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EXXON MOBIL CORP. REGISTERED SHARES O.N.

Aktueller Kurs (Frankfurt, 05.12.2008 16:29)
Letzter Kurs: 58,31 EUR WKN: 852549 EXXON MOBIL CORP. REGISTERED SHARES O.N. Chartbild
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Veränd. in %: -3,35 % ISIN: US30231G1022
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Thema: Exxon vor Gericht

Thema Nr. 32355  
Thema eröffnet von:  WEBSTAR1 Beiträge: 4 Bewertung (0):
am: 01.11.07 20:03 Gelesen gesamt: 163    
Letzter Beitrag von:  springer1968 Gelesen heute: 0      
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Von  WEBSTAR1 Erstellt am: 01.11.07 20:03 Beitrag Nr.: 39.488 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
1. November 2007 16:30

Inside Wall Street
Exxon vor Gericht


Die Börsenkolumne aus New York von Lars Halter

Fast zwanzig Jahre ist es her, dass im Prinz-William-Sound vor der Küste Alaskas die "Exxon Valdez" auf ein Riff auflief und mehr als 40 Tonnen Rohöl ins Meer schüttete. Dass dieses Unglück heute noch in den Schlagzeilen ist, liegt nicht nur daran, dass es eine der größten Umweltkatastrophen der Welt auslöste, sondern auch daran, dass der Konzern hinter dem Schiff noch immer nicht voll zur Rechenschaft gezogen worden ist.

Auf gerade einmal 287 Mio. US-Dollar bezifferte ein Gericht in Anchorage im ersten Prozess gegen ExxonMobil den Schaden, der durch das Unglück entstanden ist. Dieser Wert bezog den konkret entstandenen Sachschaden und einen Teil der direkten Kosten für die Aufräumarbeiten ein, die sich durch die wenig erschlossene Lage des Prinz-William-Sound über Wochen hinzogen.

Außergerichtlich erklärte sich ExxonMobil später bereit, für zahlreiche Folgeschäden zu zahlen. Etwa drei Mrd. US- Dollar will das Unternehmen seither aufgebracht haben, um beispielswiese die betroffenen Kommunen oder die örtlichen Fischer zu entschädigen.

Keine Berücksichtigung fand hingegen der Verlust von Natur und Leben einbezieht - im Öl starben bis zu einer halben Million Seevögel, 5000 Otter, 300 Robben, 250 Adler und 22 Wale. Und auch später diagnostizierte Langzeitschäden wurden nicht berücksichtigt wurden. So wurden hunderte von Helfern, die nach dem Unglück knietief im Öl standen und die Küste putzten, nicht entschädigt, als sie Jahre später über Lungen- und Kreislaufschäden klagten.

Viele dieser Schäden könnten wohl aus der Strafzahlung finanziert werden, zu der das Gericht in Anchorage den Öl-Multi ExxonMobil gleich im ersten Prozess mitverurteilt hatte. Doch die fünf Mrd. Dollar, die sich am Jahresgewinn des Öl-Konzerns orientiert hatten, sind bis heute nicht bezahlt.

Vielmehr hat ExxonMobil den Betrag immer wieder angefochten - häufig mit Erfolg: So wurde die Strafzahlung 2002 von einem Berufungsgericht auf vier Mrd. Dollar gesenkt, im Januar 2006 von einem höheren Gerichtshof sogar auf 2,5 Mrd. Dollar. Doch seither ist ExxonMobil erneut in Berufung. In dieser Woche hat der Supreme Court, der oberste Gerichtshof der USA, entschieden, den Fall in der laufenden Sitzungsperiode zu hören und endgültig zu entscheiden.

Es dürfte wahrscheinlich Frühling werden, bis die letzte Instanz im Prozess gegen den Öl-Multi tagt, der bis heute darauf beharrt, für eine der größten Umweltkatastrophen der Geschichte genug gezahlt zu haben. Klassische Strafzahlungen seien nicht angebracht, so der offizielle Standpunkt der Verteidigung, da die Katastrophe das Ergebnis eines Unfalls gewesen sei.

Die Anklage hingegen sieht ExxonMobil ganz klar in der Pflicht. Schließlich hatte das Unternehmen seinerzeit mit Joe Hazelwood einen Mann zum Kapitän des Tankers gemacht, dessen Alkoholsucht bekannt gewesen sei und von dem man gewusst habe, dass er trotz Rehabilitationsversuche weiterhin an Bord zur Flasche greife. ExxonMobil wusste zwar um die Vergangenheit des Kapitäns, streitet aber ab, von dessen andauernden Problemen gewusst zu haben - was nichts an der Tatsache ändert, dass Hazelwood zum Zeitpunkt des Unglücks betrunken in seiner Koje lag.

Inwiefern ExxonMobil nun für das Fehlverhalten des Kapitäns haften muss, wird also in den nächsten Monaten entschieden. Auf einen zugeneigten Richter kann ExxonMobil dabei nicht hoffen: Richter Samuel Alito, der zwischen 100.000 und 250.000 Dollar in XOM-Aktien besitzt, hat sich für befangen erklärt und sich aus dem Prozess ausgeklinkt.

Allerdings haben er und andere Aktionäre auch im Falle eines Urteils gegen ExxonMobil nicht allzu viel zu befürchten. Selbst die vollen 2,5 Mrd. US-Dollar könnte der Konzern heute längst aus der Portokasse zahlen. Im dritten Quartal hat der Dow-notierte Öl-Riese mehr als neun Mrd. US-Dollar verdient.

 

Von  Illuminati Erstellt am: 01.11.07 20:18 Beitrag Nr.: 39.516 Weitere Beiträge
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Fast zwanzig Jahre ist es her, dass im Prinz-William-Sound vor der Küste Alaskas die "Exxon Valdez" auf ein Riff auflief und mehr als 40 Tonnen Rohöl ins Meer schüttete. Dass dieses Unglück heute noch in den Schlagzeilen ist, liegt nicht nur daran, dass es eine der größten Umweltkatastrophen der Welt auslöste, sondern auch daran, dass der Konzern hinter dem Schiff noch immer nicht voll zur Rechenschaft gezogen worden ist.

das das so lange dauert hätte ich nicht gedacht die Anleger haben aber heute nach der Meldung gut gezeigt was sie davon halten

 

Von  springer1968 Erstellt am: 13.02.08 12:05 Beitrag Nr.: 113.353 Weitere Beiträge
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Chavez: "Der Gesetzlose Exxon wird uns nie ausrauben"

 

Präsident Chavez macht seine Drohung wahr: Der Ölverkauf Venezuelas an den US-Riesen Exxon Mobil ist gestoppt. Damit verschärft sich der Konflikt um Verstaatlichung von Ölfeldern.

Die staatliche venezolanische Ölgesellschaft PDVSA hat nach eigenen Angaben den Verkauf von Rohöl an den amerikanischen Ölkonzern Exxon Mobil eingestellt und alle Handelsbeziehungen zu dem Unternehmen ausgesetzt. Hintergrund ist offenbar der Streit um die Verstaatlichung von Ölfeldern des Konzerns. PDVSA bezeichnete seine Entscheidung am Dienstag als Reaktion auf eine "juristisch-wirtschaftliche Drangsalierung" von Seiten des US-Konzerns.

Präsident Hugo Chavez hatte am Sonntag den USA im Streit um die Verstaatlichung von Ölfeldern des Konzerns Exxon Mobil mit einem Stopp der Öllieferungen gedroht. Wenn in den USA venezolanisches Vermögen eingefroren werde, dann werde Venezuela kein Öl mehr in die USA liefern, sagte der linksnationalistische Präsident in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache.

"Weltweite Konzernmafia"

"Der Gesetzlose Exxon Mobil wird uns nie wieder ausrauben", sagte Chavez weiter. Das Unternehmen arbeite mit der Regierung in Washington zusammen und sei Teil einer weltweiten Konzernmafia. Exxon geht in Gerichten in den USA, Großbritannien und den Niederlanden gegen die Verstaatlichungen in Venezuela vor und will Vermögenswerte der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela einfrieren lassen.

 

 

Von  springer1968 Erstellt am: 13.02.08 12:08 Beitrag Nr.: 113.359 Weitere Beiträge
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Kein Öl für Exxon Mobile
Venezuela dreht ab


Die staatliche Ölgesellschaft Venezuelas (PDSVA) hat den Verkauf von Erdöl an den US-Konzern Exxon Mobile eingestellt. Man reagiere damit auf "wirtschaftsrechtliche Schikanen" des größten privaten Ölkonzerns der Welt, teilte die PDSVA mit. Es handele sich um einen Akt der "Gegenseitigkeit", nachdem Exxon Mobile Venezuela auf Entschädigung für die Verstaatlichung seiner Ölfelder in dem südamerikanischen Land verklagt hatte.

Der US-Konzern wollte sich zunächst nicht zu dem Verkaufsstopp äußern. Man werde jedoch die Versorgung eigener Kunden aufrechterhalten, hieß es.

Venezuela hatte die ausländischen Ölfirmen im vergangenen Juni gezwungen, mindestens 60 Prozent ihres Geschäfts an PDVSA zu übertragen. Exxon Mobil hatte sich daraufhin ganz aus Venezuela zurückgezogen.

Am vergangenen Sonntag hatte Venezuelas Staatschef Hugo Chávez den USA mit einem Öl-Embargo gedroht. Sollte Venezuela mit Streit mit Exxon Mobil Schaden zugefügt werden, werde er "dem Imperium der Vereinigten Staaten nicht einen einzigen Tropfen Erdöl" mehr liefern, drohte der Linksnationalist. Der Ölminister des Landes, Rafael Ramirez, bekräftigte die Drohung am Dienstag in einem Zeitungsinterview. Das lateinamerikanische Land ist der viertgrößte Öllieferant der USA.


Amerikaner bleiben unbeeindruckt

Bei einem Stopp der Erdöl-Lieferungen von Venezuela an die USA könnten die Ausfälle nach Angaben aus US-Regierungskreisen von anderen Ländern ausgeglichen werden. Weitere wichtige Öllieferanten hätten der Regierung in Washington versichert, dass sie etwaige Lieferbeeinträchtigungen wettmachen könnten, sagte ein US-Sprecher.