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#129946 von  Traderfeeling Erstellt am: 21.04.08 10:34:17 Beitrag Nr.: 129946 Weitere Beiträge
Dieser Beitrag:

Habe ich eben als Empfehlung bekommen und mal auf die Watch gesetzt, mal sehen wie es weitergeht.


21.04.2008

60 % Kurspotential bei Studio Babelsberg
Größtes Filmstudio Europas unter Vollauslastung – Ergebnisse 2007 könnten positiv überraschen!

Das 1912 gegründete Filmstudio Babelsberg (WKN A0D9UR) kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken bei der Boom und Krise oft eng beieinander lagen. Jetzt spricht vieles dafür, dass das größte Studio Europas in eine neue Boomphase eingetreten ist.

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Nachdem im Jahre 2006 nur ein Film produziert wurde, entschloss sich das Management die Studio Babelsberg AG zu restrukturieren. Das Art Department wurde deutlich verschlankt, die defizitäre Postproduktion im Februar 2007 verkauft und die Studiofläche durch Anmietung neuer Hallen mehr als verdoppelt. Das Jahr 2006 schloss die Gesellschaft mit einem Verlust in Höhe von 2,7 Millionen Euro ab. Doch ab 2007 wurde ein neues Drehbuch für Studio Babelsberg geschrieben.

Deutscher Filmförderfonds bringt Auftragsboom

Durch die Einführung des deutschen Filmförderfonds im Jahr 2007 haben sich die Rahmenbedingungen schlagartig verbessert. Die Förderung besagt, dass jeder Film, der in Deutschland produziert wird und bestimmte Kriterien erfüllt, 20 % seiner Ausgaben in bar erstattet bekommt. Dadurch ist es günstiger einen Film in Deutschland zu produzieren, als z.B. in den USA oder sogar in Osteuropa. Aus diesem Grund war es plötzlich finanziell sehr interessant, Filme in Deutschland zu drehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass im Jahr 2007 zwölf Filme in Babelsberg gedreht wurden – u.a. Großproduktionen wie "Speed Racer" (John Goodman, Susan Sarandon), "Valkyrie" (Tom Cruise) oder „The International“ (Tom Tykwer). So konnten die Studiokapazitäten erstmals seit Jahren voll ausgelastet werden. In der Tat war die Nachfrage so groß, dass sogar zusätzliche Studioflächen angemietet und weitere Produktionen abgesagt werden mussten.

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Bereits im ersten Halbjahr 2007 hatte Studio Babelsberg 2,7 Mio. Euro (16 Cent je Aktie) verdient. Der Vorstand betont jedoch: „Der größte Teil der Gewinne ist im zweiten Halbjahr zu erwarten.“ Wir gehen davon aus, dass die Analystenschätzungen von 5 bis 6 Mio. Euro (30-36 Cent je Aktie) deutlich übertroffen werden. Dafür spricht auch, dass der Vorstand und Großaktionär nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr seine Dividendenprognose von 15 Cent je Aktie auf „mindestens 20 Cent“ erhöht hat. Wir rechnen damit, dass die Dividende sogar 25 Cent je Aktie betragen könnte. Damit läge die Dividendenrendite bei einem aktuellen Kurs von rund 2,90 Euro bei 8,6 Prozent. Die endgültigen Zahlen wird Studio Babelsberg am 29. April bekannt geben.

Erfolgsstory geht weiter

Auch das neue Jahr hat gut angefangen. So konnte bereits eine Großproduktion des amerikanischen Filmstudios Warner Bros. gewonnen werden, die das Studio für mehrere Monate voll auslastet. Der Vorstand ist zuversichtlich, an die Erfolge des vergangenen Jahres anknüpfen zu können. Jedoch stellt der steigende Euro aus Sicht der amerikanischen Produzenten ein Risiko dar und auch ein möglicher Streik der amerikanischen Schauspieler ab Mitte des Jahres ist noch nicht ganz vom Tisch. Allerdings betont der Vorstand, dass man durch die Umstrukturierung im letzten Jahr so kostengünstig aufgestellt ist, dass man selbst mit nur einer Produktion im Jahr einen Gewinn erwirtschaften würde. Sicherheitshalber möchte man im zweiten Halbjahr verstärkt deutsche oder europäische Filmproduktionen nach Babelsberg locken.

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Noch ist der Filmförderfonds nur bis 2009 ausgelegt. So lange sieht das Management das Studio auch voll ausgelastet. Jedoch hat sich der Bundesfinanzminister und Cineast Peer Steinbrück schon für die Verlängerung ausgesprochen. Sollte sie tatsächlich schon in diesem Jahr beschlossen werden, würde das die Planungssicherheit von Studio Babelsberg entsprechend verlängern.

Ergebniszahlen am 29. April sollten Schub bringen

Auch fundamental ist die Aktie günstig bewertet. Aktuell hat das Unternehmen nach unseren Recherchen 14 Mio. Euro (0,85 Euro je Aktie) in der Kasse und ist schuldenfrei. Der Gewinn für 2007 dürfte deutlich über 6 Mio. Euro liegen. Legt man dafür ein KGV von 10 zugrunde und addiert das Barvermögen dazu, erhält man einen Unternehmenswert von 74 Mio. Euro (4,48 Euro je Aktie). Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung jedoch nur rund 46 Mio. Euro. Dadurch ergibt sich ein Kurspotenzial von ca. 60 %. Diese Einschätzung teilen auch die Analysten von Independent Research, die zum Kauf raten und ein Kursziel von 4,60 Euro ausgeben.

Nachdem die Aktie Anfang letzten Jahres fulminant von 1,80 Euro auf über 3,80 Euro gestiegen ist, ist der Kurs langsam wieder auf unter 3 Euro abgebröckelt. Am Dienstag, den 29. April, werden die Ergebniszahlen und der Dividendenvorschlag veröffentlicht. Außerdem wird der Vorstand die Zahlen und das Unternehmen auch auf der Entry und General Standard Konferenz in Frankfurt präsentieren. Das sollte dem Aktienkurs Schub für neue Höhen geben. Studio Babelsberg ist eine Spekulation Wert! Aufgrund der Marktenge des Titels unbedingt limitieren!

Ihre financial.de - Redaktion