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Thomas Grüner: 17.05.08 12:57 Bearkeil oder Ausbruch? |
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Markus Fugmann: 16.05.08 11:41 Marktausblick vom 16.05.08 |
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Norbert Lohrke: 16.05.08 08:57 New Economy, Old Economy |
| Thema eröffnet von: | mastertrader | Beiträge: | 42 | Bewertung (0): | |
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| am: | 16.01.08 00:00 | Gelesen gesamt: | 512 | |||
| Letzter Beitrag von: | Explorerkenner | Gelesen heute: | 5 | |||
| am: | 15.05.08 21:23 |
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Von mastertrader | Erstellt am: 16.01.08 00:00 | Beitrag Nr.: 88.771 | Weitere Beiträge |
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Entgegen früherer Beteuerungen, sie sei nicht in US-Subprime-Hypotheken engagiert, musste die Hypo eine Abschreibung von 390 Mio. Euro auf gebündelte Anleihepakete (Collateralized Debt Obligations/CDO) einräumen, die auch in verbriefte Subprime-Kredite investiert haben. Davon werden 295 Mio. Euro ergebniswirksam und drücken den Jahresgewinn vor Steuern von 1,2 Mrd. Euro im Vorjahr auf voraussichtlich 890 Mio. Euro 2008. Die Dividende wird um zwei Drittel auf 50 Cent gekürzt. Der Aktienkurs brach zeitweise um den Rekordwert von 38,6 Prozent ein. Zum Schluss notierte die Aktie um 32,9 Prozent niedriger bei 22,49 Euro. "Brutaler kann ein Misstrauensvotum nicht ausfallen", sagte ein Händler. Die Kanzlei Nieding Barth will nun Schadensersatzansprüche der Anleger gegen die Hypo... prüfen.
Für Funke ist die Abschreibung ein herber Rückschlag. Erfolgreich steuerte der 52 -Jährige die Herauslösung der Immobilienbank aus der HypoVereinsbank..., erfolgreich platzierte er sie als die Nummer zwei nach der Eurohypo in Deutschland und krönte seine Karriere mit dem Kauf der Depfa Bank im Oktober - ein Deal, der in einem widrigen Marktumfeld zustande kam.
Dennoch hatte die Bank ihr Subprime-Risiko im zweiten Halbjahr noch als marginal beschrieben. Eine Abschreibung von 4 Mio. Euro im dritten Quartal musste den Wirtschaftsprüfern von KPMG nach Darstellung von Finanzvorstand Markus Fell förmlich abgetrotzt werden, da keine größeren Verluste erkennbar gewesen seien. Um Abschreibungen zu vermeiden, hatte die Bank zudem Wertpapierpositionen aus dem Bilanzposten "Halten bis Endfälligkeit" umgebucht in den Posten "zum Verkauf bestimmt" und in einer Neubewertungsrücklage mit 265 Mio. Euro gegen das Eigenkapital verrechnet. Im vierten Quartal freilich war der bilanzielle Spielraum ausgeschöpft. Nun muss der Verlust über die Erfolgsrechnung realisiert werden.
Obwohl der Schaden im Vergleich zu den teils zweistelligen Milliardenbeträgen der Konkurrenz begrenzt und für die Bank nicht bedrohlich ist, dürfte ihr die "mangelhafte Kommunikation" schaden. "Man kann nicht ständig sagen, da ist nichts, wenn man diese Geschäfte über eine eigens darauf spezialisierte Tochter führt", sagte ein Marktteilnehmer.
Tatsächlich hat die Hypo eine Tochter namens Collineo mit Sitz in Dortmund und New York, die sich in ihrer Eigenwerbung dafür rühmt, als "führender europäischer Marktteilnehmer" unter anderem bei Investitionen in CDO auf verbriefte Hypothekenkredite in Europa und den USA "bekannt" zu sein - also genau in jenem Marktsegment, von dem es bei der Hypo stets hieß, sie habe dort "nichts".
Insgesamt, so Fell am Dienstag, habe die Bank 40 CDO, in die 1 Mrd. Euro investiert seien. Nur zwei davon seien leistungsgestört. Durch die Abschreibung seien alle erkennbaren Risiken im Verbriefungsengagement der Bank berücksichtigt worden. Ob weitere Wertberichtigungen nötig seien, hänge von der Marktentwicklung ab, sagte Fell.
Fast trotzig stellte sich Funke vor sein Management. Dieses habe in einem äußerst schwierigen Umfeld "fehlerfrei" agiert und eine "hervorragende Arbeit" geleistet. Die Kritik stachele seine Streitlust an. "Ich mache nicht den Aktienkurs, ich mache das Geschäft. Und das ist gut gelaufen", sagte Funke.
Zu personellen Konsequenzen wegen der zumindest für den Markt überraschenden Abschreibung äußerte sich Funke nicht. "Das ist Sache des Aufsichtsrats", sagte er. Bei nüchterner Betrachtung müssten auch die Aktionäre einsehen, dass die Kürzung der Dividende für sie besser sei als die Alternative: eine Kapitalerhöhung, die nur ihre Anteile verwässern würde.
Funke selbst allerdings sowie auch Fell und Vorstandskollege Frank Lamby haben offenbar weiterhin Vertrauen in die Aktie: Sie kauften am Dienstag Papiere im Wert von zusammen 590.000 Euro.
Quelle: FTD vom 15.1.08
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Von mastertrader | Erstellt am: 16.01.08 00:01 | Beitrag Nr.: 88.772 | Weitere Beiträge |
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15.01.2008
20:10
PRESSESTIMME BÖRSEN-ZEITUNG / Hypo Real Estate Was für ein Kurssturz,
Kommentar zur Lage und den Aussichten bei der Hypo Real Estate (HRE), von Björn Godenrath.
Der Markt hat gesprochen, und das sogar überdeutlich. Um 35% wurde die Aktie der Hypo Real Estate (HRE) abgestraft, nachdem sie einen übel schmeckenden Cocktail aus Abschreibungen auf Collateralized Debt Obligations (CDOs) und Dividendenkürzung reichte. Nun hat der Markt, so suggeriert es ein Sprichwort, immer Recht. Dies gilt indes nur für den einen Moment der Preisfindung, im nächsten kann es sich der Markt schon wieder anders überlegt haben.
Im Fall der Münchener Immobilienbank wird von Händlern und Analysten darauf verwiesen, dass es sich bei dem nun offenbarten Abschreibungsbedarf um einen "Vertrauensbruch" handele und die Aktie wegen dieser "Überraschung" verkauft werde. Aber wer, bitte schön, hatte denn gedacht, dass die HRE nach den Abstufungen von CDOs durch die Ratingagenturen im November ungeschoren davonkommt? Kreditkrise, anybody?
Bereits im August hatte das Institut offen gelegt, über CDO-Investments von 1,5 Mrd. Euro zu verfügen. Für das dritte Quartal wurde zwar nur eine Mini-Abschreibung vorgenommen; es kann aber heute niemand behaupten, dass ihn der Korrekturbedarf von knapp 400 Mill. Euro vollkommen auf dem falschen Fuß erwischt. Dass der HRE-Vorstand die Risiken mangels Visibilität kleinredet, kann man ihm angesichts des Verhaltens der PeerGroup-Banken schwerlich vorwerfen - lediglich der konstante Verweis auf die Triple-A-Ratings der CDO-Investments war überflüssig, weil fadenscheinig.
Dass wir uns nicht falsch verstehen: Es gibt nichts zu verharmlosen, aber sehr wohl die Relationen zu berücksichtigen. Während die HRE (ohne Marktpreise als Richtschnur) gut ein Viertel ihres CDO-Bestands abschreibt und kein frisches Kapital aufnimmt, verdampfen bei der Citigroup gut 12 Mrd. Euro (18 Mrd. Dollar), und es werden knapp 10 Mrd. Euro Kapital zugeführt, auch die Dividende wird um 41% gekappt. Ergebnis: Die Aktie verliert 7%.
Die um zwei Drittel gekürzte Dividende ist auch die eigentliche Hiobsbotschaft für HRE-Aktionäre. Vorstandschef Georg Funke will das Kapital (200 Mill. Euro) in der Bank halten, um Chancen im Neugeschäft zu nutzen - schade, dass die Bank hier keine Reserven besitzt. Die Margen sind übrigens steigend. Mal schauen, was die restlichen Banken bei ihren vorläufigen Zahlen berichten werden.
(Börsen-Zeitung, 16.1.2008)
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Von mastertrader | Erstellt am: 16.01.08 00:03 | Beitrag Nr.: 88.774 | Weitere Beiträge |
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Von Rüdiger Schoß
DOW JONES NEWSWIRES
MÜNCHEN (Dow Jones)--Belastet von den Folgen der US-Immobilienkrise hat der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate die angepeilte Eigenkapitalrendite von 12% im Geschäftsjahr 2007 nicht erreicht. Der Münchener DAX-Konzern legte am Dienstag unerwartet schwache Zahlen vor. Danach brach das Vorsteuerergebnis um ein Viertel auf 890 Mio EUR ein, während die Eigenkapitalrendite lediglich bei 9% liegen wird. Der Aktienkurs des Instituts stürzte nach der Hiobsbotschaft um zeitweilig 30% ab und zog auch den Leitindex DAX nach unten.
Hauptgrund für den Gewinnrückgang ist eine Neubewertung des US-Portfolios an Collateralized Debt Obligations (CDOs). Sie sind Teil eines insgesamt 1,5 Mrd USD schweren Portfolios aus mehr als 6.000 Anleihen, auf die das Geldistitut bereits im dritten Quartal 265 Mio EUR als Neubewertungsreserve verbucht hatte. Jetzt ist eine weitere Abschirmung von 390 Mio EUR fällig. Mit einer Senkung der Dividende für 2007 auf 0,50 EUR und damit ein Drittel des Vorjahres vermeidet der Vorstand nach eigener Darstellung eine Kapitalerhöhung.
Weil die Hypo Real Estate bislang immer erklärt hatte, sie sei von Subprime-Hypothekenkrise in den USA nicht betroffen, reagierten Anleger auf die Nachrichten alarmiert. Binnen Minuten nach Bekanntwerden sackte die Notierung der Hypo-Real-Estate-Aktie um ein Drittel bis auf 23 EUR ab, den schwächsten Stand seit 2004. Gegen 15.37 Uhr wurde die Aktie 26,2% schwächer mit 24,64 EUR gehandelt. Analysten der LBBW sprachen von einer Übertreibung. Zwar seien die vorgelegten Zahlen schlecht, das eigentliche Problem sei jedoch die Kommunikation des Instituts.
Für das laufende Jahr verbreitete die Hypo Real Estate Zuversicht. Die Eigenkapitalrendite werde wieder auf 10% bis 12% steigen. Die Bank rechnet allerdings damit, dass die Rückstellungen für faule Kredite über den 2007 reservierten 105 Mio EUR liegen werden. Das Vorsteuerergebnis soll zwischen 1,0 Mrd und 1,2 Mrd EUR liegen.
Bereinigt wies die Hypo Real Estate für 2007 ein Vorsteuerergebnis von 1,24 Mrd (2006: 1,23 Mrd) EUR aus. Darin sind 50 Mio EUR Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme der Depfa Bank ebensowenig enthalten, wie die Abschreibung auf CDOs über 295 Mio EUR. Insgesamt nahm die Bank eine Abwertung von 390 Mio EUR vor, die allerdings nicht komplett im vierten Quartal ergebniswirksam wird.
Mit der Abschirmung auf das Portfolio sieht der Vorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate Holding AG, Georg Funke, die Risiken aus der Subprime-Krise als "komfortabel" abgedeckt an. Die Wertpapiere seien gut besichert und teilweise mit einer Staatsgarantie ausgestattet. Von den 40 CDOs im Portfolio wiesen lediglich zwei reale Verluste auf, weil die Kredite nicht mehr richtig bedient werden.
Bei einem guten Verlauf im Kerngeschäft lagen die operativen Erträge der Gruppe 2007 mit 1,99 Mrd EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres. Das Handelsergebnis machte wegen der Subprime-Krise 60 Mio EUR Verlust. Hingegen stieg das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung auf 32 Mrd EUR und lag damit 45% über dem eigenen Plan.
Webseite: http://www.hyporealestate.com/......
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Von mastertrader | Erstellt am: 16.01.08 00:06 | Beitrag Nr.: 88.775 | Weitere Beiträge |
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Die Hypo Real Estate Holding AG (HRE) mit Sitz in München...... verantwortet die strategische Steuerung und Geschäftspolitik der Hypo Real Estate Group.
Die Hypo Real Estate Holding AG ist seit Oktober 2003 börsennotiert und wurde gut zwei Jahre nach ihrer Gründung mit Wirkung zum 19.Dezember 2005 als Ersatz für die HypoVereinsbank...... in den DAX...... aufgenommen. Als Führungsholding leitet sie drei Banken (Hypo Real Estate Bank International AG, Hypo Public Finance Bank, Hypo Real Estate Bank AG), die rechtlich und operational voneinander getrennt sind, innerhalb des Hypo Real Estate Konzerns aber aufeinander abgestimmte Unternehmensziele verfolgen.
Die Hypo Real Estate Group ist ein führender, international operierender Immobilienfinanzierungskonzern.
Die Hypo Real Estate Group ist aus der Abspaltung des gewerblichen Immobilienfinanzierungsgeschäfts der HVB Group entstanden. Dies erfolgte rechtstechnisch durch eine so genannte Abspaltung zur Neugründung nach dem Umwandlungsgesetz......, nachdem der Aufsichtsrat der HVB AG am 26. März 2003 und die Hauptversammlung am 14. Mai 2003 zugestimmt hatten. Die Abspaltung von der HVB AG wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 29. September 2003 rechtswirksam.
Mit einem Immobilienfinanzierungsvolumen von etwa 124 Milliarden Euro...... ist die Hypo Real Estate Group einer der größten Finanzierer von gewerblichen Immobilienkunden in Deutschland und als solcher eines der größten Immobilienfinanzierungsinstitute in Europa.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo_Real_Estate......
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Von Illuminati | Erstellt am: 16.01.08 10:03 | Beitrag Nr.: 88.970 | Weitere Beiträge |
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Von wirthsald | Erstellt am: 16.01.08 14:59 | Beitrag Nr.: 89.480 | Weitere Beiträge |
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Von wirthsald | Erstellt am: 16.01.08 15:01 | Beitrag Nr.: 89.483 | Weitere Beiträge |
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16. Januar 2008Die bekannten Anlegerkanzleien zögerten nicht lange. Sowohl die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft als auch die Tübinger und Berliner Kanzlei Tilp Rechtsanwälte überlegen, die Hypo Real Estate zu verklagen. Mit einer entsprechenden Prüfung hätten erste Aktionäre seine Kanzlei sogar beauftragt, teilte Rechtsanwalt und Anlegerschützer Klaus Nieding mit.
„Es ist nur schwer vorstellbar, dass der Vorstand seit Beginn der Subprime-Krise bis zum heutigen Tag nicht gewusst hat, dass er einen solch signifikanten Wertberichtigungsbedarf hat. Insofern wird gerade geprüft, ob wegen fehlerhafter Kapitalmarktinformationen Schadensersatzansprüche bestehen“, sagte Nieding. Auch sein Kollege Tilp ist schon aktiv.
Anlass ist der Kurseinbruch der Aktie am Dienstag: Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) habe mit einem Gewinneinbruch wegen der internationalen Finanzmarktkrise die Börsen verschreckt. Am Dienstag berichtete die Bank über Abschreibungen auf ein Wertpapierportfolio in Höhe von 390 Millionen Euro. Noch im November hatte die HRE hingegen erklärt, sie sehe sich von den „Subprime“-Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten kaum betroffen (Hypo Real Estate: Schlag für den Aktienkurs...).
Durch den spontanen Vertrauensverlust verlor die Aktie am Dienstag rund 2,4 Milliarden Euro an Wert. Besonders gut gefiel den Tilp-Anwälten dieser Kommentar: „Das ist ein echter Vertrauensbruch“, urteilte Bankenanalyst Konrad Becker von Merck Finck. „Die Anleger sind stocksauer.“
Kein Wunder also, dass sie nun feststellen: Dadurch stellten sich nicht nur Fragen zur Investor-Relations-Politik der Hypo Real Estate, sondern auch rechtliche Fragen. Diese werden von den Tilp-Rechtsanwälten Peter Gundermann und Stefan Holzinger in sechs Punkten zusammengefasst.
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Von wirthsald | Erstellt am: 16.01.08 15:02 | Beitrag Nr.: 89.487 | Weitere Beiträge |
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1. Welche Ansprüche könnten Anleger geltend machen?
In Betracht kommen Ansprüche nach §§ 37 b (unterlassene unverzügliche Veröffentlichung von Insiderinformationen) sowie § 37 c (Veröffentlichung unwahrer Insiderinformationen) des Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Beide Vorschriften stellen Schutzgesetze nach § 823 Abs. 2 BGB dar, so dass aus dieser Vorschrift Schadensersatzansprüche folgen können.
2. Welche Ansprüche kommen gegenüber den verantwortlichen Organen in Betracht?
Bis heute fehlt es an einer spezialgesetzlichen Regelung von einer Organaußenhaftung, so dass nur eine persönliche Haftung vor allem nach § 826 BGB in Betracht kommt.
3. Welche rechtlichen Probleme gibt es bei fehlerhafter Kapitalmarktinformation in der Rechtsprechung?
Die HRE müsste grob fahrlässig oder (bedingt) vorsätzlich gehandelt haben, wobei die Beweislast hier gegen das Unternehmen gerichtet ist. Weiter ist regelmäßig von Anlegern der Nachweis der Kausalität zu führen, was eine hohe Hürde zu Lasten des Anlegers darstellt. Die Verjährung beläuft sich auf ein Jahr ab Kenntnis des Anlegers vom Verstoß des Unternehmens, läuft jedoch spätestens in 3 Jahren ab Veröffentlichung bzw. seit der Unterlassung ab.
4. Drohen der HRE auch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen?
Ja.
5. Welche prozessualen Vorschriften gelten in Deutschland?
Es gilt der ausschließliche Gerichtsstand des § 32 b ZPO. Danach wäre HRE vor dem Landgericht München I zu verklagen. Die relevanten Fragen regelt das Gesetz über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten (KapMUG, § 1).
6. Droht der HRE in Amerika eine Sammelklage?
Grundsätzlich ja, da die Aktie auch in Amerika notiert.
Gespannt dürfen Anleger nun sein, wie die Hypo Real Estate darauf reagiert.
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Von wirthsald | Erstellt am: 16.01.08 15:03 | Beitrag Nr.: 89.488 | Weitere Beiträge |
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Die NIEDING + BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft zählt aus der Sicht des führenden Branchenmediums JUVE zur Spitzengruppe der drei führenden Kanzleien auf dem Gebiet Kapitalmarktrecht und Anlegerschutz (JUVE Handbuch 2006/07). Die Kanzlei verfügt seit mehr als zwölf Jahren über vielfältige Erfahrungen im Bereich des Schutzes von Aktionären und Investoren.
Die Tübinger und Berliner Kanzlei TILP Rechtsanwälte ist eine der führenden und erfahrensten deutschen Kanzleien, die sich konsequent und ausschließlich für einen effektiven Schutz der Interessen geschädigter Investoren engagiert, ob Institutionelle, „Family Offices“ oder Private. Seit vielen Jahren wird TILP Rechtsanwälte zur hiesigen Marktspitze im Kapitalanlegerschutz gezählt. Im aktuellen Handbuch Wirtschaftskanzleien 2007/2008 der maßgeblichen juristischen Fachpublikation JUVE nimmt die Kanzlei sogar erstmals die alleinig führende Marktstellung auf diesem Gebiet ein.
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Von WEBSTAR1 | Erstellt am: 17.01.08 08:51 | Beitrag Nr.: 90.088 | Weitere Beiträge |
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Von Andreas Nölting............
Durch ihre katastrophale Informationspolitik haben Vorstände der Hypo Real Estate rund 2,4 Milliarden Euro Börsenwert und damit Geld von Anlegern vernichtet. Am Tag des Kurssturzes dann auch noch Aktien auf private Rechnung zu kaufen, ist schlicht geschmacklos: Die Topmanager machen ihre eigenen Fehler zu Geld.
16.01.2008
Was ist los mit dem Topmanagement der Hypo Real Estate? Wie kann es sein, dass der Vorstand des Münchener Immobilienkonzerns gegenüber Investoren und Analysten monatelang treuherzig beteuert, nicht von der US-Subprime-Krise betroffen zu sein, um dann bei Veröffentlichung der Jahreseckdaten 2007 - quasi nebenbei - einzugestehen, doch unter der Krise am US-Wohnungsmarkt zu leiden und gemäß der "konservativen Bilanzierungspolitik" Wertberichtigungen auf das amerikanische CDO-Portfolio in Höhe von 390 Millionen Euro vorzunehmen.
Ein renommierter Analyst, der namentlich nicht genannt werden möchte, bringt es gegenüber manager-magazin.de auf den Punkt: "Für mich gibt es nur zwei Erklärungen. Entweder der Vorstand ist verlogen oder dumm".
Version eins ist wenig wahrscheinlich. Es ist kaum vorstellbar, dass der Vorstand eines Dax-Konzerns tatsächlich meint, sich mit Lügen über die finanzielle Situation des eigenen Unternehmens über die Runden retten zu können. Dazu ist der Finanzmarkt viel zu transparent - Wirtschaftsprüfer, Finanzaufsicht, Analysten, Fondsmanager, Börsianer und Großanleger haben jederzeit die Möglichkeit, Einblick in das Zahlenwerk zu nehmen, die Bilanzierungspolitik zu hinterfragen und Ungereimtheiten zu finden. Sicher, über einige Wochen könnten Vorstände auf Zeit spielen. Doch die Macht der Finanzoberen wird früher oder später dafür sorgen, dass alle Karten auf den Tisch kommen.
Bliebe die zweite Möglichkeit, die Dummheit. Für diese Eigenschaft lassen sich bei der Hypo Real Estate schon mehr Belege finden. Die Finanzkommunikation des Dax-Konzerns ist schlicht katastrophal. Anfang August 2007 verkündete das Unternehmen, dass selbst bei einem vollständigen Zusammenbrechen des Marktes das Unternehmen durch ihre kalkulierte Risikovorsorge "mehrfach abgesichert" sei. Und im November des vergangenen Jahres meinte Finanzvorstand Markus Fell, er sei trotz der Krise am US-Immobilienmarkt für sein Finanzhaus "extrem gelassen". Auf derlei Aussagen stützten sich auch Analysten, die das Papier zum Kauf empfahlen.Doch dann, am 15. Januar, ereilt die Anleger der Schock. Vorstandschef Georg Funke offenbart, dass sein Unternehmen im amerikanischen CDO-Geschäft (Collateralized Debt Obligations, also verbriefte Kredite) mit knapp einer Milliarde Euro engagiert sei, die zum Teil wertberichtigt werden müssten. Folge: Die Aktie der Hypo Real Estate http://www.manager-magazin.de/static/images/c............ stürzte in der Spitze um 35 Prozent - einer der größten Tagesverluste eines Dax-Konzerns überhaupt.
Wie fünf der acht HRE-Vorstände daraufhin reagieren, ist schlicht geschmacklos und töricht. Während die Aktionäre hunderte von Millionen Euro Börsenkapital verlieren, warten die Vorstände offenbar auf den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg - sie kaufen die Aktie ihres Unternehmens für ihr privates Portfolio. "Director's dealings" heißen die Geschäfte im Börsendeutsch und sie sind auch nicht verboten - aber eben in diesem Fall geschmacklos.
uch am Folgetag kauften die Vorstände munter weiter. Der Erklärungsversuch, man wolle "Vertrauen in das eigene Unternehmen demonstrieren" und die zu Recht nervösen Anleger wieder beruhigen, greift hier nicht: Beruhigen kann man Investoren durch eine gute Informationspolitik - und eben nicht durch Zockereien am Tag des Absturzes.Denn die Folge ist - die Vorstände machen ihre eigenen Fehler zu Geld. Die Rechnung geht so: Rund 11 Euro hat die HRE-Aktie an einem Nachmittag verloren. Fundamental gerechtfertigt seien davon maximal 6 Euro, rechnen Analysten vor. Die fehlenden 5 Euro seien begründet in der mangelhaften Kommunikation und der "Dummheit des Managements" - praktisch ein Abschlag für das Missmana
Wenn die Börse erkennt, dass der Kursrutsch übertrieben war und fundamental in diesem Ausmaß nicht gerechtfertigt ist, wird sich die Notierung wieder langsam nach oben entwickeln. Bereits am Mittwoch, einen Tag nach dem Absturz, erholte sich die geprügelte Aktie wieder leicht und schloss um 2,59 Prozent höher. Die HRE-Vorstände versuchen folglich, ihr eigenes Fehlverhalten zu Geld zu machen und im Nachhinein persönlich von ihrer falschen Informationspolitik zu profitieren.Die einzig logische Konsequenz: Funke und Co. sollten die Gewinne aus den Kursgewinnen spenden - etwa an geprellte Aktionäre, die ihre Altersvorsorge verspielt haben.
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828.........,...
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Von WEBSTAR1 | Erstellt am: 17.01.08 08:55 | Beitrag Nr.: 90.096 | Weitere Beiträge |
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Threadbeitrag Nr. 90088 von WEBSTAR1 - 17.01.08 08:51:59 Uhr

Die einzig logische Konsequenz: Funke und Co. sollten die Gewinne aus den Kursgewinnen spenden - etwa an geprellte Aktionäre, die ihre Altersvorsorge verspielt haben.

nur noch debiele...ist das nicht der Knaller!!!! der Satz, ich komme da nicht drüber.
Meint die allgemeine Anlegerschaft das dies eine Außnahme war??? Ich denke nicht, die anderen machen nur nicht so Fehler. 
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 12:23 | Beitrag Nr.: 90.446 | Weitere Beiträge |
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DGAP-DD: Hypo Real Estate Holding AG (News....../Aktienkurs......) deutsch
Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG
Directors'-Dealings-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Mitteilungspflichtige verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- ----------
Angaben zum Mitteilungspflichtigen Name: Jeancourt-Galignani Vorname: Antoine Firma: Hypo Real Estate Holding AG
Funktion: Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan
Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft
Bezeichnung des Finanzinstruments: Inhaber-Stammaktien der Hypo Real Estate Holding AG ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0008027707 Geschäftsart: Kauf Datum: 16.01.2008 Kurs/Preis: 22,06 Währung: EUR Stückzahl: 1500 Gesamtvolumen: 33090 Ort: Düsseldorf
Angaben zum veröffentlichungspflichtigen Unternehmen
Emittent: Hypo Real Estate Holding AG Unsöldstraße 2 80538 München Deutschland ISIN: DE0008027707 WKN: 802770
Ende der Directors' Dealings-Mitteilung (c) DGAP 17.01.2008
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 12:42 | Beitrag Nr.: 90.464 | Weitere Beiträge |
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 12:48 | Beitrag Nr.: 90.467 | Weitere Beiträge |
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 13:15 | Beitrag Nr.: 90.488 | Weitere Beiträge |
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Von WEBSTAR1 | Erstellt am: 17.01.08 15:36 | Beitrag Nr.: 90.655 | Weitere Beiträge |
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Im Zuge der Senkung der Gewinnerwartungen werde das Kursziel von 56 auf 33 EUR zurückgesetzt. Die Schätzungen zum Gewinn je Aktie seien für 2007 von 3,87 auf 2,45 EUR und die für 2008 von 4,80 auf 3,67 EUR gesenkt worden.
ähm irgendwie müssen die Fehlspekulationen ja bezahlt werden. ich schätze 1,5 jahre arbeit wurden dort vernichtet...
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 17:30 | Beitrag Nr.: 90.821 | Weitere Beiträge |
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Nach Bekanntgabe von Abschreibungen auf ein US-Wertpapier- Portfolio in Höhe von 390 Millionen Euro hatte die Aktie der Hypo Real Estate zeitweise mehr als ein Drittel ihres Wertes eingebüsst. Die Wertberichtigung drückte auch deutlich auf den Gewinn der Bank im vergangenen Jahr. Mehrere Anwaltskanzleien kündigten daraufhin an, mögliche Schadenersatzansprüche der Anleger prüfen zu wollen. Der Bankenexperte Wolfgang Gerke warf dem Management zudem vor, die Anleger geschädigt zu haben. Aus Sicht von Funke und Viermetz war der Kurssturz «deutlich überzogen».
Rein rechnerisch hätte «der im vierten Quartal entstandene Verlust eine Aktienkursreduktion von zirka einem Euro gerechtfertigt, nicht mehr», hiess es in dem Schreiben. Trotz der anhaltenden Schwäche der Märkte habe die Hypo Real Estate ein profitables Jahr erlebt und zahle eine Dividende «von immerhin zirka 100 Millionen Euro», hiess es.
Die Ratingagentur Fitch habe erst am 12. November, also fünf Tage nach Vorlage der Quartalszahlen, erste Herabstufungen der betreffenden Papiere gestartet, die sich daraufhin bis Ende Dezember fortgesetzt hätten. «Auf Grundlage der sich täglich ändernden Erkenntnisse haben unsere Risikomanager intensivste Analysen unseres Portfolios vorgenommen», hiess es. «Wir können Ihnen versichern, dass wir nach jetzigem Erkenntnisstand für unsere Risikomodelle konservative Annahmen zugrunde gelegt haben, deren Ergebnisse auch die Wirtschaftsprüfer angesehen haben.
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 17:34 | Beitrag Nr.: 90.828 | Weitere Beiträge |
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 17:55 | Beitrag Nr.: 90.845 | Weitere Beiträge |
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Von wirthsald | Erstellt am: 17.01.08 17:58 | Beitrag Nr.: 90.849 | Weitere Beiträge |
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ie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft einem Zeitungsbericht zufolge nach den überraschenden Millionen-Abschreibungen bei der Hypo Real Estate (HRE) mögliche Verstöße des Münchener Immobilienfinanzierers gegen die Ad-hoc-Pflicht. Ein entsprechendes Verwaltungsverfahren sei eingeleitet worden, sagte eine BaFin-Sprecherin dem «Handelsblatt» (Freitagausgabe).
<a href="http://sel.as-eu.falkag.net/sel?cmd=lnk&dat=87..." target="_blank"><img src="http://sel.as-eu.falkag.net/sel?cmd=ban&dat=87..." alt="Bitte klicken Sie hier" border="0" /></a>Erfahrungsgemäß dauert eine solche Prüfung mindestens einige Wochen. Ein Verstoß gegen die Ad-hoc-Pflichten - etwa die zu späte Information der Anteilseigner - kann laut BaFin theoretisch mit einem Bußgeld von bis zu einer Million Euro belegt werden. Die im DAX notierte HRE-Aktie war am Dienstag zeitweise um 37 Prozent eingebrochen, rund 2,4 Milliarden Euro Marktkapitalisierung wurden vernichtet.
Grund hierfür war Analysten zufolge nicht die vergleichsweise geringe Abschreibungshöhe von 390 Millionen Euro, sondern die Tatsache, dass die Wertberichtigungen völlig überraschend auftauchten. Noch im November hatte die Spezialbank erklärt, man sehe die Finanzkrise «extrem gelassen», Belastungen drohten nicht. Die Hypo Real Estate wies ein Fehlverhalten auf Nachfrage zurück. «Den Vorwurf eines Verstoßes gegen die Ad-hoc Pflicht weisen wir mit Nachdruck zurück. Die Hypo Real Estate Group hat sich selbstverständlich immer korrekt an die Regelungen der Ad-hoc Publizität gehalten», sagte ein Sprecher dem Handelsblatt.
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Von Illuminati | Erstellt am: 17.01.08 20:47 | Beitrag Nr.: 91.005 | Weitere Beiträge |
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Threadbeitrag Nr. 90845 von wirthsald - 17.01.08 17:55:30 Uhr
"Unvorstellbar, dass der HRE-Vorstand nichts wusste" Die Rechtsanwaltskanzlei Nieding und Barth prüft, ob Anleger Schadensersatzansprüche gegen die Hypo Real Estate geltend machen können. Klaus Nieding verrät im Interview mit boerse.ARD.de, wohin sich geprellte Aktionäre wenden können.boerse.ARD.de: Herr Nieding, was genau werfen Sie dem HRE-Vorstand und -Aufsichtsrat vor?
wie immer NEIN , die Anwälte wollen doch nur Werbung
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Von birgit schiemann | Erstellt am: 18.01.08 10:00 | Beitrag Nr.: 91.304 | Weitere Beiträge |
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Liebe Leser,
mein Unverständnis über die Vorgänge bei der Hypo Real Estate habe ich in der gestrigen Ausgabe bereits kurz zum Ausdruck gebracht. Jetzt hat sich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der Sache angenommen und eine Untersuchung eingeleitet. Es geht um die Frage, ob die Unternehmensführung die Öffentlichkeit über den anscheinend so plötzlich aufgetauchten Abschreibungsbedarf rechtzeitig informiert hat.
Zuvor hatte die Hypo Real Estate stets behauptet, nicht von der Hypothekenkrise betroffen zu sein. Am Dienstag kündigte sie überraschend an, Wertberichtigungen im Umfang von 390 Mio. Euro vornehmen zu müssen - eben wegen der Hypothekenkrise. Natürlich stellt sich da die Frage, wie dieser Abschreibungsbedarf quasi über Nacht in den Büchern auftauchen konnte.
Eine mögliche Erklärung halten Aktionärsschützer parat: Die werfen dem Unternehmen vor, mit der Veröffentlichung der Abschreibungen absichtlich solange gewartet zu haben, bis die Übernahme der Depfa-Bank in trockenen Tüchern war. Die Hypo Real Estate hatte den Kaufpreis zum Teil mit eigenen Aktien bezahlt. Zum Zeitpunkt der Transaktion notierte die Aktie noch doppelt so hoch wie heute.
Ob an solchen Spekulationen etwas dran ist, vermag ich nicht zu sagen. Die BaFin wird hoffentlich alles aufklären. In jedem Fall bleibt ein schwerer Imageschaden - nicht nur für die Hypo Real Estate, sondern für die gesamte Finanzbranche. Davon wird sich die Aktie nicht so schnell erholen. Die Unternehmensführung hält den Kursabschlag von über 30% übrigens für übertrieben. Ihrer Meinung nach wäre ein Abschlag von einem Euro (statt wie geschehen 12 Euro) gerechtfertigt. Offenbar hat da jemand vergessen, seine rosarote Brille abzusetzen.
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Von birgit schiemann | Erstellt am: 18.01.08 10:01 | Beitrag Nr.: 91.305 | Weitere Beiträge |
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Von birgit schiemann | Erstellt am: 18.01.08 10:03 | Beitrag Nr.: 91.308 | Weitere Beiträge |
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17. Januar 2008Die Finanzkrise hat bei der Münchner Hypo Real Estate Bank zu hohen Abschreibungen und einem Kurssturz der Aktie geführt. Aufsichtsratschef Kurt Viermetz nimmt im Gespräch mit der F.A.Z. den Vorstand in Schutz.
Herr Viermetz, ist die Kritik am Vorstand Ihrer Bank gerechtfertigt?
Überhaupt nicht. Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn uns vorgehalten wird, wir hätten zu spät über die Wertberichtigungen informiert. Wir sind die erste deutsche Bank, die überhaupt Zahlen für 2007 genannt hat. Wir hatten gehofft, dies würde honoriert. Zyniker würden sagen, wir wurden abgestraft, weil wir die Ersten waren.
Warum ging es nicht früher?
Als wir am 7. November unsere Neunmonatszahlen veröffentlichten, war der Abschreibungsbedarf definitiv noch nicht absehbar. Der zeichnete sich erst ab, als zwei Wochen später die Ratingagenturen die betroffenen Papiere massiv zurückgestuft haben. Das war beispiellos und konnte so von niemandem vorhergesehen werden.
Sie hätten dann handeln und die Anleger informieren können.
Hätten wir sagen sollen, dass wir einen Betrag X abschreiben, aber das sei noch nicht sicher? Nein, denken Sie allein an die deutschen Ad-hoc-Vorschriften. Wir haben uns entschieden, zuerst belastbare Zahlen zu ermitteln und mit diesen so schnell wie möglich an die Öffentlichkeit zu gehen. Früher als Dienstag war dies aber nicht möglich. Sie brauchen Zeit, um Klarheit zu bekommen.
Andere Finanzkonzerne haben noch im November hohe Abschreibungen auf ähnliche Papiere bekanntgegeben.
Wäre unser Quartalsbericht später veröffentlicht worden, dann hätten auch wir mit Sicherheit auf die Risiken hingewiesen. Am 7. November, als wir veröffentlicht haben, war das Ausmaß des Wertberichtigungsbedarfs so nicht zu erkennen. Im Übrigen bitte ich zu berücksichtigen, dass viele Marktteilnehmer - Landesbanken etwa und auch börsennotierte Banken - bis heute noch gar keine Zahlen genannt haben. Wir sind in Sachen Transparenz einer der Vorreiter.
Haben Sie stillschweigend gehofft, der Markt werde sich erholen und Sie um die Abschreibungen herumkommen?
Nein. Uns war nach der drastischen Ratingkorrektur klar, dass dieses Thema nicht in ein paar Wochen erledigt sein kann.
Drohen weitere Hiobsbotschaften?
Unsere Bewertungen sind sehr konservativ. Aber ausschließen lässt sich ein weiterer Wertberichtigungsbedarf für die Zukunft nicht. Die Märkte sind nun einmal weiterhin sehr labil.
Hat Sie der massive Kursverlust Ihrer Aktie überrascht?
Ja, und ich halte das Ausmaß der Korrektur für völlig überzogen. Das ist irrational. Wir haben ja trotz der Abschreibungen von 390 Millionen Euro im vierten Quartal noch einen kleinen Gewinn verbucht. Wir haben ein gutes Jahr hinter uns und stehen im Vergleich mit anderen Banken sehr ordentlich da.
Das Management hat also überhaupt nichts falsch gemacht?
Wir haben