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#115308 von wirthsald | Erstellt am: 15.02.08 10:48:08 | Beitrag Nr.: 115308 | Weitere Beiträge |
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Threadbeitrag Nr. 115306 von wirthsald - 15.02.08 10:46:13 Uhr
Hier der noch fehlende Teil.
Bereits vor gut einem Jahr bestätigte Margrit Lichtinghagen jedoch gegenüber Capital, „dass die Batliner-Fälle größtenteils abgearbeitet sind.“ Unwahrscheinlich also, dass Zumwinkel ein Badliner-Kunde auf der CD war.
Karsten Randt, Steuerstrafrechtler bei Flick Gocke Schaumburg in Bonn, der zahlreiche Batliner-Kunden in ihren Steuerverfahren vertreten hat, vermutet ebenfalls nicht, dass der Fall Zumwinkel mit dem Treuhänder Batliner zu tun hat. „ Ich denke eher, dass es im privaten Umfeld oder beim Stiftungstreuhänder ein Leck gab, das die Ermittlungen auslöste.“ Irritiert zeigt sich Randt, dass die Staatsanwaltschaft bei der Hausdurchsuchung mit einem Haftbefehl aufwartete. „Bei einer Million Euro, um die es hier lediglich zu gehen schein, ist das eher verwunderlich“, so Randt.
Das Fürstentum Liechtenstein gilt nach wie vor als das Steuerparadies schlechthin für vermögende Deutsche. Dort ist es möglich, unter dem Namen eines Treuhänders anonyme Stiftungen zu errichten. Von denen erfährt im Erbfall weder der deutsche Fiskus, noch unliebsame Nachkommen, die bei der Erbschaft ausgeschossen werden sollen. Liechtenstein steht neben Andorra und Monaco auf der OECD-Liste der Staaten, die in Steuersachen nicht mit anderen Ländern kooperieren. Kein Pardon kennen die Liechtensteiner Ermittler heutzutage allerdings, wenn es um Geldwäsche geht. „Steht dieser Verdacht im Raum, arbeiten die Liechtensteiner inzwischen eng mit anderen Ländern zusammen“, weiß Randt. Mit Geld aus Drogengeschäften, Prostitution und Menschenhandel wollen die reichen Einwohner nichts zu tun haben. Das bringt Negativschlagzeilen und schadet dem Finanzplatz. Anders sieht es bei Steuerdelikten aus. „Deutsches Schwarzgeld ist in Liechtenstein immer noch sehr willkommen“, sagt Randt. „Und es fließt in großen Mengen dorthin.“