QSC 25-Prozent-Chance
05.10.2005
ExtraChancen
Die Experten von "ExtraChancen" sehen für die Aktie von QSC (ISIN DE0005137004 / WKN 513700) eine Kurschance von 25 Prozent.
Ebenso robust wie das Umsatzwachstum habe sich bei der im TecDAX notierten QSC-Aktie im letzten halben Jahr der Widerstand im Bereich um 4 Euro erwiesen. Dabei lägen die Kursziele der Analysten von SES Research (4,30 Euro) und WestLB (4,50 Euro) deutlich darüber. Noch optimistischer sei Marcus Bäumer von UBS. Die angesehene Schweizer Investmentabteilung versehe QSC heute mit dem Rating "buy" und einem Kursziel von 4,85 Euro.
Aber was mache QSC genau? Das rheinische Unternehmen sei spezialisiert auf Breitbanddatenkommunikationsdienste für Hochgeschwindigkeitszugänge ins Internet, Firmennetzwerke und Sprachtelefonie. Die Dienste der Gesellschaft würden auf der SDSL-Technologie (Symmetrie Digital Subscriber Line) basieren. Über herkömmliche Kupfertelefonleitungen würden leistungsfähige Leitungen zum Internet sowie zu privaten Local und Wide Area Networks betrieben. Zunächst habe QSC diese Services nur über Internet-Service-Provider und Telefongesellschaften vertrieben. So habe sich das Unternehmen recht zügig zu einem integrierten Telekommunikationsanbieter entwickelt.
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Aus dem Wiederverkäufer reiner DSL-Leitungen sei mittlerweile ein Lösungsanbieter entstanden, der Firmen und anspruchsvollen Privatkunden ein breites Leistungsspektrum von Standleitungen in verschiedenen Bandbreiten, über Sprach- und Datendienste bis hin zu individuellen Vernetzungen von Unternehmen (VPNs) anbiete. Gerade im letzten Bereich liege noch Fantasie, denn es werde erwartet, dass in der zweiten Jahreshälfte weitere VPN-Verträge mit Großkunden vermeldet würden.
Die Analysten der WestLB ("outperform") würden sich zuversichtlich zeigen: "Angesichts des Umsatzwachstums im abgelaufenen Quartal rechnen wir mit einer leichten Erhöhung der Umsatzguidance, wenn das Unternehmen seine Q3-Zahlen im November veröffentlicht." Im zweiten Quartal sei der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 37% auf 48,7 Mio. Euro gestiegen.
Trotz eines deutlichen Anstiegs der Netzwerkaufwendungen (plus 32% auf 36,4 Mio. Euro) habe QSC in Q2 das Bruttoergebnis überproportional steigern können - und zwar um 53% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 12,4 Mio. Euro. Eindrucksvolle Zahlen, dabei habe sich das "Großkundensegment relativ schwach" (SES) gezeigt. "Das Management scheint aber zuversichtlich zu sein, mehr Großhandelsdeals wie mit debitel abschließen zu können. Dies dürfte vom Aktienmarkt sehr positiv aufgenommen werden", so die WestLB.
Zur Erklärung: Im Mai habe QSC mit debitel, einer der größten netzunabhängigen europäischen Telefongesellschaften und Deutschlands drittgrößtem Mobilfunkanbieter, einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Gemeinsam werde ein DSL-Angebot für Privatkunden realisiert. Operativ sehe es also gut aus: Das könnte auch bald bei der Aktie der Fall sein. Das UBS-Kursziel - hier liege auch das Jahreshoch von Ende Februar - könne schnell erreicht werden, wenn der 4-Euro-Widerstand aus dem Markt genommen werde.
Die QSC-Aktie ist das "Top-Investment der Woche" und bietet eine 25%-Chance, so die Experten von "ExtraChancen".