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Von WEBSTAR1 | Erstellt am: 01.07.08 09:41 | Beitrag Nr.: 137.748 | Weitere Beiträge |
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Von Entsafter | Erstellt am: 01.07.08 10:05 | Beitrag Nr.: 137.754 | Weitere Beiträge |
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Das Rauchen in Gaststätten ist nun in ganz Deutschland verboten: Als letzte Bundesländer untersagen Nordrhein-Westfalen und Thürigen den Qualm in Restaurants und Kneipen.

Gibt es in Deutschland zumindest nicht mehr drinnen: Milchkaffee mit Zigarette in einem Berliner Café.
Das Rauchen in Gaststätten ist seit 1. Juli bundesweit verboten. Als letzte Bundesländer ließen jetzt Nordrhein-Westfalen und Thüringen entsprechende Gesetze in Kraft treten.
In den meisten Ländern ist der Griff zur Zigarette in Gaststätten in abgetrennten Räumen aber noch erlaubt. Bei Verstößen gegen das Verbot drohen zum Teil hohe Bußgelder, in Sachsen bis zu 5000 Euro.
Bundesweit sind gegen die Neuregelungen zahlreiche Klagen von Wirten anhängig. Das Bundesverfassungsgericht will dazu Ende Juli ein Grundsatzurteil fällen.
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hatte zuvor entschieden, keine Ausnahmen vom Rauchverbot in Kneipen mit Luftfiltern zu erlauben. "Die Diskussion ist vom Tisch", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf.
Die in NRW mitregierende FDP hatte dies am Wochenende erneut gefordert. "Es gibt nirgendwo Grenzwerte, und es gibt auch keine Anlage, die so funktioniert, als würde überhaupt nicht geraucht", stellte Laumann klar.
Das seit Dienstag bundesweit geltende Rauchverbot in Kneipen ist aus Sicht der Ärzte ein wichtiger Schritt beim Schutz von Nichtrauchern vor Zigarettenqualm.
"Aber wir müssen wachsam sein, weil die andere Seite dauernd am Bohren ist, um die Gesetze zu durchlöchern", sagte der Sozialmediziner Prof. Ulrich Keil der dpa in Münster. Bundesweit sei eine "Verwässerung der Gesetze" zu befürchten. Dies geschehe beispielsweise durch den Betrieb von Kneipen als Raucher-Clubs oder die Ausnahmeregelungen für Eckkneipen oder für besondere Veranstaltungen.
Keil verwies darauf, dass das Rauchverbot in Gaststätten in anderen Ländern ohne Ausnahmen durchgesetzt werde - so in Italien, Irland, Schweden, Finnland und Norwegen. In Italien sei die Rate der Herzinfarkte nach Einführen der Nichtraucherschutzgesetze gesunken. "Ähnliche Ergebnisse sind auch aus den USA berichtet worden“, sagte er.
Der Epidemiologe betonte, das Gesetz solle Nichtraucher vor dem gefährlichen Qualm schützen. Ihre Gefährdung durch Tabakrauch sei unstrittig. Nach einer Untersuchung seines Instituts an der Universität Münster sterben in Deutschland jährlich 3300 Menschen an den Folgen des passiven Einatmens von Zigarettenrauch.
Für Menschen, die regelmäßig dem Tabakrauch ausgesetzt seien, steige das Risiko für Lungenkrebs und Herzinfarkt um 25 Prozent sowie für einen Schlaganfall um 17 Prozent. Dass Aktivrauchen schwere Gesundheitsschäden produziert, sei bereits seit 1964 nachgewiesen, dass Passivrauchen gefährlich ist, seit Mitte der achtziger Jahre.
Der in Münster lehrende Mediziner beklagte Einflussnahmen von Interessenvertretern auf das Rauchverbot in Gaststätten. Auch die Wissenschaft sei mit Versuchen der Verharmlosung - gerade bei den Folgen des Passivrauchens - nicht ausgenommen. "In keinem anderen Land ist die Wissenschaftler-Gilde so von der Tabakindustrie unterwandert", meinte der Mediziner.
Unterdessen liegen aus Großbritannien neue Studien zum blauen Dunst vor: So sollen dort seit Inkrafttreten des Rauchverbots an öffentlichen Orten vor einem Jahr mehr als 400.000 Menschen das Qualmen aufgegeben haben.
Damit könnten in den kommenden zehn Jahren rund 40.000 Menschen weniger im Zusammenhang mit dem Tabakkonsum sterben, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie für mehrere Pharmalabore sowie den Verband für den Kampf gegen Krebs, Cancer Research UK, hervorgeht.
Die Wirkung des seit dem 1. Juli 2007 gültigen Rauchverbots sei in allen sozialen Schichten zu spüren, betonte der für die Studie verantwortliche Professor, Robert West. Er habe nicht mit einem solch "dramatischen" Rückgang gerechnet, "und natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass die Raucherquote nicht wieder hochschnellt", fügte er hinzu.
Er hoffe aber, dass das Gesundheitsministerium den Trend verstetigen können, so dass das Ziel realistisch werde, in zehn Jahren weniger als 15 Prozent Raucher in der Bevölkerung zu haben. Nach Schottland 2006 und Wales und Nordirland im April 2007 war das Rauchen an geschlossenen öffentlichen Orten im Juli vergangenen Jahres in England verboten worden.
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Von Entsafter | Erstellt am: 01.07.08 10:11 | Beitrag Nr.: 137.756 | Weitere Beiträge |
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Von Invest2049 | Erstellt am: 01.07.08 12:34 | Beitrag Nr.: 137.785 | Weitere Beiträge |
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Von ZockerGerhard | Erstellt am: 01.07.08 12:43 | Beitrag Nr.: 137.788 | Weitere Beiträge |
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Von ZockerGerhard | Erstellt am: 01.07.08 13:04 | Beitrag Nr.: 137.795 | Weitere Beiträge |
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Von Baerlexa | Erstellt am: 02.07.08 18:12 | Beitrag Nr.: 137.969 | Weitere Beiträge |
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Von ZockerGerhard | Erstellt am: 02.07.08 18:19 | Beitrag Nr.: 137.976 | Weitere Beiträge |
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Von ZockerGerhard | Erstellt am: 02.07.08 18:20 | Beitrag Nr.: 137.978 | Weitere Beiträge |
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Von Rocket | Erstellt am: 02.07.08 20:40 | Beitrag Nr.: 137.996 | Weitere Beiträge |
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