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#18372 von  DerSeher Erstellt am: 26.06.07 17:09:51 Beitrag Nr.: 18372 Weitere Beiträge
Dieser Beitrag:

Air Berlin weiter in der Presse mit neuen Vorwürfen!

 

Air Berlin soll auch
gegen Ad-hoc-Pflicht
verstoßen haben

Berlin/Bonn.Die wegen Verdachts auf Insiderhandel in die Schlagzeilen geratene Fluggesellschaft Air Berlin kommt nicht zur Ruhe: Die Finanzaufsicht hat die Airline auch wegen möglicher Verstöße gegen Veröffentlichungspflichten ins Visier genommen. Einen entsprechenden „Spiegel“-Bericht bestätigte gestern eine BaFin-Sprecherin. Dabei geht es um die Frage, ob die Aktionäre im vergangenen August über die angepeilte Übernahme des Konkurrenten dba rechtzeitig informiert worden seien.

In einer Ad-hoc-Meldung, die das Unternehmen am 17. August 2006 und damit vier Wochen nach Abschluss einer Absichtserklärung zum Kauf von dba veröffentlicht habe, sei der Coup lediglich mit einer Zeile gewürdigt worden, hatte der „Spiegel“ berichtet. Ein Air-Berlin-Sprecher wies den Verdacht zurück, die Geschäftsleitung könnte womöglich gegen die Ad-hoc-Publizitätspflicht verstoßen haben. Eine internationale Anwaltskanzlei habe den Vorgang damals geprüft und den Air-Berlin-Managern im Hinblick auf ein mögliches Scheitern des Geschäfts von einer früheren Bekanntgabe abgeraten.

 

Am vergangenen Dienstag waren insgesamt zehn Firmengebäude und Privatwohnungen im ganzen Bundesgebiet wegen des Verdachts auf Insiderhandel im Zusammenhang mit der Übernahme der dba durchsucht worden. Air-Berlin-Chef Joachim Hunold wies die Vorwürfe zurück, die gegen ihn, Aufsichtsratschef Johannes Zurnieden und drei Abteilungsleiter gerichtet wurden.