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Forum > Deutschland > Volkswagen neues Kursziel

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VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.

Aktueller Kurs (Frankfurt, 21.11.2008 19:59)
Letzter Kurs: 360,00 EUR WKN: 766400 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N. Chartbild
Veränd. abs.: 8,95 EUR Symbol: VOW
Veränd. in %: 2,55 % ISIN: DE0007664005
Volumen 16.831 Stück Typ: Aktie
Geld/Brief:
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Thema: Volkswagen neues Kursziel

Thema Nr. 32622  
Thema eröffnet von:  bidandask07 Beiträge: 177 Bewertung (2):
am: 03.11.07 14:19 Gelesen gesamt: 2087    
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Themenbeitrag Nr.91

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  springer1968 Erstellt am: 24.04.08 17:18 Beitrag Nr.: 130.457 Weitere Beiträge
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Porsche will Audi und Seat nicht von VW abspalten

 

Der Sportwagenbauer Porsche (News/Aktienkurs) ist Spekulationen um eine Zerschlagung des VW-Konzerns (News/Aktienkurs) entgegengetreten. "Eine Abspaltung von einzelnen Marken wird es mit dem Großaktionär Porsche nicht geben", sagte ein Sprecher des Porsche-Vorstands am Donnerstag vor den VW-Aktionären in Hamburg. "Wir haben nicht vor, Audi (News) auszugliedern und an die Börse zu bringen, und auch Seat wollen wir nicht verkaufen." Auch ein Abbau von Arbeitsplätzen bei VW sei nicht geplant. Porsche ist mit knapp 31 Prozent größter VW-Anteilseigner und will die Mehrheit übernehmen.

 

Themenbeitrag Nr.92

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  springer1968 Erstellt am: 24.04.08 17:19 Beitrag Nr.: 130.458 Weitere Beiträge
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VW baut Werk in USA - Drei Standorte im Gespräch

 

Europas größter Autobauer Volkswagen (News/Aktienkurs) will zur Ankurbelung des Geschäfts in dem wichtigen US-Automarkt nun auch ein Werk dort bauen. Als Standorte seien die drei Bundesstaaten Alabama, Tennessee und Michigan in der Endauswahl, bestätigte ein Sprecher am Rande der Hauptversammlung am Donnerstag in Hamburg. Dem Vernehmen nach ist die Grundsatzentscheidung für ein Werk in den Vereinigten Staaten bereits gefallen. Die Produktion soll im Laufe des Jahres 2010 starten. Über den Standort soll noch in diesem Sommer entschieden werden. Kriterien seien Kosten-, Logistik- und Infrastrukturgesichtspunkte./

 

Themenbeitrag Nr.93

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  springer1968 Erstellt am: 24.04.08 17:19 Beitrag Nr.: 130.459 Weitere Beiträge
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VW baut Werk in USA - Drei Standorte im Gespräch

 

Europas größter Autobauer Volkswagen (News/Aktienkurs) will zur Ankurbelung des Geschäfts in dem wichtigen US-Automarkt nun auch ein Werk dort bauen. Als Standorte seien die drei Bundesstaaten Alabama, Tennessee und Michigan in der Endauswahl, bestätigte ein Sprecher am Rande der Hauptversammlung am Donnerstag in Hamburg. Dem Vernehmen nach ist die Grundsatzentscheidung für ein Werk in den Vereinigten Staaten bereits gefallen. Die Produktion soll im Laufe des Jahres 2010 starten. Über den Standort soll noch in diesem Sommer entschieden werden. Kriterien seien Kosten-, Logistik- und Infrastrukturgesichtspunkte./

 

Themenbeitrag Nr.94

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  springer1968 Erstellt am: 24.04.08 17:20 Beitrag Nr.: 130.460 Weitere Beiträge
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Verdammt, wieder mal doppelt.

 

Tschuuuulllldiiiiiguuuungsmiley

 

Themenbeitrag Nr.95

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  newtrader Erstellt am: 25.04.08 12:33 Beitrag Nr.: 130.593 Weitere Beiträge
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VW-Chef freut sich auf Porsche


Betriebsrat über Pläne des Sportwagenherstellers empört


Hamburg - Der Streit zwischen Bernd Osterloh und Wendelin Wiedeking eskaliert. In ungewöhnlich scharfer Form griff der VW-Betriebsratsvorsitzende Osterloh kurz vor dem Beginn der VW-Hauptversammlung am Donnerstagmorgen Porsche-Chef Wiedeking an. "Gefährliche Allmachtsfantasien" warf Osterloh Wiedeking bei einer Kundgebung vor Hunderten IG Metallern in Hamburg vor. Er bezichtigte Wiedeking der "Arroganz eines Alleinherrschers", beschimpfte den Porsche-Chef als "Gutsherren aus Zuffenhausen" und zweifelte die Kompetenz Wiedekings an, einen Konzern von der Größe VWs führen zu können. Schließlich sei Porsche ein "Mittelständler".


Porsche und der VW-Betriebsrat streiten sich seit Monaten über die Mitbestimmungsvereinbarung bei der Porsche Automobil Holding SE, in der künftig die Autobauer VW nach der Mehrheitsübernahme und Porsche als Tochtergesellschaft geführt werden sollen. Der VW-Betriebsrat sieht sich im Aufsichtsrat und in den Betriebsräten der Holding nicht ausreichend vertreten. Osterloh erklärte, dass der Betriebsrat den Kampf um die Mitbestimmung "mit voller Härte" führen werde. Porsche führe "Angriffe" gegen die VW-Belegschaft, so Osterloh weiter. Es gehe um die Sicherheit der Jobs von 360 000 VW-Beschäftigten. Porsche hält derzeit rund 31 Prozent an VW.

Wiedeking bekam von den Verbalattacken des Betriebsrats wenig mit. Entspannt saß der VW-Aufsichtsrat und Porsche-Chef im großen Saal des Hamburger Kongreßzentrums CCH direkt neben seinem zweiten großen Widersacher, dem niedersächsischen Ministerpräsidenten und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff (CDU). Bei dem Machtkampf zwischen Porsche und dem Land Niedersachsen geht es um die Höhe der Sperrminorität. Niedersachsen will seine Sperrminorität von 20 Prozent retten, Porsche möchte diese VW-Sonderregel kippen.

Streit über Sperrminorität

Laut Aktiengesetz liegt die Sperrminorität üblicherweise bei 25 Prozent. Niedersachsen besitzt 20,1 Prozent der stimmberechtigten VW-Aktien. Nach den Worten Wulffs wird es zur juristischen Klärung der Sperrminorität kommen. Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) verteidigte die besondere Stellung des Landes bei VW. "Das Land sieht keinen Anlass, die geltende Regel zur 20-prozentigen Sperrminorität zu ändern", sagte Möllring. Er begrüßte den Einstieg von Porsche bei VW. Möllring: "Aber wir wünschen uns auch, dass Porsche mit allen Aktionären und Beteiligten bei VW so konstruktiv zusammenarbeitet, wie das bisher in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns der Fall gewesen ist." Auch Friedrich Schlichtung, Vertreter der VW-Belegschaftsaktionäre, sprach sich für einen Erhalt der Sonderrechte aus.

Es gab aber auch Zustimmung zur Forderung Porsches nach einem endgültigen Wegfall des VW-Gesetzes. "Das VW-Gesetz hat nicht den Mitarbeitern von Volkswagen gedient, sondern eher den Funktionären, die dahinter stehen", sagte etwa Hans-Martin Buhlmann vom Verein Institutioneller Privatanleger. Es sei nicht einzusehen, dass VW Sonderrechte haben solle, meinte Hansgeorg Martius von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. "Wer die Börse in Anspruch nimmt, der sollte auch die Regeln der Börse befolgen", sagte Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Trotz der Streitereien über das VW-Gesetz und die Mitbestimmung begrüßte VW-Chef Martin Winterkorn die geplante Übernahme durch Porsche. "Wir freuen uns, dass Porsche angekündigt hat, die Aktienmehrheit an der Volkswagen Aktiengesellschaft übernehmen zu wollen", sagte Winterkorn vor 4000 Aktionären. VW habe mit Porsche die Chance, "in eine ganz neue Liga vorzustoßen".

 

Themenbeitrag Nr.96

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  newtrader Erstellt am: 25.04.08 12:34 Beitrag Nr.: 130.594 Weitere Beiträge
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Volkswagen-Aktionäre bleiben gespalten


Hamburg (BoerseGo.de) - Auf der Hauptversammlung von Volkswagen (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) konnten sich die Aktionäre Porsche und Niedersachsen nicht über die künftige Stellung des Landes einigen. Experten rechnen nun mit einem langen Rechtstreit zwischen den Aktionären über die bisherige Sperrminorität von 20 Prozent. Porsche ist derzeit mit 30,6 Prozent an Volkswagen beteiligt, das Land Niedersachsen hält derzeit 20,1 Prozent der Anteile.

Porsche wollte die Sperrminorität über eine Satzungsänderung von 20 Prozent auf 25 Prozent anheben, um damit das Vetorechts Niedersachsens auszuhebeln, konnte sich damit aber auf der Hauptversammlung nicht durchsetzen. Ebenso scheiterte das Land Niedersachsen mit vorgeschlagenen Satzungsänderungen zum Entsenderecht und zum Höchststimmrecht. Keine Einigung gab es außerdem im Streit um die Mitbestimmung zwischen dem Betriebsrat von Volkswagen und Porsche.

Porsche strebt offenbar bis Herbst eine Mehrheitsübernahme bei Volkswagen an. Bis dahin sei mit der kartellrechtlichen Freigabe zu rechnen, sagte ein Porsche-Sprecher als Reaktion auf einen gleichlautenden Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD).

Trotz der Zerstrittenheit der Großaktionäre über die Frage des Vetorechts kamen große Mehrheiten bei den Wahlen zum Aufsichtsrat zustande. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratschef von Porsche sowie Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) wurden mit großer Mehrheit in das Aufsichtsgremium gewählt. Die beiden Politiker gehörten bisher durch das VW-Gesetz dem Aufsichtsrat an, ohne zuvor gewählt worden zu sein. Der Europäische Gerichtshof hatte entschieden, dass die im VW-Gesetz enthaltene Beschränkung der Stimmrechtsanteile auf maximal 20 Prozent gegen EU-Recht verstößt.

 

Themenbeitrag Nr.97

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  newtrader Erstellt am: 25.04.08 12:35 Beitrag Nr.: 130.595 Weitere Beiträge
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Chartanalyse: Volkswagen
 
(Chart & Rat) Die VW-Aktie bewegt sich in einem langfristigen intakten Aufwärtstrendkanal, den die Aktie zeitweise sogar nach oben verlassen hatte. Diese Übertreibungsphasen werden überwiegend durch Kursrückgänge wieder abgebaut. Deswegen sollten Aktien-Positionen nur unter Beachtung der Indikatorenanalyse aufgebaut werden, da hierbei auch die Übertreibungsphasen berücksichtigt werden. Die derzeitige Kursentwicklung bestätigt somit den nach wie vor aussichtsreichen Chartverlauf. Erst bei einem signifikanten Verlassen des Aufwärtstrendkanals nach unten sollten Zukäufe zurückgestellt werden.

 

Themenbeitrag Nr.98

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  newtrader Erstellt am: 25.04.08 12:37 Beitrag Nr.: 130.596 Weitere Beiträge
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Lang & Schwarz - Daily Trader: BMW, Deutsche Bank, EADS, Infineon Technologies, Lufthansa, MTU Aero Engines, ProSiebenSat.1 Media, PUMA, Rhön-Klinikum, Siemens, TUI, Volkswagen, Wincor Nixdorf



Volkswagen: Der Autobauer will zur Ankurbelung des Geschäfts in dem wichtigen US-Automarkt nun auch ein Werk dort bauen. Als Standorte seien die drei Bundesstaaten Alabama, Tennessee und Michigan in der Endauswahl, bestätigte ein Sprecher. Die Produktion soll im Laufe des Jahres 2010 starten. Die Großaktionäre Porsche und das Land Niedersachsen beharrten auch bei der Hauptversammlung im zentralen Punkt auf ihren gegensätzlichen Positionen. Damit droht ein längerer Konflikt um die Machtverteilung bei Volkswagen. Auch im Streit um die Mitbestimmung deutete sich keine Einigung an. Das Geschäft des Konzerns beeinflusst das jedoch nicht. VW-Chef Martin Winterkorn bekräftigte die ehrgeizigen Wachstumsziele für das laufende Jahr.


 

Themenbeitrag Nr.99

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  newtrader Erstellt am: 27.04.08 19:31 Beitrag Nr.: 130.728 Weitere Beiträge
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VW: Porsche will vor Gericht



Stuttgart -

Porsche steuert im Machtkampf bei VW auf eine juristische Auseinandersetzung zu. Gegen die Ablehnung des Antrags auf der VW-Hauptversammlung zur Änderung der Satzung bei Volkswagen sei Widerspruch eingelegt worden, sagte ein Porsche-Sprecher. Damit habe der Sportwagenbauer vier Wochen Zeit, um juristische Schritte einzuleiten. Porsche wollte mit dem Antrag den Einfluss des Landes Niedersachsens bei VW beschränken und die Sperrminorität von 20 auf 25 Prozent erhöhen. Das Land hatte einen Antrag gestellt, diese Regelung beizubehalten. Keiner der Anträge erhielt die erforderliche Mehrheit. Damit bleibt die bestehende.

 

Themenbeitrag Nr.100

 VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N.
Von  newtrader Erstellt am: 27.04.08 19:34 Beitrag Nr.: 130.729 Weitere Beiträge
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Brüssels Kritik sollte zu denken geben“





Der Bundesratsminister Wolfgang Reinhart (CDU) spricht sich gegen Sonderregeln für Volkswagen aus.
Foto: dpa


Der baden-würrtembergische Bundesratsminister Wolfgang Reinhart setzt darauf, die Pläne im Bundesrat abmildern zu können
 

Berlin - Das neue VW-Gesetz wird zum Politikum. Der baden-württembergische Bundesratsminister Wolfgang Reinhart (CDU) warnt im Gespräch mit Roland Pichler vor einem verhängnisvollen Irrweg in der Industriepolitik. Der Berliner Statthalter aus dem Land sieht trotz ernst zu nehmender Drohungen aus Brüssel kaum noch Chancen, die Bundesregierung umzustimmen. Er setzt auf Korrekturen im Gesetzgebungsverfahren.

Innerhalb der Bundesregierung gibt es Meinungsverschiedenheiten zum VW-Gesetz. Ministerpräsident Günther Oettinger hat klar gestellt, dass er ein neues VW-Gesetz ablehnt. Wie geht es weiter?

Zunächst muss sich die Bundesregierung verständigen. Würde das VW-Gesetz wie ursprünglich angekündigt ersatzlos gestrichen, gälte das allgemeine Aktienrecht auch für VW. Es gäbe dann keine Sonderregeln und das Ganze wäre für Bundestag und Bundesrat kein Thema. Ich erwarte jedoch, dass die Justizministerin Brigitte Zypries ihren Gesetzentwurf ins Kabinett einbringt. Doch das ist nur der erste Schritt. Danach werden sich Bundestag und Bundesrat mit dem Entwurf befassen. Ich wage eine Prognose: Der Gesetzentwurf wird nicht in der Form aus den Parlamenten herauskommen, wie er eingebracht wurde.

Sie rechnen damit, dass die Bundesregierung an der Neuauflage des VW-Gesetzes festhält? Würde man den Hinweisen der EU-Kommission folgen, müsste ein neues Gesetz unterbleiben.

Ich will noch einmal deutlich sagen, dass solch ein Gesetz die Mehrheit im Bundestag und Bundesrat benötigt. Da rechne ich mit einer kontroversen Diskussion.

Ministerpräsident Günther Oettinger hat angekündigt, ein neues VW-Gesetz abzulehnen. Was sind Ihre Gründe?

Die Pläne der Bundesregierung, VW einen Sonderstatus zuzubilligen, sind ordnungspolitisch und europarechtlich höchst problematisch. Es gibt auch verfassungsrechtliche Einwände. So wäre allein von der Arbeitnehmerseite eine Blockade möglich, wenn das VW-Gesetz in der von Justizministerin Zypries geplanten Form kommt. Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei VW würde somit die vom Verfassungsgericht gesetzten Grenzen überschreiten, was zu Lasten der Aktionäre ginge. Aus europarechtlicher Sicht gibt es ebenfalls keine Gründe, die es rechtfertigen, die Regeln des allgemeinen Kapitalverkehrs zu beschränken. Es sollte der Bundesregierung zu denken geben, dass Binnenmarktkommissar McCreevy das Vorhaben unmissverständlich kritisiert, dass bei Volkswagen die Sperrminorität weiterhin bei 20 Prozent und nicht wie gesetzlich vorgeschrieben bei 25 Prozent liegen soll. Die Kommission hat ein neues Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof angedroht. Solch ein Verfahren könnte nach Meinung von Juristen dazu führen, dass im Extremfall eine Geldstrafe von 792.000 Euro täglich gegen die Bundesrepublik verhängt werden kann. Solche Risiken sollte die Bundesregierung nicht eingehen.

Haben Sie den Eindruck, dass der Bundesregierung die Risiken im Falle einer Neuauflage des VW-Gesetzes bewusst sind?

Natürlich weiß die Regierung um die Risiken. Ausgangspunkt der jetzigen Diskussionen ist schließlich die Tatsache, dass das alte VW-Gesetz europarechtswidrig ist. Deshalb gibt es eine große Unsicherheit, ob ein neues Gesetz nicht wieder dazu führt, dass Deutschland verklagt wird. Diese Zweifel können bisher nicht ausgeräumt werden. Das weiß auch die Justizministerin.

Wen hat Baden-Württemberg im Streit um das VW-Gesetz auf seiner Seite?

Es geht hier nicht um Länderinteressen. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass alle anderen Dax-Konzerne keine Privilegierung von Aktionären in Anspruch nehmen. VW beruft sich zwar auf eine historische Ausgangslage. Doch das liegt 48 Jahre zurück. VW ist ein privates Unternehmen, das so handeln sollte wie andere Dax-Gesellschaften.

Stimmt der Eindruck, dass die Südländer ein neues Gesetz kritisch sehen, während die norddeutschen Länder eine Neuauflage befürworten?

Es geht nicht um Gegensätze unter den Ländern. Porsche lässt heute auch in Sachsen produzieren, Zulieferer von VW kommen aus Baden-Württemberg. Es geht bei der Diskussion um die Frage, in welchem Maß Industriepolitik betrieben wird. Hier sollte sich die Politik zurückhalten. Sonderrechte für einzelne Industrieunternehmen sind nicht sinnvoll.

Gestritten wird bei VW auch um die Höhe der Sperrminorität. Nach dem Aktiengesetz liegt dafür die Hürde bei 25 Prozent, im Fall von VW sollen 20 Prozent gelten.

Die Frage, wie Beschlüsse des Großaktionärs Porsche bei VW möglicherweise blockiert werden könnten, wirft ein falsches Bild auf den erfolgreichen Konzern aus Zuffenhausen. Porsche hat immerhin dafür gesorgt, dass VW nicht von anderen ausländischen Investoren übernommen werden konnte. Die Debatte wird stellenweise virtuell geführt. In der Regel nehmen nur zwei Drittel der Stimmberechtigten an einer Hauptversammlung teil. Damit hat der Anteilseigner Niedersachsen mit einem 20-Prozent-Anteil faktisch eine Sperrminorität.

Wird der Streit zwischen VW und Porsche ein Fall für die Politik?

Natürlich respektieren wir die Auffassung Niedersachsens und das ist auch umgekehrt der Fall. Die gute Zusammenarbeit der beiden Landesregierungen wird dadurch nicht gefährdet.

Wie sieht der weitere Zeitplan aus?

Ich erwarte, dass die Bundesregierung bis zur Sommerpause einen Entwurf vorlegen wird.

 

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