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Forum > Deutschland > Razzia! Haftbefehl gegen Post-Chef

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DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

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Thema: Razzia! Haftbefehl gegen Post-Chef

Thema Nr. 46078  
Thema eröffnet von:  GordonGecko Beiträge: 138 Bewertung (0):
am: 14.02.08 14:06 Gelesen gesamt: 1703    
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Von birgit schiemann Erstellt am: 26.02.08 18:30 Beitrag Nr.: 122.606 Weitere Beiträge
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Wie Steuersünder ihr Geld ins Ausland schaffen

 

Wer viel hat, hat auch viel zu verlieren. Die Ehefrau, der Ruf, das Vermögen - wie schnell ist das futsch. Der kluge Mensch baut daher vor und minimiert Risiken. "Asset-Protection" - Schutz des Vermögens - heißt der Service, den viele Berater ihren Kunden angedeihen lassen.

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Die Risiken sind allgegenwärtig. Da ist der rachsüchtige Ex-Geschäftspartner, der der Staatsanwaltschaft eine CD zuspielt. Die Ehefrau, die plötzlich das Haus will. Oder eben der Fiskus, der immer zu viel einfordert. Die Wege der Asset-Protection sind verschlungen - und sie sind nur selten legal.

 

 

 

 

Von  huetter69 Erstellt am: 27.02.08 10:21 Beitrag Nr.: 123.042 Weitere Beiträge
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Steueraffäre: Auch Australien fahndet nach Liechtenstein-Steuersündern

 

Sie seien Einzelvermögen von bis zu mehreren Millionen australischen Dollar auf der Spur, sagte der Chef der Steuerbehörde, Michael D'Ascenzo, am Mittwoch. Er betonte, dass die Informationen nicht vom Bundesnachrichtendienst BND stammen, der gestohlene Kundendaten der liechtensteinischen LGT-Bank gekauft hatte. Die australische Steuerbehörde weigere sich, für derartiges Material Geld zu zahlen.

 

Zusammenarbeit mit weiteren Ländern


Australien habe schon vorher mit anderen Ländern zusammengearbeitet, um Steuersündern, die ihr Vermögen am Fiskus vorbei in Liechtenstein angelegt haben, auf die Schliche zu kommen. Die Angaben über mögliche australische Steuersünder habe man auf dem Wege des mit diesen Ländern vereinbarten Datenaustausches bekommen.

 

Spanien geht Hinweisen in der Steueraffäre nach


Die Affäre um Steuerhinterziehung über Liechtensteiner Banken beschäftigt inzwischen auch die Behörden in Madrid. Es werde eine Liste mit den Namen mutmasslicher Steuersünder aus Spanien geprüft, teilte das Finanzamt am Dienstagabend in der spanischen Hauptstadt mit. Sollten sich entsprechende Hinweise verdichten, würden Ermittlungen eingeleitet. Die Affäre beweise, dass mehr Transparenz und ein grösserer Informationsaustausch bei Transaktionen mit sogenannten Steuerparadiesen nötig seien.

 

 

Von  huetter69 Erstellt am: 27.02.08 10:24 Beitrag Nr.: 123.046 Weitere Beiträge
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Steueraffäre: Liechtensteinische Regierung will Stiftungsrecht revidieren

 

Steuerhinterziehung und Stiftungsrecht hätten nichts miteinander zu tun, betonte Vize-Regierungschef und Justizminister Klaus Tschütscher vor den Medien in Vaduz. Damit sei auch die Frage falsch, ob mit der Revision des Stiftungsrechts die Steueraffäre mit Deutschland hätte verhindert werden können.

 

45'000 bis 50'000 Stiftungen


Die Möglichkeit für anonyme Stiftungen soll bestehen bleiben. Stiftungen können demnach auch in Zukunft bei Treuhändern oder Rechtsanwälten im Fürstentum hinterlegt werden. Tschütscher sagte, in Liechtenstein gebe es aktuell zwischen 45'000 und 50'000 Stiftungen. Davon sind lediglich rund 500 bis 600 rein gemeinnützig. Die Mehrheit der privatnützigen Stiftungen betreffen die Nachlassplanung innerhalb einer Familie.

 

Stiftungen für Finanzplatz Liechtenstein sehr wichtig


Ziel der Revision seien Rechtssicherheit und Rechtsklarheit. Stiftungen seien für den Finanzplatz Liechtenstein sehr wichtig, in ihrer Bedeutung reiche keine andere Rechtsform auch nur annährend heran, schrieb die Regierung bereits im Vernehmlassungsbericht vom vergangenen Sommer.

 

Revision seit 2001 im Gang


Die liechtensteinische Regierung arbeitet seit 2001 an einer Revision des Stiftungsrechts. Ziel ist eine an internationalen Kriterien messbare Rechtsgrundlage. Wie geplant berät das Parlament in der März-Sitzung über den Antrag der Regierung.

 

 

Von  huetter69 Erstellt am: 27.02.08 10:27 Beitrag Nr.: 123.049 Weitere Beiträge
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Bankenverband Liechtenstein: Finanzplatz wird sich anpassen

 

"Die Lösung liegt im Kompromiss. Man muss sich in der Mitte treffen, aber der Finanzplatz wird sich anpassen," sagte der Geschäftsführer des Liechtensteinischen Bankenverbandes, Michael Lauber, am Freitag vor Journalisten in Vaduz. Die Ereignisse um die Steueraffäre hätten auch am Bankenplatz Spuren hinterlassen. "Ich gehe aber nicht von langwierigen Auswirkungen aus, da die Banken stabil und gesund sind." Die zentrale Frage bleibe, was die Europäische Union und Deutschland von Liechtenstein verlangten. Da gebe es noch zu viele Unstimmigkeiten.

 

EU bestätigt, dass Liechtenstein gut mit den EU-Behörden zusammenarbeitet


Der bei der EU-Kommission zuständige Generaldirektor des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung, Franz-Hermann Bücher, bestätigte Liechtenstein, mit den EU-Behörden gut zusammenzuarbeiten. "Es liegt seitens der EU alles auf dem Tisch, was zu tun ist, damit (zwischen Liechtenstein und der EU) ein gleicher Standard erreicht wird", sagte Bücher, der sich telefonisch aus Brüssel nach Vaduz durchschalten liess. Was ein gemeinsames Betrugsbekämpfungsabkommen angehe sei er optimistisch, "dass wir noch in diesem Jahr zu einem guten Ergebnis kommen".

 

Berlin will Steueroasen notfalls auch im Alleingang trockenlegen


Deutschland will Steueroasen wie Liechtenstein, Monaco und Andorra notfalls auch im Alleingang trockenlegen. Sollten auf europäischer oder internationaler Ebene keine Fortschritte erzielt werden, erwägt die Bundesregierung bilaterale Abwehrmassnahmen, um den Geschäftsverkehr mit solchen Ländern zu erschweren. Schon in der kommenden Woche will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auch das Fürstentum Monaco zu mehr Transparenz drängen.

 

Deutliche Worte auch für Fürst Albert II. von Monaco


Beim Besuch von Fürst Albert II. von Monaco in Berlin werde die Kanzlerin deutliche Worte finden, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag. Auch von Monaco erwarte Deutschland, dass es Grundsätze der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) akzeptiere. Die OECD hat Monaco, Liechtenstein und Andorra als unkooperative Steueroasen eingestuft. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) betonte, zwar würden vor allem international abgestimmte Lösungen angestrebt. Es müsse aber auch auf bilateraler Ebene über Massnahmen nachgedacht werden, "die zu einer gewissen Belastungsprobe führen können", bekräftigte er am Donnerstagabend im ZDF. Vorstellbar sei, alle Transaktionen einer Berichtspflicht oder alle Überweisungen aus Deutschland nach Liechtenstein einer Quellenbesteuerung zu unterwerfen. Denkbar wären auch Berichtspflichten von Banken bei solchen Überweisungen.

 

Ermittlungen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung


Inzwischen wird in Deutschland auch gegen mehrere Treuhänder aus Liechtenstein wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt, bestätigte der Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen, Bernd Bieniossek. Die Affäre könnte sogar noch grössere Dimensionen annehmen. Die Staatsanwaltschaft Rostock hofft, von einem dort in anderer Sache inhaftierten mutmasslichen Erpresser weitere Daten von deutschen Kunden liechtensteinischer Banken zu erhalten, wie ein Sprecher "Focus Online" und der "Süddeutschen Zeitung" sagte.

 

EU-Finanzminister wollen Anfang März weitere Schritte beraten


Die EU-Finanzminister wollen Anfang März weitere Schritte beraten. Steinbrücks Sprecher Torsten Albig zeigte sich zuversichtlich, dass man auf europäischer und internationaler Ebene "ein ganzes Stück vorankommen" werde. "Ich bin mir sicher, wir finden Verbündete." Unterstützung kommt aus den USA. Der einflussreiche demokratische Senator Carl Levin forderte schärfere Gesetze. Die jüngsten Entwicklungen zeigten die Problematik von Steueroasen.

 

 

Von  huetter69 Erstellt am: 27.02.08 10:32 Beitrag Nr.: 123.051 Weitere Beiträge
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Steueräffäre: Deutsche Steuersünder müssen zweite Welle von Ermittlungen fürchten

 

Wenn der Beschuldigte schlau ist, bietet er uns die Daten an, um seine Strafe zu mildern", sagte ein Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft dem Nachrichtenmagazin "Focus". Es sei nicht auszuschliessen, dass der Inhaftierte sogar über insgesamt mehr als 2300 Datensätze verfüge. Die Staatsanwaltschaft dürfe diese Daten verwenden und würde sie an die Finanzbehörden weitergeben.

 

Kunden der Liechtensteiner Bank LGT betroffen


Mit dem aktuellen Fall, in dem Kunden der Liechtensteiner Bank LGT betroffen sind und die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt, hat der Rostocker Fall nichts zu tun. Der Rostocker Fall reicht ins Jahr 2003 zurück. Damals stahl ein Mitarbeiter der LLB Unterlagen und erpresste damit seinen Arbeitgeber. Er wurde noch im selben Jahr gefasst und verhaftet. Ein Komplize wurde im September 2007 festgenommen.

 

 

Von  GordonGecko Erstellt am: 27.02.08 15:12 Beitrag Nr.: 123.418 Weitere Beiträge
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Fahnder ermitteln weltweit

Australien, USA, Italien, Frankreich: Aus immer mehr Ländern melden sich im Zuge der Liechtensteiner-Steueraffäre die Fahnder. Die australischen Behörden haben Häuser durchsucht. In den USA soll gegen rund 100 mutmaßliche Steuersünder ermittelt werden. Einige Staaten berufen sich Berichten zufolge auf Daten aus Deutschland. Andere betonen hingegen, dass ihre Informationen eben nicht vom BND stammen.

SYDNEY/WASHINGTON. Ermittler in Australien seien Einzelvermögen von bis zu mehreren Millionen australischen Dollar auf der Spur, sagte der Chef der Steuerbehörde, Michael D'Ascenzo, am Mittwoch. Er betonte, dass die Informationen nicht vom Bundesnachrichtendienst BND stammen, der gestohlene Kundendaten der liechtensteinischen LGT-Bank gekauft hatte. Die australische Steuerbehörde weigere sich, für derartiges Material Geld zu zahlen. Er äußerte sich allerdings nicht dazu, woher Australien die Informationen hat.

Auch in den USA sind mutmaßliche Steuersünder in den Fokus der Behörden geraten. Die US-Steuerbehörden teilten am Dienstag mit, sie ermittelten gegen mehr als 100 Steuerzahler aus den Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit Konten in dem Fürstentum ein. Dabei werde mit Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden, Australien, Neuseeland und Kanada zusammengearbeitet. Jeder, der über verborgene Einkommen und Gewinne verfüge, sei gut beraten, dies offenzulegen. Das US-Finanzamt habe im vergangenen Jahr Unterlagen aus der liechtensteinischen LGT-Bank von einem nicht näher genannten Informanten erhalten, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf einen Mitarbeiter. Auch er betonte, dass für die Daten kein Geld bezahlt worden sei. Doch könne der Informant nach geltendem amerikanischen Recht einen Prozentsatz der Gelder einfordern, die das Finanzamt auf Grund der Unterlagen kassiert. Die Ermittlungen gegen die Steuersünder seien bereits in vollem Gang.

Die USA und Australien gehören zu einem Kreis von neun Staaten, die innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei der Aufdeckung von Steuerhinterziehung über das Fürstentum Liechtenstein zusammenarbeiten. Beteiligt sind auch Großbritannien, Schweden, Frankreich, Italien, Spanien, Kanada und Neuseeland.

Aus Italien wird berichtet, dass etwa 150 Italiener auf der Liechtenstein-Liste der Steuerhinterzieher stünden. In diesem Fall sollen die Behörden auf aus Deutschland übermittelte Daten zurückgeriffen haben. Es handele sich um eine von Deutschland an Rom übersandte Namensliste mutmaßlicher Steuerhinterzieher mit Konten in Liechtenstein, schrieb die römische Zeitung „La Repubblica“ am Mittwoch.

„In den nächsten Tagen wird die Dokumentation öffentlich gemacht“, sagte dazu der stellvertretende Wirtschaftsminister Vincenzo Visco. „Es gibt auf der Liste von allem etwas, Steuerhinterziehung in der Höhe von vielen Millionen Euro bis zu einigen Hunderttausend“, erklärte Visco. „Sagen wir, es ist ein interessanter Querschnitt durch eine gewisse italienische Gesellschaft.“ Nach den ersten Erkenntnissen sind Unternehmer, Freiberufler und möglicherweise auch Politiker auf der Liste. Visco bekräftigte das „klare“ europäische Signal der Null-Toleranz zu der grenzüberschreitenden Steuerflucht.

Auch Frankreich ermittelt laut Zeitung „Le Figaro“ in 200 Fällen wegen Konten in Liechtenstein. „Gut 200 Namen“ stünden auf einer Liste des Finanzministeriums, berichtete das Blatt. Die Genannten stünden im Verdacht, Konten in Liechtenstein eröffnet zu haben, um Steuern zu hinterziehen. Bereits am Dienstag hatte die Regierung in Paris bekanntgegeben, von deutschen Ermittlern Informationen „nach gängigen Bedingungen“ erhalten zu haben, für diese aber nicht bezahlt zu haben. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hatte für rund fünf Millionen Euro gestohlene Daten über Transaktionen mit Banken in Liechtenstein gekauft und so die aktuelle Steueraffäre ins Rollen gebracht.

Damit wächst der internationale Druck auf Liechtenstein weiter. Dem Fürstentum wird mangelnde Transparenz am Finanzplatz vorgeworfen. Die Beziehungen zu Deutschland sind durch die Razzien im Zusammenhang mit massenhafter Steuerhinterziehung belastet. Ermittler verdächtigen die Beschuldigten, über Stiftungen des Fürstentums Gelder am Fiskus vorbei geschleust und so Steuern hinterzogen zu haben.

Auch andere so genannte Steueroasen stehen immer mehr in der Kritik. In der Schweiz geht die Angst um, nach dem Nachbarn Liechtenstein selbst ins Visier ausländischer Steuerfahnder geraten zu können.

 

Der frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) attackierte die Schweiz wegen ihres Bankgeheimnisses heftig. Eichel warf den Schweizer Banken vor, Steuerbetrüger zu schützen. Sie dürften diesen aber nicht länger ein Schlupfloch gewähren. Eichel sagte im Deutschlandradio Kultur: „Die Schweiz stellt sich heute zwischen die deutschen Steuerbehörden und die deutschen Steuerflüchtlinge und verhindert, dass die deutschen Steuerflüchtlinge ehrlich zahlen müssen.“

Eichel hofft darauf, dass es künftig zu einer besseren Kooperation der Schweiz mit den deutschen Steuerbehörden kommt. Seiner Ansicht nach gibt es in der Schweiz bereits eine heftige Diskussion über eine bessere Zusammenarbeit mit ausländischen Steuerbehörden.

 

Nach Ansicht von Experten sind die Eidgenossen allerdings durch eine Reihe von internationalen Verträgen gut vor juristischen Ermittlungen abgesichert. „Die Schweiz hat ein großes Netzwerk von Steuerabkommen, das ständig erweitert wird. Informationen werden bei einer ganzen Reihen von Fällen ausgetauscht“, sagte OECD-Steuerexpertin Grace Perez-Navarro. Allerdings seien diese Fälle streng eingegrenzt, wie etwa Steuerbetrug durch Urkundenfälschung.

Falls es ausländischen Ermittlern jedoch gelingen sollten, auf Kontodaten der verschwiegenen Privat-Bankiers aus Zürich oder Genf zurückzugreifen, käme das für sie einem Sechser im Lotto gleich, sagte Hans Geiger, Professor am Swiss Banking Institute der Universität Zürich. „Die Schweiz ist der wesentlich größerer Finanzplatz, da sind viel mehr Gelder angelegt als im kleinen Liechtenstein.“

Das symbolträchtige Bankgeheimnis wurde in der Schweiz in den vergangenen zehn Jahren bereits still und heimlich gelockert. Mit rund einem Dutzend Staaten wurde vereinbart, dass die Banken in den schlimmsten Fällen von Steuerhinterziehung ihre Bücher öffnen. Anders in Liechtenstein: Das Fürstentum steht zusammen mit Andorra und Monaco auf einer von der OECD erstellten Schwarzen Liste von unkooperativen Steueroasen.

Fürst Albert II von Monaco dürfte daher bei seinem heutigen Deutschland-besuch bemüht sein, möglichen Vorwürfen entgegenzutreten. Der Regent trifft am Nachmittag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Seit Jahren sei sein Land dabei, sich den internationalen Vorsichtsmaßregeln im Bankbereich anzupassen, sagte der Monarch der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Unsere Fortschritte sind beachtlich.“ So wende Monaco die EU-Zinsrichtlinie zur Besteuerung von Zinseinkünften von Steuer-Ausländern an. Die Bedingungen seien vergleichbar mit denen in anderen europäischen Ländern. Das reiche aber noch nicht aus. „Unser Fürstentum muss mustergültig sein“, unterstrich er. Zugleich strebe er an, den Finanzplatz Monaco zu diversifizieren, damit dieser nicht nur auf die Vermögensverwaltung konzentriert sei.

 

 

 

 

 

 

Von  huetter69 Erstellt am: 28.02.08 20:00 Beitrag Nr.: 124.378 Weitere Beiträge
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Raubritter und Wegelagerer

 

Man stelle sich einmal vor, der Geheimdienst eines anderen europäischen Landes z.B. der von Liechtenstein, hätte sich über Industriespione oder -spionage Daten von Schmiergeldaktionen deutscher Unternehmen zu Zeiten geklaut, als Schmiergeld in Deutschland noch von der Steuer abgesetzt werden konnte (was noch gar nicht so lange her ist). Und würden diese Daten heute anderen Staaten wie der USA zum Kauf anbieten. Nehmen wir weiter an, dass das ein Segment wie die Automobilindustrie betreffen würde, von der direkt oder indirekt fast jeder dritte Arbeitsplatz abhängt.

 

Und die SEC, also die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde, analog zum Siemens Bestechungsskandal Ermittlungen einleiten und schließlich massive Strafen aussprechen würde. Was dann heute dazu führen würde, obwohl es zur damaligen Zeit in Deutschland vollkommen legal war, dass Firmen und offizielle Stellen aus USA und aus dem Rest der Welt ihre Orders für BMW, Mercedes, Volkswagen und Porsche drastisch zurückführen würden. Und die Folge massive Entlassungen wären.

 

Ein Aufschrei ginge durch Deutschland. Bokottaufrufe wie bei Nokia wären noch das Geringste, was man hierzulande fordern würde. Wahrscheinlich würde Liechtenstein an den Pranger gestellt und mit massiven innereuopäsichen Sanktionen gedroht.

 

Zugegeben. Das Beispiel hinkt ein Wenig. Aber ganz abwegig ist es nun wieder auch nicht. Es dient aber dazu, ein bißchen zu verstehen, wie groß derzeit die Aufregung, die Wut und das Unverständnis unserer europäischen und liechtensteinischen Mitbürger sind.

 

Denn eines sollten wir in der derzeitigen stammtischniveauähnlichen Debatte doch einmal akzeptieren. Andere Länder, andere Sitten. Und auch Gesetze. Und, dass ist auch gut so. Denn wenn ein Land so viel Vertrauen in seine Bürger setzt, dass es den Straftatbestand der Steuerhinterziehung nicht als notwendig erachtet, vielleicht auch deshalb, weil es trotz niedriger Steuern vorbildlich wirtschaftet, dann sollten wir das hier in Deutschland respektieren. Liechtenstein kann nämlich überhaupt nichts dafür, dass das Vertrauen der Deutschen in ihren Staat und deren Organe massiv erschüttert ist.

 

Denn was derzeit in der aufgewühlten Debatte übersehen wird, ist die Tatsache, dass nicht Liechtensteiner Bürger Deutsche bei Nacht und Nebel überfallen haben, samt Hab und Gut über die Grenze schleiften und deren Kapital in die Tresore gesperrt haben, sondern wir Deutsche freiwillig kamen und darum gebeten haben.

 

Es sollte auch von unserer Bundesregierung zur Kenntnis genommen werden, dass das in keinster Weise den Vorwurf der Steuerhinterziehung, ja nicht einmal der Beihilfe zur Steuerhinterziehung rechtfertigt. Denn tatsächlich ist vor dem deutschen Gesetz der einzelne deutsche Steuerbürger verpflichtet, seine Steuern in der Steuererklärung anzugeben. Und nicht der liechtensteinische Prinz in Vertretung. Und wenn der Steuerbürger das nicht macht, ist allein er Schuld. Denn Sippenhaft gibt es in zivilisierten Staaten Gott sei Dank nicht mehr.

 

Insofern sollte der feine Hinweis des liechtensteinischen Botschafters auf eine „deutsche“ Studie zwischen Steuerhöhe und Steuerehrlichkeit, die zum Schluss kommt, „dass je höher die Steuern und je unsinniger sie verwendet werden, die Steuerumgehung wächst“, als ein zwischenstaatliche Hilfsangebot gesehen und auch angenommen werden.

 

Denn wer weis, vielleicht können wir, die große und mächtige Bundesrepublik Deutschland, am Ende von einem kleinen, aber feinen Zwergstaat wie Liechtenstein doch noch etwas Lernen?

Ich würde gerne in einem Land leben, das die Größe dazu hätte.

 

Denn wo kommen wir hin, wenn in Europa befreundete Nachbarstaaten als „modernes Raubrittertum“ (Kurt Beck) hingestellt werden? Kurt Beck und die Bundesregierung sollten vorsichtig mit solchen Bezeichnungen sein. Schnell kann sich ein solcher Vorwurf gegen diejenigen wenden, die ihn äußern. Wie viel Prozent an jedem Liter Benzin sackt ihr in Berlin noch einmal ein? Ich glaube mehr als die Hälfte, oder? Und um wieviel habt Ihr die MWSt erhöht? +18,5 %?

 

Also. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

 

Von  huetter69 Erstellt am: 28.02.08 20:05 Beitrag Nr.: 124.381 Weitere Beiträge
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Das deutsche Angebot, Informationen aus den vom Bundesnachrichtendienst für 4,2 Millionen Euro gekauften liechtensteinischen Daten zu erhalten, stößt offenbar auf reges Interesse aus dem Ausland. So heißt es aus Italien, dass man mithilfe des Datenmaterials rund 150 Staatsbürger als mögliche Steuerhinterzieher identifiziert habe. Auch in Australien und Frankreich ermitteln die Behörden. In den Vereinigten Staaten laufen bereits über 100 Verfahren. Die Stiftungen der Beschuldigten sollen allesamt über die LGT-Bank gelaufen sein.


Warten auf den nächsten dicken Fisch

Unterdessen wartete das Handelsblatt mit der Nachricht auf, dass sich unter den mutmaßlichen Steuersündern ein weiterer prominenter Wirtschaftskapitän befinde. Das Unternehmen, dem er vorsteht, oder das er besitze, gehöre zu Lebensmittelbranche und befinde sich in Süddeutschland. Als Quelle gibt das Blatt Steuerfahnder an. Die Staatsanwaltschaft Bochum dementierte auf Anfrage von BÖRSE ONLINE diese Meldung. Die Ermittlungen laufen weiter, derzeit seien keine weiteren Unterrichtungen der Öffentlichkeit geplant.


Nach Liechtenstein ist auch die als Finanzplatz ungleich wichtigere Schweiz unter Beschuss geraten. Experten vermuten, dass bei eidgenössischen Banken mehr als das zwanzigfache allein an ausländischem Geld schlummert als im Fürstentum. Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel hatte zu Beginn der Woche gegen die Schweiz gewettert, die sich hinter ihrem Bankgeheimnis verstecke. Der Steuerexperte Markus Miller sieht eher Liechtensteins östlichen Nachbarn Österreich in Gefahr. „Die Schweiz hat eine gute Lobby und ist kein „Briefkastenfirmenland“, die Kommunikationspolitik einiger österreichischer Institute macht mir hingegen Sorgen“. Einige Banken fühlten sich dort zu sicher und vermittelten den Eindruck, als würden sie sich über das nun schlechte Image Liechtensteins freuen, meint Miller, der zehn Jahren lang selbst bei Privatbanken in der Schweiz und Österreich gearbeitet hat.

Vor allem Kleinwalsertal oder in Jungholz, beides Gebiete im Westen der Alpenrepublik, liegen nach Schätzungen zig Milliarden Euro, die vor allem Deutsche Mittelständler am heimischen Fiskus vorbeigeschafft haben. Nach Millers Angaben, haben auch viele österreichische Banken ihren Kunden Familienstiftungen in Liechtenstein empfohlen.

 

Nun müssen auch Franzosen, Australier und Italiener fürchten, dass ihre liechtensteinischen Familienstiftungen aufgedeckt werden. Auch österreichische Banken könnten in Gefahr kommen.

Wo ist der nächste Zumwinkel?










 

Von  huetter69 Erstellt am: 28.02.08 20:13 Beitrag Nr.: 124.396 Weitere Beiträge
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Eigentlich sollte der Text genau umgekehrt hier drin stehen, hat sich beim reinkopieren gedreht.Image

Also von unten nach oben lesen.

 

Von  springer1968 Erstellt am: 28.02.08 20:19 Beitrag Nr.: 124.404 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 124396 von huetter69 - 28.02.08 20:13:16 Uhr

Dann kopier doch einfach von unten nach oben.
Image

 

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