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| Thema eröffnet von: | bidandask07 | Beiträge: | 177 | Bewertung (2): | |
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| am: | 03.11.07 14:19 | Gelesen gesamt: | 2088 | |||
| Letzter Beitrag von: | Araich | Gelesen heute: | 7 | |||
| am: | 12.09.08 14:55 |
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Von Baerlexa | Erstellt am: 17.03.08 09:44 | Beitrag Nr.: 126.478 | Weitere Beiträge |
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Foto: DDP
„Wir stellen in diesem Jahr weltweit 8500 Mitarbeiter ein“, sagte VW-Personalvorstand Horst Neumann in Wolfsburg. „Die Hälfte davon entfällt auf Deutschland.“ VW hat derzeit konzernweit rund 329.000 Beschäftigte, davon rund 169.000 in Deutschland.
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Von Zahlenfee | Erstellt am: 17.03.08 10:24 | Beitrag Nr.: 126.485 | Weitere Beiträge |
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Ziehsohn Piëchs: Martin Winterkorn15. März 2008Vom zwölften Stock des VW-Hochhauses hat Martin Winterkorn einen großzügigen Blick auf die Welt unter ihm. Auf die Autostadt am Mittellandkanal, auf die Hügellandschaft und das Werk dahinter, in dem in einer Woche mehr Autos vom Band rollen, als bei Porsche in Zuffenhausen in einem ganzen Jahr. Winterkorn ist Vorstandsvorsitzender von Europas größtem Autohersteller, das ist sein Selbstverständnis.
Zwar wird Porsche bald die VW-Mehrheit besitzen. Aber als angehender Abteilungsleiter einer Tochtergesellschaft des Sportwagenherstellers fühlt sich der bullige Mann nicht. Darauf angesprochen, ist es mit der Gemütlichkeit schnell dahin: „Wenn ich mich als Abteilungsleiter von Porsche fühlen würde, könnte ich nicht jeden Tag Entscheidungen für einen Konzern mit 330.000 Mitarbeitern treffen“, sagt Winterkorn und schaut trotzig durch seine randlose Brille.
„Von ,heiligen Kühen' zu reden, war vielleicht nicht sehr geschickt“
Aber im Vorstand der neuen Porsche Holding, die über VW thront, ist für ihn kein Platz. „Solange es einen Aufsichtsrat der Volkswagen AG gibt, wird der Vorstand an dieses Gremium berichten. Und dort fallen alle für Volkswagen wichtigen Entscheidungen.
Über die Zusammensetzung des Vorstands in der Porsche Holding muss man dann diskutieren, sobald Porsche mehr als 50 Prozent an VW hält.“ Winterkorn erweckt den Eindruck, als sei er genervt von den ewigen Fragen nach dem künftigen Mehrheitsaktionär, zu den Querelen zwischen den Betriebsräten beider Unternehmen, zu seinem Verhältnis zu Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. „Porsche hat am Anfang die Mitarbeiter unnötig aufgeschreckt. Von ,heiligen Kühen' zu reden, das war vielleicht nicht sehr geschickt.“
Es war Wiedeking, der die „heiligen Kühen“ bei VW schlachten wollte und offen den Wolfsburger Haustarif in Frage stellte. Damit begann die Fehde mit VW-Betriebsrat Bernd Osterloh, der seither keine Gelegenheit auslässt, gegen Wiedeking zu stänkern. Dafür zeigt Winterkorn ein gewisses Verständnis: „Der Betriebsratsvorsitzende hat das Recht, sich frei zu äußern.“
Auch Winterkorns Verhältnis zu Wiedeking gilt als angespannt. Der VW-Chef widerspricht: „Unser Verhältnis ist gut. Wir waren vor Weihnachten zuletzt gemeinsam zu Abend essen, bei Aufsichtsratssitzungen sitzen wir mittags zusammen bei einer Currywurst, nach Präsidiumssitzungen trinken wir abends ein Bier.“
„Ob ich ein Blech perfekt oder lieblos biege, beides kostet das gleiche Geld” Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz?
Winterkorn ist ein Ziehsohn Ferdinand Piëchs. Der VW-Chefkontrolleur soll ebenfalls mit Wiedeking über Kreuz sein, ihn intern gar angegriffen haben. Weil Piëch auch Osterloh nicht zur Ordnung rief, soll ihn die Porsche-Familie aus dem Präsidium des Porsche-Aufsichtsrats, dem Machtzentrum des Konzerns, gedrängt haben. Wenn Piëch tatsächlich die Führungsrolle bei VW an Wiedeking abgeben muss, dann, so wird spekuliert, könnte auch Winterkorns Stuhl wackeln. Winterkorn schüttelt den Kopf. „Glauben Sie im Ernst, dass Herr Dr. Piëch das Präsidium des Porsche-Aufsichtsrats verlässt, wenn er das nicht will?“ Er macht sich also keine Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz? „Nein. Ich werde im Mai 61 Jahre alt, habe einen Fünf-Jahres-Vertrag. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Mannschaft mit mir als Chef in eine Richtung zieht und den Konzern noch erfolgreicher macht.“
In dieser Woche hat Winterkorn in der Bilanzpressekonferenz Rekordzahlen vorgelegt. Die Frage der Deutungshoheit ist gestellt: Wie viel Winterkorn steckt tatsächlich in den Zahlen? Wie viel ist Winterkorns Vorgänger Bernd Pischetsrieder und dessen ehemaligem Markenvorstand Wolfgang Bernhard zuzuschreiben? Letztlich waren es Pischetsrieder und Bernhard, die 2006 gegen den Widerstand der Belegschaft den Haustarifvertrag reformierten, Arbeitszeiten verlängerten und Tausende Stellen abbauten. „Der Tarifvertrag, den damals die Vorstände Neumann, Pischetsrieder und Bernhard abgeschlossen haben, ist natürlich das Fundament für unser heutiges Ergebnis“, gibt er zu.
„Ob ich ein Blech perfekt oder lieblos biege, beides kostet das gleiche Geld“
Auf das Ergebnis muss Winterkorn aufsatteln. Die Porsche-Familie wacht sorgsam darüber, dass bei VW nicht die Kosten aus dem Ruder laufen. Nichts darf die Rendite gefährden. Entgegen anderslautenden Stimmen aus dem Konzern sieht Winterkorn, wie er sagt, das auch so. Aber warum sind Investitionen und Entwicklungskosten im vergangenen Jahr dann nach oben geschnellt? „Die Kosten steigen nur, weil wir mehr Produkte entwickeln, weil wir wachsen wollen - aber keinesfalls zu Lasten der Rendite, jedes Projekt muss sich rechnen und seine Renditeziele erfüllen.“
Hinweise aus dem Unternehmen, wonach zum Beispiel der neue Polo aufgrund design- und technikgetriebener Änderungen eine negative Rendite einfahren könne, bezeichnet Winterkorn als falsch. Er beteuert, dass die zahlreichen Änderungen an verschiedenen, noch von Bernhard konzipierten Modellen nicht mit Kostensteigerungen einhergingen: „Ob ich ein Blech perfekt oder lieblos biege, beides kostet das gleiche Geld. Präzision im Werkzeugbau verursacht keinen höheren Aufwand, man muss nur wissen wie es geht.“
Im Übrigen werde selbst ein Polo wegen des Designs gekauft: „Eine schöne Seitenlinie, schöne Fallungen machen ein Auto begehrenswerter.“ In diesem Zusammenhang erlaubt sich Winterkorn einen Seitenhieb auf den großen Rivalen Toyota, dem er eines Tages den Rang ablaufen will: „Der Toyota Auris verkauft sich deshalb so schlecht, weil er von der Ästhetik nicht mehr so gefällt wie der Corolla.“ Es sei auch nicht der Porsche-Chef gewesen, der zuerst zur Jagd auf Toyota aufgerufen habe: „Ich als Qualitätsmann habe Toyota schon seit 15 Jahren vor Augen, seitdem ist das für uns die Benchmark in puncto Qualität und nicht erst, seit Herr Wiedeking das öffentlich gesagt hat.“
„Da mischt sich Herr Dr. Wiedeking nicht ein“
Bis zum Jahr 2018 soll der VW-Konzern mehr als 10 Millionen Autos verkaufen und gleichzeitig eine Kapitalrendite von 21 Prozent erreichen. Die vielen neuen Autos im Konzern will Winterkorn kostengünstig bauen, und zwar in drei Baukästen, je nachdem, wie der Motor eingebaut ist: längs, quer, oder - wie bei den geplanten Kleinstwagen - im Heck. „Bei Audi haben wir den modularen Längsbaukasten, aus dem eine Million Fahrzeuge entstehen werden. Jetzt kommen alle drei, vier Monate neue Modelle auf den Markt, das geht Schlag auf Schlag. Und so machen wir das nun bei Volkswagen mit dem neuen modularen Querbaukasten auch.“
Wenn er diese Fertigungsprozesse erklärt, ist Technikenthusiast Winterkorn ganz in seinem Element: Flugs zieht er ein Blatt Papier hervor, zeichnet mit wenigen Strichen ein Kreuz, einen sogenannten Hilfsrahmen auf Gummilagern, auf dem wiederum der Motor sitzt. Eine Transferstraße beim Lieferanten reicht, um für mehrere Modelle je nach Spurbreite die Hilfsrahmen zu bauen. „Dank der Modularität senken wir allein die Materialkosten um einen zweistelligen Prozentsatz“, sagt Winterkorn. „Damit stellen wir den Konzern für das nächste Jahrzehnt auf, das ist ureigenstes Geschäft von Volkswagen, da mischt sich Herr Dr. Wiedeking nicht ein.“
Und was geschieht im Nutzfahrzeuggeschäft?
Aus Kosten- und Währungsgründen will er die lokale Wertschöpfung im Ausland erhöhen, Winterkorn nennt dies Tiefenlokalisierung. „Das heißt, dass VW zum Beispiel in seinem Werk in Mexiko nicht mehr den Kunststoff aus Deutschland bezieht, sondern von einem Lieferanten vor Ort.“ Beim geplanten Werksneubau in Amerika denkt Winterkorn bereits an seinen Großaktionär: „Natürlich schauen wir voraus und haben im Auge, wie auch Audi und Porsche dieses Werk nutzen können.“
Und was geschieht im Nutzfahrzeuggeschäft, wo VW gerade erst die Kontrolle über Scania gewonnen hat? Greift Winterkorn nun auch nach der Mehrheit von MAN? Er wiegelt ab: „Zunächst müssen wir Scania als neunte Marke integrieren. MAN, das muss man in einem größeren Zeithorizont sehen.“
Das Gespräch führten Henning Peitsmeier und Johannes Ritter.
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Von Neitka | Erstellt am: 19.03.08 12:23 | Beitrag Nr.: 126.888 | Weitere Beiträge |
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Die VW Aktie bewegt sich in einem langfristigen intakten Aufwärtstrendkanal, den die Aktie zeitweise sogar nach oben verlassen hatte. Diese Übertreibungsphasen werden überwiegend durch Kursrückgänge wieder abgebaut. Deswegen sollten die Aktien-Positionen nur unter Beachtung der Indikatorenanalyse aufgebaut werden, da hierbei auch die Übertreibungsphasen berücksichtigt werden. Die derzeitige Kursentwicklung bestätigt somit den nach wie vor aussichtsreichen Chartverlauf. Erst bei einem signifikanten Verlassen des Aufwärtstrendkanals nach unten sollten Zukäufe zurückgestellt werden.
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Von birgit schiemann | Erstellt am: 19.03.08 20:27 | Beitrag Nr.: 126.942 | Weitere Beiträge |
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Von ZockerGerhard | Erstellt am: 19.03.08 22:46 | Beitrag Nr.: 126.970 | Weitere Beiträge |
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Von birgit schiemann | Erstellt am: 25.03.08 18:11 | Beitrag Nr.: 127.356 | Weitere Beiträge |
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Die Wirtschaftspresse beschäftigt sich mit den Urteilen gegen VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer und Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert. Den Spiegel erinnern die Urteile in den VW-Prozessen an eine „Zwei-Klassen-Justiz". Nach dem Urteil gegen Peter Hartz - Bewährungsstrafe plus Geldzahlung - sei ein ähnliches Urteil erwartbar gewesen. Die beiden seien nicht die Verursacher der Affäre und schon gar nicht Erfinder des intransparenten Abrechnungssystems gewesen, „durch das die Sexsausen den Blicken der Revisoren entzogen wurden"; sie hätten nicht so „hasenfüßig" gestanden wie Hartz, sondern umfassend und schonungslos. Fazit des Spiegel:
Offenbar ging es in Braunschweig nach dem Motto: Quod licet Jovi, non licet bovi (was Jupiter erlaubt ist, steht dem Ochsen noch lang nicht zu)."
Das Handelsblatt findet die Urteile gerecht - und stellt die Frage, ob nicht auch andere auf die Anklagebank gehört hätten. VW-Patriarch Ferdinand Piëch (Foto: VW) etwa, der zwar als Zeuge im Prozess juristisch unangreifbar jede Mitwisserschaft von sich gewiesen habe, dessen Persönlichkeitsstruktur als „kontrollierender Konzernherrscher" aber Zweifel hinterlasse, „ob hier nur etwas nicht bewiesen werden konnte, was intern offensichtlich war". Ergo: „Muss ein solcher Chef nicht die Verantwortung für das Desaster übernehmen und schleunigst abdanken?"
Das Urteil gegen den Ex-VW-Betriebsrat Volkert sei hart, aber gerecht, schreibt der Stern. Volkerts hohe Sonderboni wären von VW nicht kunstvoll versteckt worden, würden die Zuwendungen nicht gegen geltendes Recht verstoßen, argumentiert das Blatt. Der Ex-Betriebsratschef habe diskret millionenschwere Zuwendungen kassiert. „Das Geld floss nicht, weil er dafür besonders viel geleistet hätte, sondern weil er sich die Machtposition vergüten ließ." Zwar bilde der Richterspruch die damalige Konzern-Hierarchie tatsächlich nicht ab. „Doch der Hauptnutznießer des Systems heißt Volkert, nicht Hartz. Dafür wird er nun härter bestraft."
Auch die Steueraffäre bleibt ein heßes Eisen in der Wirtschaftspresse. Im Interview mit der Berliner Tageszeitung wirft der Publizist Friedrich Küppersbusch FDP-Chef Guido Westerwelle vor, sich in der Lichtenstein-Affäre „zu den Steuerkriminellen wie der Sympathiesantensumpf zur RAF" zu verhalten. Weite Teile des FDP-Programms seien im aktuellen Kontext Anstiftung zu einer Straftat. Im Tagesspiegel greift der frühere Vorstandsvorsitzende von Daimler-Benz, Edzard Reuter, betrügerische Spitzenmanager und Steuerhinterzieher an: „Wir sind keine Horde von Lausbuben, die im Nachbargarten ohne eine Spur von schlechtem Gewissen Kirschen klauen dürfen." Das Handelsblatt fordert, dass sich die wirtschaftliche und politische Elite deutlicher von Übeltätern distanziert. Früher hätten solche Leute den ,bürgerlichen Tod' erlebt, sie seien ausgegrenzt worden. In einem 2. Kommentar ärgert sich Chefredakteur Bernd Ziesemer über die Auswüchse der Zumwinkel-Affäre in eine „mit Moralin durchtränkte Kapitalismuskritik der plattesten Sorte". „Man möchte den Linken am liebsten zurufen: Ach, Jungs! Nicht schon wieder! Lasst doch einfach stecken..." Die FTD schickt eine Reportage aus Liechtenstein, dem Land, das Jagd auf den angeblichen BND-Informanten Heinrich K. macht. Die Süddeutsche hat Mitleid mit dem Steuerfahnder, dem „armen Schwein", dessen Image so schlecht sei wie das von Politikern, Journalisten und Gerichtsvollziehern.
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Von Bonea | Erstellt am: 25.03.08 18:54 | Beitrag Nr.: 127.368 | Weitere Beiträge |
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DJ ne-na.de/Legenden leben wieder - Der neue Scirocco und der "New Capri" sind ein Produkt der Youngtimer-Euphorie
(END) Dow Jones Newswires
March 25, 2008 12:21 ET (16:21 GMT)
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Von Zahlenfee | Erstellt am: 25.03.08 23:23 | Beitrag Nr.: 127.415 | Weitere Beiträge |
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DÜSSELDORF. Der Verkauf des serbischen Autobauers Zastava stößt auf unterschiedliches Interesse. Volkswagen denkt über eine Montage seiner Fahrzeuge unter eigener Regie in Serbien nach. Eine VW -Delegation hat sich kurz vor Ostern das Zastava-Montagewerk in Kragujevac rund 130 Kilometer südöstlich von Belgrad angesehen, das der serbische Staat privatisieren will. Auf Anfrage des Handelsblattes sagte ein Volkswagen -Sprecher, es sei noch nichts entschieden: "Wir werden das prüfen."
Der US-Autokonzern General Motors (GM) schloss dagegen einen Kauf auf Anfrage kategorisch aus. "Wir haben nicht die Absicht, das Werk zu kaufen", sagte ein Sprecher von GM Europe. Ab September fertigt Zastava in Lizenz das Opel -Modell Astra für den serbischen Markt. Spätestens 2012 sollen 10 000 Stück pro Jahr montiert werden.
Zastava gehört zu 99,9 Prozent dem Staat Serbien. Der will sich von 98,8 Prozent der Anteile trennen. Gebote müssen bis zum 15. April eingehen. Zum Zuge kommen der Ausschreibung nach nur Autohersteller oder finanzkräftige Investoren. Interesse bekundet hatten GM, Fiat, Ford, der indische Autobauer Tata und sein chinesischer Konkurrent FAW. Bekannt geworden ist Zastava durch das Modell Yugo. Auf dem Höhepunkt des Erfolgs liefen Ende der 80-er Jahre jährlich 200 000 Fahrzeuge vom Band. Bereits seit den 50-er Jahren kooperiert das Unternehmen mit dem italienischen Hersteller Fiat. Aktuell produzieren die Serben den Fiat Punto, der als Zastava 10 auch nach Russland exportiert wird. Fiat gilt aus Sicht des Staates als idealer Käufer.
Während des Balkankonfliktes in den 90-er Jahren wurde das Werk in Kragujevac schwer getroffen. 2007 produzierten 4 000 Mitarbeiter nicht einmal 25 000 Autos. Aus VW -Kreisen war zu hören, die Produktionsanlagen seien veraltet. "Das wäre wie eine Neuinvestition", sagte ein VW -Manager über eine mögliche Übernahme. Der Kaufpreis dürfte wenige hundert Mill. Euro betragen. Im vergangenen Jahr verkaufte der VW -Konzern von seinen Marken VW, Skoda, Seat und der Premiumtochter Audi 8 037 Autos in Serbien. Insgesamt wurden gut 52 000 PKW in Serbien verkauft.
"Der serbische Markt kann mit 7,5 Mill. Einwohnern und jährlichen Verkäufen um die 50 000 Autos niemanden wirklich zu höheren Investitionen reizen", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Car-Instituts der FH Gelsenkirchen. Den einzigen Wert misst er dem Zugang zum boomenden russischen Markt zu. "Wenn es den Serben gelingt, den russischen Markt ohne Zölle zu beliefern, haben sie einen Wettbewerbsvorteil, den keiner im EU-27-Raum erzielen kann", sagt Dudenhöffer. Selbst das für viele Hersteller derzeit als Produktionsland interessante Rumänien bliebe im Vergleich uninteressant.
Dazu müsste allerdings der serbische Staat sein Freihandelsabkommen mit Russland auf Automobile ausdehnen. "90 Prozent der Waren unterliegen dem Freihandel, Autos sind aber nicht dabei", sagte ein Sprecher der Deutschen Botschaft in Serbien.
Angesichts satter Märkte im Westen setzen die Autokonzerne auf Wachstum im Osten, vor allem in Russland. VW eröffnete im vergangenen Dezember ein Werk in der Nähe von Moskau, Renault unterzeichnete im März eine Kooperation mit dem russischen Autobauer AvtoVAZ. General Motors ging vergangene Woche ein Joint-Venture in Usbekistan ein.
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Von springer1968 | Erstellt am: 31.03.08 09:26 | Beitrag Nr.: 127.928 | Weitere Beiträge |
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Von springer1968 | Erstellt am: 31.03.08 09:28 | Beitrag Nr.: 127.930 | Weitere Beiträge |
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Volkswagen.
Die Aktie notiert bereits 16,33 Prozent über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten. Volkswagen will den Absatz seiner Nutzfahrzeugsparte innerhalb der nächsten zehn Jahre deutlich steigern.