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Forum > World of Sofa-Talk > Händler prellt französische Bank um 4,9 Mrd. Euro

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Thema: Händler prellt französische Bank um 4,9 Mrd. Euro

Thema Nr. 43013  
Thema eröffnet von:  Aktienfluesterer Beiträge: 68 Bewertung (0):
am: 24.01.08 12:52 Gelesen gesamt: 664    
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Themenbeitrag Nr.41

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.02.08 16:18 Beitrag Nr.: 111.615 Weitere Beiträge
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So stürzte Kerviel die SocGen in die Krise

 

 

Er stammt aus einfachem Hause und verzockte bei der Société Générale Milliarden: Aktienhändler Jérôme Kerviel übernimmt einen Teil der Verantwortung. Den «Sündenbock» will er aber nicht spielen.

 

 

http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/89......

 

Themenbeitrag Nr.42

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.02.08 16:19 Beitrag Nr.: 111.616 Weitere Beiträge
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Mailand - Die italienische Grossbank UniCredit hat kein Interesse an einer Übernahme der angeschlagenen Konkurrenten Société Générale oder Merrill Lynch.

UniCredit ist nicht an Übernahme von SocGen oder Merrill Lynch interessiert

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Das bekräftigte UniCredit-Chef Alessandro Profumo am Montag in Mailand. Er könne sich allerdings kleine ergänzende Zukäufe in Zentral- oder Osteuropa vorstellen. Sein eigenes Institut sieht Profumo nicht als Übernahmeziel. Er habe bislang keine Gebote für UniCredit erhalten.

Tier-1-Ratio: Prognose gesenkt
Für das laufende Jahr erwartet Profumo eine Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio) zwischen 6,3 und 6,5 Prozent. Zuvor war das Institut von 6,8 Prozent ausgegangen, Profumo betonte allerdings, das sei vor den Zukäufen in der Ukraine und Kasachstan sowie des angekündigten Squeeze-outs der verbleibenden HVB-Aktionäre gewesen. Einen Zeitplan für das Squeeze-out nannte Profumo nicht. "Es liegt nicht in unserer Hand, aber wir kommen voran."

 

Themenbeitrag Nr.43

 
Von  springer1968 Erstellt am: 11.02.08 17:47 Beitrag Nr.: 111.725 Weitere Beiträge
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Eine neue Art von Terrorismus?



Von der Barings Bank zur Société Générale Die Ereignisse um Jérome Kerviel, den Händler der Société Générale, der unautorisierte Wertpapierpositionen in Höhe von 50 Mrd. Euro aufgebaut und damit für die Bank knapp 5 Mrd. Verlust produziert hat, lässt weitreichende Gedanken aufkommen.Als Nick Leeson im Jahr 1995 den Zusammenbruch der Barings Bank verursachte, hatte das zwar gravierende Auswirkungen auf die Bank, aber nur sehr geringe auf die Märkte und das Marktsystem an sich. Bei Kerviel war das anders, er hat sicherlich durchaus signifikant zum tiefen Fall des Dax beigetragen.Damit ergibt sich vom Prinzip her eine ähnliche Kehrtwendung wie bei den Ereignissen vom 11. September 2001: Denn hier finden Anschläge auf das westliche System zum ersten Mal nicht von außen, sondern direkt von innen, aus der eigenen Mitte heraus statt.Der folgende Gedanke muss daher erlaubt sein: Könnte man auch ein Finanzsystem durch terroristische Verhaltensweisen aus seinem Inneren heraus zerstören? Reicht die Kontrolle aus, ein konzertierte Aktion bewusst fehlgeleiteter Handlungen an verschiedenen Stellen zur selben Zeit auszuschalten?Bisher haben wir immer gedacht, dass das Finanzsystem zwar manchmal wie ein Zerrspiegel, aber dennoch immer wie ein Spiegel die ökonomischen Tatsachen widerspiegelt. Doch könnte es auch sein, dass diese Daten mit krimineller Energie unter Umgehung der Kontrolle mitten aus dem Inneren dieses Systems selbst erzeugt werden können?Die Zukunft wird in jedem Fall spannend werden. Und immer gilt dabei: Je größer die Befürchtungen, umso größer auch die Gewinnchancen, wenn es nicht dazu kommt.

 

Themenbeitrag Nr.44

 
Von  huetter69 Erstellt am: 11.02.08 18:34 Beitrag Nr.: 111.776 Weitere Beiträge
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Société Générale Group (SG) stuft COMMERZBANK AG O.N auf buy

 

Alan Webborn, Analyst der Société Générale, bewertet den Anteilschein der Commerzbank mit "buy".


Die Commerzbank werde die Resultate des vierten Quartals am 14. Februar veröffentlichen. Man erwarte bei der Société Générale einen Anstieg des Vorsteuergewinns von 361 Mio. EUR im Vorquartal auf eine Höhe von 365 Mio. EUR sowie einen Umsatz von 1,948 Mrd. EUR. Im Zusammenhang mit dem Engagement in US-amerikanische RMBS und CDO prognostiziere man weitere Abschreibungen von 150 Mio. EUR. Bei der Dividendenzahlung sei gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung von 0,75 EUR auf 0,82 EUR zu erwarten.


Die Prognosen der Société Générale zum Vorsteuergewinn der Sparten Private and Business Customers, Corporates & Markets sowie Commercial Real Estate würden für 2008 von 490 Mio. EUR auf 398 Mio. EUR, von 466 Mio. EUR auf 260 Mio. EUR und von 658 Mio. EUR auf 637 Mio. EUR gesenkt. Die EPS-Schätzung für das Fiskaljahr 2008 sei von 2,91 EUR auf 2,45 EUR reduziert worden, woraus sich ein KGV von 8,0 errechnen lasse. Das Kursziel der Aktie werde von 35,00 EUR auf 26,80 EUR herabgesetzt.


Das Rating der Analysten der Société Générale für das Wertpapier der Commerzbank lautet "buy".

 

 

Themenbeitrag Nr.45

 
Von  huetter69 Erstellt am: 12.02.08 15:53 Beitrag Nr.: 112.689 Weitere Beiträge
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DJ ANALYSE/UBS erhöht Societe Generale auf Buy (Neutral)

Einstufung: Erhöht auf Buy (Neutral)


Nach Einschätzung der Analysten der UBS werden die Spekulationen um die Zukunft der Societe General weiterhin der wichtigste Kurstreiber der französischen Bankenwerte bleiben. Bevorzugter Titel der Experten sind BNP Paribas. Die Hochstufung von Societe Generale wird mit dem Bezugsrecht begründet. Dies eröffne dem Institut gute Chancen auf eine unabhängige Zukunft. Schwache Ergebnisse im ersten Quartal aber könnten die Übernahmespekulationen wieder anfachen, heißt es.

 

Themenbeitrag Nr.46

 
Von  huetter69 Erstellt am: 12.02.08 15:54 Beitrag Nr.: 112.691 Weitere Beiträge
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BNP Paribas plant zurzeit keine Offerte für Societe Generale

 

Die französische Grossbank BNP Paribas steht laut einem Pressebericht nicht in den Startlöchern für eine Übernahme der angeschlagenen Societe Generale. Zumindest zurzeit plane BNP keine Offerte für den Konkurrenten, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstag) unter Berufung auf Branchenkreise. Der Chef der italienischen Grossbank UniCredit hatte am Montag gesagt, er sei an einer Übernahme der Societe Generale nicht interessiert./

 

Themenbeitrag Nr.47

 
Von  huetter69 Erstellt am: 13.02.08 18:22 Beitrag Nr.: 113.810 Weitere Beiträge
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Inside Wall Street
Drogen, Sex und riskante Trades

 

Schon früh im neuen Jahr steht ein Mann fest, der im Dezember in keinem Jahresrückblick fehlen wird: der französische Banker Jerome Kerviel, der mit seinen Milliarden-Zockereien die Societe General in eine Krise gestürzt hat. Während dessen Machenschaften an der Wall Street mittlerweile abgehakt sind, stürzen sich jetzt Psychologen auf den Fall.

Den jungen Mann als Ausnahmeerscheinung abzutun, warnen amerikanische Wissenschaftler den Rest der Finanzbranche, könnte ein fataler Fehler sein. Vielmehr seien bei Banken und Brokerhäusern die Überwachungsstrukturen zu verbessern, um einen zweiten Fall "SocGen" zu verhindern. Denn: In jedem Händler stecke ein kleiner Kerviel.

Viele Trader auf dem New Yorker Parkett können das nachvollziehen. Selbst dass die französischen Ermittlungsbehörden den jungen Mann mit einem Drogenabhängigen verglichen haben, dessen Trades ihm stets einen neuen Kick verschafft haben, ist ihnen völlig klar. Den meisten ergeht es nämlich ähnlich.

Das meint zumindest Brian Knutson, seines Zeichens Professor für Neurologie und Psychologie an der renommierten Universität von Stanford. Knutson ist anerkannter Vorreiter auf dem Gebiet der "Neurofinanz", die sich mit dem Zusammenspiel von Wirtschaft, Finanz und dem Gehirn befasst.

Knutson hat bei zahlreichen Untersuchungen festgestellt: Die Gier nach Geld ist dem Menschen ins Gehirn gemeißelt. Folglich reagiert das Gehirn auf Glückspiel, Wetten und eben den Einsatz an der Börse - in Einzelfällen mit einer Intensität, die Wissenschaftler sonst nur bei der Lust auf Sex gemessen haben.

Jason Zweig, der zu dem Thema ein 350 Seiten starkes Buch verfasst hat, bestätigt den Kick durch Trading nach eigenen Untersuchungen. Gehirnscans von Drogenabhängigen beim Schuss und entsprechende Bilder von Bankern beim Handeln seien nicht voneinander zu unterscheiden gewesen, so Zweig. Folgerung: Das Geschäft mit der Börse ist eine Sucht. Je länger und tiefer ein Händler drin ist, desto schwerer fällt der Ausstieg.

Das wiederum hat böse Folgen, wie nicht zuletzt der Fall Kerviel beweist. Der junge Franzose soll vor allem süchtig geworden sein, weil sein Spiel am Anfang so gut lief. Immerhin hatte der Banker mit seinen hochriskanten Geschäften zeitweise einen Gewinn von 2 Milliarden Dollar angehäuft. Dann wiederum verpasste er den Ausstieg, als es in die roten Zahlen ging. Gegen jeden wirtschaftlichen Verstand und gegen die goldene Börsenregel "Cut your losses", zockte Kerviel weiter - bis seine Machenschaften aufflogen und ein Verlust von 7 Milliarden Dollar zu Buche stand.

Dieses Verhalten sieht der Bostoner Psychologie-Professor Andrew Lo wiederum evolutionär bedingt. "Wer vom Aussterben bedroht ist", so Lo, verhalte sich nicht immer gemäß logischer Regeln, sondern ganz "als hätte er nichts mehr zu verlieren."

Einige amerikanische Investmenthäuser schützen sich und ihre Mitarbeiter bereits gegen die Suchtgefahren des alltäglichen Geschäfts. Wall-Street-Legende Steven Cohen, dessen Firma SAC Capital Advisors 15 Milliarden Dollar verwaltet, hat einen Psychiater auf Abruf, der sich den Sorgen und Nöten der Trader annehmen kann. Und Julian Robertson, dessen Tiger Management Anlagen von 22 Milliarden Dollar betreut, lässt die eigenen Strategien regelmäßig von einem Psychoanalytiker untersuchen.

Die meisten Händler auf dem New Yorker Parkett sind hingegen ihre eigenen Therapeuten. Ein großer Teil zieht nach guten und schlechten Tagen ein paar Blocks weiter in die Kneipe - da gibt´s helfende Gespräche und ein Bier.

 

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Jerome Kerviel

 

 

Themenbeitrag Nr.48

 
Von  Zahlenfee Erstellt am: 18.02.08 16:46 Beitrag Nr.: 116.652 Weitere Beiträge
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Société Générale verhandelt über Fusion

 

Die französische Banque Postale will der angeschlagenen Société Générale möglicherweise ein Aktienpaket abkaufen. Die zunächst geheimen Fusionsgespräche begannen bereits vor dem Spekulationsskandal.

Die von Spekulationsverlusten in Milliardenhöhe erschütterte französische Großbank Société Générale und die staatseigene Banque Postale haben Gespräche über eine mögliche Fusion geführt. Dies berichtete die Tageszeitung «Les Echos» am Montag ohne Hinweis auf ihre Quellen.

 

Dem Blatt zufolge fanden die Gespräche vor dem Bekanntwerden der enormen Verluste der Bank statt. Es sei um eine Kapitalspritze der Banque Postale im Austausch für Aktien der Société Générale gegangen. Die Gespräche hätten sich in einem frühen Stadium befunden. In den vergangenen Wochen war bekannt geworden, dass die Bank durch Spekulationen des Angestellten Jerôme Kerviel riesige Verluste verbuchen musste. Insgesamt hatte Kerviel mit mehr als 50 Milliarden Euro spekuliert und die Bank um fast fünf Milliarden Euro gebracht. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Kerviels Freilassung auf Kaution nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens Beschwerde eingelegt. (nz/dpa-AFX)

 

Themenbeitrag Nr.49

 
Von  Zahlenfee Erstellt am: 20.02.08 11:47 Beitrag Nr.: 118.305 Weitere Beiträge
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Skandal-Händler Kerviel muss zum Psychiater

Der Fall des Börsenbetrügers Jérôme Kerviel wird immer bizarrer: Der Ex-Banker der Société Générale schrieb einem gewissen Mat aus London geheimnisvolle Botschaften. Das gibt den Ermittlern Rätsel auf. Jetzt sagen die Untersuchungsrichter: Ein Psychiater soll sich mit Kerviel befassen.Hat Jérôme Kerviel einen Komplizen für seine Atem raubenden Spekulationen erfunden? Die Ermittler des massiven Betrugsskandals bei der Société Générale halten dies für möglich. Der Grund: In den elektronischen Botschaften, die Kerviel mit einem befreundeten Broker austauschte, taucht immer wieder ein mysteriöser dritter Händler auf. Mat lautet sein Vorname, er soll in London arbeiten.

„Aber wir haben ihn bislang noch nicht gefunden“, sagte eine Sprecherin der Pariser Staatsanwaltschaft. Man sei noch nicht sicher, ob es sich bei Mat wirklich um einen imaginären Komplizen handele, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Gegen Kerviel wurde ein Verfahren unter anderem wegen Fälschung von Bankunterlagen eingeleitet. Er soll seiner Bank durch Fehlspekulationen einen Schaden von 4,9 Milliarden Euro verursacht haben. Seit Beginn des Monats ist er in Untersuchungshaft, es bestand der Verdacht, er könnte sonst Kontakt zu einem etwaigen Komplizen aufnehmen.

Skandal-Händler Kerviel muss zum Psychiater

Vor knapp zwei Wochen verhörten die Ermittler bereits Kerviels Kollegen Moussa B. von der Firma Fimat. Über ihn wickelte er einen Großteil seiner Transaktionen ab. Bereits im vergangenen September begannen bei Fimat interne Ermittlungen über die Geschäfte der beiden. Um deren großen Umfang zu rechtfertigen und Verdachtsmomente zu zerstreuen, könnte Kerviel den Londoner Broker Mat erfunden haben, so eine Vermutung. „Das ist eine übliche Praxis von Tätern“, zitierte „Le Parisien“ aus Kreisen der Societe Generale. Der Zeitung zufolge wollen die Untersuchungsrichter auch ein psychiatrisches Gutachten Kerviels in Auftrag geben.

Die Société Générale hatte schon Monate vor der Aufdeckung des Spekulationsskandals im Januar gegen ihren Händler ermittelt. Wie die „Financial Times“ berichtete, nahm die Großbank Transaktionen eines Managers bereits Ende September 2007 unter die Lupe. Grund seien ungewöhnlich hohe Summen der Transaktionen im Auftrag Kerviels gewesen. Insbesondere sei es um Provisionen Kerviels für den Fimat-Mitarbeiter gegangen.

Allerdings sei der Untersuchung keine große Priorität eingeräumt worden, und sie habe sich bis zur Aufdeckung des Spekulationsskandals hingezogen. Die Bank lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Das Unternehmen wirft Kerviel vor, das Institut durch den Aufbau illegaler Handelspositionen um fast fünf Milliarden Euro gebracht zu haben. Der Verlust war entstanden, als das Institut Kerviels Derivate-Positionen im Wert von rund 50 Milliarden Euro über die Börse verkauft hatte. Kerviel hatte die Milliardenbestände durch Scheingeschäfte aufgebaut, so dass nach Angaben der Bank niemand davon gemerkt hatte. AP/Reuters/oht

 

Themenbeitrag Nr.50

 
Von  huetter69 Erstellt am: 20.02.08 13:06 Beitrag Nr.: 118.360 Weitere Beiträge
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'FT': Societe Generale ignorierte im Herbst weiteres Warnsignal

Die französische Großbank Societe Generale hat einem Pressebericht zufolge ein weiteres Warnsignal ignoriert. Bereits vergangenen Herbst seien Transaktionen des im Mittelpunkt des Skandals stehenden Händlers Jerome Kerviel intern aufgefallen, berichtete die "Financial Times" am Montag ohne Nennung ihrer Quellen.

Ende September 2007 überprüfte der Zeitung zufolge eine Führungskraft des Brokerhauses Fimat Transaktionen, die der Fimat-Mitarbeiter Moussa Bakir im Auftrag Kerviels durchführte. Fimat war zum damaligen Zeitpunkt eine 100-prozentige Tochter von Societe Generale. Die Führungskraft war zuvor auf unnormal hohe Handelsvolumina aufmerksam gemacht worden.

DRUCK AUF BANKFÜHRUNG ERHÖHT

Das Scheitern eines weiteren Risikosystems erhöht den Druck auf die Bankführung. Bislang hat kein Vorstandsmitglied wegen des Milliardenverlusts die Bank verlassen müssen. Frankreichs Zentralbankchef Christian Noyer leitet eine Untersuchung des Skandals. In einem Interview sagte er der „Financial Times“, menschliche Fehler hätten möglicherweise die bankinternen Kontrollen bei Societe Generale außer Kraft gesetzt. "Vielleicht summieren sich hier kleine Fehler, die auf unterschiedlichen Managementebenen als Reaktion auf die Warnsignale der internen Kontrollen begangen wurden", so Noyer.

Es sei ihm immer noch ein Rätsel, wie Kerviels Handeln über zwei Jahre unentdeckt bleiben konnte. "Für mich ist die größte Überraschung die, dass dies trotz aller internen Kontrollen passieren konnte", sagte Noyer. "Ich bin gespannt zu sehen, warum die Warnleuchten, die hätten angehen müssen, nicht angegangen sind." Vor dem Abschluss der laufenden Prüfungen sollten aber keine Schlüsse gezogen werden.

 

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