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| Thema eröffnet von: | Stargold123 | Beiträge: | 12 | Bewertung (3): | |
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| am: | 05.07.08 19:58 | Gelesen gesamt: | 179 | |||
| Letzter Beitrag von: | Neitka | Gelesen heute: | 0 | |||
| am: | 13.08.08 22:12 |
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Von Stargold123 | Erstellt am: 05.07.08 19:58 | Beitrag Nr.: 138.323 | Weitere Beiträge |
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05.07.2008
Büdelsdorf, 5. Juli 2008 - Die Übernahme der debitel Group durch die
freenet AG ist vollzogen. freenet ist die neue Eigentümerin der
debitel Group. Die von Permira Fonds gehaltene debitel (Netherlands)
Holding B.V.ist damit mit ca. 24,99 Prozent Aktionärin der freenet
AG.
Ende der Mitteilung euro adhoc
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ots Originaltext: freenet AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de
Rückfragehinweis:
freenet AG
Andreas Neumann
IR-Manager
Tel.: +49 (0)40 51306-778
E-Mail: ir@freenet.ag
http://www.worldofinvestment.com/news/intern//61578/
Company Information
05.07.2008
Büdelsdorf, 5 July 2008 - freenet AG has completed its acquisition of
the debitel Group, making it the new owner of the debitel Group. The
debitel (Netherlands) Holding B.V. owned by Permira funds now owns an
approx. 24.99 percent stake in freenet AG.
end of announcement euro adhoc
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ots Originaltext: freenet AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de
Further inquiry note:
freenet AG
Andreas Neumann
IR-Manager
Tel.: +49 (0)40 51306-778
E-Mail: ir@freenet.ag
http://www.worldofinvestment.com/news/intern//61577/
Jeder macht das was er will, jeder macht das was das beste für jeden selber ist. Wer auf andere zeigt und nicht die Fehler bei sich sucht fällt ins Nichts. Wer sich nicht informiert kann direkt gehen. Manchmal kann es schneller gehen als man denkt, deswegen muss man einfach schneller gehen
gez m.
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Von Stargold123 | Erstellt am: 07.07.08 11:01 | Beitrag Nr.: 138.353 | Weitere Beiträge |
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Jeder macht das was er will, jeder macht das was das beste für jeden selber ist. Wer auf andere zeigt und nicht die Fehler bei sich sucht fällt ins Nichts. Wer sich nicht informiert kann direkt gehen. Manchmal kann es schneller gehen als man denkt, deswegen muss man einfach schneller gehen
gez m.
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Von BM45 | Erstellt am: 07.07.08 12:31 | Beitrag Nr.: 138.372 | Weitere Beiträge |
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Von BlackTuesday2410 | Erstellt am: 07.07.08 12:35 | Beitrag Nr.: 138.373 | Weitere Beiträge |
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BM45 hat folgendes geschrieben: so langsam rollt das ganze an rt 11,98 ich steige bei 12,00 sofort aus. Ist mir zu wacklig |
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Von Araich | Erstellt am: 02.08.08 18:02 | Beitrag Nr.: 141.383 | Weitere Beiträge |
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Schrift:
Von Klaus-Peter Kerbusk und Janko Tietz
Im Kampf um die Macht bei Freenet glauben offenbar selbst die beiden Angreifer United Internet und Drillisch nicht mehr an einen schnellen Sieg. Der Putsch, den sie gegen den Vorstand angezettelt haben, steht nach SPIEGEL-Informationen vor dem Scheitern.
Hamburg - Es sah so aus, als könnte am kommenden Freitag das Ende von Eckhard Spoerr als Freenet-Chef gekommen sein. United Internet (UI) hatte per Gerichtsbeschluss durchgesetzt, dass auf der anstehenden Freenet-Hauptversammlung über die Absetzung des Vorstands und des kompletten Aufsichtssrats abgestimmt werden muss. UI-Chef Ralph Dommermuth wirft Freenet-Chef Eckhard Spoerr vor, "im großen Stil Aktionärsvermögen verbrannt" zu haben.
Freenet-Chef Spoerr: Steht in der Kritik - kann sich als Chef aber wohl halten
Der gemeinsame Anteil von UI und der mit dem Unternehmen verbündeten Drillisch von knapp 26 Prozent an Freenet reicht für den Putsch aber nicht aus. Und weder Drillisch-Chef Paschalis Choulidis noch Dommermuth glauben, dass sich am Freitag genügend Kleinaktionäre oder institutionelle Anleger hinter sie stellen. Allenfalls für den Sturz des umstrittenen Freenet-Aufsichtsratschefs Helmut Thoma soll sich eine Mehrheit finden.
Der Rauswurf des Vorstands dagegen erscheine vielen Aktionären zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich zu riskant, da Spoerr gerade erst mit den Vorbereitungen für den seit langem geplanten Verkauf des DSL-Geschäftes begonnen und sich damit schwer ersetzbar gemacht habe.
"Mangelnde Cleverness kann man Spoerr nicht vorwerfen, wenn es um die Rettung seines eigenen Postens geht", schimpft Dommermuth. Spoerr, der 2007 laut Geschäftsbericht 4,4 Millionen Euro verdient hat, kontert: "Die Konkurrenten, die sich als Großaktionäre bei uns eingenistet haben, haben sich schlicht verzockt."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569698,00.html
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Von Araich | Erstellt am: 03.08.08 21:06 | Beitrag Nr.: 141.454 | Weitere Beiträge |
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Drillisch: Freenet-Vorstand Vertrauen entziehen - Zeitung
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorstand der freenet AG soll nach Vorstellung eines wichtigen Aktionärs bei der Hauptversammlung am kommenden Freitag im Wege eines Vertrauensentzuges abgelöst werden. Anders als bei einer Nichtentlastung des Vorstands schaffe man damit für den Aufsichtsrat die Möglichkeit, den Vorstand zu entlassen, sagte der Chef des Mobilfunkanbieters Drillisch, Paschalis Choulidis, dem "Euro am Sonntag". "Obwohl der Aufsichtsrat auch damit nicht dazu gezwungen werden könnte, können wir uns nicht vorstellen, dass er dann nicht handeln wird", fügte er hinzu.
Mit der Forderung nach einer Ablösung des Managements solle sichergestellt werden, dass eingeleitete Prozesse, der Verkauf der DSL-Sparte und die Reduzierung der 1,3 Mrd EUR Schulden, auch abgeschlossen würden, sagte der Drillisch-Chef weiter. Im Falle einer Niederlage würden Drillisch und United Internet ihre Anteilspositionen ausbauen. United Internet war für eine Stellungnahme kurzfristig nicht zu erreichen.
freenet-Vorstandsvorsitzender Eckhard Spoerr erwartet nach eigenen Aussagen für das Aktionärstreffen einen "Showdown" mit den größten Anteilseignern. Spoerr sagte der "Welt am Sonntag", er erwarte, dass die Großaktionäre United Internet und Drillisch ihre Beteiligung an freenet aufstocken und versuchen würden, den Aufsichtsrat und den Vorstand "zu entmachten und hinauszuwerfen". United Internet und Drillisch halten über die gemeinsame MSP Holding aktuell rund 26% an freenet.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Übernahme von Debitel durch freenet. United Internet und Drillisch hatten sich selbst um eine Übernahme von freenet bemüht. Ende April hatte sich freenet gegen den Widerstand ihrer Hauptaktionäre auf eine Übernahme von debitel verständigt.
Aus der 1,63 Mrd EUR schweren Transaktion ging der mit 19 Millionen Kunden der drittgrößte Mobilfunkanbieter auf dem deutschen Markt hervor. Anschließend versuchten United Internet und Drillisch, die Transaktion durch eine einstweilige Verfügung auf gerichtlichem Wege zu verhindern.
Webseiten: http://www.drillisch.de
http://www.united-internet.de
http://www.freenet.de
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Von Neitka | Erstellt am: 03.08.08 21:40 | Beitrag Nr.: 141.462 | Weitere Beiträge |
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Von Winand von Petersdorff
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Spannende Tage für Freenet-Chef Eckhard Spoerr
03. August 2008 Es wird eine der spannendsten Hauptversammlungen der Saison. Und es ist ein Kampf Gut gegen Böse. Das sagt zumindest der Chef des Telefonkonzerns Freenet, Eckhard Spoerr, der im Übrigen keinen Zweifel daran lässt, dass er einer von den Guten ist. Die Bösen, das sind aus seiner Sicht die Großaktionäre United Internet und Drillisch. Sie haben mehr als 25 Prozent der Aktien und wollen die Hauptversammlung dazu nutzen, die Freenet-Führung auszuwechseln. Mit anderen Worten: Sie wollen ihm ans Leder.
Ob es dazu kommt, hängt von der Mobilisierungsfähigkeit der Parteien ab. Spoerr wirft seinen Gegnern üble Machenschaften vor: "Deshalb kämpfe ich darum, so viele Aktionäre auf die Hauptversammlung zu kriegen, dass die Stimmenmehrheit nicht zustande kommt."
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Worum geht es eigentlich? United Internet und der Mobilfunkanbieter Drillisch hatten einen schönen Plan ausgeheckt. Sie wollten Freenet kaufen und dann aufteilen: das DSL-Geschäft und Webhosting (Strato) für United Internet und den Mobilfunk für die Drillisch AG. Spoerr verhinderte den Plan, indem er selbst die mit Schulden belastete Mobilfunkgesellschaft Debitel übernahm und dem vormaligen Eigentümer Permira im Gegenzug knapp 25 Prozent der Freenet-Aktien verschaffte. Eine Übernahme gebremst und einen Verbündeten mit Permira gewonnen: Punktsieger der ersten Runde war Spoerr.
Das Zünglein an der Waage könnte ein britischer Pensionsfonds sein
Die neuen Verhältnisse sorgten für Verstimmung im United-Internet-Lager, das gerichtlich eine neue Tagesordnung der Hauptversammlung erzwang: darunter so konfliktträchtige Punkte wie Abwahl und Neubesetzung des Aufsichtsrats, Vertrauensentzug des Vorstandes und Sonderprüfungen, ob der Kauf von Debitel rechtens war.
Die großen Aktionärsgruppen stehen sich nach letztem Stand gleich stark gegenüber. Nicht ausgeschlossen, dass sich das United-Internet-Lager noch weiter Aktien bis zum Stichtag 18. Juli besorgt hat. Dieselbe Möglichkeit hatte das Spoerr-Lager. Das Zünglein an der Waage könnte der britische Pensionsfonds Hermes sein, der rund vier Prozent der Freenet-Anteile kontrolliert und früher mit Spoerr über die Ausrichtung von Freenet aneinandergeraten war. Doch heute klingt das anders: "Wir wissen noch nicht, wie wir abstimmen werden", sagt Hermes-Manager Stefan Howaldt. Diesmal noch werden angelsächsische Investoren Spoerr stützen, lautet die Prognose aus London. Es wird verhandelt, mobilisiert und polemisiert. "Ich bin überzeugt, die institutionellen Aktionäre erkennen die wahren Absichten: Man möchte Freenet zerschlagen, um günstig an die Geschäftsfelder zu kommen", verbreitet Spoerr unterdessen.
Freenet-Aufsichtsrats-Chef Helmut Thoma wirbt für Kompromiss
Drillisch und United Internet haben inzwischen klargestellt, dass sie Freenet weder zerschlagen noch den Debitel-Kauf rückgängig machen wollen, der aus Sicht der institutionellen Anleger sinnvoll ist. Dazu kommen Signale, dass man nicht unbedingt auf der konfliktträchtigen Tagesordnung besteht - mit einer Ausnahme allerdings: Spoerr muss weg. Mit Spoerr an der Spitze von Freenet rechnet sich United Internet kaum noch Chancen aus, dass DSL-Geschäft zu bekommen. Das will Freenet zwar verkaufen, aber nicht mehr so gerne an United Internet, vermutet United Internet wahrscheinlich zu Recht nach der Vorgeschichte.
Vodafone würde sich die DSL-Sparte auch gerne angucken. Hinter den Kulissen wirbt Freenet-Aufsichtsrats-Chef Helmut Thoma für einen Kompromiss: Die Aktionäre halten an Spoerr fest. Sein momentaner Vorzug: Er kennt das DSL-Geschäft und ist deshalb als Verkäufer geeignet. Danach schickt man ihn nach Haus. Denn das Telefongeschäft, auf das sich Freenet dann konzentrierte, ließe sich auch von der alten Debitel-Führung lenken.
Dafür ließe sich möglicherweise auch das Drillisch-Lager gewinnen. In jüngster Zeit kommt noch ein neues Denkmodell ins Spiel: Freenet könnte auch Drillisch kaufen, das Geld könnte ein DSL-Verkauf bringen.
Spoerr jedenfalls sagt auf die Frage, was er im Falle einer Ablösung zu tun gedenke: "Vielleicht Urlaub machen und schauen, was die Welt so zu bieten hat."
Text: F.A.S.
Bildmaterial: dpa
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Von Araich | Erstellt am: 06.08.08 20:13 | Beitrag Nr.: 141.807 | Weitere Beiträge |
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Was wird aus dem Telefonkonzern Freenet? Die Großaktionäre United Internet und Drillisch wollen die Kontrolle erlangen, das Unternehmen fürchtet eine Zerschlagung. Jetzt sorgt eine Anzeigenkampagne der Freenet-Mitarbeiter für Ärger.
Hamburg - Die Betriebsräte und Mitarbeiter des Telekommunikationsanbieters Freenet
haben sich am Mittwoch in einem offenen Brief an die Aktionäre gegen eine Zerschlagung des Unternehmens ausgesprochen. "Wir stehen hinter dem Freenet-Vorstand mit seinem Vorsitzenden Eckhard Spoerr. Wir sagen Nein zu den Zerschlagungsplänen von United Internet und Drillisch", heißt es in dem Brief, der als großformatige Anzeige in der Tagespresse erschien.
Freenet im Internet: Mit Debitel-Übernahme Pläne der Großaktionäre durchkreuzt
Die Beschäftigten fordern die an diesem Freitag in Hamburg zur Hauptversammlung eingeladenen Aktionäre auf, mit den Mitarbeitern zusammenzuhalten und die "Erfolgsgeschichte von Freenet gemeinsam weiterzuschreiben". Bei dem Treffen will Spoerr seine Strategie darlegen und sich damit gegen die Kritik der beiden Großaktionäre United Internet
und Drillisch
zur Wehr setzen.
Spoerr hatte deren Pläne zur Übernahme von Freenet durchkreuzt, indem er den Mobilfunkanbieter Debitel übernahm. Nun wollen die Konkurrenten bei der Hauptversammlung dem Vorstand das Vertrauen entziehen lassen. Sollte dies gelingen, hoffen sie, dass der Aufsichtsrat den Vorstand entlässt.
Schon jetzt gerät Freenet-Chef Spoerr in die Kritik. Es könne nicht angehen, dass Mitarbeiter instrumentalisiert würden, um über die Medien die Entscheidungen der Aktionäre bei der Hauptversammlung zu beeinflussen, schreibt der Debitel-Betriebsratschef Carsten Hügin in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an Spoerr.
Die Anzeige der Freenet-Mitarbeiter war nach Angaben von Arbeitnehmervertretern von der Konzernführung initiiert worden. Hügin vermutet, dass die Kosten für die Kampagne vom Unternehmen getragen wurden. "Wir können uns nicht vorstellen, dass eine Anzeige im Gegenwert von 36.000 Euro allein durch Mittel der Mitarbeiter finanziert worden ist", schreibt er. Eine Freenet-Sprecherin betonte dagegen, dass das Geld privat gesammelt worden sei.
Am morgigen Donnerstag veröffentlicht die Freenet AG ihre Halbjahreszahlen. Das Unternehmen verzeichnete nach Angaben aus einem Wertpapierprospekt in den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals einen Gewinneinbruch.
kaz/dpa-AFX
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,570462,00.html
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Von Neitka | Erstellt am: 08.08.08 21:03 | Beitrag Nr.: 142.018 | Weitere Beiträge |
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Von Illuminati | Erstellt am: 09.08.08 17:30 | Beitrag Nr.: 142.036 | Weitere Beiträge |
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ROUNDUP: Freenet-Chef Spoerr gewinnt Machtprobe - Kritik von Großaktionären
HAMBURG (dpa-AFX) - Nach einer hitzig geführten Hauptversammlung hat Freenet-Chef
Eckhard Spoerr seine Abwahl von der Spitze des Telekomunternehmens verhindert. Die 1.500 Aktionäre votierten am Freitagabend in Hamburg mehrheitlich gegen einen Antrag der Großaktionäre United Internet
und Drillisch, die dem vierköpfigen Vorstand das Vertrauen entziehen wollten. Die Ablehnung fiel mit 64 Prozent der Stimmen allerdings relativ knapp aus.
Die Aktionäre hatten zuvor eine ihrer Meinung nach fehlende Transparenz beim milliardenschweren Kauf des Telekomunternehmens Debitel kritisiert. Die Aktionäre lehnten zudem eine Abwahl von Teilen des Aufsichtsrats ab. Auch eine Sonderprüfung, mit der die Übernahme von Debitel durchleuchtet werden soll, wird es nach ihrem Beschluss nicht geben.
MIT FOKUSSIERUNG AUF HANDY-GESCHÄFT FÜR SICH GEWORBEN
Mit einer Fokussierung auf das Handy-Geschäft hatte Spoerr zuvor für seinen Verbleib an der Spitze geworben. Mit der Übernahme von Debitel steige Freenet zum drittgrößten Mobilfunkanbieter nach T- Mobile
und Vodafone
auf und könne bessere Konditionen bei den Netzbetreibern erreichen. Bei dem Treffen wollten United Internet und Drillisch - die zusammen 26 Prozent kontrollieren - eine Ablösung der Führungsmannschaft um Spoerr erreichen. Drillisch-Anwalt Robert Weber sagte: 'Dies ist kein Kampf Gut gegen Böse, sondern Wertsteigerung gegen Wertvernichtung.'
Zählen konnte Spoerr auf den Finanzinvestor Permira, der 25 Prozent von Freenet kontrolliert und auf den Pensionsfonds Hermes, der auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr noch massive Kritik geübt hatte. Auch am Freitag hielt sich Hermes damit nicht zurück, allerdings lehnte der Investor einen Wechsel ab. Mit Verweis auf Spoerrs Gehalt - im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Euro - appellierte Hermes-Sprecher Stephan Howaldt für Zurückhaltung bei der Manager- Entlohnung: 'Halten sie Maß.'
VORGEHEN VON DRILLISCH UND UNITED INTERNET KRITISIERT
Wie Hermes kritisierte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) das Vorgehen von Drillisch und United Internet. 'Die heutige Hauptversammlung ist zu einer Presse- und PR-Schlacht geworden', sagte ein Aktionärsvertreter. Wenn die beiden Großaktionäre das Unternehmen kontrollieren wollten, sollten sie ihren Anteil auf mehr als 30 Prozent erhöhen und ein Übernahmeangebot unterbreiten.
Drillisch-Anwalt Robert Weber sprach sich erneut gegen die Übernahme von Debitel aus und erneuerte die Kritik am Freenet- Management. 'Wir wünschen uns in Zukunft vor allem Transparenz, klare Ziele, klare Zahlen.' Mit der Akquisition der größeren Debitel hatte Spoerr eine Übernahme von Freenet durch die beiden Großaktionäre verhindert - United Internet und Drillisch wollten den norddeutschen Konkurrenten filetieren. Freenet muss sich nun aber von seiner Breitbandsparte trennen, um die Schuldenlast zu senken. Der Kauf von Debitel schlug mit 1,6 Milliarden Euro zu Buche.
ÜBERNAHME WIRD FREENET WEITER BELASTEN
Die Übernahme wird Freenet bis ins kommende Jahr belasten, wie Spoerr einräumte. Er stellte zwar einen operativen Gewinn (EBITDA) von 450 Millionen Euro in Aussicht, allerdings sind dabei nicht die Kosten für den Konzernumbau eingerechnet. Zuvor hatte er ein Ergebnis in mindestens dieser Höhe in Aussicht gestellt - von zusätzlichen Belastungen war dabei nicht die Rede./mur/ir/sc
Quelle: dpa-AFX