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Stephan Feuerstein: 07.10.08 11:37 Cash bei Crash? |
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Norbert Lohrke:
07.10.08 07:41
Antworten: 1 Es reicht: Ackermann raus |
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Markus Fugmann: 06.10.08 19:26 Wochenausblick Euro-Dollar... |
| Thema eröffnet von: | Zuchtbulle | Beiträge: | 149 | Bewertung (0): | |
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| am: | 09.07.07 06:30 | Gelesen gesamt: | 2062 | |||
| Letzter Beitrag von: | Baerlexa | Gelesen heute: | 0 | |||
| am: | 01.09.08 19:32 |
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Von Neitka | Erstellt am: 20.03.08 22:52 | Beitrag Nr.: 127.158 | Weitere Beiträge |
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Von springer1968 | Erstellt am: 22.03.08 13:30 | Beitrag Nr.: 127.210 | Weitere Beiträge |
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Der Porsche-<POR3.ETR> (News/Aktienkurs)Konzern ist laut einem "Focus"-Bericht mit einem Kompromissangebot zur geplanten Änderung des VW-Gesetzes bei der Bundesregierung gescheitert. Der VW-Großaktionär hatte dem Bericht zufolge vorgeschlagen, Sonderrechte für die Arbeitnehmer in die VW-Satzung aufzunehmen. Demnach müsste bei Produktionsverlagerungen oder Werksschließungen der Aufsichtsrat mit Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen. Im Gegenzug sollte die große Koalition das Privileg des Landes Niedersachsen kippen, bereits mit einem Aktienanteil von rund 20 Prozent wichtige Entscheidungen blockieren zu können.
Ein Regierungsmitglied sagte dem Münchner Nachrichtenmagazin: "Einen solchen Deal wird es nicht geben. Die politische Entscheidung für ein neues VW-Gesetz ist bereits gefallen." Den Sonderstatus des Staates bei VW hatte der Europäische Gerichtshof im Oktober gekippt. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat deshalb einen Entwurf für eine Gesetzesänderung erarbeitet, den auch die CDU unterstützt. Allerdings hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) Bedenken erhoben.
Ein Sprecher des Justizministeriums sagte am Karfreitag auf Anfrage lediglich, der Entwurf werde derzeit zwischen den beteiligten Bundesministerien abgestimmt. Zypries wolle "so schnell wie möglich" eine Entscheidung im Kabinett herbeiführen. Einen Termin könne er aber nicht nennen. "Focus" zufolge könnte die EU unter Umständen aber auch gegen das neue Gesetz vorgehen. Die Bundesregierung sei dann bereit, fünf Prozent der VW-Anteile zu kaufen. Gemeinsam mit Niedersachsen hätte der Bund dann ein Vetorecht beim Autogiganten.
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Von springer1968 | Erstellt am: 22.03.08 13:36 | Beitrag Nr.: 127.211 | Weitere Beiträge |
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Die EU will aus Klimaschutzgründen eine Obergrenze für den CO2-Ausstoß einführen, durch die sich die deutschen Hersteller besonders hart getroffen fühlen.
Porsche hatte der Zeitung zufolge jüngst erklärt, die Klimaziele der EU liefen darauf hinaus, den CO2-Ausstoß bis 2012 um 49 Prozent reduzieren zu müssen. Dies sei nicht zu schaffen. Auch ein gemeinsamer Pool Porsche/VW sei keine Lösung, da auch VW seine Schadstoffwerte um knapp ein Fünftel reduzieren müsse. Somit gebe es dort keinen Spielraum, um Porsche zu unterstützen.
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Von springer1968 | Erstellt am: 22.03.08 14:16 | Beitrag Nr.: 127.220 | Weitere Beiträge |
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Von patare71 | Erstellt am: 25.03.08 17:38 | Beitrag Nr.: 127.350 | Weitere Beiträge |
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Berlin (BoerseGo.de) - Porsche (News/Aktienkurs) ist im Streit um das neue VW- (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) Gesetz mit einem Kompromissangebot bei der Bundesregierung gescheitert. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Demnach habe der VW-Großaktionär die Aufnahme von Sonderrechten für Arbeitnehmer in die VW-Satzung vorgeschlagen. Im Gegenzug sollte das Land Niedersachsen das Vetorecht ab einem Aktienanteil von 20 Prozent verlieren. Nach Informationen des Focus will sich die Bundesregierung auf diesen Deal jedoch nicht einlassen.
Sollte die EU dem überarbeitete VW-Gesetz nicht zustimmen, sei die Bundesregierung zudem bereit, fünf Prozent der VW-Anteile zu kaufen. Mit insgesamt 25,20 Prozent hätte Niedersachsen und der Bund dann ein Vetorecht beim Autogiganten.
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Von patare71 | Erstellt am: 25.03.08 19:31 | Beitrag Nr.: 127.376 | Weitere Beiträge |
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Von patare71 | Erstellt am: 25.03.08 19:45 | Beitrag Nr.: 127.377 | Weitere Beiträge |
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Der verschwiegene Familienclan der Piëchs und Porsches kontrolliert ein weitverzweigtes Autoimperium. Ein indiskreter Blick hinter die Kulissen:
Die meisten Porsche-Eigentümer haben nicht das Geringste zu sagen: Kommt es darauf an, verdammen ihre Vorzugsaktien ohne Stimmrecht sie zu reinen Statisten. Die wahre Macht liegt uneingeschränkt in den Händen der Familien Porsche und Piëch, einer verschwiegenen Sippe, die bevorzugt im Hintergrund agiert. Mit einer Ausnahme: Ferdinand Piëch. Ex-Vorstandsboss bei Audi und Volkswagen und seit Jahren Chefkontrolleur in Wolfsburg, zelebriert er ungeniert seinen Ruf als raubeiniger Top-Manager und durchsetzungsstarker Egomane.
Die PS-Dynastie kontrolliert 100 Prozent der Porsche-Stammaktien. Die Gründung der Automobil Holding SE, deren Konstruktion einer Festung gleicht, ist der vorläufige Höhepunkt beim raffinierten Bau eines riesigen Auto- und Lastwagen-Imperiums. Insgesamt kommt das Kfz-Reich derzeit auf rund 135 Milliarden Euro Umsatz, gut 420.000 Mitarbeiter und eine Marktkapitalisierung von fast 95 Milliarden Euro. Außer beim Sportwagenbauer, der seit Jahren auf der Überholspur rast, sitzt die Porsche-Bande seit dem spektakulären Einstieg bei VW im Herbst 2005 auch am Steuerrad von MAN und Scania. Darüber hinaus gehört ihr über die Porsche Holding in Salzburg, die nicht an der Börse gelistet ist, der größte europäische Autohändler mit mehr als 17.000 Mitarbeitern, Erlösen von fast elf Milliarden Euro und einem Ertrag aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von fast 300 Millionen Euro.
Die Familie vertraut dem ManagerWer steckt hinter der legendären PS-Bande? Wie profitieren die Mitglieder von Macht und Reichtum? Nach welchen Regeln funktioniert die Autodynastie mit ihren gut 65 Mitgliedern? Für die Zukunft ist entscheidend: Wer aus der jungen Generation kann das Milliardenerbe sichern? Der VW-Deal macht sich gleich mehrfach bezahlt: Neben Kursgewinnen in Milliardenhöhe verbucht Porsche erhebliche Anteile aus dem VW-Jahresüberschuss und kassiert Dividende. Die Kultfirma, im Konzert der Autogiganten ein Zwerg, sichert sich langfristig den Zugang zu teuren Technologien wie Fahrzeugelektronik und Hybridantrieb. Schon jetzt liefert VW die Rohkarossen für den Geländegänger Cayenne und ab 2009 auch für das viertürige Sportcoupé Panamera. Sollte Porsche sein Aktienpaket eines Tages auf eine Mehrheit von 50 Prozent plus eine Aktie hochschrauben, hätte der Autobauer auf einen Schlag auch das Problem eines zu hohen CO2-Ausstoßes seiner PS-starken Luxuskarossen gelöst. Volkswagen mit spritsparenden Modellen bei VW, koda und Seat würde frischen Wind in die abgasvernebelte Sportwagenflotte bringen: Der Durchschnittsverbrauch errechnet sich dann über alle Konzernmarken – inklusive Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini.
Einer sah das lange vor allen anderen: Porsche-Mastermind Wendelin Wiedeking, der sich als kluger David unter tumben Goliaths inszeniert. Für ihn war der Deal ein „Schachspiel“, das alle nervös werden ließ, „die unsere vorgedachten Züge nicht kannten“. Nun genießt er den Rausch seiner Selffulfilling Prophecy: „Selbstverständlich ist uns bewusst, dass diese Wertsteigerung nicht ohne uns zustande gekommen ist.“ Im Geschäftsbericht ließ er seine Bedeutung verewigen: „An die Bestellung in den Aufsichtsrat war die Erwartung vieler Analysten und Investoren geknüpft, dass Dr. Wiedeking von dieser Position aus den notwendigen Veränderungsprozess bei VW aktiv mitgestalten werde.“ Die Preisfrage lautet: Wer heckte den Plan aus? Wiedeking oder Ferdinand Piëch, der umstrittene VW-Aufsichtsratschef? „Jeder für sich hat Spaß am Spiel und macht seine Schachzüge“, sagt Niedersachsens CDU-Ministerpräsident und VW-Kontrolleur Christian Wulff, „dann kontakten sie sich quer.“
Die feine, aber lange Zeit überschaubar engagierte Unternehmerfamilie Porsche erlebt durch die Wolfsburger Akquise einen Turboaufstieg, der sie auf einen Schlag in die Champions League katapultiert. Locker kann sie sich jetzt mit Industriellenfamilien wie Quandt, Peugeot oder Toyoda messen, die BMW, PSA (Peugeot und Citroën) und Toyota beherrschen. Nach finanziellen Krisen in den 70er- und 90er-Jahren sprudelt der Porsche-Gewinn seit dem Start des Cayenne vor fünf Jahren. Die deutsch-österreichische Doppeldynastie ist jetzt nicht nur eine der reichsten, sondern auch eine der mächtigsten Sippen Europas. Allein für das Jahr 2006 kassierten die Stämme Porsche und Piëch jeweils 40 Millionen Euro an Dividende. Zum Milliardenvermögen gehören auch private Beteiligungen an Hotels, Restaurants, Skiliften und wertvoller Grundbesitz. Ferdinand Alexander Porsche bestimmt beispielsweise seit 1998 die Geschicke der Schweizer Uhrenmanufaktur Eterna. Komplizierte Rechtskonstruktionen sollen das Vermögen für kommende Generationen sichern und Erbschaftsteuer sparen.
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Von patare71 | Erstellt am: 25.03.08 19:46 | Beitrag Nr.: 127.378 | Weitere Beiträge |
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Die Machtverhältnisse innerhalb des Clans sind komplexer als sie scheinen. „Egal, was draußen spekuliert wird: Die Idee zum Einstieg bei VW hatte Wiedeking – und niemand anderes, auch nicht aus den Eigentümerfamilien“, sagt Chefkontrolleur Wolfgang Porsche. Das Gerücht, sein Cousin Ferdinand Piëch sei die treibende Kraft gewesen, weist er entschieden zurück: „Es klingt einfach zu schön, um wahr zu sein.“ Ungewöhnlich wäre es in der Tat. Die beiden Stämme, die in der Vergangenheit oft heftig über Kreuz lagen, beäugen sich mit Argwohn. Reizfigur ist Ferdinand Piëch, dessen harsche Art auch Wolfgang Porsche oft ärgert: „Schlicht unnötig.“
Dabei ist man auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Beide Seiten teilen sich das Familienvermögen: Im Fall der Porsche Holding in Salzburg zu jeweils 50 Prozent, bei der künftigen Porsche Automobil Holding SE in Stuttgart hält der Porsche-Stamm 53,7 Prozent, die Piëch-Truppe 46,3 Prozent. Juristisch wasserdichte Konsortialverträge verhindern Alleingänge und zwingen die Gesellschafter, an einem Strang zu ziehen. Scheidet ein Porsche oder ein Piëch aus einem Gremium aus, rückt einer aus dem jeweiligen Stamm nach. Will sich jemand von seinen Anteilen trennen, haben die Mitglieder der eigenen Sippe ein Vorkaufsrecht.
Ambitionierten Nachwuchs trifft eine eiserne Regel besonders hart: Kein Familienmitglied darf sich aktiv im Management von Porsche AG und Porsche Holding beweisen. Eine ganze Generation, von Ernst Piëch bis Wolfgang Porsche, musste sich neue Perspektiven suchen, als der Grundsatz im Jahr 1972 eingeführt wurde. Vorausgegangen war ein familiärer Nervenkrieg um Einfluss, Posten und technische Details. Im „Stuttgarter Erbfolgestreit“ stritt Ferdinand Piëch als Entwicklungschef des Sportwagenbauers erbittert mit Produktionschef und Cousin Hans-Peter Porsche um Hubraumgrößen und Drehzahlen.
Auslöser der Krise waren ausgerechnet die beiden Seniorchefs Ferry Porsche und seine Schwester Louise Piëch. Sie hatten versäumt, ihre Nachfolge konsequent zu regeln: Jeweils zehn Prozent lagen noch bei ihnen, die acht Mitglieder der nächsten Generation verfügten ebenfalls über jeweils zehn Prozent. Alle wollten im Unternehmen mitmischen. Selbst ein Spezialist für Gruppendynamik schaffte es bei einem Familiengipfel auf dem österreichischen Porsche-Refugium Schüttgut nicht, Harmonie herzustellen. „Das war eher eine Satire auf gut gemeinte Bemühungen“, erinnert sich Ferdinand Piëch, „wir gerieten uns voll in die Wolle.“ Ferry Porsche, enttäuscht vom Nachwuchs, zog die Notbremse und forderte: „Dann kommt keiner mehr an die Spitze.“ Die Gesellschafter besiegelten zähneknirschend den Ausstieg aus dem operativen Geschäft.
Ein neuerliches Beben löste Ferdinands ältester Bruder Ernst Piëch aus. Nachdem er sich 14 Jahre zuvor beim jährlichen Familientreffen mit dem Rest der Sippe verkracht hatte, wollte er 1984 seine Anteile an der Porsche AG versilbern. Als Käufer war ein arabischer Investor auserkoren. Eine unerhörte Provokation, der Porsche-Zweig schrie „Verrat“. Die Verwandten kauften ihn aus. Das Geschäft finanzierten sie über die Porsche Holding, außerdem gaben sie Vorzugsaktien für die Porsche AG heraus. Weil auch der Kauf gleichberechtigt vonstatten ging, besitzen die Porsches seit dem „Ernst-Fall“ mehr Anteile an der Porsche AG als die Piëchs.
Der Clan, dem die harten Zeiten ins Familiengedächtnis gebrannt sind, lehnt Starallüren ab. Notgedrungen arbeiten die Mitglieder außerhalb der Porsche-Welt – innerhalb dürfen sie lediglich kontrollieren. Hans Michel Piëch, Sprecher seiner Sippe, führt parallel eine Kanzlei im Zentrum Wiens weiter. Ferdinand Piëchs Sohn Anton arbeitet als Journalist in Peking. Seine Maxime: Lieber hinter dem Mikrofon stehen als davor. Sichtlich unangenehm ist es dem Wirtschaftsprüfer Oliver Porsche, neckt ihn ein Bekannter aus der Alpenrepublik in den USA mit dem Namen „Porsch“ – der gängigen Bezeichnung für die begehrten deutschen Luxusflitzer. Den deutsch ausgesprochenen Namen Porsche verbindet dort kaum einer mit den Sportwagen. Der Autoerbe bleibt lieber anonym. Generell tritt der Urenkel des Clan-Gründers Ferdinand „eher bescheiden auf“, berichtet ein Weggefährte aus gemeinsamen MBA-Tagen an der Linzer Managementakademie.
Innerhalb der Verwandschaft gilt Oliver Porsche als ausgleichendes Element. Mit den meisten seiner Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen verbindet ihn persönliche Nähe. Und das will was heißen in einer Erbengemeinschaft, die sich auch in familiären Angelegenheiten gern mit Anwälten umgibt. Zusammen mit seinem Cousin Florian Piëch wird er als kommender Mann der Doppeldynastie gehandelt. Unternehmensberater Florian ist nicht nur der Sohn von Ernst Piëch, sondern auch Enkel des ehemaligen VW-Chefs Heinrich Nordhoff – mit dem Ferry Porsche nach dem Zweiten Weltkrieg die Gründung von Sportwagenschmiede und Salzburger Holding aushandelte.
Schweigen ist nach außen PflichtDas Steuer der Familiengeschicke liegt derzeit noch in den Händen der dritten Generation. Vier der sieben Männer, Porsche-Enkelin Louise Daxer-Piëch verstarb vergangenes Jahr, beaufsichtigen als Kontrolleure die gemeinsamen Unternehmen: Ferdinand und Hans Michel Piëch, Hans-Peter und Wolfgang Porsche. Scharen von Anwälten und Beratern stehen ihnen zur Seite. Ein Fulltime-Job, besonders für Wolfgang Porsche, Sprecher seines Zweiges und in Personalunion auch Chefkontrolleur des Stuttgarter Autobauers und der Salzburger Holding. Deren Vorsitz wechselt alle paar Jahre zwischen den jeweiligen Sprechern. Hans Michel Piëch steht so lange dem Gesellschafterausschuss vor.
Wolfgang Porsche schlägt sich mit dem Etikett „Society-Löwe“ herum – nicht zuletzt durch Galas und Events, die er dann und wann mit Ehefrau, der Fernsehproduzentin Susanne Porsche („Bunte TV&ldquo
, besucht. Wie viele Clan-Mitglieder geht er gern auf die Pirsch. Mit illustren Waidgefährten wie Österreichs Ex-Finanzminister Rudolf Streicher und dem ehemaligen Fußballnationalspieler Klaus Fischer erlegte er zu Jahresbeginn mehr als 70 Wildschweine in den Wäldern des rumänischen Milliardärs Ion Tiriac, Ex-Trainer von Boris Becker.
Nach außen gilt in den Familien das Gesetz des Schweigens. Streitigkeiten und Affären tragen sie nach Möglichkeit im Verborgenen aus. Zwar weiß der Salzburger Porsche-Kenner Wolfgang Fürweger von „teuren Scheidungen“ innerhalb des Clans, „aber nicht, wer sich von wem getrennt hat“.
Als Marlene Porsche samt ihrem Anteil an der Firma bei Ferdinand Piëch unterschlüpfte, war Ex-Ehemann Gerd Porsche, ein Cousin, düpiert – und der gesamte Clan schockiert. Gerds Brüder Wolfgang, Peter und Ferdinand Alexander kauften ihr die Anteile an der Porsche AG ab, ihren Besitz an der Salzburger Holding brachte sie in eine Privatstiftung ein.
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Von patare71 | Erstellt am: 25.03.08 19:47 | Beitrag Nr.: 127.379 | Weitere Beiträge |
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Einer der größten „Glücksfälle“, über den die Familie frohlockt, ist für Wolfgang Porsche der Spitzenmanager in Stuttgart: Wiedeking. Der promovierte Maschinenbauer sanierte Porsche und machte aus dem Sportwagen-Mythos eine Cash-Maschine. Mit Volkswagen will er sein Meisterstück toppen. Als er sich im Sommer 2005 entschloss, groß einzusteigen, war das Timing ideal: Die Aktie notierte unter 40 Euro, die Turnaround-Story gewann seit Dienstantritt des kompromisslosen VW-Sanierers Wolfgang Bernhard schnell an Fahrt. Der nötige Einsatz in Milliardenhöhe lag bereit: Weil Porsche exzellent lief, schob Finanzchef Holger Härter eine Nettoliquidität von mehr als drei Milliarden Euro vor sich her. Verlockend für institutionelle Investoren: Sie hofften auf ein Aktienrückkaufprogramm oder eine Sonderausschüttung. Stattdessen der Paukenschlag: Innerhalb von zwei Wochen erwarb Porsche im Herbst 2005 exakt 18,53 Prozent der VW-Stammaktien und eine Option auf weitere 3,4 Prozent.
Der trickreiche Beutezug bei VW brachte Porsche bislang Kursgewinne in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro – und zwar ganz legal. Härter, der in der Szene als Finanzgenie gerühmt wird, finanzierte die Operation perfekt. Die Familie vertraut ihm blind. Neben den lukrativen Optionsgeschäften mit VW-Aktien holte er auf einen Schlag nahezu drei Milliarden Euro herein: Zwei fünf- und zehnjährige Anleihen über jeweils eine Milliarde Euro, die jährlich nur 3,5 Prozent sowie 3,875 Prozent Zinsen kosten, sowie eine Hybridanleihe über eine Milliarde US-Dollar. Sie hat kein Fälligkeitsdatum und kostet pro Jahr 7,2 Prozent. Eine VW-Dividende in der bisherigen Höhe von 1,25 Euro je Aktie reicht aus, um die Zinsen für die drei Anleihen zu bezahlen.
Die Porsche-Bande wartet in Ruhe ab, sie hält alle Karten in der Hand. Die Regeln im Clan bleiben allerdings unverändert. Dabei hilft die neue Porsche Automobil Holding SE: Die Größe ihres Aufsichtsrates ist auf zwölf Mitglieder begrenzt. Auch in Zukunft gilt: Ausschließlich die Familien Porsche und Piëch bestimmen die Kapitalvertreter, und damit, was geht – und was nicht. Die Automobil Holding wiederum beherrscht VW und setzt durch, wer in Aufsichtsrat und Vorstand die wichtigsten Posten bekommt.
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Von patare71 | Erstellt am: 26.03.08 22:41 | Beitrag Nr.: 127.550 | Weitere Beiträge |
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