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Forum > World of Sofa-Talk > Was kommt nach der Finanzkrise?

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Thema: Was kommt nach der Finanzkrise?

Thema Nr. 65761  
Thema eröffnet von:  Bonea Beiträge: 7 Bewertung (2):
am: 14.07.08 20:18 Gelesen gesamt: 61    
Letzter Beitrag von:  Stargold123 Gelesen heute: 0      
am: 14.07.08 21:41          
 
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Themenbeitrag Nr.1

 
Von  Bonea Erstellt am: 14.07.08 20:18 Beitrag Nr.: 139.239 Weitere Beiträge
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Die Diskussionen und Berichterstattungen über die Finanzkrisen häufen sich ja in der letzten Zeit immer mehr. Die Märkte sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Die Anleger sind zunehmend verunsichert und niemand weiß was kommt als nächstes. Shorter, skurile Börsenbriefe und andere Kriminelle haben immer mehr Spielraum die Anleger abzuzocken. Doch was kommt nach der Finanzkrise? Werden sich die Märkte erholen können? Ein Umbruch von diversen Ölexplorern zu Solarbuden ist ja schon da, aber was muss passieren, dass auch an den Börsen wieder mehr geht? In Russland boomt das Geschäft ja gerade und andere Ostblockstaaten ziehen nach. Was denkt ihr darüber?

 

Themenbeitrag Nr.2

 
Von  BigOnyxia Erstellt am: 14.07.08 21:05 Beitrag Nr.: 139.251 Weitere Beiträge
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Naja ich erinner da mal nur an die Zeit des "Neuen Marktes". So ähnlich wird es jetzt auch wieder werden. Wenn auch gerad nicht viel passiert, das wird schon wieder. Man muss seinen Fokus halt ein wenig verändern.

 

Themenbeitrag Nr.3

 
Von  WEBSTAR1 Erstellt am: 14.07.08 21:15 Beitrag Nr.: 139.252 Weitere Beiträge
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US-Bankenkrise

Armes Amerika

Wirtschaft und Politik ergeben sich zunehmend hilflos der Dynamik der US-Bankenkrise. Die Wahlkampfzeiten machen die Aufgabe nicht einfacher.
Ein Kommentar von Martin Hesse


Die Pleite von Indymac zeigt die gefährlichen Mechanismen der US-Bankenkrise.
Foto: AP
 

Amerika steht hilflos vor den Trümmern seines allemal unsoliden Aufschwungs. Die größte Bankenpleite des Landes seit 24 Jahren markiert nun einen neuen Höhepunkt der Krise, die das Finanzsystem seit einem Jahr erschüttert. Der Zusammenbruch des Immobilienfinanzierers Indymac zeigt beispielhaft die Ursachen und die Dynamik dieser Krise. Der Fall illustriert zudem, dass die Finanzwirtschaft ihre Probleme nicht aus eigener Kraft bewältigen kann. Es wachsen aber auch die Zweifel, ob die amerikanische Politik im Wahlkampf Wege findet, um eine schwere Rezession abzuwenden.

Indymac war auf Kredite spezialisiert, für die Hauskäufer keinen Einkommensnachweis liefern mussten. Mit diesem fragwürdigen Geschäftsmodell verdoppelte die Bank binnen fünf Jahren ihren Gewinn und verdreifachte ihren Aktienkurs. Es haben also wie bei etlichen anderen Kreditinstituten lange Zeit alle vom Boom profitiert - Kunden, Eigentümer und Politiker. Das ist der banale Grund, weshalb sich die Spekulationsblase so lange aufbauen konnte, obwohl viele ahnten, dass sie irgendwann platzen würde.

Die Prophezeiung wurde wahr

Indymac zeigt aber auch die gefährlichen Mechanismen, die in die entgegengesetzte Richtung wirken, wenn Immobilienpreise sinken und Kreditausfälle sich häufen. Erst sprangen nach und nach die Aktionäre ab, dann kamen Gerüchte über eine mögliche Pleite auf, Bankkunden zogen in Scharen ihr Geld ab, und die Prophezeiung erfüllte sich selbst.

Wenn Kunden und Gläubiger einer Bank das Vertrauen entziehen, hat sie keine Überlebenschance. Was aber geschieht, wenn der Glaube an das ganze System verlorengeht? Als im März die Investmentbank Bear Stearns zusammenbrach, äußerten selbst Protagonisten dieses Systems wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Zweifel an den Selbstheilungskräften der Märkte.


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Alle bisher ergriffenen Krisenmaßnahmen zielten deshalb darauf ab, das Vertrauen in Banken und Börsen wiederherzustellen. Die Zentralbanken gaben mehr Geld, um die Angst vor Engpässen zu vertreiben. Viele Banken bemühten sich um mehr Transparenz, indem sie Kreditrisiken offenlegten. Und neue Investoren wie die Staatsfonds aus Asien und den Ölstaaten stützten die Banken mit frischem Kapital.

All das hat nicht gereicht. Das liegt zum einen daran, dass die Notenbanken sich zunehmend dem Kampf gegen die Inflation widmen müssen und deswegen den Markt nicht mit immer neuen Geldspritzen päppeln können. Die Krise dauert auch deswegen an, weil viele Banken gegen das Offenheitsgebot verstoßen. Der globale Bankenverband arbeitet an einem Verhaltenskodex, doch in wichtigen Fragen ist die Branche gespalten. Bei vielen Instituten ist noch immer das Kapital knapp, und Investoren verlieren die Lust, neues bereitzustellen, solange Immobilienpreise und Aktienkurse fallen.

Die Frage, ob der Staat einspringen muss, um die Krise zu beenden, ist also längst beantwortet. Allein die Indymac-Pleite wird den Steuerzahler bis zu acht Milliarden Dollar kosten. Wie hoch erst werden die Lasten sein, wenn die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac verstaatlicht werden müssen, die für die Hälfte der Immobilienfinanzierung in den USA geradestehen?

Die amerikanische Politik muss einen Zusammenbruch von Fannie und Freddie verhindern. Noch wichtiger aber ist es, den Preisverfall am Häusermarkt und die Welle von Zwangsversteigerungen zu stoppen. Wie schwierig das im Wahlkampf sein wird, hat sich auch im Fall Indymac gezeigt. Die Bankenaufsicht beschuldigte den demokratischen Senator Charles Schumer, die Pleite verursacht zu haben, weil er Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Bank geäußert hatte. Schumer wiederum hielt der Aufsicht vor, es wäre nie so weit gekommen, wenn sie ihren Job richtig gemacht hätte. Beide haben recht. Doch so werden Politik und Aufsicht die Krise nicht bewältigen.

 

Themenbeitrag Nr.4

 
Von  Rocket Erstellt am: 14.07.08 21:15 Beitrag Nr.: 139.253 Weitere Beiträge
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Erstmal wird der jetztige Trend noch einige Monate wenn nicht sogar Jahre anhalten. Bis dahin heißt es Füße still und Geld beieinander halten smiley

 

Themenbeitrag Nr.5

 
Von  WEBSTAR1 Erstellt am: 14.07.08 21:19 Beitrag Nr.: 139.254 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:

das Problem ist es , dass immer mehr kleine Feuer ausbrechen, aber das Übel an sich liegt mit sicherheit nicht bei den Banken. klar gibt es da auch Zocker aber wer hat den üblicherweise das Geld der Banken. Die Kunden.... Sämtliche Preise steigen an, die Kunden haben immer mehr Ausgaben, das Geld geht bei einigen schon mitte des Monats aus. Also mit was sollten die Banken denn arbeiten. in Deutschland liegt die Steuerlast einfach zu hoch, in Amerika kommt der Ölpreis zu zuge und fordert seine Opfer. Rohstoffe im allgemeinen verteuern sich.  Was nach der Krise kommt wird wohl eine Art totale Verarmung des Volkes überlall sein. Asien hat weniger Belastungen und werden den westlichen Ländern den Rang ablaufen. Eine Spierale  nach unten. für uns

 

Themenbeitrag Nr.6

 
Von  WEBSTAR1 Erstellt am: 14.07.08 21:20 Beitrag Nr.: 139.255 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 139253 von Rocket - 14.07.08 21:15 Uhr

 

aber was ist wenn kein geld mehr da ist? Jeder erhöht die Kosten aber der der sie zahlen muss hat nicht mehr Geld zur Verfügung. Das geht nicht gut.

 

Themenbeitrag Nr.7

 
Von  Stargold123 Erstellt am: 14.07.08 21:41 Beitrag Nr.: 139.261 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:

die Einstellung muss sich auf jeden fall ändern, jede kleine Krise wird so aufgeblasen, da kann sich auch nachhaltig nicht viel entwickeln. Steigendes Öl bringt die grünen Stocks nach oben, könnte da nun mindestens 2 Beispiele aufzählen wo der Ölpreis den kurs vorgibt. Denke Solar, Geotermie, Wind, Hydrogenwerte werden die nächsten jahre immer mehr in den Fordergrund kommen. Der Ölpreis ist das Maß aller Dinge. Banken werden nachgeben btw die Zahl der einzelnen Banken wird sich dezimieren. Den neuen Markt mit jetzt zu vergleichen geht nicht. Damals hatten die Leute alle noch mehr Geld und weniger Kosten.


--

meine Meinung, aus meiner Sicht, so wie ich das sehe ;-)