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Forum > World of Sofa-Talk > Krise an den Finanzmärkten

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Thema: Krise an den Finanzmärkten

Thema Nr. 50444  
Thema eröffnet von:  newtrader Beiträge: 6 Bewertung (0):
am: 14.03.08 21:02 Gelesen gesamt: 187    
Letzter Beitrag von:  newtrader Gelesen heute: 3      
am: 14.03.08 21:17          
 
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Themenbeitrag Nr.1

 
Von  newtrader Erstellt am: 14.03.08 21:02 Beitrag Nr.: 126.329 Weitere Beiträge
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Von wegen früher war alles besser, wie man sieht hat es schon vor etlichen Jahren Krisen gegeben.


Wer die derzeitige Krise an den Finanzmärkten verstehen will, sollte in die Vergangenheit schauen. Denn die Geschichte der Börsen ist eine Geschichte der Börsencrashs. Selbst Genies wie Isaac Newton blieben davon nicht verschont.

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Der Tulpencrash

Seit 1593 importierten die Holländer aus Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, Tulpenzwiebeln nach Amsterdam. Sie wurden schnell beliebt, waren aber knapp, und so stieg der Preis. Bis zur Tulpenmanie vergingen aber noch etliche Jahre bis 1634. Auf dem Höhepunkt kostete eine Zwiebel der Sorte Semper Augustus 10.000 Gulden - den Preis eines Hauses. Ein Brauereibesitzer soll sogar für drei Tulpenzwiebeln seine Brauerei eingetauscht haben. 1637 platzte die Blase, viele der Spekulanten blieben auf einem riesigen "Tulpenvermögen" sitzen und gingen Pleite.

 

Themenbeitrag Nr.2

 
Von  newtrader Erstellt am: 14.03.08 21:05 Beitrag Nr.: 126.330 Weitere Beiträge
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Wohl die bekannteste Krise in der Börsengeschichte.


ImageDer Schwarze Freitag

Zunehmender Optimismus über die wirtschaftliche Lage ließ seit 1921 immer mehr Amerikaner zu Aktionären werden. Investmentgesellschaften schossen wie Pilze aus dem Boden, die Kurse kannten nur eine Richtung: nach oben. Das brachte viele dazu, sich Aktien auf Pump zu kaufen, denn die Zinsen waren im Vergleich zu den Kursgewinnen geradezu lächerlich. Als der Statistiker Roger Ward Babson im September 1929 vor einem Crash warnte, machte er sich zunächst zum Gespött der Finanzwelt. Am Donnerstag, den 24. Oktober, bricht an der Wall Street jedoch plötzlich Panik aus, der Dow Jones fällt an einem Tag um damals unvorstellbare elf Prozent. Am "Schwarzen Freitag", dem 25. Oktober, sagt Präsident Hoover: "Die primäre Wirtschaft des Landes befindet sich in einer gesunden und florierenden Verfassung." In den folgenden drei Jahren stürzt die Weltwirtschaft in eine Depression, der Dow Jones fällt um 85 Prozent und erreicht erst in den 50er-Jahren wieder das Niveau des Spätsommers 1929.

 

Themenbeitrag Nr.3

 
Von  newtrader Erstellt am: 14.03.08 21:08 Beitrag Nr.: 126.331 Weitere Beiträge
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Da hatte man noch so richtig viel Platz auf den StraßenImage

 

 

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Die Ölkrise

Sonntagsfahrverbot, leere Autobahnen, und wenn man fahren durfte, dann nicht schneller als 100 Stundenkilometer. Das waren die sichtbarsten Auswirkungen der plötzlichen Ölknappheit, der ein Krieg im Nahen Osten vorausgegangen war. Am 6. Oktober 1973, dem israelischen Feiertag Yom Kippur, griffen Ägypten und Syrien gemeinsam den verhassten Nachbarn an. Doch die Offensive scheiterte. Als Reaktion beschloss die Opec, die Ölförderung einzuschränken. Die westlichen Länder gerieten daraufhin in die schwerste Wirtschaftskrise seit den 30er-Jahren: Die Wirtschaft stagnierte, während die Inflation wegen des steigenden Ölpreises weiter kletterte. Der Dax (zurückgerechnet aus dem Index der Börsenzeitung) fiel von Januar 1972 bis September 1974 um 40 Prozent, um dann in eine langjährige Seitwärtsbewegung überzugehen.


 

 

 

Themenbeitrag Nr.4

 
Von  newtrader Erstellt am: 14.03.08 21:11 Beitrag Nr.: 126.332 Weitere Beiträge
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Und wieder ein schwarzer Tag, dieses Mal aber ein Montag.


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Der Schwarze Montag

Am 19. Oktober 1987 stürzte der wichtigste Aktienindex der Welt, der Dow-Jones-Index innerhalb weniger Stunden um 508 Punkte oder 22,6 Prozent von 2247 auf 1739 Punkte ab. Dies war der bis dahin stärkste Einbruch in der Geschichte der Wall Street und stellte sogar den Schwarzen Freitag von 1929 in den Schatten. Im Gegensatz zum damaligen Börsencrash konnte jedoch eine expansive Geldpolitik der US-Notenbank Fed eine wirtschaftliche Rezession verhindern. Ausgelöst wurde die Krise durch Sorgen über das amerikanische Haushaltsdefizit, wobei automatisch ausgeführte elektronische Verkauforder den Kurssturz dramatisch verstärkten. Der Crash an der Wall Street führte auch in Deutschland zu dramatischen Szenen: Der DAX brach auf Basis zurückgerechneter Kurse von rund 1500 Punkten Anfang Oktober bis auf 945 Zähler (Stand am 10. November) ein. Der 19. Oktober 1987 ging als "Black Monday", also als "Schwarzer Montag", in die Geschichte ein.

 

Themenbeitrag Nr.5

 
Von  newtrader Erstellt am: 14.03.08 21:14 Beitrag Nr.: 126.333 Weitere Beiträge
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Eine Krise ausgelöst durch einen Diktator, der aber seine gerechte Strafe erhalten hat.


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Die Kuwait-Krise

Als Saddam Hussein am 17. Juli 1990 irakische Truppen in Richtung Kuwait schickte, störte das an der Börse kaum jemanden. Der Dow Jones erreicht mit knapp 3000 Punkten ein neues Jahreshoch, der Dax am Tag darauf mit 1966 Zählern sogar ein Rekordhoch. Auch an den folgenden Tagen ist die Reaktion auf dem Parkett verhalten. Es kommt zu vereinzelten Gewinnmitnahmen, aber keinem Crash. Denn noch überwiegt die Hoffnung, dass sich der Konflikt zwischen dem ehemaligen US-Verbündeten Irak und dem jetzigen US-Verbündeten Kuweit diplomatisch lösen lässt. Als Hussein jedoch am 2. August seinen Truppen befiehlt, die Grenze zu überschreiten, schießt der Ölpreis sofort in die Höhe, Dow und Dax fallen in den Keller. Es folgen Monate des Krieges, in denen die USA und ihre Verbündeten in der Operation "Wüstensturm" ab dem 16. Januar 1991 irakische Truppen wieder auf das eigene Territorium zurückdrängen. Bis hierhin hatte der Dax 30 Prozent verloren. Doch plötzlich war die Angst auf dem Parkett wie weggefegt. Bis zum Sommer 1991 machte das deutsche Börsenbarometer wieder 25 Prozent gut.

 

Themenbeitrag Nr.6

 
Von  newtrader Erstellt am: 14.03.08 21:17 Beitrag Nr.: 126.334 Weitere Beiträge
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Die wohl bis jetzt traurigste und grausamste Krise.


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Der elfte September

Es ist Morgen in Manhattan, kurz nach acht Uhr. Ein strahlend blauer Spätsommertag beginnt. Plötzlich ist im Nordturm des World Trade Centers Feuer und Rauch zu beobachten. Offenbar ist ein Flugzeug in das Hochhaus gerast. Ein Versehen? Ein Unfall? Spekulationen machen die Runde. Als dann kurze Zeit später vor den Live-Kameras der Nachrichtensender ein zweites Flugzeug in den Südturm fliegt, herrscht Gewissheit: Terror. Ein bis dato nahezu unbekanntes Netzwerk namens al-Kaida unter der Führung eines gewissen Osama Bin Laden soll hinter den Anschlägen stecken, erklärt die US-Regierung nur wenige Tage später. Der Dax, seit Wochen bereits im freien Fall, unterschreitet die Marke von 4000 und in den folgenden Tagen sogar 3600 Punkten. Die US-Regierung unter George W. Bush nimmt den 11. September zum Anlass, um gegen den Terror in den Krieg zu ziehen. Ein Hauptziel ist dabei die Entmachtung des irakischen Diktator Saddam Hussein - wenn nötig auch mit militärischen Mitteln. Der drohende Krieg im Irak und dessen unabsehbare Folgen hält die Aktienmärkte im Würgegriff. Der Dax fällt am 12. März 2003 nach einer dramatischen Talfahrt auf 2188,75 Punkte - dem tiefsten Stand seit November 1995.