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Forum > Gold, Silber & Minen > GOLDPREISENTWICKLUNG

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Thema: GOLDPREISENTWICKLUNG

Thema Nr. 37111  
Thema eröffnet von:  bidandask07 Beiträge: 398 Bewertung (1):
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Themenbeitrag Nr.381

 
Von  Aktienfluesterer Erstellt am: 30.06.08 18:58 Beitrag Nr.: 137.657 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:

Alaskas zweiter Goldrausch (EuramS)

Der Run auf Nuggets im hohen Norden – mit Hightech-Bohrern und 500-Tonnen-Trucks. Wie Anleger am neuen Fieber ganz cool verdienen.

von Peter Gewalt, Fairbanks

Rose Lewis hat dasselbe fieberhafte Verlangen gepackt, dem schon so viele in Alaska erlegen sind. Die Augen starr auf beide Hände gerichtet, füllt die US-Amerikanerin behutsam ein wenig Wasser aus einem hölzernen Trog in ihre mit Sand und Gestein gefüllte Schüssel. Dann schwenkt die Kalifornierin vorsichtig das zerkratzte silberfarbene Behältnis mit kreisrunden Bewegungen.

Dieses Ritual wiederholt sie schweigsam minuten­lang. Erst dann sind alle Steinchen und der sandige Bodensatz herausgeschwemmt. Am Ende glitzern nicht nur einige reiskorngroße Goldplättchen am Boden der Pfanne, sondern auch Roses Augen vor Freude. Für dieses Erlebnis sind die pensionierte Grundschullehrerin und ihr Mann im Wohn­mobil Tausende Kilometer zur Eldorado-Goldmine nördlich der Stadt Fairbanks in Alaska gefahren.

Die zierliche Rentnerin mit den schwarz gefärbten Haaren war beim Goldwaschen nicht allein. Etwa 100 weitere Touristen dürfen ebenfalls ein goldenes Souvenir in einer Filmpatrone mit nach Hause nehmen. Der Wert des Inhalts schwankt zwischen zehn und 20 Dollar. Kein wirklich guter Deal bei Eintrittspreisen von 35 Dollar für den Minenbesuch, wobei das Säckchen goldhaltiger Erde zum Auswaschen im Preis inbegriffen ist.

Das Geschäft läuft dennoch prächtig. Busweise werden Besucher zweimal täglich herangekarrt, Reservierung wird empfohlen. Denn das gelbe Metall hat mächtig an Popularität gewonnen, seit sich die Preise in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht haben. Die steigende Nachfrage aus den Schwellenländern, die Schwäche des Dollars und Probleme bei der Förderung haben Gold zu einem fulminanten Comeback verholfen. Und im hohen Norden der USA, wo vor über 100 Jahren schon einmal ein legendärer Run auf die Nuggets stattgefunden hat, ist die neu gewonnene Anziehungskraft des Edelmetalls besonders zu spüren.

"In Alaska ist ein zweiter Goldrausch ausgebrochen", erklärt Richard Hughes, Bergbauexperte beim Ministerium für die wirtschaftliche Entwicklung Alaskas. Denn nicht nur Amateure wie Rose Lewis, auch immer mehr Profis wie Jeff Pontius sind dem Lockruf des Goldes im hohen Norden Amerikas erlegen. Der gedrungene Geologe aus Colorado arbeitet aber nicht mit Pfanne und Wasser, sondern mit Landkarte und schwerem Bohrgerät. Als Chef des kanadischen Explo­rationsunternehmens International Tower Hills (ITH) gibt er sich auch nicht mit ein paar Gramm Gold zufrieden. Ein paar Hunderttausend Unzen (je 31 Gramm) sollten es schon sein, damit Pontius’ Herz höherschlägt. Seit 28 Jahren ist der 54-Jährige schon im Geschäft, mehrere große Gold­lagerstätten hat er in seiner Karriere für diverse Minenfirmen in Nordamerika schon ausfindig gemacht.

Pontius’ größte Hoffnungen in Alaska ruhen derzeit vor allem auf einem 40 Quadratkilometer großen Projekt namens Livengood, das nur ein Fahrstunde vom Touristenmekka Eldorado entfernt liegt. Der Weg dorthin führt von Fairbanks weg auf dem Dalton Highway Richtung Norden. Nach 80 Kilometern macht der Geologe in kariertem Hemd und verwaschenen Jeans auf einer ungeteerten Abzweigung auf einem bewaldeten Hügel halt und steigt aus. Birken und Fichten säumen den Weg, der Tundraboden ist von ausgetrocknetem Moos bedeckt. Nuggets sind keine zu entdecken, nur haufenweise schwarze Brocken, die von Pontius als Ver­dauungsreste vorbeiziehender Elche identifiziert werden.

Nach einigen Metern Fußmarsch wird Pontius’ Interesse von einem Bohrgerät in der Größe einer Planierraupe in Beschlag genommen, dessen Gestänge sich unter ohrenbetäubendem Lärm des Dieselmotors immer tiefer ins Berginnere dreht. In regelmäßigen Abständen spritzt am unteren Ende der zehn Meter langen Bohrvorrichtung Schlamm heraus, der aus Hunderten Metern Tiefe an die Erdoberfläche gelangt. Zwei Männer kontrollieren die eine Million Dollar teure Maschine. Einer der behelmten Helfer verpackt das Gestein in einen nummerierten Sack, der später auf seine mineralogische Zusammensetzung analysiert wird.

"Drei Millionen Unzen Gold haben wir durch Bohrungen wie diese nachweisen können", sagt Pontius. "Es fehlt nicht mehr viel, und das Projekt könnte für eine kapitalstarke Goldfirma richtig inte­ressant werden." Dafür sollen auf einem quadratkilometergroßen Gebiet noch 150 Löcher mit einer Gesamttiefe von 45 000 Metern gebohrt werden. Kosten der Drillorgie: 7,5 Millionen Dollar allein in diesem Jahr. Bis zu 24 Stunden am Tag wird daher bis Dezember der Boden durchlöchert, wobei hier im Norden der USA zum Glück für die Driller die Sonne in den Sommermonaten nicht untergeht.

Die Zeit drängt: Schon haben Geo­logenteams namhafter Firmen wie Anglo Gold ihren Besuch angekündigt, um die Erfolgsaussichten Li­vengoods zu prüfen. Und es ist ein offenes Geheimnis, dass die Großen der Branche weltweit auf der Suche nach vielversprechenden Lagerstätten sind. Barrick Gold, Newmont Mining und Anglo Gold haben mit sinkenden Produktionszahlen in den etablierten Fördernationen wie Südafrika zu kämpfen. Neue und gute Projekte sind rar gesät, die Taschen der Firmen aber dank des Rohstoffbooms gut gefüllt.

Sollte einer dieser kapitalen Fische anbeißen, dann winkt den Aktionären von ITH, aber auch Pontius selbst der große Reibach. Neun Prozent des Unternehmens liegen in der Hand des Managements. Dafür wühlen sich Jeff und seine Angestellten seit Jahren durch die Permafrost­böden Alaskas, ertragen im Winter minus 50 Grad und im Sommer dichte Moskitoschwärme.

Dafür lässt sich der Vater von zwei Kindern in klapprigen Kleinflugzeugen von Fallwinden durchschütteln, wenn er über die schneebedeckten Gipfel der Gebirgskette Alaska Range fliegt – auf dem Weg zu einen der neun teils weit abgelegenen ITH-Ländereien. Vor Ort kann Pontius Hobby und Beruf verbinden: "Es gibt nichts Schöneres für mich, als meinen Rucksack zu packen, die Gebirgszüge entlangzuwandern und mir Gestein anzuschauen."

Pontius ist keineswegs der einzige Glücksritter, der in den Weiten Alaskas unterwegs ist. Nova Gold, Alix Resources oder Senator Minerals sind nur einige Namen von Explorationsfirmen, die hier ihr neues Eldorado sehen. Die kleinen Firmen übernehmen das große Risiko der ­Finanzierung von Projekten mit unsicheren Erfolgsaussichten. Häufig kommen die Trüffelschweine der ­Minenindustrie aus Vancouver, da dort vergleichsweise einfach an Wagniskapital zu kommen ist.

Bergbauexperte Hughes, der die Minenindustrie im nördlichsten Bundesstaat der USA beobachten und fördern soll, sieht das Treiben der Geologen mit großem Wohlwollen. "Die Explorer kommen mit sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern, die zudem viel Erfahrung in der Bergbauindustrie mitbringen", sagt er. "Sie finden häufig sehr aussichtsreiche Lagerstätten." Angesprochen auf die aktuelle Lage von Alaskas Goldbranche, huscht ein zufriedenes Lächeln über Hughes’ Gesicht. "Das Geschäft boomt."

4000 Jobs und neun Prozent der Wirtschaftsleistung des Bun­desstaats hängen von Alaskas Bergbaubranche ab. Wichtig für eine Region, die im Vergleich zu anderen US-Bundesstaaten unter hoher Ar­beitslosigkeit zu leiden hat. Der Wind hat sich gedreht, seit der Sektor in den 80er-Jahren wegen der niedrigen Notierungen der Bodenschätze daniederlag. Bei dem derzeitigen Preisniveau können Firmen einen ordentlichen Gewinn erwirtschaften, obwohl die Förderkosten in Alaska durchschnittlich bei rund 450 Dollar je Unze Gold liegen.

Hughes wirft einen Blick auf den Bildschirm seines Computers, um Fakten über die rasante Entwicklung von Alaskas Minenindustrie abzu­lesen. "Allein die Explorationsaus­gaben für Edelmetalle haben sich in den vergangenen Jahren zweistellig erhöht", sagt er und fügt stolz hinzu: "1980 wurden gerade mal ein paar Millionen Unzen Gold in Alaskas ­Boden als Reserven aufgeführt, 2005 waren es schon über 140 Millionen Unzen im Wert von knapp 13 Milliarden Dollar."

Von einem Milliardengeschäft ist in Hughes’ spartanisch eingerichte­tem Büro im Zentrum von Fairbanks wenig zu spüren. Auch die 80 000 Einwohner zählende Stadt, die stolz den Beinamen "Golden Heart City" trägt, hat nicht viele Reize zum Glänzen. Triste Betonbauten, riesige Shop­ping Malls und vierspurige Highways prägen das Stadtbild. Hughes arbeitet nur wenige Hundert Meter vom Tanana River entfernt, dem das Städtchen seine Existenz zu verdanken hat.

Am Ufer des Flusses landeten Anfang des 20. Jahrhunderts Fluss­dampfer mit Gütern für die Goldsucher, die in der Umgebung von Fairbanks auf Nuggets gestoßen waren. Damals wie heute profitiert die Stadt vom Goldrausch.

Den Aufschwung spürt die University of Fairbanks, die von den Rohstoff­firmen reichlich mit Spenden bedacht wird und dafür qualifizierte Geologen liefert, aber auch die Dienstleister wie Caterpillar, die schweres und teures Arbeitsgerät verkaufen. Das Gaststättengewerbe darf ebenfalls frohlocken. Die Bar Pump Station etwa hat sich zum bierseligen Zentrum für Geologen und Bohrexperten in den kalten dunklen Wintermonaten entwickelt. "Hier trifft man Kollegen und redet über die Neuigkeiten der Branche", sagt Pontius.

Immer mehr Goldsucher sind es, die kommen. Inzwischen tummelt sich das Who’s who der globalen Industrie in Alaska. Barrick Gold, die Nummer 1 der Branche, verkündete erst vor wenigen Tagen den Abbau ­einer knapp 20 Millionen Unzen umfassenden Lagerstätte, der gemeinsam mit dem Explorer Nova Gold 2012 gestartet werden soll.

Selbst Vorkommen mit geringem Goldgehalt sind dank der Preisrally äußerst lukrativ. So verdient sich Kinross Gold an einer Mine mit dem verheißungsvollen Namen Fort Knox die sprichwörtlich goldene Nase.

Vom Flugzeug aus erscheint die knapp 70 Kilometer von Fairbanks entfernte Goldmine wie ein riesiger Bombenkrater inmitten der bewaldeten Hügelketten, am Boden macht der Blick in die 500 Meter tiefe Goldgrube einen schwindeln. Seit Jahren buddeln sich hier Riesenkräne immer tiefer in die Erde, quälen sich massige Caterpillar-Trucks, die beladen jeweils knapp 500 Tonnen auf die staubige Straße bringen, aus dem gigantischen Loch heraus.

Jeden Tag werden auf diese Weise über 40 000 Tonnen Gestein mit niedrigem Goldgehalt aus dem Boden geholt. Täglich werden in den Werkshallen auf dem Gelände meterhohe Trommeln angeschmissen, in denen Felsbrocken mithilfe faustgroßer Eisenkugeln zermalmt werden. Und der Aufwand zahlt sich aus, obwohl vor allem die gestiegenen Energiepreise die Förderkosten stark in die Höhe getrieben haben. Am Ende jeden Tages werden rund 1200 Unzen Gold im Wert von einer Million Dollar in den Tresor von Kinross eingefahren.

Doch schon gibt es ein neues Projekt, das selbst die Dimension von Fort Knox in den Schatten stellen könnte. Schätzungen zufolge lagern westlich von Anchorage im sogenannten Pebble-Projekt Gold und Kupfer im Wert von 500 Milliarden Dollar. Der Bau der zweitgrößten Tage­baumine der Welt durch die Firma Northern Dynasty würde den Goldrausch in Alaska wohl noch einmal richtig anfeuern.

Doch möglich ist ebenso, dass am Ende des Jahres Katerstimmung herrscht. Das Milliardenprojekt wird von Umweltschützern heftig bekämpft, eine im Herbst anberaumte landesweite Abstimmung könnte die Rahmenbedingungen für Bau und Betrieb von Minen aller Art in Alaska erheblich verschärfen. Rose Lewis kann allerdings aufatmen: Die El­dorado Gold Mine ist davon nicht betroffen.

 

Themenbeitrag Nr.382

 
Von  Aktienfluesterer Erstellt am: 30.06.08 18:59 Beitrag Nr.: 137.659 Weitere Beiträge
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Gold legt weiter zu

30.06.2008 | 10:15 Uhr | Rainer Hahn (EMFIS)

RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Der Goldpreis legt weiter zu und wird im asiatischen Handel nahe dem Ein-Monats-Hoch gehandelt. Der Ölpreis verteuert sich in New York um 1,1% auf über 141 USD, während der US-Dollar weiter nachgibt.

Gold konnte in der vergangenen Woche um 2,8% zulegen, der Ölpreis verzeichnete einen Anstieg von 4,2%. Die Investoren schichten zur Absicherung der Inflationsrisiken weiter in die Anlageklasse Rohstoffe um.

In Singapur Gold nahezu unverändert bei 927,34 USD. Silber mit plus 0,5% auf 17,60 USD.

 

Themenbeitrag Nr.383

 
Von  TraderSchorschi Erstellt am: 04.07.08 16:11 Beitrag Nr.: 138.247 Weitere Beiträge
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Verfasst von Jürgen Müller am 02.07.2008 um 7:43 Uhr

Goldförderung pro Erdbewohner

Die Erdgeschichte ist von exponentiellen Entwicklungen geprägt. Zuallererst ist dies an der Entwicklung der Weltbevölkerung abzulesen. An und in ihr manifestiert sich der technische und gesellschaftliche Fortschritt der Menschheit.


Abb. 1: Entwicklung der Weltbevölkerung 1500 - 2007, Quelle: UN Bevölkerungsdatenbank (1)

Auch die Goldförderung in der Menschheitsgeschichte spiegelt dies wieder.


Abb. 2: Historische Goldförderung 1500 - 2007, blaue Kurve jährliche Förderdaten (linke Skala),
magenta Kurve kumulierte Goldförderung (2)

Bitte beachten Sie, dass die magenta Kurve in Abbildung 2 keine mathematische Überlagerung ist (Kurvenfit), sondern die aufaddierten jährlichen Förderzahlen. Nach den Quellen aus (2) beträgt diese 146.000 Tonnen, einschließlich dem Jahr 2007. Die Hälfte dieser Gesamtmenge wurde seit 1968 gefördert, 14% in den nur 8 Jahren seit der Jahrtausendwende.

Setzt man Abb. 1 mit Abb. 2 in Relation, d.h. berechnet man einen Quotienten "Goldförderung pro Erdbewohner", so erhält man folgendes Bild:


Abb. 3: Goldförderung pro Erdbewohner 1500-2007

Seit den großen Goldfunden um 1850 stieg das Förderniveau auf - im Mittel - ca. 0,35 Gramm pro Erdbewohner an (d.h. wenn sie eine Unze Gold pro Jahr kaufen, haben sie 88 anderen Erdbewohnern deren jährlichen Anteil bereits vorenthalten).

 

 

Hierbei fallen drei Dinge auf:

  • a.) Das unter Unterstützungsniveau (schwarze Linie in Abb. 3) ist steigend, d.h. die Goldförderung stieg tendenziell prozentual schneller als die Weltbevölkerung.

  • b.) Im Vorfeld des 2. Weltkrieges stieg die Goldförderung sehr stark an, sodass 1940 ein All-Time-High von 0,57 Gramm pro Erdbewohner gefördert wurde; auf 2,3 Milliarden Erdbewohner verteilte sich in jenem Jahr eine Förderung von 1.310 Tonnen.

  • c.) Nimmt man dieses All-Time-High als politisch motiviert heraus (Vorbereitungen der Staaten auf den 2. Weltkrieg), ergibt sich eine umgekehrte Tassenformation (rote Kurve).


Zieht man die aktuellen Äußerungen von z.B. Gregory Wilkins, Chef von Barrick, als Bewertungsgrundlage heran (3) so wird deutlich, daß die Goldförderung in den kommenden Jahren weiter fallen wird. Darüberhinaus wird laut der UN die Bevölkerungszahl bis 2050 weiter bis auf 9 Milliarden Menschen anwachsen. Dies bedeutet, daß der Quotient aus Abb. 3 die untere Unterstützungslinie erstmals seit gut 100 Jahren wieder nach unten durchbrechen wird (Rechenbeispiel: 9 Milliarden Menschen und 2000 Tonnen Goldförderung ergibt 0,22 Gramm pro Erdbewohner. Dies würde einen Abfall von 40% vom heutigen Niveau aus gesehen bedeuten).


Fazit:

Die Goldförderung pro Erdbewohner wird weiter fallen, da beide involvierte Trends entgegenlaufen (steigende Weltbevölkerung, sinkende Goldförderung). Im Zeichen der Globalisierung und damit sich ausgleichenden Wohlstandes in der Welt wird die Versorgung mit neu gefördertem Gold zunehmen angespannter werden.

Auf Vorträgen höre ich bei diesem Punkt oft als kritische Anmerkung, daß das Gold ja nicht wie Öl nach dem Verbrauch vom Erdboden verschwinde. Gold würde demnach wie Papiergeld jährlich "inflationiert". Dies ist natürlich explizit und unwidersprechlich der Fall. Man schätzt, daß noch immer 95% allen jemals geförderten Goldes vorhanden bzw. verfügbar sei (146.000 Tonnen * 0,95 = 138.700 Tonnen). Geht man jedoch davon aus, daß Gold von den meisten seiner Besitzer wie z.B. Zentralbanken als Be- oder Versicherung interpretiert wird, d.h. die Umlaufgeschwindigkeit im Vergleich zu virtuellen Papierwerten deutlich niedriger ist, wird klar, daß neuer Bedarf zumeist aus Neugold gedeckt werden muß und Altgold dem Markt nur zum kleinen Teil als Scrap ("Schrottgold" aus der Zahnmedizin oder der Elektrotechnik, etc.) zur Verfügung steht. Je mehr sich die kommende Finanzkrise am Horizont abzeichnet, umso weiter wird die Umlaufgeschwindigkeit von Gold sinken da die Menschen versuchen werden ihre Papiergelder gegen Gold zu tauschen.


© Jürgen Müller
www.goldsilber.org

 

Themenbeitrag Nr.384

 
Von  TraderSchorschi Erstellt am: 04.07.08 16:12 Beitrag Nr.: 138.248 Weitere Beiträge
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Verfasst von Dr. Frank Schallenberger am 04.07.2008 um 11:03 Uhr

Goldpreis vor dem Comeback?

Die Schlagzeilen bei den Rohstoffen machten in den letzten Tagen einmal mehr die Ölpreise. Nordseeöl der Sorte Brent stellte mit rund 147 Dollar zum wiederholten Mal in diesem Jahr einen neuen Rekord auf. Damit rückt sogar die Marke von 150 Dollar ins Visier des Marktes. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch diese Hürde genommen wird, scheint aufgrund des recht geringen Abstands von nur noch 2-3 % relativ hoch. Der Blick auf die Abweichung des Ölpreises von der 200-Tage-Linie zeigt jedoch auch, dass der Markt deutlich überhitzt ist. Insofern ist es gut möglich, dass der Preis demnächst korrigiert und in die Zone zwischen 130 und 140 Dollar zurückfällt.

Damit könnte durchaus Gold wieder etwas mehr in den Blickpunkt geraten. Zu Jahresbeginn machten sowohl Öl als auch das gelbe Metall Schlagzeilen. Gold knackte Anfang Januar das Allzeithoch aus dem Jahr 1980, während der Ölpreis gleichzeitig über die 100-Dollar-Marke stieg. Im März wurde es nochmals turbulent ums Gold als mit 1.030 Dollar pro Unze ein neuer Rekord aufgestellt wurde - danach korrigierte der Preis und zuletzt wurde es relativ ruhig um das Metall. Das könnte sich jetzt sehr schnell ändern, denn die Zeit der Konsolidierung neigt sich möglicherweise dem Ende zu. Mit rund 945 Dollar wurde zuletzt ein 10-Wochen-Hoch erreicht. Fallende Aktienmärkte, steigende Inflationsraten und ein schwächerer Dollar brachten ebenso Unterstützung wie die zuletzt wieder deutlich zunehmende physische Nachfrage von Seiten der Exchange-traded Funds. Mit einem Anstieg über den Widerstand bei 950-955 Dollar wäre auch aus charttechnischer Sicht der Weg nach oben frei. Und schließlich spricht die Gold-Öl-Relation für das wertvolle Metall. In den 80er und 90er Jahren konnten zeitweise mehr als 25 Barrel Öl für eine Unze Gold gekauft werden. Aktuell entspricht eine Unze nur noch dem Gegenwert von 6,5 Barrel Öl und damit so wenig wie noch nie. Gold scheint damit im Verhältnis zu Öl deutlich unterbewertet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die 1.000-Dollarmarke bei Gold im Verlauf des Sommers wieder getestet wird, ist damit sehr hoch.


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

 

Themenbeitrag Nr.385

 
Von  TraderSchorschi Erstellt am: 04.07.08 16:13 Beitrag Nr.: 138.249 Weitere Beiträge
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Verfasst von Miriam Kraus am 04.07.2008 um 6:39 Uhr

Gold bald wieder kaufenswert

Gold erneut unter Druck-ergibt sich bald neue Kaufgelegenheit?

Heute ist es also geschehen! Die EZB hat den Leitzinssatz wie erwartet um 25 Basispunkte auf 4,25% erhöht. Na ja, ganz ehrlich gesagt, dass war ja nun weder überraschend, noch hat es einen so wirklich umgehauen. Trichet und seine Mit-Notenbanker haben sich schließlich einfach dazu entschieden, genau das zu tun, was der Markt schon zuvor erwartet - und aus diesem Grund auch zuvor schon eingepreist - hatte.

Dennoch war die Zinsentscheidung natürlich gut für einen erneuten kurzfristigen Euro-Hüpfer. Brav stieg EUR/USD im Folgenden auch noch über die 1,5912, um sich dann auf eine erneute Talfahrt zu begeben. So manch einer mag sich jetzt fragen: Warum das denn?" Wieso erhält der USD Unterstützung, wenn doch die EZB im Gegensatz zur FED den Zins anhebt und überdies die US-Arbeitsmarktdaten auch nicht berauschend sind. Das US-Arbeitsministerium berichtet von einem weiteren Verlust von 62.000 Jobs und die Arbeitslosenrate bleibt auf einem vier-Jahres-Hoch bei 5,5%.

Die Antwort ist ganz einfach: der Markt hatte es sowieso schon erwartet. Nun, eigentlich hatte man sogar noch mit einem prozentualen Anstieg der Arbeitslosenrate gerechnet.

Also alles wie gehabt, selbst wenn"s nicht gerade rosig ist, ist es doch Anlass genug jetzt mal was zu verändern, bevor sich die Langeweile breit macht. Zum Beispiel also USD kaufen.

Und die EZB hat ja nun auch im Grunde nichts anderes getan als der Euro-Rally zumindest ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die EZB geht sozusagen ein wenig im Krebsgang weiter, da sie nichts anderes getan hat als das was der Markt sowieso erwartet hatte und gleichzeitig Signale gesetzt hat, dass sie vorerst auch nichts weiter unternehmen würde.

So viel zu den Gründen, warum EUR/USD mittlerweile sogar schon bei 1,5692 notiert. Aber was haben jetzt diese FX-Geschichten in einem Rohstoffbrief zu suchen? Nun sehr viel, wenn man über Gold schreiben will.


Gold hält sich vorerst über der 930er Marke

Das war ein Witz! Ich weiß, dass Ihnen die starke Korrelation zwischen der Goldpreis- und der EUR/USD-Entwicklung klar ist.

Und ja, im Zuge der erneuten USD-Aufwertung musste natürlich auch unser Gold wieder Federn lassen. Wirklich schade, ... dabei schloss Gold im Spotmarkt gestern noch bei 945,30 US-Dollar pro Feinunze.

Aber der Goldpreis hält sich vorerst noch tapfer über der 930er Marke. Warum sage ich jetzt vorerst? Nun, weil ich die Devisenmärkte im Auge behalte und mich nicht der Möglichkeit verschließen kann, dass der US-Dollar kurzfristig noch weitere Unterstützung erhält. Unwahrscheinlich wäre es wohl nicht, dass wir in der kommenden Woche noch die 1,5590 sehen, bevor die hohen Energiepreise und die Inflation an sich dem US-Dollar einen erneuten Handkantenschlag verpassen.

Das dürfte dann auch Gold natürlich kurzfristig weiter unter Druck bringen.


Doch fundamental betrachtet gibt es nur eine Antwort: Bullisch auf Gold sein

Betrachten wir die geopolitischen Brandherde, betrachten wir die hohen Ölpreise, aber vor allem verschließen wir unsere Augen nicht vor dem großen Schreckgespenst, dass die Winkel der Welt heimsucht und den Namen Inflation" trägt. Diese weitet sich aus und lächelt hämisch über den netten 25-Basispunkte-Versuch der EZB.

Nein, auch für die Inflation in der Euro-Zone gelten ganz andere Bedingungen als so manch einer glauben mag. Die Einflussfaktoren von außen (hohe Energie- und Lebensmittelpreise) und auch die von innen (neue Mitglieder die Preissteigerungen durchführen um sich anzupassen) kriegen die Notenbanker hier nicht so einfach unter Kontrolle. Genauso wenig wie die FED ihre Inflation unter Kontrolle bekommt (die ja noch nicht einmal den Zinssatz anheben kann).

Die Antwort auf eine sich ausweitende Inflation aber ist weder ein Sparbuch, noch irgendwelche Schatzanleihen, sondern etwas das tatsächlich sowohl Wert, als auch Wertsteigerung besitzt.

Traditionell kommt und kam auch in früheren Zeiten dafür Gold immer in Frage. Nun im Angesicht dieser Faktoren kann ich nur sagen, dass Gold bei einem Preis zwischen 905-910 USD pro Unze für mich einen Kauf wert ist.


Gold-Preisentwicklung

Und zum Abschied wieder ein Chart.

Spot-Goldpreisentwicklung von heute USD/Feinunze



So long liebe Leser. Falls Sie sich nicht auf Alchimie verstehen, machen Sie es bitte nicht der EZB gleich, die kürzlich schon wieder 30 Tonnen unseres Goldschatzes veräußert hat ... seufz, ... bis morgen.


© Miriam Kraus
Quelle: Auszug aus dem Newsletters Rohstoff-Daily

 

Themenbeitrag Nr.386

 
Von  Entsafter Erstellt am: 07.07.08 11:01 Beitrag Nr.: 138.354 Weitere Beiträge
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Was hat Ihr Explorer unter der Erde zu bieten?

von Daniela Knauer

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie ich Ihnen am Dienstag erzählt hatte, ist unser kleiner Explorer immer noch damit beschäftigt, den Boden seines Projekts wie einen Schweizer Käse zu durchlöchern. Er versucht damit, so genau wie möglich herauszufinden, was unter der Oberfläche verborgen ist. Denn bevor hier jemals eine Produktion aufgenommen werden kann, müssen erst einmal sehr viele Details über das Vorkommen bekannt sein.

Entscheidend ist, was sich unter der Oberfläche verbirgt

Ich hatte Ihnen in der letzten Ausgabe einen Bohrplan gezeigt, der die Oberfläche des Projekts mit den einzelnen Bohrpunkten darstellte. Natürlich ist es aber noch viel wichtiger, was sich darunter verbirgt. Denn so ein Stück Erde, auf dem Sie stehen, kann sich aus verschiedensten Materialien zusammensetzen. Diese können sich in der Tiefe auch wieder mit anderen abwechseln, denn Sie graben ja nicht nur an der Oberfläche, sondern oft 100 m, manchmal auch mehrere hundert oder gar tausend Meter tief. Mit modernen Verfahren können Sie als Geologe relativ schnell erkennen, was Sie da so unter sich haben und dies auch bildlich darstellen.

Quarz ist ein Hinweis auf hochgradige Goldadern

Wichtig sind die verschiedenen Gesteinsarten, denn sie liefern bereits erste Hinweise darauf, was sich in Ihnen verstecken könnte und sogar darauf, wie es später einmal verarbeitet werden kann. So kommen z.B. hochgradige Goldadern besonders häufig in der Nähe von Quarzen vor. Wenn Sie also als Geologe an der Erdoberfläche Quarz (kristalline Strukturen, die unter hohen Temperaturen entstanden sind) entdecken, werden Sie dort auf jeden Fall bohren, um den Untergrund zu untersuchen.

 

Themenbeitrag Nr.387

 
Von  Entsafter Erstellt am: 07.07.08 11:01 Beitrag Nr.: 138.355 Weitere Beiträge
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Faszinierende Bilder aus dem Erdinneren

von Daniela Knauer

Nach einigen Bohrungen kann dann nachfolgende Grafik eines Projekts in einem frühen Stadium gezeichnet werden, welche die bisherigen Ergebnisse veranschaulicht. Die Bohrungen werden typischerweise schräg in den Boden getrieben, damit sie möglichst verschiedene Schichtungen durchdringen. Wie genau sie gesetzt werden, zeigt einerseits die Erfahrung und das Geschick des Geologen. Natürlich ist aber auch immer ein Quentchen Glück dabei, richtig zu treffen. Denn Sie sehen ja von oben nicht, was da unter Ihnen verborgen ist. Bereits ein etwas anders gewählter Bohrverlauf kann andere Ergebnisse liefern.

Und siehe da, die Vermutung war richtig, der Quarz (hellblau dargestellt) an der Oberfläche lieferte den richtigen Hinweis. Als die genaue Analyse der Bohrkerne aus dem Labor geliefert wurde, war bewiesen, dass sich hier eine stellenweise extrem hochgradige Mineralisierung verbirgt. Mit der Bohrung BTD020 (jede Bohrung erhält eine Nummer, mit der sie genau identifiziert werden kann) in der Bildmitte wurden gleich zwei Mineralisierungen getroffen. Die untere ist stellenweise so hochgradig (mit 68,7 g/t Gold über 0,4 m), dass Sie hier sogar mit bloßem Auge im Bohrkern das Gold erkennen können. Das nennt man dann sichtbares Gold. Es kommt besonders häufig im Umfeld von Quarzgestein vor. Diese Bohrung war also sehr erfolgreich.

Links sehen Sie übrigens eine Bohrung, deren Ergebnisse noch nicht aus dem Labor zurück sind. Sie ist durch einen roten Kopf markiert. Obwohl das genaue Resultat also unbekannt ist, kann sie bereits auf der Grafik eingezeichnet werden, denn ihr Verlauf ist ja aus dem Logbuch bekannt. Auch die gefundenen Gesteinsarten sind bereits farbig markiert. Diese hat der Geologe bei der Ansicht des Bohrkerns identifiziert. Die Goldader ist allerdings noch schraffiert eingezeichnet, denn bisher gibt es für sie noch keinen definitiven Beweis. Er ist erst mit der genauen Analyse aus dem Labor erbracht.

Sichtbares Gold ist noch kein Beweis für eine rentable Mine

Obwohl hier an der einen Stelle zwei Unzen Gold je Tonne liegen, die immerhin einem Wert von bald 2.000 USD je Tonne Gestein entsprechen, ist deshalb noch lange nicht sicher, dass sich ein Abbau auch lohnen würde. Denn es handelt sich ja nur um eine relativ eng begrenzte Stelle von einigen hundert Metern. Dazu muss erst in der Umgebung noch wesentlich mehr gefunden werden, damit eine Produktionsentscheidung getroffen werden kann. Um das nachzuweisen, finden also die weiteren Bohrungen statt, aus denen nach und nach die immer genaueren Ressourcenschätzungen berechnet werden. Warum es bei deren Veröffentlichung auch herbe Enttäuschungen geben kann, werde ich Ihnen in der nächsten Woche berichten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Daniela Knauer

 

Themenbeitrag Nr.388

 
Von  Siggi Erstellt am: 08.07.08 17:25 Beitrag Nr.: 138.629 Weitere Beiträge
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Gold im asiatischen Handel nahezu unverändert

08.07.2008 | 9:59 Uhr | Rainer Hahn (EMFIS)

RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Der Goldpreis zeigt sich im asiatischen Handel nahezu unverändert, während die Energie- und Lebensmittelpreise nachgeben.

Gold gab im gestrigen Handel um 0,8% nach, auch die meisten anderen Rohstoffe mit Verlusten. Auch der Ölpreis gestern mit minus 2,7%. Schwächere Konjunkturerwartungen in Europa dürften für eine geringere Nachfrage sorgen.

In Singapur Gold mit plus 0,1% auf 926,90 USD. Silber verteuert sich um 0,2% auf 17,81 USD. Öl mit plus 0,3% auf 141,80 USD. An der COMEX gibt der August-Kontrakt um 0,1% nach auf 928 USD. An der Rohstoffbörse verzeichnet der Juni-2009-Kontrakt einen leichten Anstieg auf 935 USD.

 

Themenbeitrag Nr.389

 
Von  Siggi Erstellt am: 08.07.08 17:26 Beitrag Nr.: 138.630 Weitere Beiträge
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China entdeckt große Goldmine

german.china.org.cn??????????Datum: 08. 07. 2008


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Die China National Gold Group Corporation (CNGGC) habe in einer ihrer Gruben eine neue Ader mit geschätzten 15 Tonnen Gold entdeckt, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Bisher habe man angenommen, dass die Na-Neng-Goldmine in der südwestchinesischen autonomen Region Guangxi der Zhuang-Nationalität über nicht mehr als die nachgewiesenen Reserven in Höhe von 5 Tonnen verfüge, erklärte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des führenden chinesischen Produzenten, Herstellers und Händlers von Gold, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

China besitzt landesweit gegenwärtig 330 große Goldminen, mit einer durchschnittlichen täglichen Produktion von 11 Tonnen.

Das Finanzministerium habe das Unternehmen zu einem früheren Zeitpunkt mit 47,75 Million Yuan aus dem zentralen Haushalt 2008 unterstützt, um die CNGGC bei der Erkundung neuer Goldgruben zu helfen, teilte die CNGGC weiter mit.

Dieses Jahr hat China die Vereinigten Staaten als zweitgrößter Goldproduzent der Welt nach Südafrika abgelöst. Im Jahr 2007 hat die chinesische Goldproduktion 270,49 Tonnen erreicht, eine Zunahme um 12,67 Prozent im Jahresvergleich.

Um den Goldmarkt zu fördern und Goldvorkommen für Einzelanleger zugänglicher zu machen, hat die Beijinger Warenbörse am vergangenen Wochenende ein Handelszentrum für den Goldhandel eingerichtet. Dort können Goldbarren zwischen Käufern und Verkäufern im Freiverkehr gehandelt werden.

Es werde erwartet, dass die Goldpreise in Hinsicht auf weltweit steigende Ölpreise und den Inflationsdruck im Inland weiter in die Höhe gehen werden, erklärte Qiu Hanyi, ein Analyst bei dem Unternehmen Jingyi Futures. "Aber Investoren sollten sich weiterhin der Handelsrisiken bewusst sein", sagte Qiu weiter.

Der chinesische Goldkonsum hat in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erlebt. Die Verkäufe in China einschließlich Hongkong und Taiwan haben im vergangenen Jahr mit 363,3 Tonnen einen neuen Rekord erreicht.

Die chinesischen Goldvorkommen werden auf landesweit 15.000 Tonnen bis 20.000 Tonnen geschätzt. China verfügt über die weltweit siebtgrößten bestätigten Goldreserven.

Quelle: Xinhua

 

Themenbeitrag Nr.390

 
Von  Rohstoffexperte Erstellt am: 18.07.08 10:47 Beitrag Nr.: 139.814 Weitere Beiträge
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Donnerstag, 17.07.2008



Ein Blick zurück auf ein turbulentes Rohstoffjahr


Für viele markiert die Mitte des vergangenen Jahres den Beginn der zunehmenden Belastung der Entwicklung der Weltwirtschaft durch die US-Hypothekenkrise. Erste Befürchtungen wurden laut, die USA könnten in eine Rezession abgleiten, denn aus den Verlusten aus den Geschäften im Subprime-Segment entstand schließlich eine Krise an den Finanzmärkten.

Während die internationalen Börsen sich im vergangenen Jahr 2007 noch recht unterschiedlich entwickelten – gerade die europäischen und asiatischen Indizes legten markant zu, während die Börsen in den USA, der Schweiz und vor allem Japan starke Verluste hinnehmen mussten – ist in diesem Jahr bislang doch eher von einem Bärenmarkt, mit Ausnahme von Bovespa und RTX, den großen Aktienindizes der rohstoffreichen BRIC-Nationen Brasilien und Russland, die Rede. Von zwischenzeitlichen Erholungsphasen einmal abgesehen.

Nicht nur das Jahr 2007, auch das Jahr 2008 ist bislang durch eine laufende Abwertung der US-Währung gekennzeichnet. Großer Gewinner ist stattdessen der Euro, der gegenüber dem USD weiterhin neue Rekordstände verzeichnete und schließlich sein Hoch um die Marke 1,6000 gegenüber dem USD in diesem Jahr zwischenzeitlich schon erreicht hat.

Nicht nur die EUR/USD-Entwicklung kennzeichnet mittlerweile ein bemerkenswertes Spiel mit extrem hoher Volatilität an den Devisenmärkten. Besondere Turbulenz brachten im Laufe der Zeit die Entscheidungen der Zentralbanken in die Märkte. Während die US-amerikanische Notenbank FED ihren Leitzins in mehreren – vom Markttiming her betrachtet nicht immer angemessenen – Schritten auf den gegenwärtigen Zinssatz von 2 % absenkte, behielt sich die europäische Zentralbank EZB jegliche Handlungsschritte vor. Ziel der FED war es zunächst die angeschlagene Dynamik der US-Wirtschaft zu unterstützen, doch trotz eines relativ starken Exportwachstums – dank schwacher US-Währung – vermochte die FED nicht dem Rezessionsgedanken ein für alle mal Einhalt zu gebieten.

Und mehr noch: ein neues Schlagwort, welches nicht nur die Marktteilnehmer schon zuvor immer drängender gespürt haben müssen, hat sich nun auch in den Wortschatz der US-Zentralbanker eingeschlichen: die Inflation. Mittlerweile ist sie in aller Munde! Während die chinesische Zentralbank schon seit der überhitzten Phase im vergangenen Jahr die Yuan-Aufwertung massiv vorantreibt, heben Zentralbanken von Indien bis Südamerika ihren Leitzins an. Und auch der EZB, deren erklärtes Ziel von jeher die Preisstabilität ist, darf mittlerweile dieses zugetraut werden. Dennoch geht die EZB in einem in keiner Weise homogenen EURO-Raum damit ein nicht zu unterschätzendes Risiko, auf Kosten der Wachstumsdynamik insbesondere in den wachstumsschwächeren Mitgliedsstaaten ein. Dennoch sollte eine Anhebung des Leitzinses zumindest den stärkeren Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich zugute kommen.

Dagegen hat die FED mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: das Damoklesschwert der Stagflation schwebt über den Köpfen der US-Amerikaner und schränkt damit momentan den Handlungsspielraum der US-Notenbank drastisch ein. Auch die neuen harschen Worte, die Besorgnis über die wachsende Inflation ausdrücken, können hier nicht helfen. Die FED befindet sich in der Zwickmühle und in Zeiten negativer Realzinsen, die nicht nur weiterhin die USD-Entwicklung belasten, sondern auch Spareinlagen und US-Treasuries als Anlageform höchst unattraktiv wirken lassen, kann es für das Kapital nur zwei vernünftige Wege geben: die Investition in wachstumsstarke Unternehmen solcher Art, welche die Kostensteigerungen an ihre Kunden weiter geben können und – wie wir es gegenwärtig auch fulminant erleben – die Investition in Rohstoffe.

Der Effekt: ein Rohstoffboom

Während für die Finanzmärkte eine Krise begann, so war es doch umgekehrt gerade auch eine Zeit die für den Beginn eines weiteren starken Aufwärtstrends an den Rohstoffmärkten steht.

Der Bullenmarkt, mit starker fundamentaler Unterstützung durch ein weltweites Nachfragewachstum, wobei sich die Wachstumsdynamik mit der Zeit immer stärker in Richtung der asiatischen Staaten und insbesondere auf das Riesenreich China zu bewegte, hat sich schließlich mit der Zeit noch durch das wachsende Interesse an Rohstoffanlagen von Seiten der Finanzinvestoren vergrößert. Vor allem seit Beginn des Jahres verzeichnen die Rohstoff-Indizes starken Kapitalzuwachs. Und nicht nur diese! Auch Aktien gut platzierter Unternehmen aus den Rohstoff-Sektoren vermochten dem Abwärtstrend an den Aktienmärkten entgegen zu laufen. Es ist die Kombination aus der wachsenden Ausweitung der Inflation weltweit und die trotz Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums steigende Nachfrage nach Rohstoffen, die Investoren nach der sicheren Anlage Rohstoffe greifen lässt.

Zum Stichwort Nachfrage: Ein Großteil der Nachfragesteigerung bei bestimmten Rohstoffklassen wird nach wie vor durch die schnell wachsenden Volkswirtschaften, allen voran China generiert. Obgleich ein Blick auf den chinesischen H-Share-Index hier ein falsches Bild liefern kann, nach der starken Korrekturbewegung die auf die Überhitzungsphase im vergangenen Jahr folgte. Doch genau das ist der springende Punkt, denn die Entwicklung des Aktienmarktes gibt hier nicht die realwirtschaftliche Entwicklung wieder. Allen Unkenrufen zum Trotz hat Chinas Abkühlungspolitik nicht zu einem Einbruch der Wachstumsdynamik geführt. Im Gegenteil, Chinas Binnenmarkt wächst weiter im zweistelligen Bereich, ebenso wie die Exporte, trotz Preissteigerungen. China befindet sich im Übergang von Überhitzung zu stabilem Wachstum und begründet dabei vor allem eines: einen weiterhin wachsenden Verbrauch an Rohstoffen.

Rohstoffe – ein Jahresrückblick

Energierohstoffe

Die Rohölpreisentwicklung ist in aller Munde! Weltweit wird über die fatalen Auswirkungen horrend hoher Ölpreise auf die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums debattiert. In den USA will das Repräsentantenhaus der Kontrollinstanz CFTC mittlerweile schon die Anwendung von Notfallmaßnahmen einräumen, um dem spekulativen Faktor entgegen zu treten.

Vor einem Jahr setzten Viele auf einen steigenden Ölpreis. Doch nur die Wenigsten hätten damals einen solch starken Preisanstieg innerhalb dieses kurzen Zeitraums für möglich gehalten. Seit damals haben sich die Rohölpreise fast verdoppelt. Allein in diesem Jahr ist der Ölpreis um 42 % angestiegen. Erdgas um 76 %.

Als der Preis für Sweet Light Crude zum Ende des Jahres 2007 zum ersten Mal die 100-USD-Marke knackte, war dies bereits für Viele ein Zeichen für ein baldiges Ende der Rohölpreisrallye. Doch wir sollten uns alle irren. Stattdessen schloss der Preis pro Barrel Öl im März nicht nur zum ersten Mal über 100 USD sondern strebt mittlerweile wohl schon auf die 150-USD-Marke zu.

Der Schuldige wurde in der Politik rasch gefunden: der Spekulant. Tatsache ist, dass es in diesem Markt einen starken spekulativen Faktor gibt, doch Tatsache ist ebenso, dass die massive Abschwächung der US-Währung einen hohen Anteil an den Preissteigerungen trägt.

Peak-Oil-Debatten und geopolitische Brandherde tragen ebenso zum gesteigerten Investitionsinteresse an Rohöl bei, wie die Inflation und noch immer der Faktor China.

So grenzen sich die Meinungen inzwischen immer schärfer voneinander ab. Während die Bären sich auf fundamentale Überlegungen wie die rückläufige Nachfrage in den USA berufen, nutzen die Bullen jedwedes nutzbare Argument um den Preis noch weiter an zu treiben.

Während für China zwar, trotz der jüngsten Spritpreisanhebungen, vorerst nicht mit einem starken Nachfragerückgang zu rechnen ist, zeigt der hochvolatile Ölmarkt doch deutliche Anzeichen einer Überhitzung. Wann es zu einem Ende der Rohölpreisrallye kommen kann steht allerdings noch in den Sternen, ebenso ob es hernach tatsächlich zu einem massiven Preisabfall kommt. Einem Preiscrash stehen zumindest die Produzenten, die einem solchen mit Sicherheit ebenso ungern ins Auge blicken wie der starken Preisüberhitzung, entgegen.

Positiver Nebeneffekt ist allerdings, das wachsende Erfordernis an die Ölindustrie die endlich fällige Ausweitung von Investitionen nicht nur in Exploration und Förderung, sondern auch in die Ölinfrastruktur zu unternehmen.

Metalle

Vor einem Jahr begann zugleich auch der sagenhafte fulminante Goldpreistrend der zunächst seine Spitze Ende Februar 2008 bei über 1.000 USD pro Feinunze finden sollte. Endete das Jahr 2007 bei einem Goldpreis über der 800-USD-Marke sollten alle Prognosen, die für den Goldpreis nach dem starken Preisanstieg nun eine starke Korrekturbewegung vorhersagten, Lügen gestraft werden. Was zuvor nur die absoluten und zu Unrecht lange belächelten Goldbullen erwartet hatten, wurde im Februar 2008 Wahrheit. Und auch nachdem der Goldpreis die 1.000-USD-Marke überwunden hat, stellt ein Preis pro Feinunze bei unter 870 USD nach wie vor einen Kaufanreiz dar.

Auch hier geht die Dynamik inzwischen vor allem von Seiten der Finanzinvestoren aus, die Gold das traditionelle Element zum Schutz vor der Inflation als Absicherung für ihre Depots wieder entdeckt haben.

Trotz des Drucks der aufgrund hoher Preise auf der Nachfrage durch die Schmuckindustrie lastet, zeigt sich Gold doch wieder in einem stabilen starken Preistrend, der nicht zuletzt auch durch die starke Korrelation zur EUR/USD-Entwicklung Rückenwind erhält.

Zudem darf man nicht vergessen, dass einem knappen und nach wie vor sinkenden Angebot eine zeitgleich steigende Nachfrage entgegensteht. Ein Grund für die weltweit betrachtet sinkende Goldförderung sind die wachsenden Kosten für Personal und Energie. Aber auch geopolitische Risiken können hier eine Rolle spielen. In Südafrika einem der Hauptförderländer kommt noch die mangelnde Stromversorgung hinzu. So wird gerade in dem einstigen Hauptförderland immer weniger Gold produziert, da es sich erst bei einem wesentlich höheren Goldpreis rentieren würde neue Anlagen in Betrieb zu nehmen.

Während also der Goldpreis im Jahresvergleich um rund 46 % zugelegt hat, verzeichneten die Buntmetalle im Durchschnitt einen Preisanstieg von circa 30 %.

So hat der konjunkturelle Rückgang in den USA in Bezug auf die Industriemetalle offenbar der wachsenden Nachfrage aus China wenig entgegen zu setzen. Neben den chinesischen Konjunkturdaten beflügelt natürlich auch hier die schwache US-Dollar-Entwicklung die Preise.

Wobei man durchaus Unterschiede machen muss. Nach wie vor gelten nämlich auch im Markt für Industriemetalle die Gesetze von Angebot und Nachfrage. Zum Beispiel die Nachfrage nach Stahl – die ist, dank des weiterhin starken Infrastrukturausbaus in den schnell wachsenden Volkswirtschaften nach wie vor ungebrochen hoch. Zählt man die inflationären Faktoren hinzu, ist es nicht verwunderlich, dass die großen Minenkonzerne die chinesischen Kunden ein weiteres Jahr in Folge dazu drängen höhere Eisenerzpreise zu akzeptieren.

Auch Kupfer und Aluminium - wichtige Rohstoffe für die Bauindustrie – sind nach wie vor gefragt. Und für Kupfer erwartet man auch für dieses Jahr wieder ein Angebotsdefizit. Streiks in Südamerika tragen dazu ebenso bei, wie der Umstand, dass vor allem in den großen Minen weltweit immer minderwertigeres Erz gefördert wird, das heißt Gestein mit geringerem Metall-Gehalt.

Anders dagegen sieht es bei Nickel aus. Die Nickelpreise haben seit den Preisabsprachen und dem ungenehmigten starken Vorratsaufbau an der LME im vergangenen Jahr bislang um fast 60 % abgegeben. Das starke Überangebot auf dem Weltmarkt wächst weiter, so sehr, dass China sogar inzwischen nicht mehr auf das qualitativ minderwertigere, aber traditionell günstigere Nickel-Pig-Iron aus den Philippinen zurückgreifen muss.

Agrarrohstoffe

Der große Trendsetter seit Beginn des Jahres sind mit Sicherheit die Agrarrohstoffe. Doch schon im vergangenen Jahr, haben sich einzelne Getreidesorten überdurchschnittlich gut entwickelt. So legte beispielsweise Weizen bis zum Jahresende 2007 eine beachtliche Preisentwicklung von fast 130 % Plus hin. Was schon während der Wachstumsperiode für die damalige Winterweizenernte, sowie der Aussaatperiode für den Sommerweizen abzusehen war, bestätigte sich hernach: aufgrund widriger Wetterbedingungen in vielen Teilen der Welt zeigte sich die Ertragsrate stark rückläufig, was zu weltweiten Lagerbeständen auf niedrigstem Niveau führte. Zum Ende des Jahres 2007 hin, kam dann den US-Exporteuren noch der schwache US-Dollar zu Hilfe, der die Absatzzahlen nach oben katapultierte. Seit Beginn dieses Jahres mussten die Weizenpreise von ihrem Top allerdings bereits wieder 30 % abgeben. Der Grund dafür ist, dass nun nachdem weltweit die Weizen-Farmer aufgrund der hohen Preise ihre Anbaufläche massiv zu Gunsten von Weizen ausgeweitet haben, eine neue Rekordernte zu erwarten ist.

Dagegen ist der neue Favorit unter den so genannten Grains in diesem Jahr ganz klar der Mais. Die Maispreise haben seit Beginn des Jahres bereits um 58 % zugelegt. Auch hier kommen wieder mehrere Faktoren zusammen: neben einer wachsenden Nachfrage die vor allem von Seiten der US-Ethanolindustrie Unterstützung erhält, wird in den USA eine der schlechtesten Ernten in Dekaden erwartet. Massive Regenfälle führten schon im Vorfeld zu rückläufigen Feldertragsraten und die verheerende Flutkatastrophe in den Anbaugebieten der USA hat nun zudem einen Teil der Ernte gänzlich vernichtet.

Doch zum Mais gibt es auch eine Vorgeschichte wie sie nicht besser die Herausforderungen denen sich die Landwirtschaft weltweit stellen muss beschreibt. Eine Vorgeschichte die ganz klar deutlich macht, warum die Agrarrohstoffe auch langfristig zu den Favoriten unter den Rohstoffklassen zählen werden.

In den USA hatten die Farmer zuvor bereits ihre Anbaufläche für Mais drastisch reduziert. Der Grund liegt hierbei nicht nur darin – wie oft angegeben – dass Weizen oder Sojabohnen zuvor eine bessere Preisentwicklung hinter sich gebracht hatten. Einer der wichtigsten Gründe für diese Entscheidung war vielmehr, dass der Anbau von Mais mittlerweile wesentlich kostenintensiver geworden ist. Denn der Anbau von Mais erfordert einen höheren Einsatz an Düngemitteln.

Und dies bringt mich zum entscheidenden Punkt: Agrarrohstoffe müssen teurer werden, nicht nur aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage – wobei vor allem ein starkes Nachfragewachstum durch die schnell wachsenden Volkswirtschaften generiert wird, in denen das Erfordernis nach proteinhaltigeren Lebensmitteln wie Fleisch steigt – die auch noch Unterstützung durch die weltweite Biokraftstoffindustrie erhält, sondern auch aufgrund der steigenden Kosten.

Energie, landwirtschaftliche Maschinen und vor allem Düngemittel und Saatgut – alles wird teurer.

Diese Kostensteigerungen müssen weiter gegeben werden, sonst ist keine Ausweitung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche möglich. In Brasilien beispielsweise, einem der größten Agrarrohstoffproduzenten der Welt, haben Getreideproduzenten mit stark schwindenden Gewinnmargen zu kämpfen, da hohe Transportkosten zusätzlich und aufgrund steigender Energiepreise enorm belasten.

Alles in allem führen hohe Agrarrohstoffpreise, obgleich sie den inflationären Faktor natürlich weiter begünstigen vor allem dazu: zum dringend benötigten Ausbau der landwirtschaftlichen Infrastruktur. In diesem Zusammenhang ist nicht nur von der Ausweitung der Anbaufläche zu sprechen, sondern auch von dringend benötigten Investitionen in die Forschung und Entwicklung von zum Beispiel Saatgut, aber auch von Investitionen in die Wasserinfrastruktur und den Auf- und Ausbau von Kali-Minen, respektive in die sehr energieintensive Stickstoffdüngemittelindustrie.

Oder wie es Rohstoff-Börsenlegende Jim Rogers erst kürzlich ausdrückte: Vergessen Sie den US-Dollar, setzen Sie auf die Agrarrohstoffe.



Der obige Text wird Ihnen präsentiert von Miriam Kraus, GOLDINVEST.de

 

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