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Von Araich | Erstellt am: 28.09.07 10:29 | Beitrag Nr.: 23.462 | Weitere Beiträge |
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Hamburg - Die Hamburger Verbraucherzentrale hat Klage vor dem Landgericht München erhoben, um von O2 die Zahl der betroffenen Kunden zu erfahren. In einem weiteren Prozess wollen die Verbraucherschützer dann den nach ihrer Ansicht rechtswidrig erzielten Gewinn von mindesten 1,3 Millionen Euro abschöpfen lassen. Das Verfahren wird sich voraussichtlich über Jahre hinziehen.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,926008,00.jp... DDPO2-Werbeplakat: Ungenauigkeiten bei Kleinstbeträgen
Laut Verbraucherzentrale hatte der O2-Vorläufer Viag-Interkom im Herbst 2001 die Minutenpreise fürs Telefonieren von Mark in Euro falsch umgerechnet. Durch die Rundungsdifferenzen bei den Kleinstbeträgen seien einem Durchschnittskunden mit 30 Euro Umsatz Nachteile von etwa 1,08 Euro pro Monat entstanden, sagte Edda Castello von der Verbraucherzentrale. Sie wirft dem Unternehmen planmäßige Irreführung der Kunden vor.Das Landgericht München hat nach Angaben der Verbraucherzentrale bereits in einem rechtskräftigen Urteil die falsche Umrechnung festgestellt. Sogar der Europäische Gerichtshof habe die Unzulässigkeit der Umrechnungsmethode im Jahr 2004 bestätigt.
Die Verbraucherschützer verlangen nun eine Abschöpfung dieser Gewinne nach dem Wettbewerbsrecht. Demnach dürfen vorsätzlich unrechtmäßig erzielte Gewinne beim Unternehmen abgeschöpft werden und fließen in die Staatskasse.
Die damals geschädigten Kunden sollten dagegen laut Verbraucherzentrale Hoffnungen auf Rückzahlungen begraben. "Die meisten individuellen Ansprüche sind wohl verjährt", sagte Castello. Dennoch müsse das Täuschen von Verbrauchern Konsequenzen haben, begründete sie die Klage.
In einem unüblichen Schritt wird das Prozessrisiko von einem Prozesskostenfinanzierer getragen. Das Unternehmen Fortis aus Bonn legt zunächst alle Kosten auf eigenes Risiko aus. Bei Erfolg erhält Fortis einen Anteil an den abgeschöpfen Gewinnen. O2 äußerte sich auf Nachfrage nicht zu den Vorwürfen.
mik/AP
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Von Araich | Erstellt am: 28.09.07 10:30 | Beitrag Nr.: 23.463 | Weitere Beiträge |
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Hamburg - Betroffen sind fast ausschließlich Verwaltungs- und Zentralfunktionen am Stammsitz, die neu gegliedert und verschlankt werden sollen, teilte O2 gestern mit. Bis Mitte 2008 soll das Sparprogramm umgesetzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen. Der Stellenabbau betrifft rund 15 Prozent der insgesamt 4700 Mitarbeiter, soll aber ohne Kündigungen erfolgen. O2 wolle den betroffenen Mitarbeitern vielmehr Abfindungen anbieten.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,926008,00.jp... DDPDas O2-Logo: Mit drastischem Sparkurs zurück zur Wettbewerbsfähigkeit
Durch das Sparprogramm verspricht sich der spanische Mutterkonzern Telefonica http://www.spiegel.de/static/sys/v6/chartlink... Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro. Mit den harten Einschnitten reagiert der erst seit einem Monat amtierende Unternehmenschef Jaime Smith Basterra auf die Umsatz- und Gewinnschwäche des kleinsten Mobilfunkbetreibers in Deutschland. Der Umsatz war im ersten Quartal um fünf Prozent auf 697 Millionen Euro gesunken. Zwar ist das Unternehmen in Deutschland gemessen an der Zahl der Kunden - elf Millionen - der kleinste Anbieter hinter T-Mobile, Vodafone http://www.spiegel.de/static/sys/v6/chartlink... und E-Plus. Aber er hat die spanische Muttergesellschaft bislang mit stetigem Wachstum verwöhnt.Zugleich erweitert O2 die Geschäftsführung auf sieben Mitglieder, um "schneller und flexibler auf Veränderungen reagieren" zu können, erläuterte Unternehmenschef Smith. Mit Andrea Folgueiras und Antonio Botas holt Smith zwei seiner engsten Vertrauten von der Telefonica-Tochter in Tschechien nach München. Smith war selbst bis Juni O2-Chef in Tschechien. Mit den neuen Köpfen will Smith den Umbau von O2 von einem Mobilfunkanbieter zu einem umfassenden Telekommunikationsanbieter vorantreiben.
sam/dpa/Reuters