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#21840 von boardpaedagoge | Erstellt am: 03.09.07 13:11:05 | Beitrag Nr.: 21840 | Weitere Beiträge |
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Bereitet Porsche VW-Coup vor? Schon lange wird spekuliert, dass Porsche sich mit einem Minderheitsanteil bei VW nicht zufrieden gibt. Die Gerüchte erhielten am Wochenende neue Nahrung.
Sowohl der "Spiegel" als auch die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichteten unter Berufung auf Finanzkreise, Porsche sei gerade dabei, Optionen auf weitere VW-Aktien zu kaufen. Der Sportwagenhersteller wolle seinen Aktienanteil an dem Wolfsburger Konzern auf 51 Prozent erhöhen, schrieb der "Spiegel".
Wie das Nachrichtenmagazin weiter berichtete, müsste vor Übernahme der Mehrheit an VW die europäische Aktiengesellschaft Porsche Automobil Holding SE eingetragen sein. Diese ist vollständig im Besitz der Familien Porsche und Piëch und hält 100 Prozent der Porsche-Stammaktien und die Beteiligung am VW-Konzern.
"Keine Entscheidung des Aufsichtsrates"
Nach letzten Angaben hält Porsche einen Anteil von knapp 31 Prozent an VW. Offiziell müsste Porsche-Chef Wendelin Wiedeking weitere Käufe erst melden, wenn die Schwelle von 50 Prozent überschritten ist.
Ein Porsche-Sprecher dämpfte die Spekulationen: "Es gibt keine Entscheidung des Aufsichtsrates, über 31 Prozent zu gehen", erklärte der Sprecher am Samstag. Er verwies auf frühere Aussagen von Finanzvorstand Holger Härter, dass Porsche sich einige Optionen gesichert habe, um bei Bedarf weiter aufstocken zu können.
Hintergrund der geplanten Machtübernahme ist laut "Spiegel", dass Porsche mit der Kooperation der Unternehmen unzufrieden sei. Nach dem Einstieg der Stuttgarter seien bislang kaum neue Gemeinschaftsprojekte zwischen beiden Unternehmen vereinbart worden.
VW-Gesetz vor dem Fall
Eine wichtige Rolle bei der Strategie der Zuffenhausener dürfte der für Herbst erwartete Wegfall des so genannten VW-Gesetzes spielen, das die Stimmrechte eines Aktionärs unabhängig von seinem Anteil auf 20 Prozent begrenzt.
Das Gesetz, das dem Land Niedersachsen seine einflussreiche Stellung bei VW sichert und den Konzern vor feindlichen Übernahmen schützt, steht derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) auf dem Prüfstand. Niedersachsen hält als zweitgrößter Anteilseigner 20,16 Prozent an Volkswagen.