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WESTERN GEOPOWER CORP. REGISTERED SHARES O.N.

Aktueller Kurs (Frankfurt, 28.08.2008 17:14)
Letzter Kurs: 0,177 EUR WKN: 254049 WESTERN GEOPOWER CORP. REGISTERED SHARES O.N. Chartbild
Veränd. abs.: -0,003 EUR Symbol: WE6
Veränd. in %: -1,67 % ISIN: CA95827Q1037
Volumen 16.000 Stück Typ: Aktie
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Thema: Wester GeoPower

Thema Nr. 57643  
Thema eröffnet von:  TraderSchorschi Beiträge: 3 Bewertung (0):
am: 09.05.08 16:02 Gelesen gesamt: 457    
Letzter Beitrag von:  Explorerkenner Gelesen heute: 0      
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Von  TraderSchorschi Erstellt am: 09.05.08 16:02 Beitrag Nr.: 131.972 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
Freitag, 09.05.2008


Western GeoPower verdoppelt Potenzial mit spektakulärem ersten Bohrerfolg


Ken MacLeod
CEO Western GeoPower


Western GeoPower, Inc. ist ein in Kalifornien registriertes Unternehmen, das vollständig im Besitz der Muttergesellschaft Western GeoPower Corp., einem in British Columbia registrierten Unternehmen, ist. Western GeoPower Inc. hält 100% an den Geothermie-Pachtgebieten für das Unit 15 Steam Field, die innerhalb des Geothermie-Feldes The Geysers in Sonoma County, Kalifornien, über 1000 Acre bedecken. Die Pachtverträge geben WGP das Recht zur Sanierung des Geothermie-Reservoirs und zum Bau eines neuen Kraftwerks.


financial.de im Gespräch mit Ken MacLeod, CEO Western GeoPower

financial.de: Wir sprechen mit Ken MacLeod, dem CEO der Western GeoPower (WKN 254049). Western GeoPower ist ein angehender Stromproduzent aus Erdwärme. Das Unternehmen entwickelt ein 35-MW-Kraftwerk auf dem größten Geothermie-Feld der Welt „The Geysers“ in Kalifornien. Nach zwei jähriger Arbeit liegen jetzt die Testergebnisse einer spektakulären ersten Quelle mit einer Kapazität von 10 MW vor. Wie muss man dieses Ergebnis einschätzen?

Ken MacLeod: Unsere erste Produktionsbohrung hat sich als sehr, sehr leistungsfähig erwiesen. Sie hat unsere Erwartungen um 100% übertroffen. In der Machbarkeitsstudie, die GeothermEx im Oktober 2006 durchgeführt hatte, wurde eine Kapazität von durchschnittlich 3,6 MW pro Quelle vorhergesagt. Diese Quelle hat die doppelte Kapazität, da eine stabilisierte Leistung von über 7 MW für diese Produktionsquelle projiziert wird. Ein weiteres Ergebnis ist, dass wir mit sehr großer Wahscheinlichkeit weniger Quellen bohren werden. Weniger Quellen bedeutet natürlich, dass die Rendite für die Aktionäre höher ist und das Bohrprogramm schneller abgeschlossen wird. Der Hauptschwerpunkt des Unternehmens liegt jedoch zur Zeit auf der Fortsetzung des Bohrprogramms. Nach der Fertigstellung der zweiten Quelle sollten wir einen weiteren Hinweis dafür haben, ob sich die höhere Produktionsrate der ersten Quelle auch auf die zukünftigen Quellen übertragen lässt. Wir erwarten in der Tat, dass dies der Fall sein wird. Wir sind sehr zuversichtlich, dass das Feld produktiver ist als die anfänglichen Schätzungen. Deshalb freuen wir uns auf den Abschluss des Bohrprogramms.

financial.de: Noch einmal, Sie haben mehr Dampf und vor allem höheren Druck angetroffen als ursprünglich erwartet. Wie begründen Sie Ihre Zuversicht, dass sie in den zukünftigen Quellen ähnlich gute Ergebnisse erzielen können?

Ken MacLeod: Ich möchte meine Antwort mit einem Kommentar von Dr. Subir Sanyal, President der GeothermEx (unserer unabhängigen Beratungsfirma) beginnen. Die Ingenieure von GeothermEx waren übrigens weltweit an fast allen produzierenden Feldern beteiligt. Dr. Sanyal hat wörtlich erklärt, dass die Quelle WGP-1 eine der stärksten Quellen ist, die in den vergangenen 20 Jahren auf „The Geysers“ gebohrt wurde. Das ist eine sehr starke Äußerung von Dr. Sanyal. Dennoch könnte es sich noch um eine Untertreibung handeln. Meine Aufzeichnungen zeigen, dass dies die stärkste Quelle ist, die auf „The Geysers“ in den vergangenen 25 Jahren gebohrt wurde. Wir fühlen uns sehr sicher, dass der anfängliche Erfolg dieser Quelle sich bei den weiteren 7 oder 8 Produktionsquellen wiederholen wird. Falls die Stärke des Feldes den aktuellen Erwartungen entspricht, dann besteht immer eine Möglichkeit, dass wir in der Zukunft die Produktion durch ein zweites Kraftwerk erhöhen können. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, die Realisierbarkeit eines zweiten Kraftwerks zu demonstrieren. Da jetzt unserem 35-MW-Kraftwerk eine ausreichende Dampfressource zur Verfügung steht, sind wir aber recht zuversichtlich, es die nächsten 20, 40, 60 Jahre und darüber hinaus zu betreiben.

Aber zur Ihrer Frage, der Druck in unserem Teil des Feldes ist recht gleichförmig. Wir erwarten also keine Überraschungen von Seiten des Drucks. Stellen Sie sich das Feld wie einen sehr großen Kessel vor, in dem der Heißdampf seit vielen Jahren eingeschlossen ist. Genau so ist der Druck im gesamten Feld konstant. Wenn wir uns jetzt auf die zukünftigen Bohrstellen begeben, dann würden wir einen ähnlich konstanten Druck erwarten. Der Druck ist seit den 1980er-Jahren angestiegen, als das Feld mit der ersten Produktion begann. Das Feld wurde über viele Jahre nicht genutzt und konnte sich so auf natürliche Weise regenerieren. Dies erhöhte den Reservoirdruck auf den aktuellen Druck 280 psia (pounds-force per square inch, Anm. d. Red.) und führte zu einer wirkungsvollen Regeneration der Ressource.

financial.de: Vielleicht wäre es der Mühe wert, die Entwicklung eines Geothermie-Feldes noch mehr im Detail zu erklären, da viele Leser immer noch relativ wenig über Geothermie wissen. Welche Entwicklungsstufen stehen noch bevor?

Ken MacLeod: Man muss sich vorstellen, dass Sie beim Bohren der Dampfquellen auf einem Geothermie-Feld wie z.B. „The Geysers“ oder anderswo in der Welt, Geld als Vorauszahlung für ihren Treibstoff der nächsten 20, 40 und möglicherweise 100 Jahre ausgeben. Wir bohren diese Quellen im Durchschnitt bis auf eine Tiefe zwischen 2.000 und 3.000 Meter. Normalerweise besitzen diese Quellen an der Bohrlochsohle einen Durchmesser zwischen 20 und 25 Zentimeter. Das sind sehr teure Bohrungen. Sie kosten normalerweise zwischen 4 und 6 Millionen USD. Die Quellen werden auf unserem Feld in „The Geysers“ in Gebieten mit bekannter Produktion gebohrt. Wenn wir in diese Produktionszonen bohren, so bohren wir tatsächlich durch ein Dampffeld, in dem wir Risse mit Heißdampf antreffen. Der Dampf tritt während der Bohrarbeiten an die Oberfläche. Anschließend wird der Dampf eingefangen und zu den Turbinen geleitet, die die Energie in Strom umwandeln. Der Dampf wird kondensiert, abgekühlt und wieder in das Reservoir eingepresst.

financial.de: 10 MW ist eine abstrakte Zahl. Könnten Sie uns eine Vorstellung geben, was man mit soviel Leistung anfangen kann?

Ken MacLeod: Eine 10-MW-Quelle wird genügend Strom für eine Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern liefern. Das Entscheidende ist, dass eine Geothermiequelle mit einem Nutzungsgrad von 99% betrieben wird. Mit anderen Worten, sie produziert Dampf 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche. Sie können sich auf diese Energiequelle zu jeder Zeit verlassen. Sie wird nicht durch das Wetter und den Ölpreis beeinflusst. Eine 10-MW-Geothermal-Quelle liefert soviel Strom wie eine 40-MW-Windfarm. Die Windfarm ist nur zeitweise in Betrieb und wenn Sie an die Erfahrungen in Großbritannien denken, wo Windfarmen üblicherweise einen Nutzungsgrad von 20% haben, dann entspricht eine 10-MW-Geothermal-Quelle einer 50-MW-Windfarm.

financial.de: Das Feld „The Geysers“ liegt in Kalifornien. Da wäre es vielleicht wichtig, ein paar Hintergrundinformationen über den Betrieb eines Geothermie-Kraftwerks in diesem Staat zu geben. Welche Vorteile bietet der Standort?

Ken MacLeod: Ein großer Vorteil des Standorts Kalifornien ist die signifikante Nachfrage nach erneuerbarer Energie in ganz Kalifornien. Bis 2010 muss mindestens 20% des von den Elektrizitätsgesellschaften angebotenen Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Dies wird sich, ich glaube bis 2017, auf 33% erhöhen. Dies verspricht Gutes für Unternehmen wie Western GeoPower. Eine weitere herausragende Besonderheit Kaliforniens ist dessen führende Position als größter Produzent von geothermischer Energie in der Welt. Weltweit werden über 9.000 MW produziert. Kalifornien produziert davon ca. 2.600 MW. Das ist beinahe 25 oder 27% der gesamten Weltkapazität. 1/10 der weltweit produzierten Geothermal-Energie stammt also aus dem Feld „The Geysers“, auf dem Western GeoPower der vierte Produzent ist. Ein weiterer in Kalifornien wichtiger Faktor ist der Energiepreis. Als Folge des jüngsten weltweiten Anstiegs der Energiepreise, folgte der Strompreis in Kalifornien diesem Trend. Im Laufe des vergangenen Jahres stiegen die Strompreise in Kalifornien um fast 15%. Da die Strompreise jetzt fast 100 USD pro MW Stunde erreicht haben, wird es den Geothermie-Unternehmen möglich sein, sehr gute Renditen zu erwirtschaften. Wir beabsichtigen, in den kommenden Monaten diesen sehr hohen Strompreis auszunutzen.

financial.de: Sie haben den Strompreis erwähnt. Das Unternehmen hat vor kurzem einen bestehenden Stromabnahmevertrag gekündigt. Wie sieht Ihre Strategie hinsichtlich des Stromabnahmevertrags aus?

Ken MacLeod: Wir hatten einen perfekten Stromabnahmevertrag mit Pacific Gas & Electric, auch als PG & E bekannt, die die größte Stromversorgungsgesellschaft im Norden Kaliforniens ist. Das Abkommen wurde der Californian Public Utilities Commission zur Überprüfung und Genehmigung am 27. Juni 2007 vorgelegt. Sie hatten 180 Tage Zeit, um den Vertrag zu genehmigen. Unglücklicherweise für PG & E und die Californian Public Utilities Commission wurde das Abkommen nicht wie beabsichtigt bis Anfang Januar 2008 genehmigt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir einen Anstieg der Strompreise in Kalifornien um fast 15% bemerkt. Wir waren der Ansicht, dass es im besten Interesse unserer Aktionäre sein würde, den bestehenden Vertrag rechtsgültig zu kündigen und einen neuen Vertrag auszuarbeiten. Gegenwärtig konzentriert sich das Unternehmen also auf die Sicherung eines neuen Stromabnahmevertrags und wir hoffen, dass wir in den kommenden Monaten darüber berichten können.

financial.de: Das wirkt sich aber nicht auf den Fortschritt Ihrer Pläne aus?

Ken MacLeod: Das hat überhaupt keine Auswirkung. Das hält uns nicht auf. Wir sagen immer noch die Inbetriebnahme unseres neuen Kraftwerks für Anfang 2010 voraus. Und dementsprechend haben wir eine 35-MW-Turbine von Fuji Electric Ende 2007 bestellt. Die Lieferung der Turbine ist für August 2009 geplant.

financial.de:
Wenden wir uns dem Unternehmen Western GeoPower zu. Auf Unternehmensebene gab es im vergangenen Jahr eine Menge an Veränderungen. Besonders bemerkenswert war die Beteilugung eines isländischen Investmentfonds, Geysirs Green Energy, an dem Unternehmen. Geysirs Green Energy besitzt mittlerweile 27%. Erzählen Sie uns bitte mehr über diesen Investor und die Vorteile für Western GeoPower.

Ken MacLeod: Die Vorteile für Western GeoPower durch unsere Geschäftsbeziehung mit Green Energy sind, dass wir ähnliche Ansichten teilen. Wir haben einen gemeinsamen Plan, weltweit bedeutende Unternehmen im Geothermie-Energiesektor zu werden. Geysir Green Energy wurde durch die Glitnir Bank und andere isländische Institutionen professionell unterstützt. Wenn man die gesamte Expertise der Geysir Green betrachtet, ist der Vorteil für Western GeoPower leicht ersichtlich. Wir können zu jeder Zeit die Expertise, die Geysir Green Energy in diese Geschäftsbeziehung mit Western GeoPower eingebracht hat, in Anspruch nehmen. Geysir Green Energy ist ebenfalls sehr, sehr kapitalstark. Wir sind an weiteren Finanzierungsrunden offensichtlich sehr interessiert und freuen uns, dass wir einen großen Teil der zukünftigen Finanzierungen sozusagen intern durchführen können.

financial.de: Kommen wir jetzt zu den Aussichten für Western GeoPower. Was sind ihre Erwartungen? In welche Richtung wird sich das Unternehmen in den nächsten 18 Monaten bewegen?

Ken MacLeod: Das Geysers-Projekt ist eindeutig das Rückgrad des Unternehmens. Es ist ein sehr solides Projekt. Zu diesem Zeitpunkt sind 35 MW nachgewiesen. Dies basierte auf der ursprünglichen Größe des Pachtgebiets von ca. 600 Acre, das wir im Jahre 2006 und Anfang 2007 erworben hatten. Seit dieser Zeit haben wir das Pachtgebiet um weitere 400 Acre vergrößert. Es besteht also ein Potenzial für weitere Kapazitäten auf dem neuen Pachtgebiet und wir werden in den nächsten 12-18 Monaten einige Explorationsarbeiten durchführen, um zu bestimmen, ob diese zusätzlichen 400 Acre signifikante Mengen an Geothermal-Energie beherbergen. Wir sind der Ansicht, dass dies der Fall ist. Ich denke, dass die Zielsetzung der weiteren Explorationsaktivitäten auf „The Geysers“ die Suche nach genügend Energie für ein zweites Kraftwerk sein wird. Wir werden Explorationsarbeiten planen und die möglichen Kraftwerksstandorte für die zukünftige Stromerzeugung an der Westseite des Pachtgebiets festlegen.

financial.de: Plant Western GeoPower weitere Akquisitionen?

Ken MacLeod: Western GeoPower hat erst vor kurzem durch ihre Tochtergesellschaft ein Büro in Santiago, Chile, eröffnet, um die Vorteile des bedeutenden Geothermiepotenzials dieses Landes auszunutzen. Gegenwärtig gibt es keine Geothermie in Chile, einem Land, das unter akkuter Stromknappheit leidet. Zur Behebung dieses Ungleichgewichts werden in Chile Kohlekraftwerke gebaut. Es wird über Stromerzeugung durch Erdgaskraftwerke gesprochen und es werden sogar mit Diesel betriebene Generatoren installiert. Das sind alles sehr kostspielige Arten der Stromerzeugung. Dagegen verfügt das Land über seine gesamte Länge von 4.000 Kilometern zwischen Patagonien und der peruanischen Grenze über eine signifikante Menge an geothermischer Energie. Wir sind der Ansicht, dass Western GeoPower jetzt bereit ist, sich an der Geothermie-Branche in Chile zu beteiligen und eines der ersten Unternehmen sein wird, das in diesem Land ein Kraftwerk baut. Aus diesem Grund haben wir beim Bergbauministerium Gebote für Konzessionen eingereicht, die in den letzten Monaten ausgeschrieben wurden. Wir erwarten die Entscheidung des Ministeriums, an welches Unternehmen diese Konzessionen vergeben werden. Wir verhandeln ebenfalls mit Privatunternehmen, um Geothermie-Konzessionen in Chile zu erwerben. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bis Ende 2008 mindestens eine und hoffentlich 2 oder 3 Geothermie-Konzessionen in Chile besitzen werden, deren Entwicklung bis hin zur Stromererzeugung erfolgen wird. Wir sehen uns ebenfalls in anderen Teilen der Welt um. Es ist aber genauso wichtig, dass wir in Kalifornien tätig sind, um dort weitere Geothermie-Konzessionen zu erwerben. Wir hoffen, dass wir zu gegebener Zeit diese neuen Akquisitionen bekannt geben können.

financial.de: Wir danken für das Gespräch.

 

Von  Explorerkenner Erstellt am: 21.05.08 22:09 Beitrag Nr.: 133.244 Weitere Beiträge
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financial.de im Gespräch mit Ken MacLeod, CEO Western GeoPower

financial.de: Wir sprechen mit Ken MacLeod, dem CEO der Western GeoPower (WKN 254049). Western GeoPower ist ein angehender Stromproduzent aus Erdwärme. Das Unternehmen entwickelt ein 35-MW-Kraftwerk auf dem größten Geothermie-Feld der Welt „The Geysers“ in Kalifornien. Nach zwei jähriger Arbeit liegen jetzt die Testergebnisse einer spektakulären ersten Quelle mit einer Kapazität von 10 MW vor. Wie muss man dieses Ergebnis einschätzen?

Ken MacLeod: Unsere erste Produktionsbohrung hat sich als sehr, sehr leistungsfähig erwiesen. Sie hat unsere Erwartungen um 100% übertroffen. In der Machbarkeitsstudie, die GeothermEx im Oktober 2006 durchgeführt hatte, wurde eine Kapazität von durchschnittlich 3,6 MW pro Quelle vorhergesagt. Diese Quelle hat die doppelte Kapazität, da eine stabilisierte Leistung von über 7 MW für diese Produktionsquelle projiziert wird. Ein weiteres Ergebnis ist, dass wir mit sehr großer Wahscheinlichkeit weniger Quellen bohren werden. Weniger Quellen bedeutet natürlich, dass die Rendite für die Aktionäre höher ist und das Bohrprogramm schneller abgeschlossen wird. Der Hauptschwerpunkt des Unternehmens liegt jedoch zur Zeit auf der Fortsetzung des Bohrprogramms. Nach der Fertigstellung der zweiten Quelle sollten wir einen weiteren Hinweis dafür haben, ob sich die höhere Produktionsrate der ersten Quelle auch auf die zukünftigen Quellen übertragen lässt. Wir erwarten in der Tat, dass dies der Fall sein wird. Wir sind sehr zuversichtlich, dass das Feld produktiver ist als die anfänglichen Schätzungen. Deshalb freuen wir uns auf den Abschluss des Bohrprogramms.

financial.de: Noch einmal, Sie haben mehr Dampf und vor allem höheren Druck angetroffen als ursprünglich erwartet. Wie begründen Sie Ihre Zuversicht, dass sie in den zukünftigen Quellen ähnlich gute Ergebnisse erzielen können?

Ken MacLeod: Ich möchte meine Antwort mit einem Kommentar von Dr. Subir Sanyal, President der GeothermEx (unserer unabhängigen Beratungsfirma) beginnen. Die Ingenieure von GeothermEx waren übrigens weltweit an fast allen produzierenden Feldern beteiligt. Dr. Sanyal hat wörtlich erklärt, dass die Quelle WGP-1 eine der stärksten Quellen ist, die in den vergangenen 20 Jahren auf „The Geysers“ gebohrt wurde. Das ist eine sehr starke Äußerung von Dr. Sanyal. Dennoch könnte es sich noch um eine Untertreibung handeln. Meine Aufzeichnungen zeigen, dass dies die stärkste Quelle ist, die auf „The Geysers“ in den vergangenen 25 Jahren gebohrt wurde. Wir fühlen uns sehr sicher, dass der anfängliche Erfolg dieser Quelle sich bei den weiteren 7 oder 8 Produktionsquellen wiederholen wird. Falls die Stärke des Feldes den aktuellen Erwartungen entspricht, dann besteht immer eine Möglichkeit, dass wir in der Zukunft die Produktion durch ein zweites Kraftwerk erhöhen können. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, die Realisierbarkeit eines zweiten Kraftwerks zu demonstrieren. Da jetzt unserem 35-MW-Kraftwerk eine ausreichende Dampfressource zur Verfügung steht, sind wir aber recht zuversichtlich, es die nächsten 20, 40, 60 Jahre und darüber hinaus zu betreiben.

Aber zur Ihrer Frage, der Druck in unserem Teil des Feldes ist recht gleichförmig. Wir erwarten also keine Überraschungen von Seiten des Drucks. Stellen Sie sich das Feld wie einen sehr großen Kessel vor, in dem der Heißdampf seit vielen Jahren eingeschlossen ist. Genau so ist der Druck im gesamten Feld konstant. Wenn wir uns jetzt auf die zukünftigen Bohrstellen begeben, dann würden wir einen ähnlich konstanten Druck erwarten. Der Druck ist seit den 1980er-Jahren angestiegen, als das Feld mit der ersten Produktion begann. Das Feld wurde über viele Jahre nicht genutzt und konnte sich so auf natürliche Weise regenerieren. Dies erhöhte den Reservoirdruck auf den aktuellen Druck 280 psia (pounds-force per square inch, Anm. d. Red.) und führte zu einer wirkungsvollen Regeneration der Ressource.

financial.de: Vielleicht wäre es der Mühe wert, die Entwicklung eines Geothermie-Feldes noch mehr im Detail zu erklären, da viele Leser immer noch relativ wenig über Geothermie wissen. Welche Entwicklungsstufen stehen noch bevor?

Ken MacLeod: Man muss sich vorstellen, dass Sie beim Bohren der Dampfquellen auf einem Geothermie-Feld wie z.B. „The Geysers“ oder anderswo in der Welt, Geld als Vorauszahlung für ihren Treibstoff der nächsten 20, 40 und möglicherweise 100 Jahre ausgeben. Wir bohren diese Quellen im Durchschnitt bis auf eine Tiefe zwischen 2.000 und 3.000 Meter. Normalerweise besitzen diese Quellen an der Bohrlochsohle einen Durchmesser zwischen 20 und 25 Zentimeter. Das sind sehr teure Bohrungen. Sie kosten normalerweise zwischen 4 und 6 Millionen USD. Die Quellen werden auf unserem Feld in „The Geysers“ in Gebieten mit bekannter Produktion gebohrt. Wenn wir in diese Produktionszonen bohren, so bohren wir tatsächlich durch ein Dampffeld, in dem wir Risse mit Heißdampf antreffen. Der Dampf tritt während der Bohrarbeiten an die Oberfläche. Anschließend wird der Dampf eingefangen und zu den Turbinen geleitet, die die Energie in Strom umwandeln. Der Dampf wird kondensiert, abgekühlt und wieder in das Reservoir eingepresst.

financial.de: 10 MW ist eine abstrakte Zahl. Könnten Sie uns eine Vorstellung geben, was man mit soviel Leistung anfangen kann?

Ken MacLeod: Eine 10-MW-Quelle wird genügend Strom für eine Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern liefern. Das Entscheidende ist, dass eine Geothermiequelle mit einem Nutzungsgrad von 99% betrieben wird. Mit anderen Worten, sie produziert Dampf 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche. Sie können sich auf diese Energiequelle zu jeder Zeit verlassen. Sie wird nicht durch das Wetter und den Ölpreis beeinflusst. Eine 10-MW-Geothermal-Quelle liefert soviel Strom wie eine 40-MW-Windfarm. Die Windfarm ist nur zeitweise in Betrieb und wenn Sie an die Erfahrungen in Großbritannien denken, wo Windfarmen üblicherweise einen Nutzungsgrad von 20% haben, dann entspricht eine 10-MW-Geothermal-Quelle einer 50-MW-Windfarm.

financial.de: Das Feld „The Geysers“ liegt in Kalifornien. Da wäre es vielleicht wichtig, ein paar Hintergrundinformationen über den Betrieb eines Geothermie-Kraftwerks in diesem Staat zu geben. Welche Vorteile bietet der Standort?

Ken MacLeod: Ein großer Vorteil des Standorts Kalifornien ist die signifikante Nachfrage nach erneuerbarer Energie in ganz Kalifornien. Bis 2010 muss mindestens 20% des von den Elektrizitätsgesellschaften angebotenen Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Dies wird sich, ich glaube bis 2017, auf 33% erhöhen. Dies verspricht Gutes für Unternehmen wie Western GeoPower. Eine weitere herausragende Besonderheit Kaliforniens ist dessen führende Position als größter Produzent von geothermischer Energie in der Welt. Weltweit werden über 9.000 MW produziert. Kalifornien produziert davon ca. 2.600 MW. Das ist beinahe 25 oder 27% der gesamten Weltkapazität. 1/10 der weltweit produzierten Geothermal-Energie stammt also aus dem Feld „The Geysers“, auf dem Western GeoPower der vierte Produzent ist. Ein weiterer in Kalifornien wichtiger Faktor ist der Energiepreis. Als Folge des jüngsten weltweiten Anstiegs der Energiepreise, folgte der Strompreis in Kalifornien diesem Trend. Im Laufe des vergangenen Jahres stiegen die Strompreise in Kalifornien um fast 15%. Da die Strompreise jetzt fast 100 USD pro MW Stunde erreicht haben, wird es den Geothermie-Unternehmen möglich sein, sehr gute Renditen zu erwirtschaften. Wir beabsichtigen, in den kommenden Monaten diesen sehr hohen Strompreis auszunutzen.

financial.de: Sie haben den Strompreis erwähnt. Das Unternehmen hat vor kurzem einen bestehenden Stromabnahmevertrag gekündigt. Wie sieht Ihre Strategie hinsichtlich des Stromabnahmevertrags aus?

Ken MacLeod: Wir hatten einen perfekten Stromabnahmevertrag mit Pacific Gas & Electric, auch als PG & E bekannt, die die größte Stromversorgungsgesellschaft im Norden Kaliforniens ist. Das Abkommen wurde der Californian Public Utilities Commission zur Überprüfung und Genehmigung am 27. Juni 2007 vorgelegt. Sie hatten 180 Tage Zeit, um den Vertrag zu genehmigen. Unglücklicherweise für PG & E und die Californian Public Utilities Commission wurde das Abkommen nicht wie beabsichtigt bis Anfang Januar 2008 genehmigt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir einen Anstieg der Strompreise in Kalifornien um fast 15% bemerkt. Wir waren der Ansicht, dass es im besten Interesse unserer Aktionäre sein würde, den bestehenden Vertrag rechtsgültig zu kündigen und einen neuen Vertrag auszuarbeiten. Gegenwärtig konzentriert sich das Unternehmen also auf die Sicherung eines neuen Stromabnahmevertrags und wir hoffen, dass wir in den kommenden Monaten darüber berichten können.

financial.de: Das wirkt sich aber nicht auf den Fortschritt Ihrer Pläne aus?

Ken MacLeod: Das hat überhaupt keine Auswirkung. Das hält uns nicht auf. Wir sagen immer noch die Inbetriebnahme unseres neuen Kraftwerks für Anfang 2010 voraus. Und dementsprechend haben wir eine 35-MW-Turbine von Fuji Electric Ende 2007 bestellt. Die Lieferung der Turbine ist für August 2009 geplant.

financial.de:
Wenden wir uns dem Unternehmen Western GeoPower zu. Auf Unternehmensebene gab es im vergangenen Jahr eine Menge an Veränderungen. Besonders bemerkenswert war die Beteilugung eines isländischen Investmentfonds, Geysirs Green Energy, an dem Unternehmen. Geysirs Green Energy besitzt mittlerweile 27%. Erzählen Sie uns bitte mehr über diesen Investor und die Vorteile für Western GeoPower.

Ken MacLeod: Die Vorteile für Western GeoPower durch unsere Geschäftsbeziehung mit Green Energy sind, dass wir ähnliche Ansichten teilen. Wir haben einen gemeinsamen Plan, weltweit bedeutende Unternehmen im Geothermie-Energiesektor zu werden. Geysir Green Energy wurde durch die Glitnir Bank und andere isländische Institutionen professionell unterstützt. Wenn man die gesamte Expertise der Geysir Green betrachtet, ist der Vorteil für Western GeoPower leicht ersichtlich. Wir können zu jeder Zeit die Expertise, die Geysir Green Energy in diese Geschäftsbeziehung mit Western GeoPower eingebracht hat, in Anspruch nehmen. Geysir Green Energy ist ebenfalls sehr, sehr kapitalstark. Wir sind an weiteren Finanzierungsrunden offensichtlich sehr interessiert und freuen uns, dass wir einen großen Teil der zukünftigen Finanzierungen sozusagen intern durchführen können.

financial.de: Kommen wir jetzt zu den Aussichten für Western GeoPower. Was sind ihre Erwartungen? In welche Richtung wird sich das Unternehmen in den nächsten 18 Monaten bewegen?

Ken MacLeod: Das Geysers-Projekt ist eindeutig das Rückgrad des Unternehmens. Es ist ein sehr solides Projekt. Zu diesem Zeitpunkt sind 35 MW nachgewiesen. Dies basierte auf der ursprünglichen Größe des Pachtgebiets von ca. 600 Acre, das wir im Jahre 2006 und Anfang 2007 erworben hatten. Seit dieser Zeit haben wir das Pachtgebiet um weitere 400 Acre vergrößert. Es besteht also ein Potenzial für weitere Kapazitäten auf dem neuen Pachtgebiet und wir werden in den nächsten 12-18 Monaten einige Explorationsarbeiten durchführen, um zu bestimmen, ob diese zusätzlichen 400 Acre signifikante Mengen an Geothermal-Energie beherbergen. Wir sind der Ansicht, dass dies der Fall ist. Ich denke, dass die Zielsetzung der weiteren Explorationsaktivitäten auf „The Geysers“ die Suche nach genügend Energie für ein zweites Kraftwerk sein wird. Wir werden Explorationsarbeiten planen und die möglichen Kraftwerksstandorte für die zukünftige Stromerzeugung an der Westseite des Pachtgebiets festlegen.

financial.de: Plant Western GeoPower weitere Akquisitionen?

Ken MacLeod: Western GeoPower hat erst vor kurzem durch ihre Tochtergesellschaft ein Büro in Santiago, Chile, eröffnet, um die Vorteile des bedeutenden Geothermiepotenzials dieses Landes auszunutzen. Gegenwärtig gibt es keine Geothermie in Chile, einem Land, das unter akkuter Stromknappheit leidet. Zur Behebung dieses Ungleichgewichts werden in Chile Kohlekraftwerke gebaut. Es wird über Stromerzeugung durch Erdgaskraftwerke gesprochen und es werden sogar mit Diesel betriebene Generatoren installiert. Das sind alles sehr kostspielige Arten der Stromerzeugung. Dagegen verfügt das Land über seine gesamte Länge von 4.000 Kilometern zwischen Patagonien und der peruanischen Grenze über eine signifikante Menge an geothermischer Energie. Wir sind der Ansicht, dass Western GeoPower jetzt bereit ist, sich an der Geothermie-Branche in Chile zu beteiligen und eines der ersten Unternehmen sein wird, das in diesem Land ein Kraftwerk baut. Aus diesem Grund haben wir beim Bergbauministerium Gebote für Konzessionen eingereicht, die in den letzten Monaten ausgeschrieben wurden. Wir erwarten die Entscheidung des Ministeriums, an welches Unternehmen diese Konzessionen vergeben werden. Wir verhandeln ebenfalls mit Privatunternehmen, um Geothermie-Konzessionen in Chile zu erwerben. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bis Ende 2008 mindestens eine und hoffentlich 2 oder 3 Geothermie-Konzessionen in Chile besitzen werden, deren Entwicklung bis hin zur Stromererzeugung erfolgen wird. Wir sehen uns ebenfalls in anderen Teilen der Welt um. Es ist aber genauso wichtig, dass wir in Kalifornien tätig sind, um dort weitere Geothermie-Konzessionen zu erwerben. Wir hoffen, dass wir zu gegebener Zeit diese neuen Akquisitionen bekannt geben können.

financial.de: Wir danken für das Gespräch.

 

http://www.financial.de/unternehmen/management-interview/2008/05/09/western-geopower-verdoppelt-potenzial-mit-spektakularem-ersten-bohrerfolg/

 

Von  Explorerkenner Erstellt am: 21.05.08 22:12 Beitrag Nr.: 133.245 Weitere Beiträge
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GOLDINVEST.de: Western GeoPower erweitert sein Aktionsgebiet und bemüht sich in Chile um Geothermie-Explorationskonzessionen

Vor drei Wochen hat Western GeoPower die erste Produktionsbohrung auf dem Geothermiefeld The Geysers in Kalifornien gestartet. Pro Bohrung wird mit einem Zeitfenster von 60 bis 90 Tagen gerechnet. Die optimale Kapazität für Western GeoPowers Unit-1-Projekt wurde durch die Erweiterung des Pachtgebiets inzwischen von 28 MW auf 35 MW (brutto) erhöht. Ungefähr Mitte Juni wird mit den ersten Ergebnissen gerechnet. Parallel bereitet Western GeoPower bereits die Expansion des Unternehmens vor. In Chile, einem Land mit einer der größten nicht entwickelten Geothermie-Ressourcen Lateinamerikas, hat Western GeoPower nun eine Tochtergesellschaft, Western GeoPower SpA, gegründet.

Die neue Tochtergesellschaft hat Gebote für drei vom chilenischen Bergbauministerium ausgeschriebene Geothermie-Explorationskonzessionen abgegeben. Die wachsende Wirtschaft Chiles und Engpässe in der Stromversorgung, sowie ein signifikantes Ressourcenpotenzial für Geothermieprojekte haben wohl Western GeoPower nach Chile gelockt. Ein weiterer Grund dürfte die neue Gesetzgebung sein, die verlangt, dass bis 2010 5 Prozent und bis 2013 10 Prozent aller neuer Stromkapazitäten aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Für die Entwicklung von Chiles Geothermiesektor, so Kenneth McLeod, President und CEO, könnte Western GeoPower zusammen mit seinem starken Partner GeothermEx ein Anwärter für die Führungsrolle sein.

Auch für Western GeoPowers Unit-1-Projekt auf dem Geothermie-Feld The Geysers in Kalifornien gibt es Neuigkeiten, nämlich die Leistungserweiterung von 28 MW auf 35 MW. The Geysers ist das größte produzierende Erdwärmefeld der Welt. Wie die “European Business Review” in seiner Januar/Februar-Ausgabe schrieb, ist “die Hitze unter unseren Füßen” ein interessantes Thema, wenn es um erneuerbare Energiegewinnung geht.

Das The Geysers-Geothermiefeld liegt 75 Meilen nördlich von San Francisco. Energie aus Erdwärme wird hier bereits seit 1960 erzeugt. Im Moment produziert The Geysers etwa 900 Megawatt sauberer Grundlast-Energie. Gerade Kalifornien fördert die Energiegewinnung aus Geothermie. Stromgewinnung aus Erdwärme kann in hohem Maße wirtschaftlich sein. Insbesondere, wenn neue Richtlinien zur Energiegewinnung immer mehr grüne Energie vorsieht.

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Ingrid Heinritzi - GOLDINVEST.de