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Forum > USA > Philip Morris rächt sich an Zigaretten-Branche

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PHILIP MORRIS INTERNAT. INC. REGISTERED SHARES O.N.

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Thema: Philip Morris rächt sich an Zigaretten-Branche

Thema Nr. 55099  
Thema eröffnet von:  Neitka Beiträge: 2 Bewertung (0):
am: 22.04.08 21:55 Gelesen gesamt: 92    
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Von  Neitka Erstellt am: 22.04.08 21:55 Beitrag Nr.: 130.212 Weitere Beiträge
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22. April 2008, 17:24 Uhr Von Birger NicolaiMarlboro-Konzern

Philip Morris rächt sich an Zigaretten-Branche

Nach seinem spektakulären Austritt aus dem Verband der Cigarettenindustrie will es der US-Konzern Philip Morris nun der ganzen Branche zeigen. Mit einem eigenen Lobby-Verein will sich der Tabak-Gigant für Verbote vonZigarettenwerbung stark machen – und die eigene Marktposition betonieren.Nach kurzer Feuerpause wird nun wieder scharf geschossen in der deutschen Tabakindustrie. Dabei nimmt der Showdown zwischen Philip Morris und dem Rest der Branche jetzt kuriose Züge an. Der Marlboro-Konzern gründet nach Informationen von WELT ONLINE einen eigenen Branchenverband.

Was bisher geschah: Nach jahrelangem Streit um die Lobby-Politik hatte die deutsche Landesgesellschaft des US-Konzerns Philip Morris Mitte 2007 den Verband der Cigarettenindustrie (VdC) verlassen – und damit auch gesprengt. Kaum hatte sich der Rauch verzogen, wurde der alte Verband aufgelöst und der Deutsche Zigarettenverband neu gegründet. Mitglieder sind alle Tabakkonzerne von BAT bis Reemtsma, außer eben Philip Morris. FürAufsehen sorgte, dass die Grünen-Politikerin Marianne Tritz Verbandschefin wurde.

Das aber konnte der Marlboro-Mann nicht auf sich sitzen lassen: Um doch noch in der Lobbyarbeit mitmischen zu können, will Philip Morris nun die Interessengemeinschaft deutsche Tabakwirtschaft ins Leben rufen. Nach bisherigem Stand wird dieser alternative Lobbyverband jedoch nur aus dem Konzern selbst bestehen, schließlich sind alle anderen Hersteller schon im Deutschen Zigarettenverband vertreten. Philip Morris dementiert nur halbherzig. „Wir denken über eine Diskussionsplattform nach. Das ist noch nicht final und spruchreif“, sagte eine Sprecherin. Was wie ein Scharmützel aus Dodge City anmutet, hat einen handfesten Grund: Für ein Treffen im Mai hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) die Tabakindustrie in sein Haus einbestellt, um über Themen wie Steuern, Zölle und Schmuggel zu reden. Eingeladen ist der Deutsche Zigarettenverband mit Marianne Tritz an der Spitze. Nun aber hat sich auch jene Interessengemeinschaft deutsche Tabakwirtschaft für das Treffen angemeldet. Offensichtlich will der Marlboro-Konzern nicht fehlen, wenn an entscheidender Stelle über die Tabakbranche verhandelt wird. Philip Morris hat im Unterschied zur Konkurrenz kaum Einwände dagegen, sollte der Gesetzgeber den Zigarettenverkauf oder Werbung dafür weiter einschränken. Als Branchenführer mit 37 Prozent Marktanteil könnte der Marlboro-Konzern damit durchaus leben – seine Verkäufe würden vermutlich kaum sinken. Die Konkurrenz dagegen will jede Beschränkung verhindern. Sie braucht Verkaufsfreiheit und Werbekampagnen, um auf sich aufmerksam zu machen. Ob das nun ein Fall für Marshal Matt Dillon werden wird, ist offen. Rechtlich muss ein Verband mehrere Mitglieder haben. Aber dass Tabak-Lobbyisten gegeneinander vor Gericht ziehen, ist unwahrscheinlich. Das würde zu viel Staub in der Öffentlichkeit aufwirbeln.http://www.welt.de/wirtschaft/article1928029/Philip_Morris_raecht_sich_an_Zigaretten-Branche.html  

 

Von  Baerlexa Erstellt am: 02.06.08 23:29 Beitrag Nr.: 134.279 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:

Marlboro-Konzern blitzt beim Finanzminister ab

In einem Streit um die Größe von Zigarettenpackungen in Deutschland hat das US-Tabakunternehmen Philip Morris den Kürzeren gezogen. Der Marlboro-Konzern wollte erreichen, dass das Bundesfinanzministerium den Packungsinhalt auf mindestens 20 Zigaretten festlegt – und drohte sogar damit, ein Werk in Deutschland zu schließen.
  Foto: dpa Jugendliche mit Zigarettenschachtel: Marlboro wollte erreichen, dass die Mindestgröße für Packungen angehoben wird

In einem Streit um die Größe von Zigarettenpackungen in Deutschland hat das US-Tabakunternehmen Philip Morris den Kürzeren gezogen. Der Marlboro-Konzern wollte erreichen, dass das zuständige Bundesfinanzministerium den Packungsinhalt auf mindestens 20 Zigaretten festlegt. Derzeit sind es 17. Philip Morris hatte in dem Zusammenhang damit gedroht, anderenfalls ein Werk in Deutschland zu schließen.

Dies hat nun das Bundesfinanzministerium abgelehnt und den Zigarettenkonzernen mitgeteilt, dass „derzeit von einer Erhöhung der Mindestpackungsgrößen abgesehen wird“. Die Sachlage solle 2009 erneut geprüft werden. Das Schreiben liegt der WELT ONLINE vor. Darum ging es bei dem Streit: Marktführer Philip Morris wollte in Deutschland als einziger Tabakkonzern größere Packungen einführen. Am Automaten hätte das einen Preis von fünf Euro je Packung zur Folge gehabt – und Spielraum für Preiserhöhungen geschaffen. Der Rest der Branche wollte von einem Dreh an der Packungsgröße und damit auch am Preis nichts wissen. Ihre Begründung: Derart teure Zigarettenpackungen für fünf Euro würden nur wieder den Zigarettenschmuggel oder den Einkauf im Ausland ansteigen lassen. Schon jetzt liegt der Teil nicht in Deutschland verzollter Zigaretten am Tabakverbrauch bei 20 Prozent. Um die Frage zu klären, traf sich die Branche am 7. Mai beim Bundesfinanzminister, der wiederum die Packungsgröße festlegen kann.

"Das Ministerium hat klug entschieden“, kommentierte Marianne Tritz, Geschäftsführerin des Zigarettenverbandes. Dort ist Philip Morris nicht vertreten. Eine Konzernsprecherin bedauerte den Beschluss. Eine Standardisierung der Packungsgröße in Europa auf 20 Stück hätte zur Standortortsicherung beitragen können, sagte sie. LESERBRIEF SCHREIBEN Bitte füllen sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus.

Marlboro-Konzern blitzt beim Finanzminister ab

In einem Streit um die Größe von Zigarettenpackungen in Deutschland hat das US-Tabakunternehmen Philip Morris den Kürzeren gezogen. Der Marlboro-Konzern wollte erreichen, dass das Bundesfinanzministerium den Packungsinhalt auf mindestens 20 Zigaretten festlegt – und drohte sogar damit, ein Werk in Deutschland zu schließen.

 

http://www.welt.de/wirtschaft/article2059155/Marlboro-Konzern_blitzt_beim_Finanzminister_ab.html