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Markus Fugmann: 16.05.08 11:41 Marktausblick vom 16.05.08 |
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Norbert Lohrke: 16.05.08 08:57 New Economy, Old Economy |
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Markus Fugmann: 15.05.08 11:47 Marktausblick vom 15.05.08 |
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#128548 von Neitka | Erstellt am: 04.04.08 09:18:24 | Beitrag Nr.: 128548 | Weitere Beiträge |
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4. April 2008, 06:47 Uhr Videoüberwachung Experten warnen vor EC-Karten-Gebrauch bei Lidl Neue Aufregung im Lidl-Skandal: Verbraucherschützer warnen jetzt davor, bei dem Discounter mit EC-Karte zu bezahlen. Grund: Lidl kann nicht ausschließen, dass beauftragte Detektive heimlich die Kunden filmen – bei der Eingabe der Pin-Nummer. Das Unternehmen hält die Videoüberwachung indes für unentbehrlich.
Die heimlichen Videoaufnahmen durch betriebsfremde Detektive in zahlreichen Filialen der Einzelhandelskette Lidl alarmiert auch Verbraucherschützer. „Wir raten den Kunden dringend ab, bei Lidl mit EC-Karte und Pin-Geheimnummer zu zahlen“, sagte Hartmut Strube, Jurist bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, der „Süddeutschen Zeitung“. Lidl habe zuvor in einem Schreiben an seine Kunden eingeräumt, dass die Aufzeichnung der Pin-Eingabe nicht vollständig auszuschließen sei, schrieb das Blatt. Dies sei „ein Eingeständnis dafür, dass die Kameras offensichtlich über genügend Auflösung verfügen, um den Pin-Code zu erkennen“, sagte der Justiziar der Verbraucherzentrale Bayern, Markus Saller, der Zeitung. Nach Angaben von Lidl werden die Videobänder täglich gelöscht. Wer ganz sicher gehen will, muss den Eingabevorgang wohl mit der Hand abdecken.
Nach einem Bericht des Magazins „Stern“ protokollierten interne Berichte detailliert die Verhaltensweisen von Lidl-Angestellten bei der Arbeit. Die Daten stammten aus der Überwachung mit Miniaturkameras. Offiziell sollten diese dem Schutz vor Ladendieben dienen.
Der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte Joachim Jacob will nun gemeinsam mit dem Lebensmitteldiscounter ein neues Konzept zur Videoüberwachung in den Filialen entwickeln. „Wenn man Videoüberwachung macht, muss das klar erkennbar sein. Es müssen die Mitarbeiter wissen und es müssen die Kunden wissen“, sagte Jacob. Damit würden nicht nur die Persönlichkeitsrechte von Mitarbeitern und Kunden geschützt. „Sichtbare Kameras haben auch eine abschreckende Wirkung.“ Jacob berät den Lebensmitteldiscounter in datenschutzrechtlichen Fragen.
Auf Videoüberwachung der Verkaufsräume will Lidl eigenen Angaben zufolge nicht verzichten. „Eine solche Videoüberwachung ist unentbehrlich, um Diebstähle und Raubüberfälle zu verhindern bzw. aufzuklären“, teilte das Unternehmen mit. Jacob kündigte an, zunächst eine Bestandsaufnahme bei Lidl zu machen. Er werde prüfen, wie und in welchem Umfang Daten über Mitarbeiter erhoben und verarbeitet worden seien.
dpa/ddp/lw