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#23532 von  KlaraT Erstellt am: 01.10.07 08:46:00 Beitrag Nr.: 23532 Weitere Beiträge
Dieser Beitrag:

01.10.2007
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BIOTECHNOLOGIE

"Wir brauchen Erfolge" (2)


Von Peter Brors... und Martin Noé...

http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,9716... Gaby Gerster http://www.manager-magazin.de/static/images/trans.gif" alt="Image" /> Großansicht... Image

Der Manager: Mit vier IBM-Kollegen gründete Dietmar Hopp 1972 die Softwarefirma SAP, die er bis 1998 leitete.

Der Investor: Hopp (67) hält gut 10 Prozent an SAP und investiert wie kein Zweiter in deutsche Biotech-Unternehmen. Des Weiteren finanziert er Spitzensport (Fußball, Eishockey, Golf). Geld ist genug da. Sein Vermögen wird auf 5,3 Milliarden Euro geschätzt.

Image Image Hopp: Ich möchte, dass Arbeitsplätze entstehen - oder wenigstens gehalten werden. So bin ich bei drei vielversprechenden Firmen eingestiegen, weil die ansonsten insolvent gewesen wären. Und natürlich gibt es eine ethische Komponente: Stellen Sie sich vor, wenn tatsächlich einer mit meinem Geld etwas Tolles findet oder entwickelt, das der Menschheit weiterhilft!

mm: Manche sagen, die Biotechnologie könnte der nächste große ökonomische Treiber werden - wie ganz früher die Dampfmaschine oder später der Computer.

Hopp: Ich bin sicher, dass Life Sciences die nächste Welle ist nach der Informationstechnologie.

mm: Die personalisierte Medizin ist die Zukunft. Man weiß inzwischen, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind und bestimmte Medikamente nur bei Typus A und nicht bei Typus B funktionieren. Früher hat man die Gießkanne über die Patienten ausgeschüttet, jetzt hat man die Chance, vorab festzustellen, ob ein Medikament bei einem einzelnen Menschen wirksam ist oder nicht. Das wird die Medizin revolutionieren.

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Titel


...

mm: Und wie wird Deutschland davon profitieren?

Hopp: Das entscheidet sich genau jetzt. Ich bin gar nicht so pessimistisch, dass wir die Forschung hier lebendig erhalten können. Allerdings müssen wir in den nächsten fünf bis acht Jahren in der Biotechnologie eine gewisse Größe erreichen, sonst werden die guten Leute weggehen. Das heißt, wir brauchen Erfolge.

mm: Und dann werden wir zur Biotech-Apotheke der Welt?

Hopp: Was die Forschung in Biotech betrifft, könnte die Bundesrepublik wieder weit nach vorn kommen. Allerdings heißt das leider nicht, dass hier auch wieder eine herausragende pharmazeutische Industrie entsteht. Denn künftig werden wir eine klare Arbeitsteilung erleben: Biotech forscht und entwickelt, und Big Pharma kümmert sich um die Vermarktung und den Vertrieb der Medikamente.