|
|
Rohstoffspiegel: 11.10.08 21:21 Die Rohstoff-Woche -... |
|
|
Frank Sterzbach: 11.10.08 12:34 Crash: Was tun? |
|
|
Stephan Heibel: 10.10.08 23:23 Fehlende Rahmenbedingungen... |
| Thema eröffnet von: | Zuchtbulle | Beiträge: | 149 | Bewertung (0): | |
|
| am: | 09.07.07 06:30 | Gelesen gesamt: | 2071 | |||
| Letzter Beitrag von: | Baerlexa | Gelesen heute: | 4 | |||
| am: | 01.09.08 19:32 |
|
|
Von newtrader | Erstellt am: 10.03.08 17:54 | Beitrag Nr.: 125.795 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
STUTTGART/WOLFSBURG (dpa-AFX) - Porsche (News/Aktienkurs) schließt derzeit aus, nach der ganzen Macht bei Volkswagen (News/Aktienkurs) zu greifen. Der Sportwagenbauer plane nicht, seine VW-Anteile auf 75 Prozent aufzustocken, teilte Porsche am Montag in Stuttgart mit und wies einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" zurück. Die "Spekulation, auf 75 Prozent zu gehen", übersehe die Realitäten in der Aktionärsstruktur von VW, hieß es in der Mitteilung. Da das Land Niedersachsen als zweiter Großaktionär mehr als 20 Prozent halte, sei die Wahrscheinlichkeit gering, die dafür notwendigen Aktien aus dem Streubesitz zu kaufen. Porsche hält aktuell knapp 31 Prozent an VW und hatte erst vergangene Woche angekündigt, seinen Anteil auf über 50 Prozent auszubauen.
"Die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, weist Medienberichte zurück, wonach das Unternehmen beabsichtige, seinen VW-Anteil auf 75 Prozent aufzustocken", heißt es in der Mitteilung des Sportwagenbauers. "Hintergrund der aktuellen Medienberichte sind offenbar Börsengerüchte, die auf Gedankenspiele von Analysten und Investoren zurückgehen." VW-Aktien stiegen am Montag im Tagesverlauf aufgrund der Spekulationen um 1,91 Prozent auf 154,65 Euro.
"Focus" hatte mit Berufung auf interne Planungen bei dem Sportwagenbauer berichtet, dass die Stuttgarter als nächste Stufe eine Erhöhung ihrer Anteile an dem Wolfsburger Autokonzern auf 75 Prozent planen. Ein genauer Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking könnte dann einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Volkswagen durchsetzen. Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag würde bedeuten, dass die wichtigsten Entscheidungen nicht wie bisher letztendlich im VW- Aufsichtsrat, sondern in der europäischen Porsche-Holding gefällt würden. Die Stuttgarter könnten dann über Vorstandsposten, neue Fahrzeugmodelle oder Standorte bestimmen. Zudem würden sämtliche Gewinne auf ihr Konto fließen. Den übrigen Aktionären stünden nur jährliche Ausgleichszahlungen zu.
Bei den Plänen zur Machtübernahme von VW erhält Porsche dem "Focus"-Bericht zufolge Rückenwind aus Brüssel. Im Kampf um das VW- Gesetz lehne die EU-Kommission die Pläne der Bundesregierung ab, Teile der gekippten Sonderregelung zu retten. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes habe erhebliche Bedenken gegen eine Gesetzesnovelle geäußert und eine Klage als mögliche Reaktion ins Spiel gebracht.
Der Entwurf für ein neues VW-Gesetz enthält besondere Mitsprache- und Vetorechte für die Arbeitnehmer sowie das Land Niedersachsen. Der Europäische Gerichtshof hatte im Oktober 2007 im Kern das VW-Gesetz gekippt und damit für Porsche den Weg zur Übernahme von VW freigemacht. Das VW-Gesetz schrieb vor, dass jeder Aktionär in der Hauptversammlung höchstens 20 Prozent der Stimmrechte ausüben darf.
|
|
Von newtrader | Erstellt am: 11.03.08 19:20 | Beitrag Nr.: 125.963 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
Porsche steuert gerade wegs auf das grosse Ziel zu, die Mehrheit von Volkswagen zu übernehmen. Dabei steht viel auf dem Spiel, geht es doch um Europas grössten Autokonzern mit künftig über 400 000 Mitarbeitern, dessen Kapital weiterhin zu mehr als der Hälfte von Publikumsaktionären gestellt wird. Deshalb ist das öffentliche Interesse am Schicksal des neuen Unternehmens gross. Im Kontrast dazu stehen die undurchsichtigen Machtverhältnisse, Ziele und Strategien der Familien Porsche und Piëch, die sämtliche Stimmrechte von Porsche und bald auch die Mehrheit der Stimmen von Volkswagen halten. Seit der Bekanntgabe der angepeilten Mehrheitsübernahme vor einer Woche gibt es viele Spekulationen, aber wenig Klarheit über die Zukunft des Konzerns.
So wird über den vor einer Woche eher beiläufig bekanntgegebenen Rücktritt des Volkswagen-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch aus dem Präsidium des Porsche-Aufsichtsrats gerätselt. Weshalb tritt Piëch ausgerechnet zur Stunde seines grössten Triumphs aus dem innersten Machtzirkel des neuen Konzerns zurück? Der selbstgefällige Autokrat, der seit 1993 die Zügel bei Volkswagen in der Hand hält, äussert sich nicht. Am Wochenende kamen weitere Spekulationen hinzu. So berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel», in der Eigentümerschaft von Porsche hätten sich gewichtige Veränderungen ergeben. Die Familie Porsche besitze, so der Bericht, wegen einer bereits 2003 erfolgten Handänderung im Familienkreis nicht die bisher vermuteten 54%, sondern 62% der Stammaktien, die Familie Piëch entsprechend nur noch 38% statt 46%. Die Besitzverhältnisse der Familien werden nicht veröffentlicht, Porsche konnte dazu keine Stellung beziehen. Das wirkt für einen Konzern dieser Grösse nicht sonderlich vertrauenswürdig.
Risikofaktor Piëch
Die Frage, wer mehrheitlich die Porsche Holding kontrolliert, ist mit Blick auf den Erfolgsausweis der beteiligten Personen nicht ohne Belang. Die Familie Porsche hat das Unternehmen unter ihrer Führung im Aufsichtsrat und mit Wendelin Wiedeking als Konzernchef aus der Krise Anfang der neunziger Jahre zur heutigen Stellung als profitabelster Autohersteller der Welt geführt. Die Regentschaft von Piëch bei Volkswagen steht dagegen für chronische Überkapazitäten, überhöhte Arbeitskosten, verzögerte Restrukturierungen, verpasste Modellvariationen, Milliardenverluste durch kaum verkäufliche Luxusautos und den Abstieg von Volkswagen zum Übernahmeopfer. Würde das unternehmerische Erfolgsteam Porsche-Wiedeking gestärkt und die Position des unberechenbaren Piëch geschwächt, könnte das für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Kapitalgeber eine Abnahme der beachtlichen Risiken der Allianz bedeuten. Dass sich Piëch, der gemäss Medienberichten mit Wiedeking und Finanzchef Härter auch in den Aufsichtsrat von Audi drängt, kampflos zurückzieht, halten Beobachter allerdings für ausgeschlossen.
Unberechenbar bleibt auch der Einfluss der Politik. Der Volkswagen-Betriebsrat wettert unter Duldung seines traditionellen Verbündeten Piëch weiter gegen Wiedeking. Die SPD will das VW-Gesetz und damit den Einfluss der Regierung Niedersachsens sowie des VW-Betriebsrats bewahren. Ob Volkswagen je ein normales Unternehmen wird, ist ungewiss – die Kapitalgeber kann das nicht freuen.
|
|
Von newtrader | Erstellt am: 11.03.08 19:24 | Beitrag Nr.: 125.964 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
|
|
Von Siggi | Erstellt am: 13.03.08 16:29 | Beitrag Nr.: 126.192 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
|
|
Von birgit schiemann | Erstellt am: 14.03.08 18:42 | Beitrag Nr.: 126.310 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
Der Sportwagenbauer Porsche hat seinen Anteil an Volkswagen bisher nicht erhöht. Am Donnerstag habe Porsche 30,56 Prozent der Stimmrechte gehalten, teilte das Unternehmen am Freitag in einer Pflichtmitteilung mit. Die Zahl der Stammaktien habe seit Monaten unverändert bei 89,05 Millionen Papieren gelegen.
Im Sommer vergangenen Jahres hatte Porsche seinen Anteil auf 30,97 Prozent erhöht. Grund für das Sinken des Anteils sind die von VW inzwischen ausgegebenen Mitarbeiteraktien, durch die sich die Gesamtzahl der VW-Papiere erhöhte. Porsche hatte Anfang März angekündigt, seinen Anteil auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen.
|
|
Von Zahlenfee | Erstellt am: 14.03.08 22:04 | Beitrag Nr.: 126.339 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
Hannover/Stuttgart – Porsche-Bosse Wendelin Wiedeking greift zur Brechstange: Zwischen den VW-Großaktionären Niedersachsen und Porsche bahnt sich eine Kampfabstimmung über die Satzung des Autokonzerns an. Beiden Seiten haben gegensätzliche Anträge zu dem Thema für die VW-Hauptversammlung am 24. April gestellt. Niedersachsen will die für wichtige Entscheidungen bedeutsame Sperrminorität von 20 Prozent retten. Porsche will diese VW-Sonderregel kippen. Laut Aktiengesetz liegt die Sperrminorität üblicherweise erst bei 25 Prozent, VW hat aus historischen Gründen eine Sonderregel.
Porsche-Chef Wiedking: Offene Kampfansage gegen das Land Niedersachsen
Das Land Niedersachsen will laut Staatskanzlei auf der Hauptversammlung einen eigenen Antrag zur Anpassung der Satzung an das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum VW-Gesetz stellen.
Dabei sollen das Höchststimmrecht, wonach kein Aktionär mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben darf, und das Recht des Landes auf zwei VW-Aufsichtsratsposten aus der Satzung gestrichen werden. Das hatte der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil zum VW-Gesetz verfügt.
Über die Sperrminorität von 20 Prozent hatte das Gericht nicht geurteilt. Das Land sieht sich daher mit seinen Plänen zur Beibehaltung dieser Regel im Recht. Mit den Änderungen von Höchststimmrecht und der Aufsichtsratsbesetzung werde dem Urteil des Gerichtshofes vollauf entsprochen, hieß es.
Niedersachsen besitzt genau 20,1 Prozent der stimmberechtigten VW-Aktien. Porsche hält mehr als 30 Prozent und will den Anteil auf über 50 Prozent aufstocken. Der VW-Betriebsrat begrüßte den Vorstoß des Landes Niedersachsen zur Änderung der VW-Satzung.
Hoffnung auf den Kompromiß
Porsche will wie Niedersachsen das Recht des Landes auf zwei Aufsichtsräte streichen und die Stimmrechtsbeschränkung auf 20 Prozent abschaffen. Im Gegensatz zu den Vorstellungen Niedersachsens will Porsche aber "das auf 80 Prozent erhöhte qualifizierte Mehrheitserfordernis an das allgemeine Aktienrecht (75 Prozent)" anpassen. Porsche forderte den VW-Vorstand auf, diesen Antrag zu unterstützen. Damit wäre das Land entmachtet.
Nach Angaben der Staatskanzlei rechnet das Land bislang damit, dass auf der VW-Hauptversammlung sowohl der niedersächsische Antrag zur Satzungsänderung als auch der Porsche-Antrag die erforderliche Mehrheit verfehlt. Dies könne nur vermieden werden, wenn sich die beiden Aktionäre noch auf einen gemeinsamen Änderungsantrag verständigten, betonte die Landesregierung.
Ministerpräsident Christian Wulff hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, den Einfluss von Porsche bei VW zu beschränken. "Kein Aktionär soll so mächtig sein, dass er dieses Unternehmen allein dominieren kann", sagte er.
Die Bundesregierung arbeitet unterdessen trotz scharfer Kritik von Porsche weiter an einem neuen VW-Gesetz. Die Bundesregierung will demnach Arbeitnehmern und dem Land Niedersachsen weiter gesetzliche Sonderrechte einräumen.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte Mitte Januar Eckpunkte für eine Neufassung des Gesetzes vorgestellt. Demnach sollen auch künftig deutsche VW-Werke nicht gegen den Willen der Arbeitnehmer geschlossen werden können. Eine Verlagerung des VW-Hauptsitzes wäre nicht gegen den Willen des Landes Niedersachsen mit seinem derzeitigen Aktienanteil von 20 Prozent möglich.
Mit der Überarbeitung des VW-Gesetzes von 1960 reagiert Zypries auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom Herbst 2007. Der EuGH hatte festgestellt, dass Bestimmungen des VW-Gesetzes gegen europäisches Recht verstoßen. Einige Teile des Gesetzes ließ der EuGH aber unangetastet. Diese Teile will Zypries retten.
sto/AP/ddp/dpa
|
|
Von patare71 | Erstellt am: 15.03.08 08:27 | Beitrag Nr.: 126.362 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
Hatte VW-Chef Martin Winterkorn noch am Donnerstag erklärt, auf der VW-Hauptversammlung am 24. April stünden Satzungsfragen nicht auf der Tagesordnung, so war am Freitag schon alles anders: Porsche teilte mit, man werde gleich mehrere Änderungsanträge stellen. Und dabei soll auch der Einfluss des zweiten Großaktionärs (Land Niedersachsen) zurückgeschnitten werden: Weder Bund (als Ex-Eigentümer) noch das Land soll künftig direkt und ohne Wahl Vertreter in den VW-Aufsichtsrat entsenden dürfen. Vor allem aber sollen bereits 75 Prozent der Stimmen auf der Hauptversammlung für wichtige Beschlüsse als "qualifizierte" Mehrheit ausreichen. Bei den bisher notwendigen 80 Prozent konnte Niedersachsen mit seinem Aktienanteil von 20 Prozent alle wichtigen Beschlüsse blockieren. Dass zudem die Begrenzung von Stimmrechten eines Aktionärs auf 20 Prozent der VW-Stammaktien fallen soll, ist aus Sicht von Porsche verständlich: Bereits jetzt besitzt der Stuttgarter Sportwagenbauer 30 Prozent der VW-Anteile und will dies auf über 50 Prozent ausbauen.
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking stützt sich bei seinem Vorhaben auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das das "VW-Gesetz" mit seiner besonderen Mitbestimmung für die öffentliche Hand wie für die Belegschaft kippte. Und Niedersachsen will auf der Hauptversammlung der Aufhebung der Stimmrechtsbegrenzung ebenso zustimmen wie dem Verzicht auf das Entsenderecht - nur an der "qualifizierten Mehrheit" will das Land nicht rütteln lassen.
Bereits seit Wochen wird nicht minder hart an einer anderen Mitbestimmungsfront gekämpft: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh droht gar mit Klage vor dem Arbeitsgericht, wenn die Forderungen der VW-Werker nicht erfüllt werden. Es geht um die Mitbestimmung im Aufsichtsrat der neuen Porsche-Holding, unter der künftig deren zwei Beteiligungen Porsche AG und VW AG geführt werden. In eben diesem Aufsichtsrat werden der Porsche- wie der VW-Belegschaft jeweils drei Vertreter zugestanden. In dieser Parität stellt Osterloh ein Ungleichgewicht fest, arbeiten doch bei VW über 300 000 Mitarbeiter und bei Porsche 12 000.
Aber Osterloh sieht die besonderen Mitwirkungsrechte der Belegschaft bei VW insgesamt gefährdet. Dabei wäre es ohne sie (und das VW-Gesetz) wohl nicht zu so vielen arbeitsplatzsichernden "Erfindungen" wie der früheren 28-Stunden-Woche oder nun verlängerter Arbeitszeit ohne Lohnausgleich gekommen.
Wie hatte VW-Chef Winterkorn doch am Donnerstag gesagt?: "Wir hoffen, dass die aktuelle Auseinandersetzung zwischen VW-Betriebsrat und Porsche bald und einvernehmlich gelöst wird. Wir brauchen Klarheit." Und sein Personalvorstand Horst Neumann hatte hinzugefügt, dieser Streit sei "ärgerlich, aber nicht gefährlich". Tatsächlich: Vorgeführt wurde der VW-Vorstand - von Porsche mit seiner geschickt terminierten Forderung nach Änderung der VW-Satzung, die in dem Ansinnen endet: ". . . würde es der Porsche-Vorstand begrüßen, wenn sich auch die Verwaltung der Volkswagen AG für diesen Antrag . . . einsetzt."
Die Leine, die die Stuttgarter den Wolfsburgern verpassen wollen, ist nicht lang.
|
|
Von ZockerGerhard | Erstellt am: 20.03.08 22:36 | Beitrag Nr.: 127.150 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
|
|
Von ZockerGerhard | Erstellt am: 20.03.08 22:38 | Beitrag Nr.: 127.151 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||
|
|
Von ZockerGerhard | Erstellt am: 20.03.08 22:39 | Beitrag Nr.: 127.152 | Weitere Beiträge |
| Diesen Beitrag: | ||||