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| Thema eröffnet von: | Musterdepot | Beiträge: | 191 | Bewertung (2): | |
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| am: | 18.01.08 09:28 | Gelesen gesamt: | 3058 | |||
| Letzter Beitrag von: | Baerlexa | Gelesen heute: | 0 | |||
| am: | 11.08.08 19:53 |
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Von Musterdepot | Erstellt am: 18.01.08 09:28 | Beitrag Nr.: 91.247 | Weitere Beiträge |
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Bochum/Espoo. Die 2300 Bochumer Nokia-Mitarbeiter schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Zwar sollen noch in dieser Woche erste Gespräche zwischen dem finnischen Mobilfunkkonzern und deutschen Regierungsvertretern über eine Rettung des von Stilllegung bedrohten Handy-Werks stattfinden, doch große Bedeutung misst der Konzern ihnen offenbar nicht bei. „Der Nokia-Konzernvorstand in Finnland hat kurz vor Weihnachten entschieden, das Bochumer Werk zu schließen. Ich sehe keinen Spielraum, von dieser Entscheidung abzurücken“, erklärte Deutschland-Chef Klaus Goll.
Bereits in den nächsten Tagen werden nach Angaben aus Berliner Regierungskreisen der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Schauerte und die Düsseldorfer Wirtschaftsministerin Christa Thoben mit hochrangigen Nokia-Managern zusammentreffen, um über Rettungschancen für das Unternehmen zu reden. Schauerte sagte: „Wir arbeiten sehr intensiv an der Auslotung aller Möglichkeiten und geben vorschnell keine Möglichkeit auf.“
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Von boersenweibchen | Erstellt am: 18.01.08 09:30 | Beitrag Nr.: 91.250 | Weitere Beiträge |
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Der idyllische 4200-Seelen-Ort Jucu in Siebenbürgen, einst Standort der königlichen Gestüte, steht vor einer nie erträumten Erfolgsgeschichte.
Die Nokia-Investition dürfte indirekt 15.000 Arbeitsplätze schaffen, zusätzlich zu den 3500 Jobs, die die Finnen selbst bieten wollen.
Rumäniens Finanzministerium und der Kreisratsvorsitzende Marius Nicoara beteuern, dass kein Cent von der EU in die Investition geflossen sei. Nokia habe keine Steuervorteile bekommen.
Wie für alle Rumänen und Auslandsinvestoren gelte der Einheits-Profitsteuersatz von 16 Prozent auch für die Finnen. Auch die Infrastruktur in dem 159 Hektar großen Industriepark auf der grünen Wiese sei ganz ohne Geld aus Brüssel finanziert worden.
Nur der Ausbau der zehn Kilometer langen Landstraße, die Jucu mit der Kreishauptstadt Cluj (Klausenburg) verbindet, sei Teil eines EU-geförderten Straßenbauprogramms gewesen.
Ansonsten seien die geschätzten 33 Millionen Euro für die Gas-,Wasser- und Stromversorgung in "Nokia Village" komplett aus der rumänischen Staatskasse bezahlt worden. Mit in diesem Paket sind auch die Bahngleise, die vom Dorf bis zu den Werkstoren gezogen wurden.
Allerdings haben die Rumänen ein ungewöhnliches Tempo an den Tag gelegt, um Nokia den Weg zu bahnen. Noch im Frühsommer 2007 gab es ungeklärte Eigentumsverhältnisse für Teile des Nokia-Grundstücks in Jucu.
Weil ein Abgeordneter Zweifel an der Legalität einer Grundstücksumwidmung hatte, musste die entsprechende Abstimmung im Bukarester Parlament um zwei Wochen verschoben werden. Dies reichte als Grund zur Panik in der Regierung.
Man beschwor Nokia, die Investitionspläne keineswegs aufzugeben, denn die Grundstückssache würde in Ordnung gehen. Kurz danach erfolgte in Jucu der erste Spatenstich, und nun soll die Produktion in der ersten Februarwoche beginnen.
Vorerst beschäftigt Nokia in Jucu 500 Angestellte. Beworben hatten sich für diese Plätze 8200 Kandidaten. In Rumänien hat die IT-Ausbildung seit dem Fall des Kommunismus einen großen Aufschwung erlebt, und Cluj gilt als eines ihrer Zentren. Siemens finanziert hier ein Forschungszentrum, und die amerikanische IT-Firma Emerson hat am Stadtrand einen Industriepark besetzt.
Wie lange der Nokia-Traum in Jucu dauert, dürfte auch von den Lohnentwicklungen in Rumänien abhängen. Laut Medienberichten zahlen die Finnen Gehälter von 170 bis 240 Euro - deutlich unter dem rumänischen Netto-Durchschnittslohn von 320 Euro.
Der Kreisratsvorsitzende Nicoara macht sich jedenfalls keine Sorgen, dass Jucu irgendwann dasselbe Schicksal ereilen könnte wie Bochum. "Wir werden unsere Investition binnen anderthalb Jahren wieder hereinholen. Und wenn die Finnen weggehen, können sie die Gasanschlüsse und Wasserleitungen nicht mitnehmen." Schon jetzt sind drei Nokia-Zulieferer und vier weitere IT-Firmen in den Industriepark gezogen.
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Von Musterdepot | Erstellt am: 18.01.08 09:31 | Beitrag Nr.: 91.251 | Weitere Beiträge |
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Wegen der drohenden Schließung des Nokia-Werks in Bochum hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zum Boykott des finnischen Konzerns aufgerufen. Dessen geplante Produktionsverlagerung nach Rumänien sei ein Beispiel für eine skandalöse Abzocke von Fördermitteln, sagte der DGB-Landeschef von Rheinland-Pfalz, Dietmar Muscheid. Er wird mit den Worten "Boykottiert Nokia!" zitiert. "Wer heute ein Handy kauft, sollte bei seiner Kaufentscheidung bedenken, welche katastrophalen Konsequenzen das Verhalten des Unternehmens in Bochum für Tausende von Mitarbeitern geschaffen hat", so Muscheid. Auch NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte die Verbraucher indirekt auf, aktiv zu werden. Das Unternehmen solle die deutschen Kunden nicht unterschätzen, warnte er im ZDF.
Das Werk in Bochum wird geschlossen, obwohl es schwarze Zahlen schreibt. Der Konzern hatte zudem Fördermittel von insgesamt 88 Millionen Euro kassiert.
Scharfe Kritik musste sich Nokia auch von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) gefallen lassen: "Das ist nicht anständig", sagte Scholz der "Frankfurter Rundschau". Der SPD-Europaabgeordnete Martin Schulz warf Nokia "Manchester-Kapitalismus in Reinkultur" vor. Das Unternehmen gehe dorthin, wo es "die Leute am einfachsten ausbeuten" könne, sagte er dem Deutschlandradio Kultur.
Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht die Abwanderung als die "weniger schöne Seite der Globalisierung", von der Deutschland sonst stark profitiere. "Das ist etwas, was wir sehr schwer aufhalten können, da es sich um eine unternehmerische Entscheidung handelt", sagte Glos dem Abendblatt. "Was mich befremdet, ist die Vorgehensweise, dass man plötzlich über Nacht die Zukunftshoffnungen vieler Menschen zerstört, ohne vorher Alternativen anzubieten."
Neben den 2300 Nokia-Mitarbeitern im Werk könnten durch die für Mitte 2008 geplante Schließung nach Gewerkschaftsangaben auch 1000 Leiharbeiter sowie bis zu weitere 1000 Beschäftigte bei Zulieferern ihren Job verlieren.
Bei einem Spitzentreffen mit Nokia will die Bundesregierung über die Pläne reden. In Kürze werde es ein Gespräch in Berlin geben, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte. Eine Nokia-Sprecherin erklärte, man sei bereit, die Pläne zu erörtern. Die Entscheidung werde aber nicht zurückgenommen.
HAerschienen am 18. Januar 2008
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Von charttechniker | Erstellt am: 18.01.08 09:32 | Beitrag Nr.: 91.257 | Weitere Beiträge |
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Von Musterdepot | Erstellt am: 18.01.08 09:34 | Beitrag Nr.: 91.260 | Weitere Beiträge |
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Das wird ne interessante Sache davon kann man ausgehen...
18. Januar 2008Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers will weiter für die Arbeitsplätze im Nokia-Werk Bochum kämpfen. «Dazu sollen Gespräche mit Nokia stattfinden,» sagte der CDU-Politiker den Dortmunder «Ruhr Nachrichte» laut einer Vorabmeldung. «Wir wollen zunächst wissen, warum die Geschäftsführung nicht das Angebot der Belegschaft annimmt, Kosten zu senken.» Angesichts der Vorgänge in Bochum frage er sich, wo dabei die unternehmerische Ethik bleibe.
http://www.n24.de/wirtschaft_boerse/unternehmen/ar...
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Von boersenweibchen | Erstellt am: 18.01.08 09:36 | Beitrag Nr.: 91.262 | Weitere Beiträge |
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Hab hier mal ne Stellungsnahme von Nokia:
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Von breakevenpoint | Erstellt am: 18.01.08 09:37 | Beitrag Nr.: 91.263 | Weitere Beiträge |
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Krass..aber richtig..
Tausende demonstrieren gegen das Ende des Nokia-Werkes in Bochum, doch der finnische Mobilfunkkonzern zeigt sich völlig unbeeindruckt. Jetzt wollen einige Politiker sogar ihre Handys zurückgeben.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/529/...
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Von breakevenpoint | Erstellt am: 18.01.08 09:38 | Beitrag Nr.: 91.265 | Weitere Beiträge |
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Topthema dieser Tage wenn ich mal so durchs Netz schau..oder allgemein durch die Medien..
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Von boersenweibchen | Erstellt am: 18.01.08 09:40 | Beitrag Nr.: 91.275 | Weitere Beiträge |
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Stoiber und auch die anderen Politeker haben recht...da hängen eine Menge arbeitsplätze dran und ne menge Familien...
Der Anti-Bürokratie-Beauftragte der EU schlägt vor, dass Umzüge von Werken innerhalb Europas nicht mehr gefördert werden. Ein Experte rät den Politikern, künftig genauer hinzuschauen, bevor sie die Kasse öffnen.
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspol...
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Von huetter69 | Erstellt am: 18.01.08 09:43 | Beitrag Nr.: 91.280 | Weitere Beiträge |
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Bermatingen (BoerseGo.de) - Die Rohwedder AG, (News....../Aktienkurs......) ein Anbieter von Automatisierungslösungen, sieht sich von der geplanten Schließung des Nokia- (News....../Aktienkurs......) Standorts Bochum aus heutiger Sicht nicht negativ betroffen. Der Geschäftsbereich JOT Automation, der unter anderem Nokia beliefert, dürfte keine erhebliche Beeinträchtigung seiner Geschäftstätigkeit erfahren, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Zum einen habe JOT Automation mit diesem Nokia-Standort kein hohes Umsatzvolumen abgewickelt und zum anderen habe Nokia angekündigt, die Produktion aus Bochum in andere Nokia-Werke in Europa zu verlagern. An diesen Standorten sei JOT Automation bereits zur Unterstützung von Nokia vertreten.