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Stephan Heibel: 10.10.08 23:23 Fehlende Rahmenbedingungen... |
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Norbert Lohrke: 10.10.08 08:09 Microlending statt Megaburning |
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Norbert Lohrke: 09.10.08 08:06 Impotenz trotz Viagra |
| Thema eröffnet von: | bidandask07 | Beiträge: | 398 | Bewertung (1): | |
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| am: | 04.12.07 08:49 | Gelesen gesamt: | 32881 | |||
| Letzter Beitrag von: | Rohstoffexperte | Gelesen heute: | 0 | |||
| am: | 04.09.08 11:05 |
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 21.07.08 17:25 | Beitrag Nr.: 140.091 | Weitere Beiträge |
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Umfeld für Gold und Silber weiterhin positiv
Für Gold war in der vergangenen Woche die 1.000-Dollar-Marke zum Greifen nahe. Der Preis stieg am Dienstag bis auf 986 USD je Feinunze. Die Auslöser hierfür waren neben dem neuen Allzeithoch des USD/EUR-Wechselkurses bei 1,6032 auch die Schwäche am Aktienmarkt sowie die Konjunktursorgen in den USA und in Europa. Zwar gab der Goldpreis in den letzten Tagen parallel zur Erholung von DAX & Co. wieder etwas nach. Insgesamt überwiegen jedoch die Chancen für einen weiteren Anstieg in den nächsten Wochen und Monaten. Die Krise an den Finanzmärkten ist noch lange nicht ausgestanden und auch die Inflationsproblematik dürfte nicht von heute auf morgen verschwinden, selbst wenn die Preissteigerungsraten in den nächsten Monaten aufgrund von statistischen Basiseffekten etwas zurückgehen sollten. Bei kurzfristigen Bewegungen des Goldpreises ist wie schon in der Vergangenheit mit einer größeren Reaktion bei Silber zu rechnen.
Platinmetalle mit Verlusten
Die Platinmetalle standen in den letzten Tagen eindeutig auf der Verliererseite. Palladium verlor im Wochenvergleich rund 8% auf 417 USD je Feinunze. Bei Platin beträgt das Minus sogar rund 10% bei einem aktuellen Preis von 1.860 USD. Die Gründe hierfür sind dabei kaum auf der Angebotsseite zu suchen. Die Energiekrise in Südafrika schränkt nach wie vor die Platinförderung ein, während der Palladiumnachschub aus Russland derzeit einwandfrei funktioniert. Das aktuell insbesondere im Autoland USA schwierige konjunkturelle Umfeld und die vergleichsweise hohen Kraftstoffpreise dämpfen jedoch indirekt die Nachfrage.
Gedämpfte Fahrzeugnachfrage senkt Verbrauch
Große Fahrzeuge mit hohem Spritverbrauch findet derzeit kaum Käufer. Die Hersteller schränken deshalb ihre Produktion ein und benötigen entsprechend weniger Platinmetalle für die Katalysatoren. Der geringere Bedarf könnte wahrscheinlich auch dann nicht kompensiert werden, wenn nun die selbe Anzahl von verbrauchsarmen Fahrzeugen hergestellt werden würde. Der Grund hierfür ist die unterschiedlich große Menge an Platinmetallen, die abgesehen von der Kraftstoffart je nach Abgasvolumen benötigt wird. Da die lange Zeit beliebten SUVs mit leistungsstarken Motoren und großem Hubraum sehr viel Abgase verursachen, steckt in ihren Katalysatoren auch mehr Platin und Palladium als in den Kleinwagen. Die Wahrscheinlichkeit einer Preisbewegung nach oben ist deshalb bei Gold und Silber derzeit größer.
© Thorsten Proettel
Commodity Analyst
Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 31.07.08 09:12 | Beitrag Nr.: 141.157 | Weitere Beiträge |
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Am Mittwoch rutschte der Goldpreis zum ersten Mal seit Juni wieder zeitweise unter die Marke von 900 USD je Unze. Dies lag zum einen an der Entlastung an den Aktienmärkten und zum anderen an der Stärke der amerikanischen Währung.
Der USD kletterte am Mittwoch auf ein 5-Wochen-Hoch gegenüber dem Euro. Auch gegenüber anderen Währungen wie dem britischen Pfund konnte der Greenback zulegen. Dies führte auf der anderen Seite zu einem Verkaufsdruck beim Goldpreis. Bereits am Dienstag gab das Edelmetall deutlich nach, nachdem der USD seine kurzzeitige Stärke unter Beweis stellte und der Ölpreis unter sinkenden Notierungen litt. Da auf der anderen Seite die Aktienmärkte zu einem zumindest kurzfristigen Erholungsversuch ansetzten, der sich auch am Mittwoch fortsetzte, führte dies ebenfalls zu Gewinnmitnahmen beim Goldpreis. Einige Marktteilnehmer verweisen nun auf tendenziell günstige Einstiegsmöglichkeiten beim gelben Edelmetall. So erwartet die DZ Bank bis zum Ende des Jahres 2008 einen Goldpreis von 1.200 USD je Feinunze. Die Analysten verweisen unter anderem auf den starken Volumenanstieg bei den Gold-ETFs. Händler verweisen darüber hinaus auf den Start der „Goldsaison“ im Herbst sowie auf das weiterhin sensible Thema Inflationsschutz.
Autor: Werner Rehmet
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 31.07.08 09:13 | Beitrag Nr.: 141.158 | Weitere Beiträge |
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Am Montag sagte Ex-US-Finanzminister Lawrence Summers in einem Interview sinngemäß: "In der Wirtschaft dauert es eine Ewigkeit, bis Entwicklungen, mit denen alle rechnen und auf die alle warten, endlich eintreten. Ist es dann aber soweit, sind alle überrascht, wie schnell sie verlaufen."
Bezeichnend und wahr. Wie lange haben die nüchtern und neutral analysierenden Experten bereits vor einem Abrutschen der USA in die rezessive Zone gewarnt ... und nun, nachdem man noch im April/Mai letztmals dachte, es sei wieder alles in Butter, geht es nun bergab mit Konsum und Arbeitsmarkt und dafür aufwärts mit der Inflation.
Und, auf der anderen Seite der Medaille: Wie lange habe ich gebetsmühlenartig die Rallye der Energiepreise verdammt und sie nicht nur als fatal für jedwede Chance auf eine Bodenbildung beim weltweiten Abstieg aus der Wachstumszone gesehen, sondern auch aufgrund sinkender Nachfrage als schlichtweg ökonomisch falsch. Es dauerte Monate, bis diese ewig scheinende Hausse ihr Ende fand. Und nun ist es gerade einmal 15 Tage her, dass der Ölpreis um 147 Dollar ein Allzeithoch markierte und schon ringen wir mit der Zone 120/122 Dollar.
Und auf einmal soll die Nachfrage die Preise machen
Nun stellt sich mir allerdings die Frage, was dieser Kursrutsch taugt. Immerhin hat uns ja gerade die allerjüngste Vergangenheit gelehrt, dass die Kurse auch gegen die Faktenlage laufen können, gerade im Öl, wo die Relation von Angebot und Nachfrage für die Preisbildung ja sehr relativ ist. Denn was bei der Diskussion über das "korrekte" Preisniveau immer ignoriert wurde:
Rohöl und Erdgas, Benzin und Diesel sind keine Rohstoffe, denen man einfach den Rücken kehren kann, wenn einem der Preis zu hoch wird. Was bedeutet, dass die Nachfrage hier bis auf geringe Prozentsätze eben nicht so einfach einbrechen kann, weil die Energie unerschwinglich wird. Man muss akzeptieren, was die Märkte als Preis diktieren, sonst gehen die Lichter aus. Und dass diese Kurse weniger vom Spot- denn vom Futuresmarkt dominiert werden und die Akteure dort keineswegs alle wirklich diese Rohstoffe haben wollen zeigt, dass die Preise hier eben nicht so unmittelbar von Angebot und Nachfrage gesteuert werden. In diesem Zusammenhang meldete die Chicagoer Terminbörse vor zwei Wochen, dass ca. 70% der Futures-Kontrakte von Spekulanten gehalten werden.
Was tun diese Spekulanten nun? Auf einmal scheint blitzschnell alles anders geworden zu sein. Alles scheint aus den Energierohstoffen und den Edelmetallen heraus- und in den Aktienmarkt hinein zu wandern. Aber ist das wirklich so? Wie viel Kapital bleibt an den Seitenlinien in Bereitschaft? Der Aktienmarkt ist nicht ansatzweise so deutlich gestiegen wie man hätte vermuten können. Denn immerhin hatte zuletzt alles nur noch auf den Ölpreis gestarrt wie ein Kaninchen auf die Schlange.
Doch dieser blitzschnelle Kursrutsch führte nicht zu einer kompletten Absolution. Im Gegenteil wurde vielen Akteuren schnell bewusst: Die Energiepreise sind ein entscheidender Faktor, keine Frage. Ohne Ölpreise um - oder besser unter - 100 Dollar haben die USA keine Chance, zu einem ECHTEN Wachstum zurück zu kehren (also nicht zum Wachstum in den Daten der US-Regierung, denn die suggerieren ja immer noch ein "alles bestens"). Aber erstens IST der Ölpreis noch nicht bei oder unter 100 Dollar und zweitens haben wir bis dahin ja noch die anderen Probleme ... und egal, ob Inflation, Kredit- oder Immobilienkrise: Bis jetzt wurde viel geredet, viel beschönigt und nichts gelöst. Eine Wende hin zu gesundem Wachstum ist so schnell einfach nicht zu erreichen. Und sollten die Energiepreise sogar wieder steigen, erst recht nicht.
Der typische Strom der Lemminge funktioniert in beide Richtungen
Könnten sie das? Warum nicht! Wie gesagt, die Erfahrungen der letzten Monate haben uns ja bewiesen, dass die grundsätzliche Entwicklung von Angebot und Nachfrage gerade in diesen Bereichen - vergleichbar auch Grundnahrungsmitteln, die nicht durch alternative Produkte ersetzt werden können - nicht zwingend auf die kurzfristige Preisbildung wirken. Und:
In meinen Augen ist es keineswegs die Einsicht, dass hohe Energiepreise wirtschaftlich "falsch" sind, welche die Akteure aus den Energie-Positionen heraus getrieben hat, sondern schlicht Stop-Loss-Verkäufe und Umschichtungen in die Aktien in der Hoffnung, dass dort nun mehr zu holen sei. Früher gab es derartige Ströme in volatilen Börsenphasen regelmäßig nur zwischen Aktien- und Anleihemarkt. Aber ich würde mich nicht wundern, wenn es hier nun ähnlich verliefe wie dort: Die Masse stieg kurz vor einem Zwischentief aus Aktien aus, um an einem Zwischenhoch der Anleihen dorthin zu wechseln ... nur, um mit entsprechenden Verlusten kurz vor dem Ende einer Aktienrallye, die zum erneuten Wechsel lockte, wieder in die Aktien einzusteigen und direkt in den nächste Verkaufswelle hinein zu laufen.
Momentan ist das Momentum bei Öl, Gas, Benzin ebenso wie bei den parallel laufenden Edelmetallen wie Gold und Silber in negativem Terrain. Die meisten Trader - auch und gerade die großen Hedge Funds - gehen demnach in diesen Märkten Short. Aber das ist eben keineswegs innere Überzeugung, sondern schlichte Markttechnik, die hier regiert. Und das könnte sich ebenso schnell wieder umkehren, wie dieser Kurssturz kam, denn:
Das Momentum der meisten Aktienmärkte ist gerade mal so eben aus überverkauftem Terrain in den neutralen Bereich vorgedrungen, aber per saldo noch nicht bullish. Ich meine, dass nur erneut deutlich fallende Energiepreise oder aber sehr starke neue Konjunkturdaten, die glaubwürdig und gut genug sind, um hinreichend vielen Akteuren die "Wende von ganz alleine" vorzugaukeln, imstande wären, hier einen erneuten bullishen Impuls auszulösen, der die Aktienmärkte so weit nach vorne treibt, dass auch noch die momentan in Bereitschaft liegenden Barbestände dort eingesetzt werden. Gelingt dies aber nicht, stellt sich natürlich für viele große Adressen die Frage: Wohin mit dem Geld?
Und sollten die Aktienmärkte nicht deutlicher an Attraktivität gewinnen ... ich würde mich nicht wundern, wenn wir schnell wieder Ölpreise von 130/132 oder sogar höher sehen ... und auch einen neuen Aufwärtsimpuls bei Gold und Silber. Natürlich fällt es schwer, sich dieses Szenario vorzustellen, solange die Kurse das Gegenteil tun. Aber:
Zum einen bedingen die Kurse bei Öl und Aktien einander, zum anderen bewirkt das, dass sich ein einmal eingeschlagener Kurs verstärkt. D.h. wenn die Aktienmärkte nun NICHT weiter zulegen, werden Energie und Edelmetalle wieder attraktiver ... und das bedingt erst recht, dass die Aktien wieder fallen und so noch unattraktiver werden. Als möglicher "Anschieber" einer solchen Entwicklung kann die chart- und markttechnische Situation bei Rohöl und Gold dienen. Dazu die Charts (Stand 30.07. 17:00 Uhr):
Im Bereich 120/122 Dollar hat Rohöl (hier Nordsee-Brent) charttechnische Unterstützung in Form der Juni-Tiefs und des steileren der beiden momentan relevanten Aufwärtstrendkanäle (rot eingezeichnet). Zugleich haben das Momentum und die Stochastik ein derart tiefes Niveau erreicht, dass es zum Eindecken von Shortpositionen lockt.
Kommt hier ein erster Impuls, möglicherweise heute schon durch die wöchentlichen Öl-Lagerbestandsdaten aus den USA angestoßen, könnte sich das Ganze schnell wieder zu einem Selbstläufer nach oben auswachsen. Immerhin waren noch vor zwei Wochen scheinbar alle der Ansicht, Öl und Benzin sei knapp, das Angebot zu gering und Kurse von 200 Dollar pro Barrel am Jahresende möglich. 14 Tage später redet man von Ölpreisen bei 80 Dollar und einem Angebotsüberhang. Die festen Überzeugungen drehen fast schneller als die Kurse selbst. Und das geht eben auch in die andere Richtung, zumal:
Schließlich sind wir mitten in der Zeitzone, in der Jahr für Jahr die stereotypen Argumente "Reisesaison" und "Hurrikans" Argumente für Bullen liefern. Und eine Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien von nur 87,2% wie heute gemeldet liegt nicht daran, dass die anderen 22,8% nicht benötigt würden ... ein Großteil dieser brach liegenden Kapazitäten ist aufgrund der Überalterung der Anlagen schlicht nicht einsetzbar. Auch ein Argument, das blitzschnell wie Kai aus der Kiste hüpfen kann, sollte der Ölpreis nun nur eine technisch zu erwartende Gegenbewegung starten.
Das haben momentan wenige auf der Rechnung. Chicago meldet die höchsten offenen Shortpositionen in den Öl-Futures seit Monaten. Und wenn wir uns überlegen, dass dieser kräftige Kurssturz auch unter anderem deshalb so heftig war, weil bis 135 Dollar ohnehin noch jeder an eine sofortige Wende nebst Rallye an oder über 150 glaubte und deshalb viele erst reagierten, als der Kurs unter 135 bzw. 132 Dollar fiel ... warum sollte das nicht auch in die Gegenrichtung möglich sein?
Gold in hautenger Bindung zum Öl
Und sobald Öl wieder über 130 Dollar liegt, hat auch Gold wieder seine Chance. Der Kurs fiel ja in den vergangenen sieben Handelstagen in der Spitze um 80 Dollar - bedingt durch den Run der Lemminge in den Aktienmarkt und das fallende Öl. Und er zeigt damit, dass erstaunlich viele Akteure zumindest hier auf einmal relativ wenig Angst zu haben scheinen, dass sich das Bild bei Öl und Aktien genauso schnell wieder verdüstert wie es sich zuletzt aufgehellt zu haben schien.
Momentan notiert Gold an seinem mittelfristigen Aufwärtstrend und nur wenige Dollar oberhalb des 20 Tage-Durchschnitts. Das KANN - wenn Öl wieder zulegen sollte - eine Basis für einen erneuten Aufwärtsimpuls werden. Wenn nicht, sollte aber spätestens in der Unterstützungszone um 845 Dollar erst mal Schluss sein. Denn die Vollendung eines größeren Doppeltops durch den Rutsch unter 845 Dollar kann ich mir in diesem momentanen Umfeld nicht vorstellen.
Der einzige Aspekt, dem ich hier keine wichtige Rolle zumesse, ist der Dollar. Er wird zwar immer als Argument für steigende oder fallende Öl- und Goldpreise angeführt und mittelfristig ist das auch meist korrekt. Doch kurzfristig sind hier keine eigenen Impulse gegeben, die die Relation Euro zu Dollar oder Dollar zu Yen nachhaltig bewegen würden. Und dementsprechend dient er momentan meist nur als Alibi. So z.B. heute kurz nach 11 Uhr, als zuerst das Gold fiel ... und der Euro/Dollar-Kurs sich als „Alibi“ erst 10-20 Minuten später nennenswert nach unten in Bewegung setzte ... und es dann hieß, Gold falle, weil Euro/Dollar fiele.
Natürlich werden all diejenigen, die gerade erst in Öl und Gold auf Short und bei Aktien auf Long gedreht haben, gegen alle Argumente verbissen versuchen, diese Positionen zu verteidigen und nicht schon wieder mit Verlusten drehen zu müssen. Aber um Lawrence Summers wieder ins Spiel zu bringen: Erst wundert man sich, dass nichts passiert ... und passiert es dann doch, geht es auf einmal blitzschnell. Lassen wir uns mal überraschen!
Herzliche Grüße
© Ronald Gehrt
www.system22.de"
Hinweis GoldSeiten.de: Herr Gehrt ist Referent auf der 7.+8.11.2008 in München stattfindenden "Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse". Nähere Details zur Messe (wie Ablaufplan, Aussteller, etc.) werden im September/Oktober bekannt gegeben.
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 31.07.08 14:07 | Beitrag Nr.: 141.192 | Weitere Beiträge |
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Eine Korrektur des Ölpreises ist so unvermeidbar, dass man diese noch nicht einmal herbeirufen müsste. Ich habe aber keine Ahnung, wann das genau sein wird. Aber gerade in einer Zeit, in der sich die Weltkonjunktur ausbremst und die Zentralbanker kühn daherreden, müsste die Unnachgiebigkeit des Rohstoffpreises auf dieser Höhe, Bernanke zu Tode erschrecken. Noch vor fünf Jahren wären solche Preise unvorstellbar gewesen. Aber Bernanke durchschaut die Sache einfach nicht.
Ben wird seinen Posten sowieso nicht mehr lange behalten, besonders, wenn er die Sache jetzt in den Sand setzt. Vielleicht wird ihn die neue Regierung ersetzen. Dann kann er ein Buch darüber schreiben, in dem er den Goldstandard als Mythos entlarvt und darüber, dass die amerikanische Zentralbank den "Motor der Inflation" darstellt.
Wie auch immer, die Märkte agieren insgesamt so, wie es zu erwarten war. Sie behandeln die Goldkorrektur so als wäre es ein ansehnlicher Fehler.
Nicht nur, dass sie die Schwachen ausmerzt, sie gab den Zentralbankern darüber hinaus ein falsches Gefühl von Sicherheit angesichts stark steigender Energiepreise. Mit einer Goldflaute, sich erholenden Aktienkurse und relativ geringen Anleihenrenditen, sah alles danach aus, als ob man entspannt in die Sommerferien hätte fahren können - auf jeden Fall bis die Ferienzeit dann wirklich kam.
Goldbullen sprühen vor Enthusiasmus angesichts der Erholung des Goldpreises. Das sollten sie auch.
Nachdem die 920 Dollar durchbrochen waren, entwickelte sich der Markt durch das Maihoch von 940 Dollar und blickte dem Wendepunkt von 950-960 Dollar direkt ins Gesicht. Die Tendenz der Charts weist auf einen Bullenmarkt hin. Ich würde erwarten, dass sich diese Tendenz bei einem Niveau von 900-920 Dollar halten wird. Das würde meinen positiven Ausblick bestätigen. Aber so technisch ist das alles gar nicht. Der Markt kümmert sich normalerweise um all diese Dinge.
Er hat nun realisiert, dass die amerikanische Zentralbank nicht wirklich meint, was sie sagt und wenn dass wenn sie es täte, es nicht ausreichen würde. Der Fokus der Debatte liegt nun auf Bereichen bei denen es der Zentralbank unbehaglich wird: Der Dow schaffte es nicht, die 13.200 Punkte zu durchbrechen und das Thema Inflation wird immer hitziger, ungeachtet der weiteren Risse in der Wirtschaft.
So etwas treibt im Moment Gold.
Haussen sind dafür berüchtigt noch viel weiter zu gehen, als ihre frühen Propheten es sich vorstellen konnten. Das ist die Botschaft des Ölpreises. Als Goldbulle nehme ich das ernst.
Was die Zentralbank nicht geahnt hat, war, dass der Anstieg des Ölpreises so beharrlich sein würde, dass es die inflationäre Psychologie mit oder ohne Gold ermutigen würde. Und sie kann es sich nicht leisten, die Kontrolle über die Anleihenrenditen zu verlieren. Doch auf der anderen Seite kann sie es sich auch nicht leisten, schärfere Maßnahmen einzuleiten. Sie kann nur versuchen Stimmen zum Schweigen zu bringen, die ihre Inflationserwartungen verbreiten.
Seit 1979 ist eine ganz neue Generation herangewachsen. Sie ist keine Zentralbank gewöhnt, die einen harten Kurs fährt. Die Zentralbank des Jahres 1994 war die härteste, die sie kannte. Und wenn man einen Charaktervergleich einmal außen vor lässt, dann sage ich Ihnen - das geschah nach nur ein paar Jahre mit inflationären Auswirkungen, als die Leute sich endlich mehr um Inflation sorgten als über Deflation, und deshalb wurde Volcker mit einem politischen Mandat herbeigerufen und er sollte das Inflationsmonster bekämpfen. Zu dieser Zeit waren die Inflation des Verbraucherindexes und die Niveaus der Zinssätze schon hoch und die Kursgewinnverhältnisse waren nur halb so hoch wie die von Heute.
Die Zentralbank von Bernanke ist noch nicht einmal in der Nähe eines solchen Mandates. Sie kann nicht viel mehr im Sinn haben, als die stufenweise Entwicklung eines Greenspan. Allerdings ist das zuweilen gefährlich.
Die Zentralbank von Greenspan hat die Zinssätze während einer wirtschaftlich stabilen Periode (2004-2005) erhöht. Heute spricht die Zentralbank davon, die Zinssätze zu erhöhen als Reaktion auf den Ausbruch einer Inflation mitten in einer Finanzkrise.
Na, wie werden Sie das den Wählern erklären?
Wenn Ben Bernanke lange genug überleben will und sich noch eine weitere Amtsperiode sichern will, dann wird er den Status Quo nicht in Frage stellen wollen. Doch der Status Quo wird diese Art von Sparpaket nicht zulassen, das nötig wäre, die Inflation einzudämmen oder zu vereiteln. Sie soll verflucht sein, wenn sie es tut, und ebenso verflucht sein, wenn sie es nicht tut.
Das bedeutet, dass Preise weiter steigen werden, bis die direkte Angst vor Inflation alles andere übersteigt. Daher hat Gold das Potential, hier Feuer zu fangen.
Der Markt beginnt auch das zu verstehen. Er hat gesehen, wie Bernanke zwischen der Sorge um Deflation zur Sorge um Inflation bereits einige Male hin und her gesprungen ist. Das Zögern der amerikanischen Zentralbank in der letzten Zeit, z.B. während des Treffens des Federal Open Market Committees, war so etwas wie ein Startschuss für diese dämmernde Feststellung.
Es ist zu spät diesen Vertrauensbruch zu richten und es ist für die amerikanische Zentralbank zu früh wirklich eine Inflation anzunehmen.
Sehen wir uns die Verdoppelung des Goldpreises im kommenden Jahr an. Meine Vorhersage für Gold ist, dass er zum Jahresende 1.200 Dollar und zum nächsten Sommer 2000 Dollar erreichen wird.
Dies ist also Ihre letzte Chance das Metall unter 1.000 Dollar pro Unze kaufen zu können.
© Ed Bugos
Quelle: Auszug aus dem Newsletters "Trader´s Daily"
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 04.09.08 11:02 | Beitrag Nr.: 144.158 | Weitere Beiträge |
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Donnerstag, 4. September 2008
Warten auf Impulse
Ölpreis pendelt sich ein
Die Ölpreise haben im frühen Handel am Donnerstag weiterhin deutlich unter der Marke von 110 US-Dollar notiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im Oktober kostete 109,28 US-Dollar und damit sieben Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag bei 108,08 US-Dollar - das waren zwei Cent mehr als am Mittwoch.
Händler verwiesen einerseits auf die weltweite Konjunkturabkühlung, die die Nachfrage nach Rohöl und damit auch die Ölpreise drücken dürfte. Andererseits gebe es aber auch weiterhin Risiken. So stelle die bis Ende November laufende Hurrikan-Saison nach wie vor eine Gefahr für die wichtigen Ölförderanlagen im Golf von Mexiko dar, hieß es. In den vergangenen Tagen hatten die Ölpreise gleichwohl deutlich nachgegeben, nachdem die Ölförderung in der Golfregion Amerikas durch den Sturm "Gustav" weniger stark als befürchtet beeinträchtigt wurde.
Allerdings braute sich über dem Atlantik schon ein neuer Hurrikan zusammen. "Ike" wurde inzwischen als "extrem gefährlicher" Wirbelsturm der Kategorie 4 eingestuft. Es sei aber noch zu früh zu sagen, wo er auf Land treffen werde, teilte das US-Hurrikan Center mit.
Neben den Zinsentscheidungen in London und Frankfurt werden die Marktteilnehmer die US-Lagerdaten im Blick haben, die wegen des Feiertags "Labor Day" am Montag einen Tag später als gewöhnlich veröffentlicht werden. Die Rohölbestände der USA dürften Analysten zufolge in der vergangenen Woche um 200.000 Barrel gestiegen sein, während die Benzinvorräte um 1,4 Millionen Barrel gefallen sein dürften.
Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zur Wochenmitte geringfügig gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) 103,69 US-Dollar, und damit 29 Cent mehr als am Dienstag.
Adresse:
http://www.n-tv.de/1016947.html
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 04.09.08 11:03 | Beitrag Nr.: 144.159 | Weitere Beiträge |
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financial.de TopStory: Australiens Goldproduktion hat sich im Zeitraum April-Juni zwar leicht von seinem Einbruch im vorigen Quartal erholt, als der Output seinen tiefsten Stand seit 19 Jahren erreicht hatte. Im Jahresverlauf bis zum 30. Juni war dennoch ein Rückgang um 7% gegenüber dem Fiskaljahr 2006-07 zu verzeichnen, wie das Consultingunternehmen Surbiton Associates mitteilte. Für 2007-08 wird die Goldproduktion mit 232 t angegeben. Ihren Höhepunkt hatte sie 1997-98 mit 318 t erreicht. Im Quartal April-Juni betrug sie 55 t gegenüber 53 t im Vorquartal. In dieser Zeit haben sich die Produktionskosten um 20% erhöht.
financial.de 2.9.2008
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 04.09.08 11:03 | Beitrag Nr.: 144.160 | Weitere Beiträge |
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NOWOSIBIRSK, 03. September (RIA Novosti). Die russischen Mini-U-Boote Mir-1 und Mir-2 sind mit einer unkonventionellen Aufgabe konfrontiert worden: Bei ihrer Baikal-Mission mussten sie ein düsteres Geheimnis aus dem Bürgerkrieg lüften. (Fotoreise mit RIA Novosti: Menschen und Mythen am Baikalsee)
Wie Michail Borsin, Vizepräsident der Stiftung für den Schutz des Baikalsees, am Mittwoch gegenüber RIA Novosti sagte, haben die Forscher den Baikalboden in der Nähe der Ortschaft Listwjanka untersucht. Sie suchten nach dem Gold, über das Zarenadmiral Alexander Koltschak nach der Oktoberrevolution von 1917 verfügt hatte. Der angeblich fabelhafte Schatz war in den Wirren des Bürgerkrieges verloren gegangen.
„Laut einer Legende wurde die dortige Brücke während des Bürgerkrieges gesprengt. Ein Zug, der das Gold transportierte, sei dabei ins Wasser gestürzt“, so Borsin.
Bei der jüngsten Tauchmission wurden aber laut Borsin keine Schätze gefunden. Die Goldsuche sei allerdings nicht das Hauptziel der Forscher gewesen: „Die Suche erfolgte parallel zur wissenschaftlichen Forschung“.
Die Baikal-Forschungsmission war Ende Juli gestartet. In den nächsten zwei Jahren sind 160 weitere Taucheinsätze geplant, um das Bodenrelief zu erforschen, Grundproben zu entnehmen, archäologische Artefakte zu sichten sowie Bodenschätze zu präzisieren.
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Von Rohstoffexperte | Erstellt am: 04.09.08 11:05 | Beitrag Nr.: 144.161 | Weitere Beiträge |
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Was gerade in den Märkten für Silber und Gold geschieht, ist zweifellos die schmutzigste Aktion in der Finanzgeschichte. Es spottet jeder Finanzregulierung und den rechtsstaatlichen Grundsätzen. Man lässt es zu, dass die Investorenschaft wegen obszöner Profite von einer Finanzinstitution, oder Finanzinstitutionen, abgezogen und gekröpft wird.
Damit wird Günstlingswirtschaft, Schattenwirtschaft, Marktabsprache und Insiderinformation auf die Spitze getrieben. Ich bin schrecklich enttäuscht und bestürzt, dass solche Dinge in unserem großartigen Land passieren konnten.
In den folgenden Absätzen möchte ich herausstellen und erläutern, wie eine große Bank oder Banken - wahrscheinlich sogar zusammen mit der US-Regierung - finanzielle Schwindeleien ausgegoren haben, die Ihnen sprichwörtlich die Sprache verschlagen werden. Das ist ein Skandal, den man so nicht durchgehen lassen darf.
Die jüngsten Erkenntnisse aus dem Bank Participation Report der CFTC von August haben verblüffende Beweise für Konzentration und Manipulation in den COMEX-Märkten für Silber und Gold erbracht. Zwei US-Banken hielten bei den COMEX-Silber-Futures eine Short-Position von 33.805 Kontrakten, nach Stand vom 5.August, oder aber fast 170 Millionen Unzen Silber. Das kommt einem Anstieg von 138 Millionen Unzen in einem Monat gleich. Dieser Anstieg entspricht ganzen 20% der Weltminenproduktion. Wenn ein oder zwei Institutionen 20% der Weltproduktion von Öl oder Weizen in einem Monat kauften oder verkauften, so würde man sich im Kongress ganz plötzlich um diese Angelegenheit reißen.
Beim Gold verkauften nicht mehr als 3 US-Banken 10% der Weltminenproduktion innerhalb eines Monats leer. Das waren die größten Leerverkäufe von Gold und Silber, die jemals bei US-Banken zu verzeichnen gewesen sind. Nachdem die massive, konzentrierte Silber- und Gold-Short-Position von diesen US-Banken etabliert wurde, erlebten die Märkte einen historischen Preiseinbruch. Und all das fand gleichzeitig mit der überhaupt ersten Knappheit im Silbereinzelhandel statt. Das steht völlig im Widerspruch zur normalen Funktionsweise des Angebot- und Nachfragegesetzes.
Die Fakten sind so eindeutig, dass die CFTC eigentlich eine sofortige Erklärung hätte abgeben müssen, warum dies nicht unter Manipulation fällt. Und sie müssten genauso schnell Schritte gegen die Manipulatoren unternehmen. Schweigen ist keine Option. Die betreffenden US-Banken (oder Bank) stehen an der Spitze der Finanznahrungskette in Bezug auf Größe, Macht und Bedeutung. Sie werden an Börsen gehandelt und gehören Millionen von Investoren. Diese Banken sind im Allgemeinen offen, was ihre streng geprüften Finanzgeschäfte anbetrifft. Es gibt eine archaische Regelung, die verhindert, dass die CFTC die Identität dieser Banken preisgeben muss. Aber es gibt keine Regelungen, die verhindern, dass die Banken selbst zugeben, dass sie die Verantwortung für diese Silber- und Goldleerverkäufe tragen und die ihnen verbietet, die ökonomische Begründung dafür zu liefern. Hierbei handelt es sich um greifbare Transaktionen, die vor ichren Aktionären offen dargelegt werden sollten. Aber Transparenz zählt ganz offensichtlich nicht, wenn es um manipulative Transaktionen geht.
Eine US-Bank?
Auch wenn der Bericht zwei Banken beim Silber und drei Banken beim Gold auflistet, so ist es möglich, dass es sich nur um eine Bank handelt und vielleicht sogar noch um ein und dieselbe Bank, die beim Silber und beim Gold den größten Anteil an jenen Short-Positionen hielt. Die öffentlichen Angaben sind nicht spezifisch genug, aber nach objektiver Betrachtungsweise ist es überaus wahrscheinlich, dass im aktuellen Bericht nur eine einzige Bank 30.000 oder mehr Silber-Short-Kontrakte (150 Millionen Unzen) und 75.000 Gold-Kontrakte gehalten hat. Wie hoch liegt die Wahrscheinlichkeit, dass zwei oder drei Banken ganz plötzlich und spontan entscheiden, noch nie gesehene Mengen Silber- und Goldkontrakte leerzuverkaufen? Wenn es denn zwei oder drei Banken wären, so würde sich zudem noch die Frage nach geheimen Absprachen stellen. Wenn es nur eine US-Bank war, dann würde das heißen, dass diese Bank 34% am gesamten COMEX-Silber-Marktes und 30 % am Goldmarkt hielt. Für jeden normal denkenden Menschen wäre eine solche Konzentration gleich Manipulation.
Der Bank Participation Report ist eine monatliche Momentaufnahme zu einem vorherbestimmten Stichtag. Daher ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass damit extrem hohe oder niedrige Kontraktbestände der Teilnehmer erfasst werden. Auf Grundlage der Angaben des wöchentlich erscheinenden Commitment of Traders Report (COT) hielten die 4 größten Händler, einschließlich der US-Banken, nach Stand vom 22. Juli, insgesamt eine Rekord-Short-Position von 63.740 Silberkontrakten - oder aber 7779 Kontrakte mehr, als sie laut COT und Bank Participation Report nach Stand von 05.08 hielten. Daher kann es als fast sicher gelten, dass die große(n) US-Bank(en) eine deutlich höhere Position am 22.07 hielt(en), als aus dem Bank Participation Report vom 5.August hervorgeht. Das würde heißen, dass der wahre, prozentuale Netto-Anteil am Gesamtmarkt, der möglicherweise von einer einzigen US-Bank gehalten wurde, sogar noch höher liegt als 34% und tatsächlich über 40% betragen könnte. Das ist wahrlich schockierend.
Ich habe eine einfache Lösung, um festzustellen, dass das was ich hier andeute, wahr ist. Die CFTC soll es uns sagen. Ich verlange nicht von ihnen, dass sie die gesetzliche Bestimmung verletzen, hinter der sie sich und die großen Händler verstecken, womit ich jene Bestimmung meine, die die Identität der Händler schützt. Ich möchte von der CFTC etwas ganz anderes. Anstatt uns zu erzählen, was zwei oder drei US-Banken gehalten haben (so wie es im Bank Participation Report geschieht) oder was die 4 bis acht größten Händler halten könnten (so wie es im COT steht), sollen sie uns einfach sagen, was der größte Händler beim Gold oder Silber gehalten hat. Das wird die Angelegenheit in Ordnung bringen. Sollen sie doch deren Identität schützen, wir wollen nur wissen, wie viele Kontrakte die große US-Bank am 22.Juli und am 5.August gehalten hat.
Das ist eine völlig vernünftige Forderung. Es kostet den Steuerzahler nichts. Um dies festzustellen, braucht ein Angestellter nur wenige Minuten. Es gibt keinen triftigen Grund, warum die CFTC, im Interesse der Konzentrationsüberwachung und der Verhinderung von Manipulation, nicht offenlegen sollte, was der jeweils größte Händler im Markt hält. Die CFTC sollte unverzüglich antworten. Wenn sie es nicht tun, müssen wir sie über unsere gewählten Vertreter dazu bringen. Sie werden versuchen, sich der vernünftigen Forderung zu entziehen. Wir können das nicht zulassen.
Silberintervention seitens der US-Regierung?
Seit vielen Jahren habe ich die anhaltende Manipulation im Silbermarkt (und beim Gold) öffentlich verurteilt. Als meine Aussagen einer wachsenden Anzahl von Lesern glaubwürdig erschienen, ging aus ihren Rückmeldungen die populäre Vermutung hervor, dass das Motiv für die Manipulation bei der US-Regierung zu suchen ist. Ich habe diese "Verschwörungstheorien" zurückgewiesen und mich stattdessen mit meiner einfachen Erklärung zufrieden gegeben, dass große Finanzfirmen hier Marktkontrolle ausüben.
Es gab einige Dinge, die ich in meinem letzten Artikel "Der Rauchende Colt" nicht ansprach. (Da übrigens so häufig auf diesen Artikel verwiesen wurde, möchte ich auch auf Carl Loeb verweisen und ihm für seinen wertvollen Beitrag zu diesen Artikel danken.) Es war nicht nur so, dass alleine 2 Banken mit fast 34.000 Silber-Futures-Kontrakten short gewesen sind (nach Stand vom 5. August). Es ist auch so, dass sie das ersetzten, was andere große Finanzfirmen short gewesen sind. Wichtig bei der Betrachtung ist hier das Thema "Ersetzen". Die Angaben des wöchentlichen erscheinenden COTs und des monatlich erscheinenden Bank Participation Reports bestätigen das. Was bedeuten diese Angaben?
Ich werde jetzt, basierend auf bereits bekannten Fakten, meine Spekulationen anstellen. Es kann sein, dass sich meine Version als korrekt herausstellen wird, oder aber nicht. Der Grundgedanke meiner Spekulation ist jedoch so verstörend, dass ich hoffe, falsch zu liegen. Ich muss es aber ansprechen, denn wenn ich annähernd richtig liege, sind die Auswirkungen auf den Silbermarkt tiefgreifend.
Die Angaben im COT und in den Bank Participation Reports, deuten darauf hin, dass die US-Regierung den größten COMEX-Silber-Shorts einen Bailout besorgt hat, indem sie arrangierten, dass eine US-Bank deren Positionen übernimmt. Dies überschneidet sich mit der Übernahme Bear Stearns durch JP Morgan. Es würde mich in der Tat nicht überraschen, wenn es bei diesem Bailout auch darum ging, dass JP Morgan, auf Druck der Regierung, die Silberleerverkäufe von Bear Stearns übernommen hat. Auch wenn dieser Silber-Bailout (falls er stattgefunden hat) vor dem Hintergrund der Sicherung der Stabilität des Finanzsystems unternommen wurde, so hat er doch in Bezug auf Legalität und Billigkeit beunruhigende Folgen.
JP Morgan wurde schon als möglicher Big Short bei Silber und Gold erwähnt. Wenn sie es nicht sind, dann ist es jemand, der ihnen ganz ähnlich ist. Wie viele Banken passen auf das Profil? Falls JP Morgan kein großer Silber- und Goldleerverkäufer ist, dann kann solches Gerede durch eine einfache gegenteilige Stellungnahme dementiert werden.
Es erscheint wohl ganz logisch, dass eine große US-Investmentbank keinesfalls diesen Zeitpunkt und diesen Ort auswählen würde, um sich plötzlich und freiwillig zum Leerverkauf von 150 Millionen Unzen Silber und 7 Millionen Unzen Gold zu entschließen. Die Banken haben gerade stark unter den Verlusten aus minderwertigen Hypotheken und anderen unklugen Wetten zu leiden. Sie haben den Kredit eingeschränkt und gehen in Deckung. Ein CEO wie Jamie Dimon wird nicht das Risiko eingehen, sich nicht den Zorn der Aktionäre zuzuziehen, indem er eine massive, gefährliche Stehgreifwette auf der Short-Seite der Edelmetalle eingeht. Das würde kein CEO einer Bank machen, da es zu leichtsinnig ist, dies in Betracht zu ziehen. Und kein CEO würde dies machen, wenn er nicht zuvor grünes Licht von den Aufsichtsbehörden bekommen hätte.
Ich glaube, dass die betreffende Bank gar nicht erst die Aufsichtsbehörden um Zustimmung gebeten hat, sondern ganz einfach der Forderung der US-Regierung folgte, Silber und Gold zu verkaufen, um den ehemaligen Großen Shorts zum Bailout zu verhelfen. Hätten die ehemaligen Großen Shorts diese Position glattgestellt, dann hätten wir im Nu Silberpreise von 50 $ oder 100 $ gesehen. Wenn meine Spekulationen zutreffen, dann gab es in der Regierung jemanden, der dies verhindern wollte. Noch schlimmer: Die Regierung (mit höchster Wahrscheinlichkeit Finanzministerium und Notenbank) erlaubte es den neuen Shorts, den Markt durch eine ganze Reihe schmutziger Tricks künstlich noch weiter nach unten zu ziehen.
Mit anderen Worten: Es war die US-Regierung, die den Sell-Off arrangierte und genehmigte. Dass die Regierung aus irgendwelchen Gründen das Vertrauen in unsere Märkte unterminieren sowie Manipulation und illegales Marktverhalten genehmigen sollte, kann ich einfach nicht fassen. Ich liebe dieses Land. Aber ich liebe ganz sicher nicht unsere Regierung. Und ich traue ihnen auch nicht. Was kann man also machen?
Ein Anfang wäre es, wenn man darauf bestünde, dass die CFTC offenlegt, wie viele Kontrakte die größten Händler für Silber- und Gold-Futures an der COMEX zum 22.07. und zum 08.05 hielten. Fragen Sie die CFTC und bitten Sie Ihre gewählten Vertreter, jene zu fragen. Ich gebe hier die E-Mails der Kommissare und des Generalinspektors an.
Wlukken@cftc.gov
Mdunn@cftc.gov
Bchilton@cftc.gov
Jsommers@cftc.gov
Alavik@cftc.gov
Jetzt, da die NYMEX/COMEX neuerdings der Chicago Mercantile Exchange Group gehört, sollte diese auch von den Manipulationsvorwürfen in Kenntnis gesetzt werden und auch darum gebeten werden, die Anzahl der Short-Kontrakte anzugeben, die die größten Leerverkäufer am 22.07 und am 08.05 hielten. Ich gebe hier ebenfalls die neue E-Mailadresse des Vorstands der Aufsichtsbehörde an.
Dean.payton@cmegroup.com
Wenn meine Spekulationen annähernd zutreffen und die US-Regierung in die Silbermanipulation verwickelt ist, würde das auch bedeuten, dass die Manipulation unendlich lang andauern kann? Meiner Meinung nach ist die Antwort nein. Was schließlich zum Ende der Manipulation führt, wird ein mangelndes Silberangebot im Großhandel an die industriellen Verbraucher sein. Ganz ähnlich dem, was gerade in Einzelhandel geschieht. Uncle Sam hat gar kein Silber und ist machtlos, wenn es darum geht, die Verbraucher heimlich zu subventionieren. Zudem ist die Regierung viel stärkeren Prüfungen und Kontrollen ausgesetzt als andere. Die einzige und unvermeidliche Lösung für diese Manipulation sind höhere Preise – deutlich höhere Preise.
Auf gar keinen Fall kann das, was wir hier erklärt haben, stillschweigend geduldet werden, sollte es wahr sein. Es ist illegal und das Gegenteil von allem, wofür Amerika steht.
© Theodore Butler
(Diese Abhandlung wurde vom Silberanalysten Theodore Butler, einem unabhängigen Berater, verfasst. Investment Rarities teilt seine Ansichten nicht notwendigerweise, diese können sich als richtig oder falsch herausstellen.) Exklusiv übersetzt für GoldSeiten.de. Das Original wurde am 02.09.2008 auf der Website www.investmentrarities.com veröffentlicht.