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Forum > Deutschland > Porsche: Nach Mega-Rallye noch kaufen?

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Thema: Porsche: Nach Mega-Rallye noch kaufen?

Thema Nr. 17189  
Thema eröffnet von:  Zuchtbulle Beiträge: 149 Bewertung (0):
am: 09.07.07 06:30 Gelesen gesamt: 2071    
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Themenbeitrag Nr.61

 
Von  newtrader Erstellt am: 10.03.08 17:54 Beitrag Nr.: 125.795 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
ROUNDUP: Porsche bremst VW-Spekulationen - Keine Aufstockung auf 75 Prozent

STUTTGART/WOLFSBURG (dpa-AFX) - Porsche (News/Aktienkurs) schließt derzeit aus, nach der ganzen Macht bei Volkswagen (News/Aktienkurs) zu greifen. Der Sportwagenbauer plane nicht, seine VW-Anteile auf 75 Prozent aufzustocken, teilte Porsche am Montag in Stuttgart mit und wies einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" zurück. Die "Spekulation, auf 75 Prozent zu gehen", übersehe die Realitäten in der Aktionärsstruktur von VW, hieß es in der Mitteilung. Da das Land Niedersachsen als zweiter Großaktionär mehr als 20 Prozent halte, sei die Wahrscheinlichkeit gering, die dafür notwendigen Aktien aus dem Streubesitz zu kaufen. Porsche hält aktuell knapp 31 Prozent an VW und hatte erst vergangene Woche angekündigt, seinen Anteil auf über 50 Prozent auszubauen.

 

"Die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, weist Medienberichte zurück, wonach das Unternehmen beabsichtige, seinen VW-Anteil auf 75 Prozent aufzustocken", heißt es in der Mitteilung des Sportwagenbauers. "Hintergrund der aktuellen Medienberichte sind offenbar Börsengerüchte, die auf Gedankenspiele von Analysten und Investoren zurückgehen." VW-Aktien stiegen am Montag im Tagesverlauf aufgrund der Spekulationen um 1,91 Prozent auf 154,65 Euro.

 

"Focus" hatte mit Berufung auf interne Planungen bei dem Sportwagenbauer berichtet, dass die Stuttgarter als nächste Stufe eine Erhöhung ihrer Anteile an dem Wolfsburger Autokonzern auf 75 Prozent planen. Ein genauer Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking könnte dann einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Volkswagen durchsetzen. Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag würde bedeuten, dass die wichtigsten Entscheidungen nicht wie bisher letztendlich im VW- Aufsichtsrat, sondern in der europäischen Porsche-Holding gefällt würden. Die Stuttgarter könnten dann über Vorstandsposten, neue Fahrzeugmodelle oder Standorte bestimmen. Zudem würden sämtliche Gewinne auf ihr Konto fließen. Den übrigen Aktionären stünden nur jährliche Ausgleichszahlungen zu.

 

Bei den Plänen zur Machtübernahme von VW erhält Porsche dem "Focus"-Bericht zufolge Rückenwind aus Brüssel. Im Kampf um das VW- Gesetz lehne die EU-Kommission die Pläne der Bundesregierung ab, Teile der gekippten Sonderregelung zu retten. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes habe erhebliche Bedenken gegen eine Gesetzesnovelle geäußert und eine Klage als mögliche Reaktion ins Spiel gebracht.

 

Der Entwurf für ein neues VW-Gesetz enthält besondere Mitsprache- und Vetorechte für die Arbeitnehmer sowie das Land Niedersachsen. Der Europäische Gerichtshof hatte im Oktober 2007 im Kern das VW-Gesetz gekippt und damit für Porsche den Weg zur Übernahme von VW freigemacht. Das VW-Gesetz schrieb vor, dass jeder Aktionär in der Hauptversammlung höchstens 20 Prozent der Stimmrechte ausüben darf.

 

Themenbeitrag Nr.62

 
Von  newtrader Erstellt am: 11.03.08 19:20 Beitrag Nr.: 125.963 Weitere Beiträge
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Wer regiert Porsche und Volkswagen?

Undurchsichtige Machtverhältnisse bei Europas Marktführer

Porsche steuert gerade wegs auf das grosse Ziel zu, die Mehrheit von Volkswagen zu übernehmen. Dabei steht viel auf dem Spiel, geht es doch um Europas grössten Autokonzern mit künftig über 400 000 Mitarbeitern, dessen Kapital weiterhin zu mehr als der Hälfte von Publikumsaktionären gestellt wird. Deshalb ist das öffentliche Interesse am Schicksal des neuen Unternehmens gross. Im Kontrast dazu stehen die undurchsichtigen Machtverhältnisse, Ziele und Strategien der Familien Porsche und Piëch, die sämtliche Stimmrechte von Porsche und bald auch die Mehrheit der Stimmen von Volkswagen halten. Seit der Bekanntgabe der angepeilten Mehrheitsübernahme vor einer Woche gibt es viele Spekulationen, aber wenig Klarheit über die Zukunft des Konzerns.


Image Image Image Spekulationen statt Informationen

So wird über den vor einer Woche eher beiläufig bekanntgegebenen Rücktritt des Volkswagen-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch aus dem Präsidium des Porsche-Aufsichtsrats gerätselt. Weshalb tritt Piëch ausgerechnet zur Stunde seines grössten Triumphs aus dem innersten Machtzirkel des neuen Konzerns zurück? Der selbstgefällige Autokrat, der seit 1993 die Zügel bei Volkswagen in der Hand hält, äussert sich nicht. Am Wochenende kamen weitere Spekulationen hinzu. So berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel», in der Eigentümerschaft von Porsche hätten sich gewichtige Veränderungen ergeben. Die Familie Porsche besitze, so der Bericht, wegen einer bereits 2003 erfolgten Handänderung im Familienkreis nicht die bisher vermuteten 54%, sondern 62% der Stammaktien, die Familie Piëch entsprechend nur noch 38% statt 46%. Die Besitzverhältnisse der Familien werden nicht veröffentlicht, Porsche konnte dazu keine Stellung beziehen. Das wirkt für einen Konzern dieser Grösse nicht sonderlich vertrauenswürdig.

 

Risikofaktor Piëch

Die Frage, wer mehrheitlich die Porsche Holding kontrolliert, ist mit Blick auf den Erfolgsausweis der beteiligten Personen nicht ohne Belang. Die Familie Porsche hat das Unternehmen unter ihrer Führung im Aufsichtsrat und mit Wendelin Wiedeking als Konzernchef aus der Krise Anfang der neunziger Jahre zur heutigen Stellung als profitabelster Autohersteller der Welt geführt. Die Regentschaft von Piëch bei Volkswagen steht dagegen für chronische Überkapazitäten, überhöhte Arbeitskosten, verzögerte Restrukturierungen, verpasste Modellvariationen, Milliardenverluste durch kaum verkäufliche Luxusautos und den Abstieg von Volkswagen zum Übernahmeopfer. Würde das unternehmerische Erfolgsteam Porsche-Wiedeking gestärkt und die Position des unberechenbaren Piëch geschwächt, könnte das für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Kapitalgeber eine Abnahme der beachtlichen Risiken der Allianz bedeuten. Dass sich Piëch, der gemäss Medienberichten mit Wiedeking und Finanzchef Härter auch in den Aufsichtsrat von Audi drängt, kampflos zurückzieht, halten Beobachter allerdings für ausgeschlossen.

Unberechenbar bleibt auch der Einfluss der Politik. Der Volkswagen-Betriebsrat wettert unter Duldung seines traditionellen Verbündeten Piëch weiter gegen Wiedeking. Die SPD will das VW-Gesetz und damit den Einfluss der Regierung Niedersachsens sowie des VW-Betriebsrats bewahren. Ob Volkswagen je ein normales Unternehmen wird, ist ungewiss – die Kapitalgeber kann das nicht freuen.


 

 

 

 

Themenbeitrag Nr.63

 
Von  newtrader Erstellt am: 11.03.08 19:24 Beitrag Nr.: 125.964 Weitere Beiträge
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Porsche: Noch keine Entscheidung über Diesel Porsche hat nach eigenen Angaben noch nicht über den baldigen Einsatz eines Dieselmotors im Geländewagen Cayenne entschieden. Das Unternehmen räumte aber ein, dass es vermehrt Anfragen wegen einer solchen Motorvariante gebe.

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Porsche Cayenne: Experten rechnen mit dem Marktstart des Diesel im Geländewagen für kommendes Jahr.

Stuttgart. Porsche hat nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob der Geländewagen Cayenne künftig auch mit Dieselmotor angeboten wird. "An unserer Position hat sich nichts geändert: Wir beobachten die Diesel und die Marktsituation", sagte ein Porsche-Sprecher. "Es ist aber noch keine Entscheidung gefallen." Berichte mehrerer Online-Medien (unter anderem Automobilwoche, siehe Artikel unten), dass ein Cayenne-Diesel schon Mitte 2009 auf den Markt kommen soll, bezeichnete der Sprecher als "Gerüchte".

Der Sprecher räumte jedoch ein, dass es zurzeit aus verschiedenen Märkten vermehrt Anfragen wegen einer solchen Motorvariante gebe. Er nannte unter anderem England, wegen der für London beschlossenen "congestion charge". Sie belegt Fahrzeuge mit hohem Spritverbrauch mit einer höheren City-Maut. Auch sei Porsche mit VW an einem der größten Dieselmotoren-Hersteller beteiligt.

Ein Diesel von Porsche, gar nicht mal so schlecht.

 

Themenbeitrag Nr.64

 
Von  Siggi Erstellt am: 13.03.08 16:29 Beitrag Nr.: 126.192 Weitere Beiträge
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Wolfgang Porsche soll in VW-Aufsichtsrat Volkswagen will Wolfgang Porsche als vierten Vertreter seines Großaktionärs Porsche in den eigenen Aufsichtsrat wählen. Damit würde sich die Zahl der Porsche-Vertreter in dem Gremium auf vier erhöhen. Wolfgang Porsche ist Chef des Porsche-Aufsichtsrats.
Wolfsburg. Der Autobauer Volkswagen will Wolfgang Porsche als vierten Vertreter seines Großaktionärs Porsche in den eigenen Aufsichtsrat wählen. Das schlugen Vorstand und Aufsichtsrat in der am Donnerstag in Wolfsburg veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung am 24. April vor. Porsche solle den Sitz von Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer übernehmen, der sein Mandat im VW-Kontrollgremium auf der Hauptversammlung niederlegen werde.

Damit erhöht sich die Zahl der Porsche-Vertreter in dem Gremium auf vier. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, dessen Finanzchef Holger Härter sowie Porsche-Miteigentümer und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech gehören dem Gremium bereits an. Wolfgang Porsche ist bereits Chef des Porsche-Aufsichtsrates.

Daneben sollen auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) erstmal durch Wahl in den VW-Aufsichtsrat einziehen. Beide gehörten dem Gremium bisher aufgrund des VW-Gesetzes ohne Wahl an. Diese Regelung war vom Europäischen Gerichtshof gekippt worden. Das Land Niedersachsen ist mit gut 20 Prozent zweitgrößter VW-Anteilseigner nach Porsche. Porsche hatte Anfang März angekündigt, seinen Anteil an VW von derzeit knapp 31 auf mehr als 50 Prozent der Stimmrechte

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Themenbeitrag Nr.65

 
Von birgit schiemann Erstellt am: 14.03.08 18:42 Beitrag Nr.: 126.310 Weitere Beiträge
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Porsche gibt Anteil an VW mit 30,56 Prozent an - bisher nicht zugekauft


Der Sportwagenbauer Porsche hat seinen Anteil an Volkswagen bisher nicht erhöht. Am Donnerstag habe Porsche 30,56 Prozent der Stimmrechte gehalten, teilte das Unternehmen am Freitag in einer Pflichtmitteilung mit. Die Zahl der Stammaktien habe seit Monaten unverändert bei 89,05 Millionen Papieren gelegen.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte Porsche seinen Anteil auf 30,97 Prozent erhöht. Grund für das Sinken des Anteils sind die von VW inzwischen ausgegebenen Mitarbeiteraktien, durch die sich die Gesamtzahl der VW-Papiere erhöhte. Porsche hatte Anfang März angekündigt, seinen Anteil auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen.

 

Themenbeitrag Nr.66

 
Von  Zahlenfee Erstellt am: 14.03.08 22:04 Beitrag Nr.: 126.339 Weitere Beiträge
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AUTOHERSTELLER Porsche will Niedersachsen ausbremsen Kräftemessen bei Europas größtem Autobauer: Zwischen den VW-Großaktionären Niedersachsen und Porsche kommt es zu einem massiven Machtkampf um Mitspracherechte. Das Land könnte schon auf der nächsten Hauptversammlung entmachtet werden.

Hannover/Stuttgart – Porsche-Bosse Wendelin Wiedeking greift zur Brechstange: Zwischen den VW-Großaktionären Niedersachsen und Porsche bahnt sich eine Kampfabstimmung über die Satzung des Autokonzerns an. Beiden Seiten haben gegensätzliche Anträge zu dem Thema für die VW-Hauptversammlung am 24. April gestellt. Niedersachsen will die für wichtige Entscheidungen bedeutsame Sperrminorität von 20 Prozent retten. Porsche will diese VW-Sonderregel kippen. Laut Aktiengesetz liegt die Sperrminorität üblicherweise erst bei 25 Prozent, VW hat aus historischen Gründen eine Sonderregel.

 

Image Image DPA

Porsche-Chef Wiedking: Offene Kampfansage gegen das Land Niedersachsen

 

Das Land Niedersachsen will laut Staatskanzlei auf der Hauptversammlung einen eigenen Antrag zur Anpassung der Satzung an das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum VW-Gesetz stellen.

Dabei sollen das Höchststimmrecht, wonach kein Aktionär mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben darf, und das Recht des Landes auf zwei VW-Aufsichtsratsposten aus der Satzung gestrichen werden. Das hatte der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil zum VW-Gesetz verfügt.

 

Über die Sperrminorität von 20 Prozent hatte das Gericht nicht geurteilt. Das Land sieht sich daher mit seinen Plänen zur Beibehaltung dieser Regel im Recht. Mit den Änderungen von Höchststimmrecht und der Aufsichtsratsbesetzung werde dem Urteil des Gerichtshofes vollauf entsprochen, hieß es.

Niedersachsen besitzt genau 20,1 Prozent der stimmberechtigten VW-Aktien. Porsche hält mehr als 30 Prozent und will den Anteil auf über 50 Prozent aufstocken. Der VW-Betriebsrat begrüßte den Vorstoß des Landes Niedersachsen zur Änderung der VW-Satzung.


Hoffnung auf den Kompromiß

Porsche will wie Niedersachsen das Recht des Landes auf zwei Aufsichtsräte streichen und die Stimmrechtsbeschränkung auf 20 Prozent abschaffen. Im Gegensatz zu den Vorstellungen Niedersachsens will Porsche aber "das auf 80 Prozent erhöhte qualifizierte Mehrheitserfordernis an das allgemeine Aktienrecht (75 Prozent)" anpassen. Porsche forderte den VW-Vorstand auf, diesen Antrag zu unterstützen. Damit wäre das Land entmachtet.

Nach Angaben der Staatskanzlei rechnet das Land bislang damit, dass auf der VW-Hauptversammlung sowohl der niedersächsische Antrag zur Satzungsänderung als auch der Porsche-Antrag die erforderliche Mehrheit verfehlt. Dies könne nur vermieden werden, wenn sich die beiden Aktionäre noch auf einen gemeinsamen Änderungsantrag verständigten, betonte die Landesregierung.

Ministerpräsident Christian Wulff hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, den Einfluss von Porsche bei VW zu beschränken. "Kein Aktionär soll so mächtig sein, dass er dieses Unternehmen allein dominieren kann", sagte er.

 

Die Bundesregierung arbeitet unterdessen trotz scharfer Kritik von Porsche weiter an einem neuen VW-Gesetz. Die Bundesregierung will demnach Arbeitnehmern und dem Land Niedersachsen weiter gesetzliche Sonderrechte einräumen.

 

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte Mitte Januar Eckpunkte für eine Neufassung des Gesetzes vorgestellt. Demnach sollen auch künftig deutsche VW-Werke nicht gegen den Willen der Arbeitnehmer geschlossen werden können. Eine Verlagerung des VW-Hauptsitzes wäre nicht gegen den Willen des Landes Niedersachsen mit seinem derzeitigen Aktienanteil von 20 Prozent möglich.

 

Mit der Überarbeitung des VW-Gesetzes von 1960 reagiert Zypries auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom Herbst 2007. Der EuGH hatte festgestellt, dass Bestimmungen des VW-Gesetzes gegen europäisches Recht verstoßen. Einige Teile des Gesetzes ließ der EuGH aber unangetastet. Diese Teile will Zypries retten.

 

sto/AP/ddp/dpa

 

Themenbeitrag Nr.67

 
Von  patare71 Erstellt am: 15.03.08 08:27 Beitrag Nr.: 126.362 Weitere Beiträge
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Porsche holt Satzungs-Knüppel heraus

Wolfsburg. Porsche gegen den "Rest der Welt": Der Kampf um die Macht im Volkswagen-Konzern ist voll entbrannt.

Hatte VW-Chef Martin Winterkorn noch am Donnerstag erklärt, auf der VW-Hauptversammlung am 24. April stünden Satzungsfragen nicht auf der Tagesordnung, so war am Freitag schon alles anders: Porsche teilte mit, man werde gleich mehrere Änderungsanträge stellen. Und dabei soll auch der Einfluss des zweiten Großaktionärs (Land Niedersachsen) zurückgeschnitten werden: Weder Bund (als Ex-Eigentümer) noch das Land soll künftig direkt und ohne Wahl Vertreter in den VW-Aufsichtsrat entsenden dürfen. Vor allem aber sollen bereits 75 Prozent der Stimmen auf der Hauptversammlung für wichtige Beschlüsse als "qualifizierte" Mehrheit ausreichen. Bei den bisher notwendigen 80 Prozent konnte Niedersachsen mit seinem Aktienanteil von 20 Prozent alle wichtigen Beschlüsse blockieren. Dass zudem die Begrenzung von Stimmrechten eines Aktionärs auf 20 Prozent der VW-Stammaktien fallen soll, ist aus Sicht von Porsche verständlich: Bereits jetzt besitzt der Stuttgarter Sportwagenbauer 30 Prozent der VW-Anteile und will dies auf über 50 Prozent ausbauen.

 

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking stützt sich bei seinem Vorhaben auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das das "VW-Gesetz" mit seiner besonderen Mitbestimmung für die öffentliche Hand wie für die Belegschaft kippte. Und Niedersachsen will auf der Hauptversammlung der Aufhebung der Stimmrechtsbegrenzung ebenso zustimmen wie dem Verzicht auf das Entsenderecht - nur an der "qualifizierten Mehrheit" will das Land nicht rütteln lassen.

 

Bereits seit Wochen wird nicht minder hart an einer anderen Mitbestimmungsfront gekämpft: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh droht gar mit Klage vor dem Arbeitsgericht, wenn die Forderungen der VW-Werker nicht erfüllt werden. Es geht um die Mitbestimmung im Aufsichtsrat der neuen Porsche-Holding, unter der künftig deren zwei Beteiligungen Porsche AG und VW AG geführt werden. In eben diesem Aufsichtsrat werden der Porsche- wie der VW-Belegschaft jeweils drei Vertreter zugestanden. In dieser Parität stellt Osterloh ein Ungleichgewicht fest, arbeiten doch bei VW über 300 000 Mitarbeiter und bei Porsche 12 000.

 

Aber Osterloh sieht die besonderen Mitwirkungsrechte der Belegschaft bei VW insgesamt gefährdet. Dabei wäre es ohne sie (und das VW-Gesetz) wohl nicht zu so vielen arbeitsplatzsichernden "Erfindungen" wie der früheren 28-Stunden-Woche oder nun verlängerter Arbeitszeit ohne Lohnausgleich gekommen.

 

Wie hatte VW-Chef Winterkorn doch am Donnerstag gesagt?: "Wir hoffen, dass die aktuelle Auseinandersetzung zwischen VW-Betriebsrat und Porsche bald und einvernehmlich gelöst wird. Wir brauchen Klarheit." Und sein Personalvorstand Horst Neumann hatte hinzugefügt, dieser Streit sei "ärgerlich, aber nicht gefährlich". Tatsächlich: Vorgeführt wurde der VW-Vorstand - von Porsche mit seiner geschickt terminierten Forderung nach Änderung der VW-Satzung, die in dem Ansinnen endet: ". . . würde es der Porsche-Vorstand begrüßen, wenn sich auch die Verwaltung der Volkswagen AG für diesen Antrag . . . einsetzt."

 

Die Leine, die die Stuttgarter den Wolfsburgern verpassen wollen, ist nicht lang.

 

Themenbeitrag Nr.68

 
Von  ZockerGerhard Erstellt am: 20.03.08 22:36 Beitrag Nr.: 127.150 Weitere Beiträge
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Volkswagen erzielt Rekorde und begrüßt Porsche

13. Mär. 2008
Der Volkswagen Konzern hat im Jahr 2007 bei Auslieferungen, Umsatz und Ergebnis neue Bestmarken erreicht. Der Umsatz wuchs um 3,8 Prozent auf 108,9 Milliarden Euro, das Operative Ergebnis wurde auf rund 6,2 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Beim Ergebnis vor Steuern konnte das ursprünglich für 2008 geplante Ziel von 5,1 Milliarden Euro mit 6,5 Milliarden Euro deutlich übertroffen werden.

Mit einer Kapitalrendite für den Konzernbereich Automobile von 9,5 Prozent nach 2,1 Prozent im Vorjahr wurden dabei nicht nur die Kapitalkosten verdient, sondern auch der eigene Mindestverzinsungsanspruch von neun Prozent übertroffen.

Mit weltweit rund 6,2 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen übertraf der Konzern den Vorjahreswert um acht Prozent und stellte damit einen historischen Rekord auf. Alle acht Marken des Konzerns trugen zu dem Wachstum bei.

Der Konzern plane bis 2011die Auslieferung von acht Millionen Fahrzeugen, erklärte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Zudem solle der Volkswagen Konzern in den kommenden Jahren noch internationaler aufgestellt werden. Dabei werde konsequent auf Mobilitätslösungen für einzelne Länder gesetzt. "Wir richten unsere Modellpalette konsequent an diesen regionalen Kundenbedürfnissen aus." Auch in den Stammmärkten in Westeuropa und Deutschland sowie in Nordamerika will der Volkswagen Konzern seine Position ausbauen.

Bis 2010 sollen 20 neue Modelle auf den Markt gebracht werden. Mit dieser Produktoffensive werde der Konzern seine Modellpalette deutlich ausweiten und Segmente wie SUVs, Vans und Pickups stärker als bisher besetzen.

Höchste Priorität hat für Europas größten Automobilhersteller weiterhin das Thema Umweltschutz. Ziel ist es, die Abhängigkeit von endlichen Energieträgern wie Erdöl und Gas zu verringern. Zum einen soll die Optimierung der TDI- und TSI-Technologien in Kombination mit dem innovativen Direktschaltgetriebe vorangetrieben werden. Gleichzeitig wird aber auch an alternativen Antrieben wie Hybridmotoren, Brennstoffzellen und Plug-In-Elektroantrieben geforscht.

Mit dem Erwerben der Stimmrechtsmehrheit beim schwedischen Lkw-Hersteller Scania AB hat der Volkswagen Konzern zudem sein Engagement im Nutzfahrzeuggeschäft unterstrichen.

Winterkorn begrüßte zudem, dass der Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE eine Aufstockung des Aktienanteils an der Volkswagen Aktiengesellschaft befürwortet hat: "Wir freuen uns auf die bald noch engere Zusammenarbeit."

Mit 952 500 Auslieferungen an Kunden wurde für den Zeitraum Januar bis Februar 2008 der Vorjahreswert um 10,5 Prozent übertroffen. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei die Auslieferungen der Marken Volkswagen Pkw, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge.


Die Umsatzerlöse des Konzerns im Jahr 2007 stiegen um 3,8 Prozent auf rund 108,9 Milliarden Euro, die Kosten der Umsatzerlöse stiegen dagegen um 1,7 Prozent. Das Operative Ergebnis verbesserte sich von 2,0 Milliarden Euro auf rund 6,2 Milliarden Euro. Die operative Marge legte von 1,9 Prozent auf 5,6 Prozent zu.

Das Finanzergebnis war beeinflusst durch höhere Beteiligungsergebnisse sowie gestiegene Zins- und Wertpapiererträge und fiel damit positiv aus. Dadurch wuchs das Ergebnis vor Steuern auf 6,5 Milliarden Euro. Nach Steuern erwirtschaftete der Volkswagen Konzern ein Ergebnis von 4,1 Milliarden Euro nach 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr.

Auch die Aktionäre sollen von der positiven Geschäftsentwicklung profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher der Hauptversammlung vor, die Dividende auf 1,80 Euro je Stammaktie und 1,86 Euro je Vorzugsaktie anzuheben.

Die Netto-Liquidität erhöhte sich um 6,3 Milliarden Euro auf 13,5 Milliarden Euro. Der Netto-Cash-flow legte dabei um 1,5 Milliarden Euro auf 7,1 Milliarden Euro zu. Die Sachinvestitionsquote stieg vom niedrigen Niveau des Jahres 2006 in Höhe von 3,8 Prozent auf 4,6 Prozent. Mittelfristig rechnet Volkswagen im Konzernbereich Automobile weiterhin mit einer Sachinvestitionsquote auf einem wettbewerbsfähigen Niveau von rund sechs Prozent.

Allein die Marke Volkswagen Pkw verbesserte ihren Gewinn um gut eine Milliarde Euro auf 1,9 Milliarden Euro. Audi legte um 32 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu und ?koda um 38 Prozent auf 712 Millionen Euro.

Volkswagen Nutzfahrzeuge konnte das Operative Ergebnis auf 305 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Seat erreichte mit acht Millionen Euro operativ die Gewinnzone nach einem Verlust von 159 Millionen Euro im Vorjahr. Bentley konnte das operative Ergebnis mit 155 Millionen Euro um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Lamborghini entwickelte sich ebenfalls positiv. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen verbesserte sich um 14 Prozent und steuerte rund eine Milliarde Euro zum Operativen Ergebnis bei. (ar/nic)

 

Themenbeitrag Nr.69

 
Von  ZockerGerhard Erstellt am: 20.03.08 22:38 Beitrag Nr.: 127.151 Weitere Beiträge
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PorscheDie Heuschrecken-Story Porsche begründet sein VW-Investment stets mit dem drohenden Einstieg von Hedge Fonds. Laut internen Unterlagen fürchtete der Sportwagenhersteller aber offenbar eine Machtübernahme durch Araber und Daimler.

Die Geschichte, die Wendelin Wiedeking bis heute immer wieder gerne erzählt, hört sich ziemlich gut an. Porsche habe durch seinen Einstieg den VW-Konzern vor gefährlichen Heuschrecken gerettet. Damals, im Herbst 2005, hätten angeblich diverse Hedge Fonds kurz davorgestanden, die Macht in Wolfsburg zu übernehmen und Europas größten Autobauer zu zerschlagen. Nur dank des Porsche-Investments, so der Vorstandsvorsitzende Wiedeking, sei diese Gefahr im letzten Moment abgewendet worden. Selbstverständlich zum Wohle der Wolfsburger Belegschaft.

VW-interne Unterlagen zeichnen allerdings ein anderes Bild von der vermeintlichen Rettungsaktion. Demnach soll Porsche primär nicht als Großaktionär bei Volkswagen eingestiegen sein, um die Mitarbeiter vor renditehungrigen und turbokapitalistischen Finanzhaien zu bewahren. Vielmehr sollen Wiedeking & Co. eine Machtübernahme durch arabische Investoren und den Daimler-Konzern gefürchtet haben. Davon erfuhr die Öffentlichkeit aber bislang nichts.

Die vertraulichen Pläne des Herrn Pischetsrieder

Alarmiert waren die Stuttgarter demnach vor allem durch konkrete Pläne des damaligen VW-Chefs Bernd Pischetsrieder. Er wollte die Zukunft des Autogiganten durch eine neue Aktionärsstruktur absichern. Den Porsche-Konzern, der mittlerweile kurz vor der kompletten Machtübernahme steht, hatte Pischetsrieder dabei nicht auf dem Zettel. Stattdessen wollte er neben dem Land Niedersachsen, das etwa 20 Prozent der Anteile hält, zwei andere Großaktionäre ins Boot holen. Laut den vertraulichen Pischetsrieder-Plänen sollte das Emirat Abu Dhabi mit rund 20 Prozent einsteigen. Noch prominenter war der zweite Investor, den Pischetsrieder im Visier hatte: der damalige DaimlerChrysler-Konzern, der heute nur noch Daimler heißt.

Monatelang und äußerst diskret verhandelten die Vorstände der beiden Autobauer über eine Überkreuzbeteiligung. Am Ende einigte sich die vertrauliche Runde auf einen Einstieg von 15 Prozent am jeweils anderen Unternehmen. Damit wollte sich auch die Daimler-Truppe vor ungebetenen Investoren absichern. Eine neue deutsche Auto AG sollte entstehen. Alles war vorbereitet. Eine entsprechende Absichtserklärung, einen „Letter of intend“, hatten die beiden Parteien bereits ausgearbeitet.

Daimler-Führungswechsel bringt die Wende

Mitten in die entscheidene Phase platzte allerdings ein spektakulärer Führungswechsel. Jürgen Schrempp trat, mehr oder weniger unfreiwillig, im August 2005 als Vorstandsboss von DaimlerChrysler zurück. Sein Nachfolger Dieter Zetsche, der auch an den Gesprächen mit VW beteiligt war, bat die Wolfsburger um eine Verschiebung des geplanten Deals um ein paar Monate. Er wollte nicht als eine seiner ersten Amtshandlungen das Zusammengehen mit Volkswagen verkünden. Parallel dazu zögerten die Araber aus Abu Dhabi mit dem Kauf eines 20-Prozent-Aktienpakets.

Pischetsrieders Geheimplan geriet daraufhin ins Wanken und war wenig später nur noch Makulatur. Plötzlich stieg Porsche mit 20 Prozent bei VW ein, was der Vorstandsvorsitzende erstaunlicherweise erst ganz kurz zuvor erfuhr. Damit war Daimler aus dem Rennen. Auch das Emirat Abu Dhabi beerdigte prompt seine VW-Pläne.

Daimler-Beteiligung hätte Porsche wohl geschadet

Warum aber schlug Porsche genau zu diesem Zeitpunkt zu? Welche Rolle spielte dabei der VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, der zugleich Miteigentümer des Stuttgarter Sportwagenherstellers ist? Fakt ist: Eine Daimler-Beteiligung hätte wohl die lukrative Kooperation von Porsche mit VW gefährdet, vor allem beim Erfolgsmodell Cayenne. Der Geländewagen ist der Gewinnbringer Nummer eins von Porsche und wird gemeinsam mit dem VW-Touareg in Bratislava produziert.

Warum auch immer Porsche damals VW-Aktien in großem Stil kaufte und demnächst gar die vollständige Kontrolle in Wolfsburg übernehmen will: Die angeblich bösen Heuschrecken waren sicherlich nicht der einzige Grund für den größten Deal in der Geschichte des milliardenschweren Unternehmens, der sich im Besitz der Familien Porsche und Piëch befindet.

 

Themenbeitrag Nr.70

 
Von  ZockerGerhard Erstellt am: 20.03.08 22:39 Beitrag Nr.: 127.152 Weitere Beiträge
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Porsche kaufen
Independent Research
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, empfiehlt weiterhin, die Vorzugsaktien von Porsche (ISIN DE0006937733/ WKN 693773) zu kaufen.

Die Gesellschaft habe gestern den Halbjahresbericht für das Geschäftsjahr 2007/2008 vorgelegt. Die Eckdaten seien bereits am 4. März bekannt gegeben worden. Der Absatz solle im laufenden Geschäftsjahr 2007/2008 auch im Fall einer Ausweitung der Finanz- und Wirtschaftsprobleme in den USA das Vorjahresniveau erreichen. Mögliche Absatzrückgänge in Nordamerika sollten durch Zuwächse in Asien und Osteuropa kompensiert werden. Zudem erwarte das Unternehmen ein gutes Ergebnis.

Im ersten Halbjahr 2007/2008 sei das EBIT bereinigt um Erträge aus Aktienoptionen um 33,7% gestiegen, während der Absatz um 19% und der Umsatz um 13,8% zugelegt habe. Die Porsche-Vorzugsaktie sei seit der Heraufstufung am 4. März um knapp 10% gefallen. Spätestens wenn die Wettbewerbsbehörden ihre Zustimmung für die Mehrheitsübernahme an Volkswagen erteilt hätten erwarte man steigende Notierungen. Zudem gehe man von einer "porschefreundlichen" VW-Satzung aus. Zudem unterstelle man bei Volkswagen für 2008 eine positive Geschäftsentwicklung. Das Kursziel für die Porsche-Aktie werde weiterhin bei 140 Euro gesehen.

Die Analysten von Independent Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Porsche zu kaufen. (Analyse vom 20.03.2008)(20.03.2008/ac/a/nw)

 

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