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Forum > World of Sofa-Talk > Hoffentlich ALDI versichert?

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Thema: Hoffentlich ALDI versichert?

Thema Nr. 53655  
Thema eröffnet von:  springer1968 Beiträge: 7 Bewertung (0):
am: 11.04.08 11:25 Gelesen gesamt: 86    
Letzter Beitrag von: birgit schiemann Gelesen heute: 1      
am: 14.04.08 19:29          
 
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Themenbeitrag Nr.1

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.04.08 11:25 Beitrag Nr.: 129.225 Weitere Beiträge
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Jetzt bewegt sich der billig Discounter auch noch auf dem Parkett der Assekuranzen.

 

Da kann man also in Zukunft zwischen seinen Einkäufen auch mal eben eine Versicherung abschließen.

 

Themenbeitrag Nr.2

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.04.08 11:27 Beitrag Nr.: 129.226 Weitere Beiträge
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Versicherungen schon bald bei Aldi?Hamburg -

Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd wollen einem Zeitungsbericht zufolge künftig auch Versicherungen verkaufen. In den 4000 Aldi-Märkten solle es bald Privathaftpflicht-, Unfall-, Hausrat- und Reiseversicherungen geben, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Versicherungskreise. Aldi wolle dabei mit der Dortmunder Signal Iduna zusammenarbeiten. Der Versicherer wollte zu dem Bericht auf Anfrage keine Stellung nehmen. Auch Aldi äußerte sich zunächst nicht. Verbraucherschützer sehen Policen im Supermarkt kritisch.

 

Die Unternehmen arbeiten schon jetzt zusammen. Signal Iduna, einer der zehn größten Personenversicherer, deckt demnach seit Jahren den Fuhrpark und andere Risiken bei Aldi Nord. Für den Versicherer sei die angestrebte Vereinbarung ein wichtiger Schritt beim Ausbau der Vertriebskapazitäten, heißt es.

Im heftig umkämpften Markt für Privatkunden suchen die Versicherer zunehmend neue Vertriebswege, wobei Einzelhändler sehr gefragt sind. Die Erfahrungen in der Vergangenheit waren allerdings gemischt. So boten die Versicherer Arag und Rheinland in einer befristeten Aktion die sogenannte Deutschland-Rente beim Discounter Plus an. Zuvor hatte die Arag im vergangenen Jahr bereits 2300 Rechtsschutzpolicen bei Penny verkauft. Der Versicherungskonzern Axa beendete seine Zusammenarbeit mit dem Kaffeeröster Tchibo 2004 nach zweijähriger Zusammenarbeit, Tchibo kooperiert seither mit Asstel.

 

Themenbeitrag Nr.3

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.04.08 11:29 Beitrag Nr.: 129.227 Weitere Beiträge
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Aldi, Penny, Plus und Tchibo.

 

Wo soll das ganze eigentlich noch hinführen?

 

Also ich für meinen Teil würde niemals eine Versicherung bei einem dieser Unternehmen abschließen.

 

Themenbeitrag Nr.4

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.04.08 11:33 Beitrag Nr.: 129.228 Weitere Beiträge
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Verbraucherschützer gegen Aldi-VersicherungenAldi plant den Verkauf von Versicherungen über die Filialen. Als Kooperationspartner ist der Konzern Signal Iduna im Gespräch. Doch Verbraucherschützer befürchten, dass bei komplizierten Produkten die Beratung der Kunden zwischen Kartons mit H-Milch und Chips-Tüten zu kurz kommt.

 

Themenbeitrag Nr.5

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.04.08 11:35 Beitrag Nr.: 129.230 Weitere Beiträge
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Und wer haftet eigentlich bei einer Falschberatung?

 

Oder bekommt der Berater der Signal Iduna einen Schreibtisch zwischen Wurst und Käse?

 

Für alle die eine Ausbildung in der Versicherungsbranche abgeschlossen haben, ist diese Art von Vertrieb doch ein Schlag ins Gesicht

 

Themenbeitrag Nr.6

 
Von birgit schiemann Erstellt am: 14.04.08 19:25 Beitrag Nr.: 129.384 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 129230 von springer1968 - 11.04.08 11:35:34 Uhr

Ich denke nicht das es dazu kommen wird, das bei Aldi Versicherungen abgeschlossen werden können.

Es gibt schließlich gewisse Richtlinien für den Vertrieb von Versicherungen in Deutschland, und an die muss sich auch eine Signal Iduna halten.

 

Themenbeitrag Nr.7

 
Von birgit schiemann Erstellt am: 14.04.08 19:29 Beitrag Nr.: 129.385 Weitere Beiträge
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Und ausserdem haben die im Moment wohl mit anderen Themen zu kämpfen.

Hungerlöhne – Schwere Vorwürfe gegen Aldi & Co.



Die Hilfsorganisation Oxfam klagt die Marktführer des deutschen Einzelhandels für Lebensmittel an. Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Metro diktierten Preise für Bananen und Ananas. Dies trage zur Ausbeutung der Arbeiter in den Anbauländern bei. Die Händler wehren sich gegen die Vorwürfe.
Bananen-Arbeiter: Laut der Hilfsorganisation Oxfam arbeiten viele von ihnen unter unfairen Arbeitsbedingungen. Oxfam gibt deutschen Handelsketten daran Mitschuld
Wenn die Gift-Flugzeuge herandröhnen, schicken die Lehrer die Kinder schnell ins Schulgebäude. Denn der Pestizidregen, gedacht für Bananenplantagen in Ecuador, geht nicht nur auf die Stauden nieder. Auch Anwohner, Piloten, Tankwarte und die Arbeiterinnen auf den Farmen treffen die Chemikalien. Eine Folge: Die Betroffenen verätzen sich die Haut, klagen über Kopfweh und Gliederschmerzen.
„Das sind verheerende Arbeitsbedingungen“, sagt Marita Wiggerthale. Die Agrarexpertin arbeitet bei der Hilfsorganisation Oxfam in Deutschland. Jetzt hat Wiggerthale eine Studie über die Arbeitsbedingungen im konventionellen Früchteanbau Mittel- und Südamerikas vorgelegt. Ihre These lautet: An solchen Zuständen sei der deutsche Lebensmittel-Einzelhandel mit schuld. Den größten Teil dieser Verantwortung trügen die größten Discounter Aldi und Lidl sowie die drei Konzerne Edeka, Rewe und Metro.

Gestützt auf Material und Befragungen der Gewerkschaften und von Hilfsorganisationen in den Anbauländern zeichnet Wiggerthale ein Bild der Ausbeutung. In Costa Rica, wo mehr als die Hälfte der Ananas für den deutschen Markt angebaut werden, arbeiten demnach überwiegend rechtlose Saisonkräfte, meistens Frauen. Sie müssten zwölf Stunden und mehr täglich arbeiten, und das ohne ausreichende Pausen. Anbaubetriebe und Exporteure würden die gewerkschaftliche Organisation verhindern. Der tägliche Lohn betrage umgerechnet neun Euro am Tag – zu wenig zum menschenwürdigen Leben. Bananen: Von den Plantagen des Milliardärs in deutsche Supermärkte Die Bananenarbeiter in Ecuador leiden laut der Studie unter einer ähnlich schlechten Lage. Nur wenige verdienten den staatlich festgelegten Mindestlohn, das tägliche Einkommen liegt laut Wiggerthale zwischen umgerechnet knapp 1,90 und rund fünf Euro. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO melde, dass rund 30.000 Beschäftigte noch Kinder sind.

Am Beispiel der Bananen will Oxfam klarmachen, wer in der Lieferkette verantwortlich für diese Verhältnisse ist. Álvaro Noboa (57) gilt als der reichste Mann Ecuadors. Der Milliardär hat ein gigantisches Fruchtexport-Imperium aufgebaut. Ecuadorianische Gewerkschafter werfen ihm vor, Mitarbeiter zu unterdrücken und Mitbestimmung zu verhindern. Seine Bananen liefert Noboa unter dem Label Bonita an deutsche Importeure wie das Edeka Fruchtkontor und den Cobana-Fruchtring. „Diese Bananen finden sich in allen deutschen Supermärkten wieder: Aldi, Lidl, Kaufland, Edeka, Rewe, Metro, Norma Kaisers“, berichtet Wiggerthale.
Da die großen Lebensmittel-Händler in Deutschland 70 Prozent der Märkte besitzen, geht Oxfam davon aus, dass sie den Lieferanten die Preise für Bananen diktieren. Hintergrund: Der deutsche Lebensmittelmarkt ist hart umkämpft, die Gewinnmarge liegt laut Handel im Schnitt bei einem Prozent. Die Verbraucher zahlen derzeit etwa zwischen 90 Cent und 1,80 Euro je Kilo konventioneller Bananen. Um bei gleichbleibenden Preisen Marktanteile zu gewinnen, übten die Marktführer im Einzelhandel ihre Macht auf der Einkaufsseite aus, sagt Wiggerthale.

Bei der Wahl der Druckmittel sind die Handelsketten laut befragten Importeuren wenig zimperlich. „Am krassesten sind die rückwirkenden Verschlechterungen von Lieferbedingungen“, berichtet Wiggerthale. Ihr zufolge müssen die Lieferanten zum Teil sechsstellige Beträge an die Ketten zurückerstatten. Diese hätten meist keine Wahl und müssten billiger liefern – „sonst sind sie raus aus dem Geschäft“. Diesen Preisdruck gäben Lieferanten über Hungerlöhne an die Beschäftigten weiter. Die Hilfsorganisation erwartet deshalb vom Bundeskartellamt, die Marktkonzentration im deutschen Einzelhandel auf diese Folgen hin zu prüfen. Auch die Bundesregierung sei gefordert, sich für Mindeststandards in den produzierenden Ländern einzusetzen. Was deutsche Verbraucher für faire Arbeitsbedingungen tun können „Ein Anfang wäre allerdings gemacht, wenn die Verbraucher Bio-Bananen und fair gehandelte Ananas einkaufen“, sagt die Autorin der Studie. Waren aus dem kontrollierten biologischen Anbau sorgten dafür, dass die Arbeiterinnen nicht mehr jenen hohen Umweltbelastungen durch Pestizide ausgesetzt seien. Bestehende Gütezeichen wie das TransFair-Siegel zeigten dem Verbraucher beim Einkauf von Bananen an, dass die Früchte meist kleineren Produzenten zu Mindestpreisen abgekauft wurden.
Die großen der Branche aber, das zeigt die Studie, arbeiten nur mit den größten Frucht-Produzenten und Importeuren zusammen. Auch in den Anbauländern konzentriert sich der Markt, kleine Bauern werden verdrängt. Und die großen Lieferanten gehören laut Oxfam zu den größten Ausbeutern. Deswegen will die Hilfsorganisation die deutschen Handelsketten dazu bringen, ihre Marktmacht anders zu nutzen: Der Einzelhandel selbst müsse die Sozialstandards in den Anbauländern mit durchsetzen.

„Unsere Unternehmen zeigen bereits soziale Verantwortung, und wir kümmern uns um Produktionsbedingungen und wirken auf Standards ein“, widerspricht Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE). Der Handel sei nicht der Verursacher schlechter Arbeitsbedingungen, sondern schaffe Wohlstand.

Der HDE-Sprecher betont, dass die Supermärkte bereits „riesige Anstrengungen“ unternähmen, um Bio- und Transfair-Produkte in die Regale zu bringen. Zugleich verweist Pellengahr auf die Verantwortung der Importeure: „Höhere Preise im Handel geben noch keine Garantie für bessere Erzeugerpreise.“ Auf konventionell angebaute Früchte will der Handel nicht verzichten. Er verkaufe, was der Verbraucher wünsche. „Und bei wenn das Budget knapp ist, können sich viele Transfair und Bio schlicht nicht leisten“, sagt Pellengahr.
Martha Wiggerthale wiederum vermutet, dass nur ein paar Cent Aufschlag auf den Kilopreis im deutschen Supermarkt ausreichen dürften, um die Lage der Arbeiterinnen in Übersee zu verbessern, deren Löhne zu steigern und Ananas und Bananen mit weniger Gift-Einsatz anzubauen. „Aber soweit sind wir im Moment noch nicht.“ Oxfam: