischen Äußerungen des SdK-Vorstandschefs Schneider auf der Hauptversammlung einen derart starken Einfluss auf den Kurs hätten haben können.

Im übrigen sei seine Position in Wirecard "kleiner als 0,01 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft". Es sei deshalb völlig ausgeschlossen, "dass diese Position in irgendeiner Form mit dem Kursverlust der Aktie zusammenhängt".

Wirecard muss ebenfalls heikle Fragen beantworten, nicht nur wegen der Bilanz: Die SdK hat auf ihrer Homepage den Entwurf einer Vereinbarung zwischen den beiden Parteien veröffentlicht. Das Papier, das die SdK nicht unterschreiben wollte, stammt von Wirecard. In dem Papier erklärt Wirecard, dass es genaue Kenntnis über die Transaktionen von Straub und einem ehemaligen Sprecher der SdK, dem Vermögensverwalter Tobias Bosler, bei dem Londoner Bankhaus CMC Markets habe.

Demnach hätten die beiden bis 4. Juli mit insgesamt 330.000 Papieren (sogenannten Contracts für Difference) einen Gewinn in Höhe von 3,3 Millionen Euro erwirtschaftet. SdK-Vorstand Straub erwidert, er habe den größten Teil der Position noch offen, und sein bisheriger Buchgewinn liege "nicht im Millionenbereich". Straub fragt sich aber vor allem, "auf welche illegale Weise Wirecard an diese Informationen, die unter das Bankgeheimnis fallen, herangekommen ist". Die Firmensprecherin sagt dazu: "Das wurde uns zugetragen."

Anwalt kommt mit Boxern

Straub wirft Wirecard vor, ihn und Bosler massiv unter Druck gesetzt zu haben. So seien zum Beispiel am 10. Juli im Büro von Bosler der Wirecard-Anwalt Jens Röhrborn mit zwei Herren aufgetaucht, die aus dem Hamburger Boxermilieu stammen. Röhrborn ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Wirecard-Bank und Aufsichtsratsvorsitzender eines Hamburger Boxstalls.


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Zu dritt hätten sie auf Bosler eingeschrieen, um herauszufinden, was Bosler über Wirecard wisse. Einer der Begleiter habe dabei sinngemäß den Satz gesagt: "In der Türkei sterben Leute wegen 1000 Euro, Mann, verstehst du." Für Röhrborn hat sich der Besuch dagegen ganz anders abgespielt: Er habe einen Termin bei Bosler gehabt. Ein Mandant und ein weiterer Mann seien dabei gewesen. Bei dem Gespräch vor dem Büro von Bosler sei es nicht zu Drohungen gekommen, sagte Röhrborn.

Es gibt also viel zu klären für die Staatsanwaltschaft und die Finanzaufsicht. Die Aktionäre feierten heute erst einmal die Schlammschlacht: Der Aktienkurs, der seit dem 24. Juni um mehr als 50 Prozent nachgab, legte am Montag um knapp 18 Prozent zu.


(SZ vom 22.07.2008/ssc)

 

Übel wenn das stimmt grade raus gekommensmiley

 

Themenbeitrag Nr.69

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  Entsafter Erstellt am: 22.07.08 12:38 Beitrag Nr.: 140.178 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
FinanzNachrichten.de, 21.07.2008 16:37:00DGAP-News: Wirecard AG (deutsch)

Wirecard AG beabsichtigt eine der großen vier internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit einer gutachterlichen Stellungnahme zu beauftragen

Wirecard AG / Sonstiges

21.07.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Grasbrunn b. München, den 21. Juli 2008; Um alle Zweifel oder etwaige Fragestellungen zum Geschäftsbericht 2007 restlos auszuräumen, hat der Aufsichtsrat der Wirecard AG auf Ersuchen des Vorstands heute beschlossen, eine der vier großen internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu beauftragen. Diese soll eine gutachterliche Stellungnahme abgeben.

Wirecard AG Iris Stöckl Bretonischer Ring 4 D-85630 Grasbrunn Tel.: +49 (0) 89 4424 0424 Fax: +49 (0) 89 4424 0524 E-Mail: iris.stoeckl@wirecard.com Internet: www.wirecard.de

21.07.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

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Sprache: Deutsch Emittent: Wirecard AG Bretonischer Ring 4 85630 Grasbrunn b. München Deutschland Telefon: +49 (0)89-4424 0400 Fax: +49 (0)89-4424 0500 E-Mail: ir@wirecard.com Internet: www.wirecard.com ISIN: DE0007472060 WKN: 747206 Indizes: TecDAX, Prime All Share, Technology All Share Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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ISIN DE0007472060

AXC0127 2008-07-21/16:36



Quelle: dpa-AFX

 

Themenbeitrag Nr.70

 WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Von  Entsafter Erstellt am: 22.07.08 12:39 Beitrag Nr.: 140.180 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:

Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 140131 von Invest2049 - 21.07.08 23:12 Uhr

 

Auf jeden Fall sehr krass! Da wird noch einiges aufgedeckt werden nehme ich an! Hier wird gezockt was das Zeug hält!

 

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