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#14346 von  fondsmanager Erstellt am: 20.01.06 09:19:40 Beitrag Nr.: 14346 Weitere Beiträge
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Erneuerbare Energien Solon-Aktie strebt nach Durststrecke neuem Rekordhoch zu 19. Januar 2006 Mag das Wetter winterlich-trüb sein - über Solaraktien strahlt die Sonne. Fast durch die Bank weg kaufen institutionelle Anleger die Papiere. Im Zuge dessen schickt sich die im Branchenvergleich günstige Solon-Aktie an, ihr Rekordhoch nachhaltig zu toppen und ein technisches Kaufsignal zu senden. Im Verlauf des Donnerstag vormittag ist der Titel schon über die am 9. September vergangenen Jahres erreichte Marke von 34,25 Euro hinweg gekauft worden - und zwar deutlich: Um bis zu gut 8,8 Prozent ist es auf 36,40 Euro hinauf gegangen; im Verlauf ist die Aktie indes nach Gewinnmitnahmen auf rund 34 Euro zurückgekommen. Der bisherige Bestwert auf Schlußkursbasis stand bei 33,09 Euro und wurde am Mittwoch um 31 Cent übertroffen. Seit dem vom 10. November datierenden Jahrestief 2005 ist die Notiz mithin um 64 Prozent gestiegen. Das ist zwar ein üppiges Plus. Doch hat sich der Kurs von Q-Cells binnen weniger Tage fast verdoppelt, und für Ersol ist es seit 12. Januar um bis zu 55 Prozent nach oben gegangen; dafür verantwortlich waren die Nachricht, daß mit Fidelity eine international angesehene Fondsgesellschaft bei Solarworld richtig hingelangt hat und Kaliforniern in den nächsten Jahren. So verwundert es nicht, daß die beiden letztgenannten Titel mittlerweile sehr hoch bewertet sind. Ersol kommt auf ein geschätztes Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 38, während Q-Cells sogar mit 58,5 bewertet ist, Conergy mit 27,6 und Solarworld mit 39,3. Vor diesem Hintergrund ist es schon am Donnerstag zu Gewinnmitnahmen nach weiteren, vormittags gesehenen Kursgewinnen gekommen. Dagegen nimmt sich Solon mit einem KGV von 23,1 ziemlich günstig aus. Und die jüngsten Nachrichten aus dem Berliner Unternehmen muten vorteilhaft an - zumal sich Solon verstärkt auf internationalen Wachstumsmärkten umtut und in den vergangenen Tagen nicht so übertrieben stark gestiegen ist wie Q-Cells & Co. Analysten erwartet fortgesetzt starkes Ertragswachstum Solon hat das Wachstum auch im dritten Quartal vergangenen Jahres fortgesetzt. Das Unternehmen erwirtschaftete in den ersten neun Monaten des Jahres 2005 einen Konzernumsatz von 120,3 Millionen Euro nach 61,8 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum bei einer Gesamtleistung von 132,5 Millionen Euro nach 64,7 Millionen Euro. Die Ergebnisse des Konzerns verbesserten sich im Berichtszeitraum überproportional: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte von 1,4 Millionen Euro auf 8,1 Millionen Euro gesteigert werden, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 2,4 Millionen Euro auf 10,2 Millionen Euro und das Nettoergebnis von 0,6 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro oder 28 Cent je Aktie nach 14 Cent im zweiten Quartal 2005 und 13 Cent im ersten Vierteljahr; nach neun Monaten stand mithin ein Profit von 55 Cent je Anteilsschein zu Buche. Die Gesamtleistung der im Solon-Konzern bis zum 30. September 2005 produzierten Solarmodule lag bei 38 Megawatt. 18 Megawatt davon entfielen auf das dritte Quartal 2005. Für das letzte Quartal des Jahres 2005 plante Solon die Produktion und den Verkauf von 20 Megawatt Solarmodulen. Daraus ergibt sich eine Gesamtjahresproduktion von 58 Megawatt. Zuvor hatte der Vorstand mit 70 Megawatt gerechnet, mußte seine Prognose aber wegen Lieferschwierigkeiten in dem von einer starken Nachfrage gekennzeichneten Markt reduzieren, was tendenziell ein Minuspunkt war. Die Analysten von First Berlin haben ihre Gewinnschätzung für Solon gleichwohl nicht verändert und halten 1,06 Euro je Aktie für möglich. Der Durchschnitt der Analystenschätzungen für das abgelaufene Jahr liegt bei 98 Cent und bei 1,55 Euro für das laufende Jahr. Anders gesagt: Die Analystenschar hat dem Unternehmen einen Gewinnsprung im Schlußquartal 2005 zugetraut. Ob sie richtig liegen, wird der für den April angekündigte Geschäftsbericht zeigen. Neue Großprojekte für Solon-Mover in Spanien In den vergangenen Wochen hat Solon eine Reihe von Nachrichten geliefert. So hat das Berliner Unternehmen die italienische S.E. Project gekauft. „Mit einer Produktionskapazität von zehn Megawatt und einem erwarteten Jahresumsatz von 80 Millionen Euro für das Jahr 2006 gehört S.E. Project zu den bedeutendsten Anbietern von Solarmodulen und solarer Systemtechnik auf dem italienischen Markt”, heißt es in einer Mitteilung vom 16. November. Eine Woche darauf verlautbarte Solon, hat mit der spanischen Ecotècnia einen Vertrag über die Lieferung von Anlagen des Typs Solon-Mover mit einem Gesamtvolumen von 32 Millionen Euro abgeschlossen zu haben. Die Lieferungen erfolgten über das Jahr 2006 verteilt. Es sei dies der zweite große Vertrag über die Lieferung des Solon-Mover für den Wachstumsmarkt Spanien. (Der Solon-Mover ist ein industriell hergestelltes, anschlußfertiges Photovoltaiksystem, bei dem die Solarmodule dem Sonnenstand nachgeführt werden. Auf diese Weise lassen sich deutliche Mehrerträge gegenüber fest installierten Solaranlagen erzielen.) Kurz vor Weihnachten schließlich erreichte die Anleger die Neuigkeit, daß Solon und die Ecostream GmbH haben einen Vertrag über die Realisierung mehrerer Projekte im europäischen Ausland unterzeichnet. Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen von rund 37 Millionen Euro. „Ecostream, eine Tochtergesellschaft der niederländischen Econcern-Gruppe, wird für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren eigene Projekte unter Einsatz von solaren Komplettsystemen von Solon, sogenannten Solon-Movern, realisieren: Allein im Jahr 2006 wird Ecostream fünf Megawatt im Rahmen mehrerer Kraftwerksprojekte implementieren.” Für Solon bedeute die Kooperation einen weiteren Schritt in der Internationalisierung ihres solaren Kraftwerksgeschäftes. Mögliches Kurspotential von bis zu 15 Prozent Wenn Solon den Sprung über die 34,25 Euro bestätigt, könnte dies als technisches Kaufsignal interpretiert werden. In diesem Fall beliefe sich das Kurspotential erfahrungsgemäß auf zehn bis 15 Prozent. Interessierte Anleger sollten also den Kursverlauf genau beobachten - zumal dieser Tage viel Hektik um Solarwerte herrscht und offensichtlich kurzfristig orientierte Spekulanten unterwegs sind. Dabei stellt sich die Frage, ob dieser Titel, der wie erwähnt die Kurssprünge anderer Solarwerte in den vergangenen Tage nicht in gleichem Maße mitgemacht hat, umgekehrt nicht so stark unter Gewinnmitnahmen leiden könnte. Derzeit sieht es danach aus Auf längere Sicht sollte Solon wie andere Solaraktien von einer anhaltend starken Nachfrage nach Solaranlagen in Deutschland und der Expansion im Ausland profitieren. Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder. Text: @thwi Bildmaterial: Norbert Michalke, FAZ.NET