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Forum > Deutschland > LUFTHANSA KAUFEN - Widerstand bei 12 € durchbrochen

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DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

Aktueller Kurs (Frankfurt, 05.12.2008 11:24)
Letzter Kurs: 10,18 EUR WKN: 823212 DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N. Chartbild
Veränd. abs.: -0,20 EUR Symbol: LHA
Veränd. in %: -1,93 % ISIN: DE0008232125
Volumen 9.734 Stück Typ: Aktie
Geld/Brief:
Bid 10,18 Ask 10,19
(4.000,00) (4.000,00)

Thema: LUFTHANSA KAUFEN - Widerstand bei 12 € durchbrochen

Thema Nr. 7101  
Thema eröffnet von:  N220 Beiträge: 149 Bewertung (0):
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Von  Zahlenfee Erstellt am: 11.08.08 19:51 Beitrag Nr.: 142.141 Weitere Beiträge
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Lufthansa verliert Passagiere und Fracht

Die Arbeitskämpfe der vergangenen Wochen haben sichtbare Spuren bei der Lufthansa hinterlassen. Ausgerechnet im Urlaubsmonat Juli beförderte die Airline weniger Passagiere. Auch das Frachtgeschäft litt unter dem Streik.

 

Frankfurt am Main - Die Lufthansa konkretisiert die Folgen der Arbeitskämpfe im vergangenen Monat. Die größte deutsche Fluggesellschaft zählte 5,17 Millionen Fluggäste - 1,4 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist. Die Auslastung sank um 1,3 Prozentpunkte auf 82,2 Prozent.

 

 

AP

Lufthansa-Maschinen: 1,4 Prozent weniger Passagiere im Juli

 

"Bei Lufthansa sind die Folgen der Streiks insbesondere im Verkehrsgebiet Europa spürbar", erklärte die Gesellschaft. Dort fiel die Zahl der Fluggäste - unter Einbeziehung der Tochter Swiss - um 1,3 Prozent auf 4,89 Millionen, die Auslastung verringerte sich um zwei Prozentpunkte auf 74,2 Prozent. In der Region Nord- und Südamerika sowie in Asien gab es dagegen deutliche Zuwächse.

Auch das Frachtgeschäft war betroffen. Die Transporttochter Lufthansa Cargo verbuchte im Juli zum einen wegen der Streiks, zum anderen saisonalbedingt ein Minus von 7,5 Prozent auf 142.000 Tonnen. Die Auslastung ging um 4,9 Prozentpunkte auf 62,9 Prozent zurück.

 

Tausende Lufthansa-Beschäftigte hatten im Juli mitten in der Haupturlaubszeit mehrere Tage lang unter anderem den Technikbetrieb, das Catering und den Frachtverkehr bestreikt, um ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen.

Infolge des Arbeitskampfes fielen zahlreiche Flüge aus. Schließlich hatten sich die Gewerkschaft Ver.di und Lufthansa auf eine Gehaltserhöhung von 7,4 Prozent in zwei Schritten und eine Einmalzahlung verständigt (mehr...).

 

 

Die seit knapp einer Woche laufende Urabstimmung beim Lufthansa-Bodenpersonal läuft nach Ver.di-Angaben am morgigen Dienstag um Mitternacht aus. Damit das Verhandlungsergebnis angenommen wird, müssen mindestens 25 Prozent der Ver.di-Mitglieder, die stimmberechtigt und stimmfähig, also weder krank noch im Urlaub sind, dafür votieren.

suc/dpa/AP

 

Von  Zahlenfee Erstellt am: 13.08.08 22:09 Beitrag Nr.: 142.323 Weitere Beiträge
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Bodenpersonal nimmt Lufthansa-Angebot an

Der Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihrem Bodenpersonal ist endgültig beigelegt. Die Ver.di-Mitglieder haben mit deutlicher Mehrheit den ausgehandelten Tarifkompromiss angenommen. Der neue Tarif gilt rückwirkend zum 1. Juli. Die Einigung sieht eine Anhebung der Gehälter in zwei Stufen um insgesamt 7,4 Prozent vor. Die erst nach Streiks erreichte Tarifeinigung für das Bodenpersonal der Lufthansa ist perfekt. Wie die Gewerkschaft ver.di in Berlin mitteilte, billigten 51Prozent der Mitglieder in einer Urabstimmung den Anfang August mit dem Konzern ausgehandelten Abschluss. Nötig waren 25 Prozent. Demnach bekommen 50.000 Beschäftigte am Boden und in der Kabine rückwirkend zum 1. Juli 5,1 Prozent mehr Geld. Am 1. Juli 2009 folgt eine weitere Anhebung um 2,3 Prozent. Für die 14.000 Kabinenmitarbeiter steht dies jedoch noch unter dem Vorbehalt einer Einigung zwischen Lufthansa, ver.di und der konkurrierenden Flugbegleitergewerkschaft UFO.

Die Lufthansa begrüßte den „positiven Abschluss“, wie ein Sprecher sagte. Die Auswirkungen der fünftägigen ver.di-Streiks sind demnach aber weiterhin zu spüren. Noch bis diesen Sonntag (17. August) fallen pro Tag acht Flüge aus, davon zwei Interkontinentalverbindungen.

Ver.di-Vorstand Erhard Ott betonte mit Blick auf die Urabstimmung, eine Mehrheit der Beschäftigten akzeptiere das Ergebnis. Es habe aber auch kritische Stimmen gegeben, die in die künftige Tarifpolitik einfließen sollten. Angesichts des wirtschaftlichen Höhenflugs der Lufthansa seien die Erwartungen sehr hoch gewesen. Ver.di war mit der Forderung nach 9,8 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen gegangen.
Unabhängig davon steht die Lufthansa in Tarifkonflikten mit den Piloten. Bei der Tochter CityLine fordert die Pilotenvereinigung Cockpit höhere Gehälter und hat dafür schon mehrfach gestreikt. Im Lufthansa-Mutterkonzern fordert Cockpit eine eigenständige Personalvertretung für Piloten. dpa/Reuters/dma/phj

 

Von  Zahlenfee Erstellt am: 14.08.08 21:16 Beitrag Nr.: 142.381 Weitere Beiträge
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Lufthansa will keine neuen Leute mehr einstellen

Die größte deutsche Fluggesellschaft hat einen unbefristeten Einstellungsstopp verhängt. Die Lufthansa trete insgesamt „deutlich auf die Bremse", sagte Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber. Zudem sendete er eine Warnung in Richtung streiklustige Gewerkschaften. Bei der Lufthansa gilt bis auf weiteres ein Einstellungsstopp. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ verneinte Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber die Frage, ob der im Juni und Juli verkündete Einstellungsstopp befristet sei. „In diesem Jahr gab es 2800 Einstellungen. Jetzt können wir angesichts der veränderten Rahmenbedingungen leider keine weiteren Einstellungen mehr verantworten“, sagte der Vorstandsvorsitzende der größten deutschen Fluggesellschaft. Die Lufthansa trete insgesamt „deutlich auf die Bremse“. Eine Lufthansa-Sprecherin erläuterte, der Einstellungsstopp beziehe sich auf die sogenannten Zentralfunktionen und die Passagierbeförderung, also beispielsweise auf Verwaltung, Check-In-Mitarbeiter und Flugbegleiter.

„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass in unserer Branche die Alarmglocken läuten“, sagte Mayrhuber. „Mehr als 25 Airlines mussten dieses Jahr bereits ihren Betrieb einstellen. Es werden bei vielen Airlines Flugzeuge außer Dienst auf Wüstenparkplätze gestellt, Mitarbeiter entlassen und Sozialpläne geschmiedet. Wir wollen es dazu nicht kommen lassen.“ Fluggesellschaften weltweit macht der kräftig gestiegene Kerosinpreis zu schaffen. Der Lufthansa verpassten zudem Streiks von Piloten, Technikern und Stewardessen einen Dämpfer.
Mayrhuber warnte die Pilotenvereinigung Cockpit, die nach Streiks bei den Lufthansa-Töchtern CityLine und Eurowings auch Warnstreiks bei der Lufthansa-Mutter angekündigt hatte, vor einem weiterem Arbeitskampf: „Die Lufthansa kann im Konzert der großen Europäer nur eine Rolle spielen, wenn sie in der Fläche präsent ist. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit muss wissen, dass sie mit Streiks diese Wurzeln gefährdet.“ dpa/phj

 

Von  Zahlenfee Erstellt am: 22.08.08 21:42 Beitrag Nr.: 143.154 Weitere Beiträge
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Wie die Lufthansa die Airline-Krise meistert

Von Christoph Rottwilm

Harte Zeiten für die Lufthansa: Hohe Kerosinkosten und die Konsumflaute belasten das Geschäft. Arbeitskämpfe und Flugausfälle bestimmen die Schlagzeilen. Analysten empfehlen die Aktie dennoch - aus guten Gründen.

 

Die Aktionäre der Lufthansa brauchen derzeit starke Nerven. Bis Anfang 2007 war es Unternehmenschef Wolfgang Mayrhuber mit rigidem Stabilisierungs- und Sparkurs gelungen, den Kurs seines Papiers auf einen Rekordstand von knapp 23 Euro zu treiben. Heute ist ein Anteilschein an der Airline weniger als 15 Euro wert.

 

 

Kein Wunder, das Unternehmen erzielte zwar im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 1,4 Milliarden Euro. Es hat aber extern wie intern zunehmend mit Widrigkeiten zu kämpfen. Sorgenkind Nummer eins: die Treibstoffkosten. Seit Jahren kennt der Ölpreis - abgesehen von zwischenzeitlichen Korrekturen - vor allem eine Richtung: nach oben. Die Kerosinpreise hat er dabei stets im Schlepptau. Hinzu kommt mehr und mehr die schwächelnde Konjunktur, die sich bereits in nachlassenden Passagierzahlen bemerkbar macht.

Derlei Turbulenzen treffen nicht nur die Lufthansa. Alle Airlines reagieren darauf - mehr oder weniger - gleich: Personal abbauen, Flüge streichen, Maschinen stilllegen. Aber längst nicht alle werden die Probleme auch in den Griff bekommen. Vielmehr wird die Konsolidierung in der Luftfahrt mit Kooperationen, Übernahmen und Insolvenzen wohl noch eine Zeit weitergehen.

 

 

Die Lufthansa aber hat ein weiteres Problem: Einige ihrer wichtigsten Mitarbeiter sind höchst unzufrieden. Zwar wurde mit den durch Ver.di vertretenen Beschäftigten kürzlich eine Tarifeinigung erzielt. Die in der Splittergewerkschaft Ufo organisierten Flugbegleiter haben aber schon klargemacht, dass sie sich mit den dabei verabredeten Gehaltsplus von 7,4 Prozent nicht zufrieden geben wollen. Sie fordern 15 Prozent - spätestens Anfang 2009 muss sich Lufthansa damit auseinandersetzen.

Auch der Disput mit den Piloten schwelt noch. Dabei geht es nicht nur um mehr Geld für die Cockpit-Arbeiter der Regionalflugtochter CityLine, sondern auch um alte Vereinbarungen über den Einsatz bestimmter Flugzeuggrößen. Experten verfolgen diesen Streit besonders gespannt, denn die Piloten können in einer heiklen Frage aufgrund ihrer Schlüsselposition viel Druck ausüben. "Hier geht es grundsätzlich darum, inwieweit das Unternehmen per Outsourcing Kosten sparen kann", sagt ein Marktbeobachter.

 


Alles in allem ein gefährliches Terrain also, über das Lufthansa-Chef Mayrhuber seine Airline da manövrieren muss. Dennoch beurteilt das Gros der Analysten das Unternehmen positiv. Viele raten gar, die Aktie, sofern nicht schon geschehen, schleunigst ins Depot zu nehmen.

"Die Luftfahrtbranche befindet sich zweifellos in einer schwierigen Zeit. Im Vergleich zu anderen Airlines ist die Lufthansa aber extrem gut aufgestellt", erklärt Frank Skodzik von der Commerzbank. Wie er glauben viele Experten, dass die Gesellschaft den Problemen ausreichend entgegenzusetzen weiß - und letztlich als Gewinner aus der Konsolidierung hervorgehen wird.

Beispiel Treibstoffkosten: "Lufthansa betreibt die beste Hedging-Politik in der Branche", sagt Analyst Robert Heberger von Merck Finck. Die Strategie des Unternehmens: Über einen Zeitraum von 24 Monaten wird der Treibstoffpreis für bis zu 85 Prozent des Bedarfs gesichert. "Liegt der Rohölpreis zum vereinbarten Zeitpunkt über dem vereinbarten Preisniveau, profitiert die Fluggesellschaft", heißt es bei der Lufthansa.

Seit 1990 konnte der Konzern auf diese Weise eigenen Angaben zufolge fast drei Milliarden Dollar an Treibstoffkosten sparen. Allein für 2008 erwartet Lufthansa einen Treibstoffaufwand von 5,6 Milliarden Euro. Zu 85 Prozent ist der Bedarf bereits abgesichert, für 2009 zu 57 Prozent.

Zwar ist das Problem steigender Treibstoffpreise mit den Absicherungsgeschäften nicht vollständig gelöst, sondern lediglich in die Zukunft verlagert. Anderen Airlines steht aber nicht einmal diese Möglichkeit offen. "Hedging kostet Geld", so Analyst Heberger. "Viele Gesellschaften können es sich schlicht nicht leisten und müssen darauf hoffen, dass ihnen die Treibstoffkosten nicht aus dem Ruder laufen."

 


Zudem hat die Lufthansa weitere Alternativen zur Effizienzsteigerung. "Dank einer unternehmenseigenen Software kann die Airline ihre Kapazitäten besonders gut anpassen", sagt Stefan Schöppner von der Dresdner Bank hinzu. "In diesen schwierigen Zeiten ist das von besonderem Wert."

Laut Schöppner gelingt es der Lufthansa mit dem Programm besser als der Konkurrenz, Flugpreise zu optimieren, Maschinen zu disponieren und Flüge zu planen. "Hinzu kommt eine flexible Einkaufspolitik", so der Analyst. "Dadurch wird verhindert, dass Maschinen außerplanmäßig stillgelegt werden müssen."

Wie viele Experten glaubt auch Schöppner, dass die Lufthansa in der Konsolidierung weiterhin aktiv sein wird. Bis zu sechs Airlines, so rechnete die "Süddeutsche Zeitung" kürzlich vor, könnte sich der Konzern demnächst einverleiben. Nach der erfolgreichen Integration der Swiss, die 2007 übernommen wurde, gilt der Kauf der Austrian Airlines als wahrscheinlich. Allein schon, um der Konkurrenz den Zugriff zu verbauen, scheint dieser Schritt zweckmäßig.

 

Hinzu kommt die Option auf die britische BMI sowie die Möglichkeit, die Billigtochter Germanwings mit der TUIfly und eventuell der Condor zusammenzubringen. Weiteren Spekulationen - etwa der immer wiederkehrenden um die Alitalia - sind beinahe keine Grenzen gesetzt.

 

"Lufthansa verfolgt eine konsequente Akquisitionspolitik", so Schöppner. "Da gibt es keine Schnellschüsse, möglicherweise aus Prestigegründen. Alles wird sorgfältig geprüft und vorbereitet." Und die Lufthansa bestätigt: "Wachstum kann nicht das einzige Argument für einen sinnvollen Zusammenschluss sein."

Bleibt die Frage, wie sehr die Konflikte mit den Mitarbeitern die Aussichten des Unternehmens trüben. Klar ist: Der Tarifabschluss mit Ver.di bewegte sich an der Schmerzgrenze. "Darüber war ich 'not amused'" sagt ein Analyst. "Das lässt erwarten, dass sich auch weitere Abschlüsse im höheren Bereich bewegen werden." Die 15 Prozent, die von der Flugbegleitergewerkschaft Ufo in den Raum gestellt wurden, werden von Experten allerdings unisono als unrealistisch abgetan.

Existenzgefährdend sind die Tarifkonflikte ohnehin nicht. Sehr wahrscheinlich wird die Lufthansa daher in der europäischen Luftfahrtbranche auch noch eine prominente Rolle spielen, wenn sich diese in ein paar Jahren gewandelt haben wird. Drei oder vier große Gesellschaften, so der Tenor im Markt, dürften sich durchsetzen, dazu vielleicht zwei oder drei kleinere. Zu Letzteren könnten Ryanair und Easyjet gehören, vielleicht auch Air Berlin .

 

Von den dominanten Netzwerkern haben Experten zufolge Air France-KLM und British Airways gute Aussichten - und vor allem der Marktführer aus Deutschland. Das Fazit liegt daher nahe: Man muss angesichts des schwierigen Marktes derzeit sicher nicht unbedingt eine Airline im Portfolio haben. Aber Antizykliker steigen vielleicht gerade jetzt ein - und für die ist die Lufthansa nicht die schlechteste Wahl.

 


 

Von  Zahlenfee Erstellt am: 25.08.08 21:09 Beitrag Nr.: 143.292 Weitere Beiträge
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Lufthansa will bei Austrian Airlines einsteigen

Jetzt ist es offiziell: Die Lufthansa hat ernsthaftes Interesse an einer Beteiligung an Austrian Airlines. Mit einem Schreiben an die Investmentbank Merril Lynch hat die deutsche Fluglinie ihr Interesse bekundet. Austrian Airlines war durch stark gestiegene Treibstoffkosten in Bedrängnis gekommen.
Die Lufthansa ist an einer Beteiligung an der angeschlagenen österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) interessiert. Dies sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Montag in Frankfurt. Interessenten hatten bis Sonntag Zeit, ihr Interesse für den Kauf des 42,8-prozentigen Anteils der österreichischen Staatsholding ÖIAG an der AUA anzumelden. Der österreichische Staat will sich von der Beteiligung an der Fluglinie trennen und hat dabei auch einer Mehrheitsübernahme durch einen ausländischen Investor unter bestimmten Auflagen zugestimmt. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Sonntag berichtete, erhalten „geeignete Investoren“ Informationen über den Verkaufsprozess und haben bis zum 12. September Zeit, ihre Konzepte zu präsentieren. Neben der Lufthansa gelten auch Air France/KLM und Turkish Airlines als Interessenten.

Die österreichische Staatsholding ÖIAG hält für den Staat 42,8 Prozent der Aktien des Unternehmens. Die österreichische Bundesregierung hatte zuvor dem Komplettverkauf zugestimmt. Zu den Auflagen gehören jedoch, dass eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie in österreichischem Besitz bleibt. Außerdem soll der Firmensitz in Österreich bleiben und die Fluggesellschaft ihren Namen behalten. Die AUA wird nach Schätzungen des Vorstandes in diesem Jahr ein Defizit von mindestens 70 Millionen Euro einfliegen. Der Verkauf soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden.
reuters/phj

 

Von  Zahlenfee Erstellt am: 28.08.08 20:37 Beitrag Nr.: 143.645 Weitere Beiträge
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Lufthansa will bei Brussels Airlines einsteigen

Die Lufthansa möchte in Belgien zukaufen: Die Fluglinie plant eine Beteiligung an der Muttergesellschaft von Brussels Airlines. Der Deal wird den Konzern etwa 65 Millionen Euro kosten.

 

Frankfurt am Main - Die Lufthansa verhandelt nach eigenen Angaben mit SN Airholding über eine strategische Beteiligung. Das Unternehmen will im Rahmen einer Kapitalerhöhung zunächst 45 Prozent an der Muttergesellschaft der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines übernehmen.

 

 

Brussels Airlines

Brussels Airlines: Bisher an keine Allianz gebunden

 

Der Einstieg würde die Lufthansa rund 65 Millionen Euro kosten. Nach zwei Jahren könnte der deutsche Konzern seine Anteile dann auf 55 Prozent aufstocken. Der Preis dieser Option sei an die zukünftige Wertentwicklung von Brussels Airlines gekoppelt, hieß es. Derzeit befinden sich die beiden Unternehmen "in konstruktiven Verhandlungen", teilte die Lufthansa mit.

Die deutsche Fluggesellschaft will in den folgenden Wochen die Prüfung der SN Airholding und die Verhandlung über die vertraglichen Details abschließen. Brussels Airlines sei bislang an keine Allianz gebunden und fliege von der Drehscheibe Brüssel Ziele in Europa und insbesondere Afrika an, erklärte die Lufthansa. Die angestrebte Beteiligung muss allerdings noch von den Aufsichtsgremien von Lufthansa und SN Airholding sowie den Kartellämtern genehmigt werden.

 

 

Brussels Airlines kämpft seit geraumer Zeit mit Problemen. Zwar stieg die Zahl der beförderten Passagiere im ersten Halbjahr 2008 um 12,4 Prozent auf 2,6 Millionen. Die Auslastung der Maschinen lag aber nur bei 61,6 Prozent - und damit deutlich unter dem Branchenschnitt und 4,2 Prozentpunkte unter dem Niveau des ersten Halbjahrs 2007. Zum Vergleich: Die Lufthansa lastet ihre Flüge zu 78,4 Prozent aus.

 

cvk/Reuters/ddp/dpa

 

Von  Zahlenfee Erstellt am: 01.09.08 20:37 Beitrag Nr.: 143.929 Weitere Beiträge
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Die Lufthansa ist der große Gewinner der Krise

 

Von Ernst August Ginten 30. August 2008, 15:58 Uhr

Zahlreiche europäische Airlines sind Sanierungsfälle und stehen zum Verkauf. Grund sind der hohe Ölpreis und der ruinöse Preiswettbewerb. Doch die Krise verschafft den effizient aufgestellten Fluggesellschaften auch Chancen – die Lufthansa gehört zu den großen Gewinnern.

 

Schon seit Monaten war spekuliert worden. Hat Wolfgang Mayrhuber, Chef der Lufthansa, Interesse an der maroden Alitalia? Hebt er die Hand, um ein Gebot für Spaniens kränkelnde Airline Iberia abzugeben: Deutschlands größte Fluggesellschaft zögerte und ließ Gerüchte dementieren. In dieser Woche gab sie ihre Zurückhaltung auf. Geimeinsam mit Air France/KLM verhandelt Lufthansa mit den Italienern über eine Partnerschaft. Außerdem sind die Deutschen in den Bieterkampf um die österreichische Austrian Airlines eingestiegen und wollen sich mit zunächst 45 Prozent an Brussels Airlines beteiligen.

 

Noch nie standen so viele Fluggesellschaften in Europa zum Verkauf oder suchten einen Fusionspartner. Allein in Europa sind die italienische Alitalia, die spanische Iberia, die Austrian Airlines und die serbische Fluggesellschaft Jat zu haben. Auch die tschechische CSA oder die polnische LOT sollen wohl demnächst privatisiert werden. Der europäische Luftfahrtmarkt wird gerade komplett neu geordnet.

Vor allem kleine Gesellschaften treibt der hohe Ölpreis an den Rand des Ruins. „Finanzstarke Airlines werden mehr Ruhe in den Markt bringen. Es gibt immer noch viel zu viele Produkte und Marken“, sagt Gerd Pontius, Chef der Unternehmensberatung Prologis.

Europa hat schlichtweg zu viele Airlines, und diese leisten sich einen ruinösen Preiswettkampf. Schön für die Passagiere, doch oft nicht wirtschaftlich für die Gesellschaften. Immer wieder haben deshalb europäische Regierungen schwächelnden Staats-Airlines mit fragwürdigen Subventionen gestützt. Doch diese Praxis wird auf Drängen der EU-Kommission geweicht. Stark dazu beigetragen, nationale Vorbehalte beiseitezuschieben, haben der wirtschaftliche Erfolg der neuen Flugkonzerne Air France/KLM und Lufthansa/Swiss.

Selbst in Italien hat nun die Regierung eingesehen, dass sie die Alitalia nicht mehr retten kann. 16 Investoren wollen rund eine Milliarde Euro bereitstellen, um die so gut wie zahlungsunfähige Fluggesellschaft Alitalia zu retten. Danach stehen Air France/KLM und Lufthansa als mögliche Partner bereit.

Außerhalb Europas unterliegt der Markt noch größerem Staatseinfluss. Stark wachsenden arabischen Airlines wie Qatar Airways, Emirates oder Ethiad Airways sind fast noch komplett in Regierungsbesitz. In den Vereinigten Staaten ist es Ausländern zudem untersagt, mehr als 25 Prozent an einer Fluggesellschaft zu besitzen.

US-Luftfahrt-Manager sähen diese Hürde gerne fallen. Weil frisches Geld nur noch schwer zu bekommen ist, haben bereits acht US-Linien seit Jahresbeginn Konkurs angemeldet – darunter etablierte wie Frontier aus Alaska und Aloha aus Hawaii. Der Mutterkonzern des US-Primus American Airlines, die AMR Corporation, machte allein im zweiten Quartal einen Verlust von 1,4 Milliarden Dollar.

Seit Jahresbeginn sind weltweit 24 Fluggesellschaften zusammengebrochen. Für die gesamte Branche rechnet der Airline-Verband IATA mit Verlusten von mehreren Milliarden Dollar, wenn der Rohölpreis nicht nachhaltig unter die 100-Dollar-Marke sinkt. Gleichzeitig schwächelt die Wirtschaft in den USA und Europa. Vielen Airlines fehlt schlicht das Geld für den Weiterflug. Ganz zu schweigen von Investitionen in eine sparsamere und umweltverträglichere Flotte. Nur wenige europäische Linien bestellen derzeit neue Langstrecken-Jets.

 

dass vor allem Gesellschaften mit spritsparenden Flugzeugen wie dem Airbus A380, der Boeing 787 oder dem neuen Airbus A350 Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz mit älteren Flugzeugen haben werden. „Diese Flugzeuge machen dank der niedrigen Kosten nicht nur dezentrale Strecken attraktiver, sie erlauben auch neue Strecken aus unseren Drehkreuzen heraus“, sagt Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber. So könnte das Angebot für die Kunden trotz der sinkenden Zahl von europäischen Airlines durchaus größer werden.

 

Von  Araich Erstellt am: 04.09.08 21:35 Beitrag Nr.: 144.205 Weitere Beiträge
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DJ Neben Lufthansa auch BA an Brussels Airlines interessiert - SZ

FRANKFURT (Dow Jones)--Neben der Deutschen Lufthansa AG sind einem Zeitungsbericht zufolge noch zwei weitere Fluggesellschaften an der Brussels Airlines interessiert. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Donnerstag vorab aus ihrer Freitagausgabe berichtet, haben sich auch British Airways und die chinesische Hainan Airlines beworben und sind noch nicht aus dem Rennen. Lufthansa gelte indes weiterhin als vom Management favorisierter Partner.

Brussels Airlines und Lufthansa hatten in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie sich in "konstruktiven Verhandlungen" über einen Einstieg befinden. Demnach würde die Frankfurter Fluglinie zunächst für 65 Mio EUR 45% der Anteile an der Brussels-Muttergesellschaft SN Airholding übernehmen, nach zwei Jahren könnte sie das Unternehmen komplett kaufen.

Der von Lufthansa vorgeschlagene Preis sei einigen der SN-Airholding-Eigner offenbar zu niedrig, so die Zeitung. British Airways sei unterdessen dabei, eine strategische Kehrtwende zu vollziehen. Lange Zeit habe sich BA fast ausschließlich auf den Flughafen London-Heathrow konzentriert. Jetzt will das Unternehmen mit der spanischen Iberia fusionieren. Damit würde aber immer noch ein Standbein in Mitteleuropa fehlen. BA hatte auch Interesse an Austrian Airlines und Alitalia gezeigt.

Die private chinesische Hainan Airlines versuche über Brussels Airlines Zugang zu Europa zu bekommen. Für Lufthansa sei Brussels wegen des belgischen Marktes und der Afrika-Strecken interessant.

Eine Sprecherin der British Airways wollte sich auf Anfrage von Dow Jones Newswires nicht zu den Informationen äußern. Bei Hainan war niemand für einen Kommentar zu erreichen.


Webseite: http://www.sueddeutsche.de/

DJG/kla/bam

 

Von  Araich Erstellt am: 15.09.08 18:45 Beitrag Nr.: 145.093 Weitere Beiträge
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Lufthansa steigt bei Brussels Airlines ein

Der Deal ist perfekt: Die Lufthansa beteiligt sich an der belgischen Fluglinie Brussels Airlines. Das nächste Übernahmeobjekt haben die Deutschen schon anvisiert: die skandinavische Fluglinie SAS. Die norwegische Regierung hat ihren Widerstand bereits aufgegeben.

Brüssel/Frankfurt am Main - Lufthansa auf Einkaufstour: Für 65 Millionen Euro beteiligt sich die Fluggesellschaft an der belgischen Brussels Airlines. Lufthansa kauft zunächst 45 Prozent der Aktien an dem Unternehmen, teilten beide Fluggesellschaften am Montag in Brüssel mit. Von 2011 an könne die Lufthansa die belgische Airline mit Drehkreuz in Brüssel dann vollständig übernehmen.

 

Brussels Airlines

Brussels Airlines: Ziele in Europa und Afrika

Die belgische Luftlinie soll den Angaben zufolge ihren Sitz und ihre Geschäftsführung in Brüssel behalten. Vor zweieinhalb Wochen hatten Lufthansa und Brussels Airlines offiziell Gespräche über eine Annäherung der beiden Unternehmen bestätigt. Brussels Airlines fliegt vor allem Ziele in Europa und Afrika an und beförderte im vergangenen Jahr rund 5,8 Millionen Passagiere. Mit Drehkreuz in Brüssel bedient die Fluglinie vor allem Strecken innerhalb Europas und nach Afrika.

Lufthansa zählte 2007 im Gesamtkonzern knapp 63 Millionen Passagiere und hat mehr als 100.000 Mitarbeiter. Mitte vergangenen Jahres hatte Lufthansa die Übernahme der Schweizer Swiss abgeschlossen. Der deutsche Konzern gilt auch als Favorit für die Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines.

 

Auch an der skandinavischen Fluglinie SAS hat Lufthansa Interesse. Dabei sind die Deutschen offenbar einen Schritt weitergekommen: Norwegens Regierung gab nun ihren Widerstand gegen einen Verkauf der angeschlagenen Fluggesellschaft auf. SAS wird als halbstaatliches Unternehmen gemeinsam in Dänemark, Norwegen und Schweden betrieben.

Die Wirtschaftstageszeitung "Dagens Industri" berichtete am Montag unter Berufung auf Osloer Regierungskreise, dass Norwegen wegen der zunehmenden Schwierigkeiten für SAS "einen Verkauf nicht mehr wie bisher blockieren will".

cvk/Reuters/dpa-AFX

 

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