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#112944 von  boardpaedagoge Erstellt am: 12.02.08 20:02:46 Beitrag Nr.: 112944 Weitere Beiträge
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Man kann einfach nicht of genaug darauf hinweisen:

 

Finger weg von Schweizer Pennystocks! Ausnahmslos! Das ist die neue Zockerwelle; dagegen sind gerade in der Schweiz viele Top-Titel optisch besonders teuer.

Vorsicht, wenn es auf der Homepage keine Bilanzen gibt. Kaufen Sie eine Aktie grundsätzlich nur, wenn es Geschäftszahlen aus der Vergangenheit gibt. Idealerweise Bilanzen und GuVs der letzten zwei bis drei Jahre.

Werfen Sie einen Blick in die Geschäftszahlen. Rechtfertigen sie den Kurs oder das Kursziel? Wie hoch ist das KGV für das abgelaufene Jahr? Wie hoch ist das Eigenkapital und der Buchwert pro Aktie?

Googlen Sie! Ein einfacher, aber sehr wirkungsvoller Tip. Oft stolpert man schon bei einer schlichten Google-Recherche über negative Meldungen, z.B. wird in Aktien-Boards gewarnt. Zur Probe: Googlen Sie doch mal "TUNC Holding".

Ein Indiz für eine Abzocke ist auch eine auffallend niedrige Trefferquote bei Google – zumindest in der Frühphase der Zockerei. Eine niedrige Trefferzahl weist darauf hin, dass die Firma innerhalb kurzer Zeit aufgezogen wurde. Ein Blick ins Handelsregister verschafft Gewissheit


In einer späteren Phase ergibt die Google-Suche zwar mehr Treffer. Doch die sind von der Firma meist selbst produziert. Ein Trick ist nämlich, dass die Unternehmen verstärkt Pressemitteilungen herausgeben - vor allem werden Nichtigkeiten bekannt gegeben, wie zum Beispiel das Einstellen eines neuen Sales-Managers.

Schauen Sie sich Kapitalerhöhungen genau an. Hier gibt es diverse Möglichkeiten zum Betrug. Bei einer Kapitalerhöhung kann das Unternehmen zum Beispiel eine wertlose Sacheinlage einbringen. Das kann man im Handelsregister sehen, das beim zuständigen Amtsgericht geführt wird. Bisweilen geht das übers Internet. Meist aber leider nur vor Ort - in dem Fall kann man eine Auskunftei damit beauftragen.

Die zweite Betrugsmöglichkeit: Das Geld aus der Kapitalerhöhung wird über den Kauf von Firmen aus dem Umfeld der Initiatoren wieder aus dem Unternehmen geschafft. Prüfen Sie daher, zu welchen Preisen die vorhandenen Tochterfirmen gekauft wurden – und von wem

Wie sind frühere Empfehlungen des Börsenbriefes gelaufen? Schauen Sie sich den Langfrist-Chart an. Gibt es die typische Tannenbaum-Formation: Finger weg!


Fragen Sie sich insbesondere bei kostenlosen Email-Börsenbriefen: Will der Autor mir wirklich einen Gefallen tun? Oder mich nur dazu benutzen, den Aktienkurs hochzuziehen?

Passt alles, wirklich alles auf die D.I.R. Aktien