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Forum > World of Sofa-Talk > Lidl Mitarbeiter bespitzelt

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Thema: Lidl Mitarbeiter bespitzelt

Thema Nr. 51557  
Thema eröffnet von:  Baerlexa Beiträge: 61 Bewertung (0):
am: 26.03.08 13:21 Gelesen gesamt: 643    
Letzter Beitrag von:  Neitka Gelesen heute: 0      
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Themenbeitrag Nr.51

 
Von  springer1968 Erstellt am: 05.05.08 14:03 Beitrag Nr.: 131.408 Weitere Beiträge
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Verdeckter Reporter : 

Wallraff als Niedriglöhner bei Lidl-Bäckerei

 

 

   

Der Journalist hat Vorwürfe gegen den Arbeitgeber erhoben. Die Bäcker arbeiteten unter unwürdigen Bedingungen, sagte Wallraff. Er habe wegen mangelnder Arbeitssicherheit mehrfach Brandverletzungen erlitten.

Günter Wallraff (65) war wieder undercover unterwegs: Einen Monat lang hat in einer Fabrik für einen großen deutschen Discounter Brötchen gebacken und berichtet darüber in der Magazinbeilage «Leben» der Wochenzeitung «Die Zeit». Wallraff schildert, wie er bis zur Erschöpfung arbeitete und wegen mangelnder Arbeitssicherheit mehrfach Brandverletzungen erlitt.

 

 

 

Die Niedriglohn-Bäcker arbeiteten unter unwürdigen Bedingungen, schreibt Wallraff. Ihnen werde immer wieder nicht nur ein Teil des zustehenden Lohnes vorenthalten, sie lebten auch in ständiger Sorge, willkürlich abgemahnt zu werden, und in dauernder Gefahr, sich zu verletzen, weil Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten würden. Außerdem würden die Brötchen unter unhygienischen Bedingungen produziert.

Günter Wallraff wurde bekannt durch seine Recherchen mit Verkleidung und falschen Papieren. Er hat seit den 60er Jahren viele große Industriereportagen geschrieben. Zuletzt arbeitete er verdeckt in Call-Centern.

 

Themenbeitrag Nr.52

 
Von  Baerlexa Erstellt am: 05.05.08 17:41 Beitrag Nr.: 131.436 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 131408 von springer1968 - 05.05.08 14:03 Uhr

Kann echt alles nicht wahr sein, man wird doch nur noch verarscht und ausgenutzt überall, ach ja, dann lassen wir uns mal die Brötchen von Lidl schmecken, pfui!

 

Themenbeitrag Nr.53

 
Von  springer1968 Erstellt am: 05.05.08 19:30 Beitrag Nr.: 131.438 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 131436 von Baerlexa - 05.05.08 17:41 Uhr

Das so was überhaupt noch möglich ist, bei den Hygienevorschriften die hier in Deutschland herrschen.

 

Themenbeitrag Nr.54

 
Von  Baerlexa Erstellt am: 07.05.08 17:24 Beitrag Nr.: 131.763 Weitere Beiträge
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WALLRAFF-VORWÜRFE

Lidl-Brötchenproduzent schickt Putzkolonne in die Fabrik

Undercover in der Brötchenfabrik: Der Kölner Autor Günter Wallraff hat nach einmonatiger Arbeit in einer Backfirma im Hunsrück schwere Vorwürfe gegen den Lieferanten des Discounters Lidl erhoben. In Folge seiner Veröffentlichung hat nun eine Putzkolonne vier Tage lang Schimmel entfernt.

 

Köln - Von "menschenverachtenden Arbeitsbedingungen" sprach der 65-jährige Enthüllungsautor. Gravierende Sicherheitsmängel sorgten immer wieder für Verbrennungen und andere Verletzungen, hatte Wallraff im Zuge seiner Undercover-Recherche herausgefunden. "So ein Betrieb müsste eigentlich vorübergehend stillgelegt werden."

 


DDP

Enthüllungsautor Wallraff: "So ein Betrieb müsste eigentlich vorübergehend stillgelegt werden"

 

Die Veröffentlichung eines Artikels in der Magazinbeilage "Leben" der Wochenzeitung "Die Zeit" über die Zustände in der Brötchenfabrik hatte Konsequenzen: Vier Tage lang stand die Produktion still, eine Putzkolonne entfernte in dieser Zeit Schimmel, sagte Wallraff der Nachrichtenagentur dpa.

Für Wallraff persönlich hatte die Recherche ebenfalls Konsequenzen: Der Inhaber der Fabrik habe gegen ihn nach seinem Niedriglohn-Einsatz Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt, sagte er weiter.

 

Das Einschleichen in Betriebe unter falscher Identität, um später Missstände anzuprangern, ist Wallraffs Markenzeichen. Berühmt wurde er als türkischer Arbeiter Ali ("Ganz unten") oder "Bild"-Reporter Hans Esser.

 

Wallraff hatte als angeblich 51 Jahre alter Frank K. in der Fabrik in der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Stromberg gearbeitet, die ausschließlich für Lidl in Europa Aufbackbrötchen herstellt. In der Magazinbeilage "Leben" der Wochenzeitung "Die Zeit" schildert der Schriftsteller, wie die Arbeiter bis zur Erschöpfung für deutlich weniger als acht Euro brutto Stundenlohn schuften, wie es immer wieder zu Unfällen kommt, Sicherheitsvorkehrungen am Fließband nicht eingehalten werden und Schimmel an den Wänden wächst.

 

Zwar habe ihm der Lidl-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Gehrig in der Talkshow "Johannes B. Kerner" am Dienstagabend zugesagt, er werde sich für bessere Arbeitsbedingungen bei dem Lieferanten einsetzen, sagte Wallraff. Er habe aber Sorge, dass es nicht zu Veränderungen kommen werde, auch wegen des Preisdrucks in der Produktion.

Auf der Lidl-Homepage hieß es dagegen, es sei dem Discounter nachgewiesen worden, dass die Brötchenfabrik nach dem höchsten Standard für Lebensmittelbetriebe zertifiziert worden sei. Lidl habe dem Hersteller in den vergangenen zwei Jahren mehrere deutliche Preiserhöhungen gezahlt.

 

kaz/dpa/dpa-AFX

 

Themenbeitrag Nr.55

 
Von  Baerlexa Erstellt am: 07.05.08 17:25 Beitrag Nr.: 131.764 Weitere Beiträge
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wirklich lecker, ne?

Ich meine so bissl Schimmel, hat doch noch keinem geschadet, oder??????smiley

 

Themenbeitrag Nr.56

 
Von  springer1968 Erstellt am: 07.05.08 18:23 Beitrag Nr.: 131.782 Weitere Beiträge
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Auf der Lidl-Homepage hieß es dagegen, es sei dem Discounter nachgewiesen worden, dass die Brötchenfabrik nach dem höchsten Standard für Lebensmittelbetriebe zertifiziert worden sei.

Wie viel Schmiergeld wohl da geflossen ist?

 

Themenbeitrag Nr.57

 
Von  springer1968 Erstellt am: 07.05.08 18:25 Beitrag Nr.: 131.783 Weitere Beiträge
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Überwachung

Jetzt baut Lidl die Videokameras wieder auf

Der Discounter Lidl hat seine Videokameras nach der Bespitzelungs-Affäre abgeschaltet. Doch bald schickt Lidl wieder Detektive los und stellt Kameras zur Kontrolle auf. Diesmal will das Unternehmen jedoch anders vorgehen. Lidl-Chef Klaus Gehrig zeigt sich sogar offen für Betriebsräte.

Brauchen Mitarbeiter mehr Datenschutz? Ja, das haben die Vorgänge bei Lidl gezeigt .  Nein, die bisherigen Regelungen reichen
 Nach der Enthüllung der Bespitzelungsaffäre will der Discounter Lidl seine Filialen in den nächsten Wochen wieder mit Kameras und Detektiven überwachen. Detektive sollten künftig aber nur noch vereinzelt und nach einer speziellen Schulung eingesetzt werden, sagte der Lidl-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Gehrig in Stuttgart.

„Die werden nicht mehr angeheuert und jetzt macht mal, sondern die kriegen ganz klare Vorgaben, wie sie sich zu verhalten haben.“ Derzeit werde mit dem Datenschützer Joachim Jacob ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet. Lidl hatte Mitarbeiter in einem Teil der Filialen ohne deren Wissen überwachen lassen. Die Detektive protokollierten das Verhalten und auch private Angelegenheiten der Beschäftigten mit, dazu liefen Mini-Kameras. Von diesem Vorgehen hat sich das Unternehmen inzwischen distanziert und sich bei den Mitarbeitern entschuldigt. In einer Musterfiliale werden laut Gehrig in den kommenden Wochen Kamerasysteme aufgebaut und nach datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten überprüft. Die Mitarbeiter sollen umfassend über den Einsatz von Kameras und Detektiven informiert werden. „Dann weiß jeder, woran er ist.“ Außerdem sollten gemeinsam mit den Mitarbeitern Programme entwickelt werden, um den Diebstahl in den Griff zu bekommen. Die Überwachung von Filialen sei unverzichtbar. „Wenn wir das nicht machen, die klauen uns die Läden leer.“

Lidl-Chef zeigt sich "offen" für Gründung von Betriebsräten

Die Gewerkschaft Ver.di hatte Lidl vorgeworfen, mit systematischer Überwachung auch Druck auf Mitarbeiter auszuüben, um die Bildung von Betriebsräten zu verhindern. Ver.di zufolge gibt es lediglich in sechs der rund 3000 Filialen eine gewählte Vertretung der Mitarbeiter. Zur Diskussion um die Einrichtung von mehr Betriebsräten sagte der Aufsichtsratschef: „Wir waren immer offen.“ Mitarbeiter, die freiwillig einen Betriebsrat installieren wollen, würden nicht daran gehindert.
„Was wir nicht wollen, ist, dass von außen Druck ausgeübt wird, zum Beispiel von Gewerkschaften“, sagte Gehrig. Er forderte die Politik auf, sich des Themas anzunehmen und „gleiche Voraussetzungen für alle zu schaffen.“ Er werde nicht den Vorreiter für die Branche spielen, sagte Gehrig. „Wenn, dann machen wir es bitte alle, oder keiner.“

Die Affäre hatte das Unternehmen auch Kunden gekostet. Nach Angaben der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ging der Marktanteil des Discounters nach dem Bekanntwerden der Überwachung Ende März um wenige Prozentpunkte auf 9,9 Prozent zurück. Dies berichtete das Magazin „Focus“. Den Angaben zufolge hatte Lidl in den drei vorherigen März-Wochen einen Marktanteil zwischen 10,6 und 12,3 Prozent.

Gehrig gab Umsatz-Einbußen zu: „Wenn ich mir die Umsätze im April anschaue, dann liegen wir aber im Plan.“ Im laufenden Geschäftsjahr rechne die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, mit einem deutlichen Umsatzplus. „Das Ergebnis wird mitwachsen.“ Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die Erlöse bei rund 50 Milliarden Euro.

Außer bei Lidl hatten Fälle von heimlicher Mitarbeiterüberwachung bei Unternehmen wie Edeka und Plus Aufsehen erregt. Außerdem räumte die Fast-Food-Kette Burger King ein, dass eine Betriebsversammlung zur Vorbereitung einer Betriebsrats-Wahl in München am 21. April mit Überwachungskameras aufgezeichnet wurde. Dies habe aber nicht der Überwachung der Mitarbeiter gedient. Die Gewerkschaft NGG forderte das Unternehmen auf, es solle sich entschuldigen und versichern, weitere Betriebsratswahlen nicht zu behindern.
Auch bei Ikea sollen Mitarbeiter nach einem Bericht des ZDF-Magazins „Frontal 21“ ohne Zustimmung des Betriebsrats von Kameras überwacht worden sein Zudem seien illegale Protokolle über den Gesundheitszustand von Mitarbeitern angefertigt worden. Auch sollen Mitarbeiter massiv unter Druck gesetzt worden sein, berichtete das Magazin unter Berufung auf die Gewerkschaft Ver.di. Das Unternehmen kündigte an, die Vorwürfe prüfen zu wollen.
Jetzt baut Lidl die Videokameras wieder auf

Der Discounter Lidl hat seine Videokameras nach der Bespitzelungs-Affäre abgeschaltet. Doch bald schickt Lidl wieder Detektive los und stellt Kameras zur Kontrolle auf. Diesmal will das Unternehmen jedoch anders vorgehen. Lidl-Chef Klaus Gehrig zeigt sich sogar offen für Betriebsräte.


 

 

Themenbeitrag Nr.58

 
Von  Baerlexa Erstellt am: 07.05.08 18:27 Beitrag Nr.: 131.784 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 131782 von springer1968 - 07.05.08 18:23 Uhr

Das hab ich auch gelesen, ja entweder Schmiergeld oder die haben gar nicht nachgeschaut

 

Themenbeitrag Nr.59

 
Von  springer1968 Erstellt am: 07.05.08 18:29 Beitrag Nr.: 131.785 Weitere Beiträge
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Von "menschenverachtenden Arbeitsbedingungen" sprach der 65-jährige Enthüllungsautor. Gravierende Sicherheitsmängel sorgten immer wieder für Verbrennungen und andere Verletzungen, hatte Wallraff im Zuge seiner Undercover-Recherche herausgefunden. "So ein Betrieb müsste eigentlich vorübergehend stillgelegt werden."

Eigentlich undassbar, wenn man sieht wofür andere Betriebe dicht gemacht werden.

Es scheint leider immer noch Firmen zu geben, bei denen das Ordnungs-u. Gesundheitsamt nicht so ganz genau hinsehen.

 

Themenbeitrag Nr.60

 
Von  Zahlenfee Erstellt am: 20.05.08 21:06 Beitrag Nr.: 133.034 Weitere Beiträge
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Lidl ließ mehr als 500 Filialen überwachen

Stuttgart (dpa) - Der Discounter Lidl hat in den vergangenen Jahren 585 Filialen in mehreren Bundesländern von Detekteien überwachen lassen. Dabei seien von 2006 bis Anfang 2008 zum Schutz vor Ladendiebstahl Verkaufsräume vor allem mit sichtbaren Kameraanlagen kontrolliert worden.

 

Das sagte eine Lidl-Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Nur in einem Teil dieser 585 Filialen kam es zur Protokollierung von mitarbeiterbezogenen Daten.»

Die Detekteien seien von mehr als 30 rechtlich selbstständigen Regionalgesellschaften des Discounters beauftragt worden, erklärte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) auf Anfrage eines Grünen-Landtagsabgeordneten in Stuttgart. Dies habe Lidl den Datenschützern mitgeteilt.

 

Die Datenschützer untersuchen derzeit, ob der Discounter wegen der Bespitzelungsaffäre ein Bußgeld zahlen muss. Eine Entscheidung werde in einigen Wochen erwartet, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag. Verstöße gegen das Datenschutzgesetz können mit bis zu 250 000 Euro bestraft werden. Lidl hatte rund 50 Fragen der Datenschützer nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit umfangreichem Material beantwortet. Außerdem habe die Aufsichtsbehörde mehrere Lidl-Filialen unangemeldet kontrolliert, teilte Rech mit.

 

Der Discounter arbeitet derzeit mit dem früheren Bundesdatenschutzbeauftragen Joachim Jacob an einem neuen Sicherheitskonzept. Lidl habe bereits angekündigt, dies von den Datenschützern begutachten zu lassen, erklärte Rech. Außerdem hat Lidl Angaben des Berufsverbands Deutscher Detektive (BDD) zufolge zugesagt, sich bei der künftigen Auswahl von Detekteien an den Standards des Verbands zu orientieren. Zudem sollten vom BDD angebotene Fortbildungsseminare zur Schulung eigener Lidl-Mitarbeiter genutzt werden.

 

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080520/tbs-lidl-lie-mehr-als-500-filialen-berwa-34aca09.html

 

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