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#127571 von Baerlexa | Erstellt am: 27.03.08 10:18:06 | Beitrag Nr.: 127571 | Weitere Beiträge |
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SCHLECHTE ZAHLEN Oracle enttäuscht Anleger trotz Milliardengewinns Oracle enttäuscht die Börse: Der US-Softwarekonzern konnte seinen Gewinn im vergangenen Quartal zwar steigern - allerdings lag das Plus bei den Lizenzumsätzen unter den Erwartungen. Diese sind in der Branche eine wichtige Wachstumsgröße.
Boston/ New York - Auf den ersten Blick sehen die Zahlen ziemlich gut aus: Unter dem Strich verdiente Oracle im dritten Geschäftsquartal 1,34 Milliarden Dollar und damit 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf 5,35 Milliarden Dollar, wie Oracle nach Börsenschluss am Unternehmenssitz in Redwood Shores (Kalifornien) mitteilte.
Der Gewinn je Aktie lag im Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal bei 0,26 Dollar. Ohne Einmaleffekte betrug er 0,30 Dollar. Allerdings lag das Plus bei den Lizenzumsätzen mit neuer Software am unteren Ende der Erwartungen. In der Branche ist dies eine wichtige Wachstumsgröße. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel deutlich um rund acht Prozent auf etwa 19,25 Dollar.
Analysten reagierten enttäuscht. Die Zahlen zeigten, dass auch Oracle nicht immun sei, wenn sich die US-Wirtschaft abschwäche, sagte etwa Damon Ficklin von Polen Capital Management. Oracle-Aktien wurden entsprechend abgestraft und verloren nachbörslich neun Prozent auf 19,05 Dollar. Sie zogen auch die Titel der Rivalen nach unten: IBM -Papiere gaben nachbörslich 0,6 Prozent nach auf 116,26 Dollar. Die in den USA gelisteten Aktien von SAP büßten nachbörslich 3,5 Prozent ein auf 50,10 Dollar.
Oracle-Chef Larry Ellison gab in den vergangenen Jahren auf seiner Einkaufstour weit über 30 Milliarden Dollar für Übernahmen aus. Erst vor kurzem war Oracle nach langem Tauziehen mit seiner 8,5 Milliarden Dollar schweren Offerte für den US-Konkurrenten BEA Systems erfolgreich. Auch die deutsche SAP
gab inzwischen ihre langjährige Zurückhaltung bei Zukäufen auf und übernahm für das französische Softwarehaus Business Objects für 4,8 Milliarden Euro.
ase/dpa-AFX/Reuters