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Forum > Deutschland > Fataler Meldungsreigen bei Thielert

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THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.

Aktueller Kurs (Frankfurt, 21.08.2008 10:29)
Letzter Kurs: 0,636 EUR WKN: 605207 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N. Chartbild
Veränd. abs.: -0,014 EUR Symbol: T3C
Veränd. in %: -2,15 % ISIN: DE0006052079
Volumen 33.397 Stück Typ: Aktie
Geld/Brief:
Bid 0,620 Ask 0,646
(1.700,00) (7.714,00)

Thema: Fataler Meldungsreigen bei Thielert

Thema Nr. 51472  
Thema eröffnet von:  Neitka Beiträge: 62 Bewertung (1):
am: 26.03.08 00:02 Gelesen gesamt: 755    
Letzter Beitrag von:  optiman Gelesen heute: 3      
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Themenbeitrag Nr.11

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  DerSeher Erstellt am: 25.04.08 15:32 Beitrag Nr.: 130.627 Weitere Beiträge
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http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_288636

23.04.2008 20:05 Drama um Thielert nochmals verschärft

Dramatische Pflichtmitteilungen von Thielert sind die Anleger mittlerweile gewohnt. Am Mittwochabend gab es eine weitere. Unternehmensgründer und –chef Frank Thielert wurde fristlos entlassen.

"Der Aufsichtsrat der Thielert AG hat am 23. April 2008 die Bestellung der Vorstände Frank Thielert und Roswitha Grosser aus wichtigem Grund widerrufen und deren Anstellungsverträge außerordentlich gekündigt", teilte die Gesellschaft um 19:35 Uhr mit. Die Kursfeststellung im Frankfurter Parketthandel wurde daraufhin bei einer Notiz von 1,98 Euro ausgesetzt.

Schon am 10. April hatten Thielert und Finanzvorstand Grosser ihre Ämter zur Disposition gestellt. Grundlage der Entlassung seien "unter anderem Erklärungen des Vorstands und Informationen, die der Aufsichtsrat vom Landeskriminalamt Hamburg im Rahmen laufender Ermittlungsverfahren gegen Vorstände der Gesellschaft erhalten hat", hieß es in der Mitteilung weiter. Es ist davon auszugehen, dass die Jahresabschlüsse 2003 bis 2005 der Gesellschaft wahrscheinlich fehlerhaft und möglicherweise nichtig sind. Das hatte bereits am 6. März das Landgericht Hamburg festgestellt.

Sanierungskonzept Makulatur
Die neue Entwicklung hat auch Auswirkungen auf das Sanierungskonzept, insbesondere die vor zwei Wochen angekündigte Kapitalerhöhung von 24,37 Millionen Euro. Aktionäre, die der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen ihre Unterstützung zugesagt hätten, hätten nun mitgeteilt, dass sie dazu nicht mehr bereit seien, hieß es. "Das Maßnahmenpaket zur Behebung der Liquiditätskrise, über das in der Ad-hoc-Meldung vom 9. April 2008 berichtet worden war, kann deshalb nicht im geplanten Umfang durchgeführt werden", teilte das Unternehmen abschließend mit.

Für Donnerstagmorgen müssen sich die verbliebenen Thielert-Aktionäre daher auf einen weiteren massiven Kurssturz einstellen.


 

 

 

Themenbeitrag Nr.12

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  DerSeher Erstellt am: 25.04.08 15:37 Beitrag Nr.: 130.628 Weitere Beiträge
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Schon ein sehr krasser Chartverlauf und jetzt wird hier gezockt und geshortet was das Zeug hält! Es wird eine extrem knisternde Zeit hier bei Thielert...

 

Themenbeitrag Nr.13

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Entsafter Erstellt am: 25.04.08 15:40 Beitrag Nr.: 130.629 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Themenbeitrag Nr. 130628 von DerSeher - 25.04.08 15:37 Uhr

Kann man so sagen, Anfang des Jahres notierte der Wert  noch bei 14 € und ist mittlerweile eine Pennystock, die Anleger wollen Thielert übrigens verklagen. Ist di Frage ob es da was zurück gibt,man ist ja insolvent.


 

Themenbeitrag Nr.14

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Entsafter Erstellt am: 25.04.08 15:44 Beitrag Nr.: 130.630 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
HANDELSBLATT, Donnerstag, 24. April 2008, 21:40 UhrAktionärsvertreter drohen mit Schadensersatzklagen

Thielert-Tochter meldet Insolvenz an

Von Jens Koenen

Am Donnerstagabend meldete die Thielert Aircraft Engines GmbH aus Chemnitz Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit an. Auf die operative Tochter entfällt fast das gesamte Flugzeugmotoren-Geschäft der Thielert AG. Für die Zukunft des mit Liquiditätsproblemen kämpfenden Flugzeugmotorenbauers Thielert sieht damit ganz düster aus.

 

FRANKFURT. Zur Holding gehört daneben noch die amerikanische Ersatzteilefirma Superior Air Parts. „Wie es da weiter geht, ist unklar“, sagte ein Sprecher. Die Zukunft der Holding sei offen.

Nachdem Thielert Mittwochnacht das Scheitern des finanziellen Notpakets bekannt gegeben hat, ist das Unternehmen in eine fast aussichtslose Situation geraten. Da die finanzielle Rettung in Frage gestellt ist, werden die Banken als nächstes ihre Kredite zurückfordern. Gleichzeitig sind neue Geldgeber kaum in Sicht. „Es würde mich wundern, wenn man jetzt jemanden findet, der bereit ist, Fremdkapital zu geben“, sagte Aufsichtsratsmitglied Achim von Quistorp der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir erwarten die Insolvenz von Thielert noch in dieser, spätestens aber in der kommenden Woche“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Markus Straub. Das Unternehmen selbst verwies in dieser Frage auf seine knappe Ad-Hoc-Meldung.

Thielert drohen nun auch noch Schadenersatzklagen. „Wir bereiten entsprechende Maßnahmen vor. Der Börsenprospekt gilt noch, jetzt zeigt sich, dass einige Angaben falsch waren“, sagte Straub. Die Schadenersatzforderungen könnten auch BDO, den Wirtschaftsprüfer von Thielert treffen. „Es könnte für Anleger aussichtsreich sein, Ansprüche auch hier geltend zu machen“, deutete Straub entsprechende Überlegungen an. Eine Sprecherin von BDO wollte den Fall auf Anfrage nicht kommentieren.

Thielert hatte Anfang April eine akute Liquiditätskrise eingeräumt. Grund sollen verzögerte Auslieferungen von Motoren an Flugzeughersteller sein. Die Firma baut Dieselmotoren für Autos um und macht sie für den Luftverkehr tauglich. Zur Rettung hatte das Unternehmen ein Notpaket geschnürt, das unter anderem ein Stillhalteabkommen mit den gut 20 Gläubigerbanken sowie neue Kredite vorsah. Dieses Paket sollte durch eine Kapitalerhöhung abgelöst werden. Hierfür gab es bereits Zusagen diverser Investorengruppen, unter anderem der Sputnik Group Ltd. Hinter ihr steht der US-Investor Oliver R. Grace.

 

 

Zu Wochenbeginn überschlugen sich die Ereignisse. Wie es in Finanzkreisen heißt, hatte sich Sputnik mit dem Landeskriminalamt in Verbindung gesetzt. Ziel war es, Informationen über das Ermittlungsverfahren gegen den Firmengründer Frank Thielert wegen Bilanzmanipulationen zu erhalten. Das Ergebnis: Die Abschlüsse der Jahre 2003 bis 2005 sind wahrscheinlich fehlerhaft und ungültig. Daraufhin zogen die Investoren ihre Zusage zurück. Zudem sah sich der Aufsichtsrat gezwungen, die Berufung der Vorstände Frank Thielert und Roswitha Grosser zu widerrufen.

Nach Angaben des Aufsichtsrates steht vor allem die Bewertung von Forderungen im Mittelpunkt der Untersuchungen. Thielert hat in der Vergangenheit sehr aggressiv bilanziert. So stammen große Teile des Umsatzzuwachses aus so genannten Percentage-of-completion-Buchungen. Dahinter verbergen sich Erlöse, die nach der Rechnungslegung IFRS je nach Fortschritt der Aufträge aktiviert werden können, obwohl diesen Umsätzen keine Gewinne sondern lediglich Forderungen gegenüber stehen.

Thielert ist seit längerem zum Spielball von Spekulanten geworden. Munition für heftige Kursbewegungen gibt es zuhauf, vor allem der Verdacht auf Bilanzmanipulationen sorgte immer wieder für den Aktienkurs bewegende Schlagzeilen. Das Unternehmen soll sogar Aufträge gebucht haben, die gar nicht existierten. Die SdK hatte deshalb Strafanzeige gestellt. Das LKA ermittelt mittlerweile nicht nur gegen Frank Thielert sondern auch gegen den Aufsichtsratschef Georg A. Wittuhn. Wittuhn war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen.

Frank Thielert hat die Vorwürfe bestritten und auf Aufträge etwa des Flugzeugherstellers Cessna verwiesen. Bislang baut nur die österreichische Diamond Aircraft Thielert-Motoren in seine Serienmaschinen ein.

 

 

Themenbeitrag Nr.15

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Entsafter Erstellt am: 25.04.08 18:01 Beitrag Nr.: 130.648 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
Im SDAX sind weiterhin die Aktien von Thielert das Gesprächssthema. Nach dem gestrigen Kurssturz von knapp 80 Prozent stellt die Chemnitzer Tochter Thielert Aircraft Engines GmbH am Freitag einen Insolvenzantrag. Somit scheint das Hamburger Unternehmen nun mit seinen rund 360 Mitarbeitern endgültig vor dem Aus zu stehen. Die Geschäftstätigkeit der 100-prozentigen Tochter, auf die fast das gesamte Flugzeugmotorengeschäft entfällt, kann nur noch über eine Restrukturierung mit Hilfe von Investoren dauerhaft aufrechterhalten werden. Der Mutterkonzern aus dem SDAX ist dazu nicht mehr in der Lage. Mitte der Woche hatte der Aufsichtsrat den Firmenchef Frank Thielert und die Finanzchefin Roswitha Grosser wegen des Verdachts der Falschbilanzierung fristlos entlassen. Die finanzielle Situation wird für den Flugzeugmotorenbauer nun immer bedrohlicher: In den nächsten zwölf Monaten fehlen dem Unternehmen bis zu 24 Millionen Euro. Zudem prüft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), ob es Anhaltspunkte auf möglichen Insiderhandel gibt.

http://www.boerse-online.de/markt/498211.html

 

Themenbeitrag Nr.16

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Traderfeeling Erstellt am: 25.04.08 19:36 Beitrag Nr.: 130.655 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
25.04.2008 11:45

Thielert AG - BDO weist Vorwürfe entschieden zurück

Hamburg (ots) - Die BDO Deutsche Warentreuhand AG weist den Vorwurf der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) der Beihilfe zur Bilanzmanipulation bei der Thielert AG (News/Aktienkurs) auf das Schärfste zurück.

Den Hinweisen der SdK vom Herbst 2006 ist BDO im Rahmen der Jahresabschlussprüfung mit großer Sorgfalt nachgegangen. Die Vorwürfe der SdK sind daher unbegründet. Da BDO nicht auch Abschlussprüfer für das Jahr 2007 ist, sind BDO die dem Aufsichtsrat der Thielert AG jetzt durch das LKA mitgeteilten Verdachtsgründe und Sachverhalte nicht bekannt.

BDO hat deshalb unverzüglich nach Bekanntwerden der Ad-hoc-Mitteilung vom 23. April 2008 den Aufsichtsrat der Thielert AG gebeten, den Inhalt der neuen Vorwürfe mitzuteilen. BDO wird diese Vorwürfe prüfen und das Erforderliche veranlassen.

BDO behält sich rechtliche Schritte vor.

BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG gehört zu den fünf führenden Prüfungs- und Beratungsunternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuern und wirtschaftsrechtliche Beratung. In Deutschland betreut BDO Deutsche Warentreuhand mit rund 1.900 Mitarbeitern an 27 Standorten nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen - vom Mittelständler bis zum DAX-Unternehmen.

BDO Deutsche Warentreuhand ist Gründungsmitglied von BDO International, der einzigen der fünf weltweit tätigen Accountant-Gruppen mit europäischer Tradition. BDO International ist ein seit 1963 bestehendes Netzwerk von rechtlich selbstständigen, von einander unabhängigen Gesellschaften mit rund 32.000 Mitarbeitern in 110 Ländern.

Originaltext: BDO Deutsche Warentreuhand AG Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/44014 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_44014.rss2

Pressekontakt: Andrea Katzmarczyk Tel: 040 - 30 29 3-619 Fax: 040 - 30 29 3-388 Email: Andrea.Katzmarczyk@bdo.de

BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ferdinandstraße 59 20095 Hamburg Internet: www.bdo.de

 

Themenbeitrag Nr.17

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Traderfeeling Erstellt am: 25.04.08 19:37 Beitrag Nr.: 130.656 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
25.04.2008 12:42

ots.CorporateNews: BDO Deutsche Warentreuhand AG / Thielert AG - BDO weist Vorwürfe ...

DJ ots.CorporateNews: BDO Deutsche Warentreuhand AG / Thielert AG (News/Aktienkurs) - BDO weist Vorwürfe ...


Hamburg (ots) - Die BDO Deutsche Warentreuhand AG weist den
Vorwurf der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) der
Beihilfe zur Bilanzmanipulation bei der Thielert AG auf das Schärfste
zurück.

Den Hinweisen der SdK vom Herbst 2006 ist BDO im Rahmen der
Jahresabschlussprüfung mit großer Sorgfalt nachgegangen. Die Vorwürfe
der SdK sind daher unbegründet. Da BDO nicht auch Abschlussprüfer für
das Jahr 2007 ist, sind BDO die dem Aufsichtsrat der Thielert AG
jetzt durch das LKA mitgeteilten Verdachtsgründe und Sachverhalte
nicht bekannt.

BDO hat deshalb unverzüglich nach Bekanntwerden der
Ad-hoc-Mitteilung vom 23. April 2008 den Aufsichtsrat der Thielert AG
gebeten, den Inhalt der neuen Vorwürfe mitzuteilen. BDO wird diese
Vorwürfe prüfen und das Erforderliche veranlassen.

BDO behält sich rechtliche Schritte vor.

BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Die
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG gehört
zu den fünf führenden Prüfungs- und Beratungsunternehmen in den
Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuern und wirtschaftsrechtliche
Beratung. In Deutschland betreut BDO Deutsche Warentreuhand mit rund
1.900 Mitarbeitern an 27 Standorten nationale und internationale
Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen - vom
Mittelständler bis zum DAX-Unternehmen.

BDO Deutsche Warentreuhand ist Gründungsmitglied von BDO
International, der einzigen der fünf weltweit tätigen
Accountant-Gruppen mit europäischer Tradition. BDO International ist
ein seit 1963 bestehendes Netzwerk von rechtlich selbstständigen, von
einander unabhängigen Gesellschaften mit rund 32.000 Mitarbeitern in
110 Ländern.

Originaltext: BDO Deutsche Warentreuhand AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/44014
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_44014.rss2

Pressekontakt:
Andrea Katzmarczyk
Tel: 040 - 30 29 3-619
Fax: 040 - 30 29 3-388
Email: Andrea.Katzmarczyk@bdo.de

BDO Deutsche Warentreuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ferdinandstraße 59
20095 Hamburg
Internet: www.bdo.de

(END) Dow Jones Newswires

April 25, 2008 05:41 ET (09:41 GMT)

 

Themenbeitrag Nr.18

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Traderfeeling Erstellt am: 28.04.08 10:41 Beitrag Nr.: 130.747 Weitere Beiträge
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Thielert-Kunde Cessna wartet weitere Entwicklung ab

Hamburg (ddp.djn). Der Flugzeughersteller Cessna hat noch keine
Konsequenzen aus den Liquiditätsschwierigkeiten seines Lieferanten
Thielert gezogen. «Wir beobachten die Situation und entscheiden erst
später», sagte ein Cessna-Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur
Dow Jones Newswires. Cessna hatte mit dem Hamburger
Flugzeugmotorenhersteller 2007 einen Vertrag über die Lieferung von
Dieselflugmotoren geschlossen.

Ob Thielert seine Verträge erfüllen kann, ist derzeit unklar. Die
Firmen-Tochter Thielert Aircraft Engines GmbH, die die Motoren
fertigt, hatte am Donnerstag beim Amtsgericht Chemnitz die Eröffnung
eines Insolvenzverfahrens beantragt. Ihre Turbodiesel sollten ab
Mitte des Jahres in die Cessna 172 eingebaut werden.

Der Insolvenzverwalter Bruno M. Köbler teilte am Freitag mit:
«Mein Ziel ist es, den Betrieb der Thielert Aircraft Engines GmbH
fortzuführen, um sowohl die Interessen der Gläubiger wahrzunehmen als
auch möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten». Er sehe gute
Chancen, das Unternehmen zu erhalten. In der kommenden Woche werde
die «Öffentlichkeit über den Stand der Dinge sowie über die weiteren
Schritte» informieren. Was die Vorwürfe der Bilanzfälschung und
sonstige strafrechtlich relevante Tatbestände anbelangt, werde er mit
seinen Möglichkeiten zur Aufklärung beitragen.

Vor zwei Wochen hatte das SDAX-Unternehmen von einer «verzögert
beginnenden Serienlieferung von Flugmotoren an Flugzeughersteller»
gewarnt und erklärt, der Konzern müsse saniert werden. Dies ist aus
eigener Kraft nun nicht mehr möglich, wie das Mutterunternehmen am
Donnerstag einräumte.

Für Flugzeuge mit dem Thielert-Motor liegen dem US-Hersteller
Cessna nach Darstellung eines Sprechers bereits mehrere Bestellungen
vor. Der erste Motor sei bereits in ein Flugzeug eingebaut, das für
Demonstrationszwecke eingesetzt werden solle.

(ddp)

 

Themenbeitrag Nr.19

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Traderfeeling Erstellt am: 28.04.08 10:42 Beitrag Nr.: 130.748 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
Freitag, 25. April 2008

Insolvenzverwalter räumt auf
Hoffnung für Thielert?


Der Insolvenzverwalter des Pleite gegangenen Flugzeugmotorenbauers Thielert Aircraft Engines sieht gute Chancen für eine Rettung des Unternehmens. "Mein Ziel ist es, den Betrieb der Thielert Aircraft Engines GmbH fortzuführen, um sowohl die Interessen der Gläubiger wahrzunehmen als auch möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten", erklärte Bruno Kübler am Freitagabend in Dresden.
 
Das Amtsgericht Chemnitz hatte Kübler am Donnerstagabend zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Tochter der Thielert-Holding bestellt. Thielert sei ein international renommiertes Unternehmen und führend in Konstruktion und Bau von Flugzeugmotoren sowie "intergraler Teil einer internationalen Wertschöpfungskette". Daher gebe es gute Chancen, das Unternehmen zu erhalten.
 
Neue Zuversicht
 
"Ich habe bereits erste Kontakte zu den Hauptgläubigern aufgenommen und werde ab sofort Gespräche mit möglichen Investoren führen", erklärte Kübler weiter. Der Mutterkonzern Thielert hatte am Donnerstag gemeldet, er sei zu einer Restrukturierung der Tochter nicht in der Lage. Zur Holding gehört neben der Flugzeugmotoren-Tochter noch die amerikanische Ersatzteilefirma Superior Air Parts. Zuvor hatte der Aufsichtsrat den Holding-Vorstand wegen des Verdachts der Falschbilanzierung fristlos entlassen.
Nach neuen Erkenntnissen des bereits wegen Falschbilanzierung ermittelnden Landeskriminalamtes und Erklärungen der Vorstände geht jetzt auch der Aufsichtsrat davon aus, dass die Geschäftsabschlüsse "wahrscheinlich fehlerhaft und möglicherweise nichtig sind". Das Kontrollgremium zog daraufhin am Mittwoch die Notbremse und trennte sich mit sofortiger Wirkung von den beiden Vorständen Frank Thielert und Roswitha Grosser.
 
Ein Sprecher der Staatsanwalt Hamburg sagte dazu: "Das Verfahren gegen Thielert läuft noch, der Vorwurf lautet auf Betrug." Thielert habe Umsätze vorgetäuscht und damit höhere Bonität erreicht als angemessen.
 
Schreckhafte Investoren
 
Wegen des Bilanzskandals sprangen Investoren ab, die eigentlich zugesagt hatten, bei der nötigen Sanierung von Thielert mitwirken zu wollen. Erst vor zwei Wochen hatte Thielert die Märkte mit dem Eingeständnis schockiert, dass allein bis zur Jahresmitte 13,6 Mio. Euro frische Mittel fehlten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen machte eine "verzögert beginnende Serienlieferung" für den Liquiditätsengpass verantwortlich, erklärte aber, eine Überbrückung des Engpasses sei mit Hilfe der Großaktionäre gesichert.
 
Nach den neuerlichen Enthüllungen ist diese Möglichkeit geplatzt. Unternehmenssprecher Wentzler versicherte am Freitag, der Aufsichtsrat führe bereits Gespräche, um einen neuen Vorstand für das SDax-Unternehmen zu finden. Erst wenn es eine neue Führung gebe, könne man sich zur weiteren Entwicklung äußern. Unklar ist beispielsweise, wann die Bilanz für 2007 vorgelegt wird. Kürzlich war dies für Ende April angekündigt worden. Am 20. Mai sollten die Aktionäre auf einer Hauptversammlung das Sanierungsprogramm und eine Kapitalerhöhung billigen.
 
Rettung von der Mutter?
 
Der vor dem Aus stehende Flugmotorenhersteller Thielert könnte nun möglicherweise von jenem Kunden aufgefangen werden, auf den die Investoren des SDax-Konzerns seit dem vergangenen Jahr ihre Hoffnungen gesetzt hatten. Nach bisher unbestätigten Informationen erwägt der Mutterkonzern des US-Flugzeugherstellers Cessna, der Industriekonzern Textron, eine Übernahme des Geschäfts.
 
Das Interesse an den Dieselflugmotoren des Hamburger Unternehmens sei bei Cessna groß. Es gebe derzeit keine adäquate Alternative zu den spritsparenden Antrieb von Thielert, zitiert "Dow Jones Newswires" einen Informanten. Offen sei allerdings, ob sich die Thielert-Motoren auch mit Gewinn produzieren ließen. Gegenwärtig stimme das Geschäftsmodell des Unternehmens nicht.
 
Thielert-Turbodiesel sollten ab Mitte des Jahres serienmäßig in einer Version der Cessna 172 eingebaut werden, eine viersitzige Propellermaschine, die weltweit verbreitet ist. Es ist derzeit unklar, ob Thielert seine vertragliche Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr einhalten kann.
 
Der Betrieb läuft weiter
 
Unterdessen beruhigte Thielert-Konzernsprecher Sebastian Wentzler, der Insolvenzantrag bei der operativ tätigen Motorentochter bedeute nicht, dass die Produktion der Motoren am sächsischen Standort Lichtenstein brach liege. Auch scheint der größte bekannte Kunde, der Flugzeughersteller Cessna aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas, bislang noch nicht abgesprungen zu sein.
 
"Wir beobachten die Situation und entscheiden erst später", sagte ein Cessna-Sprecher.

Bilanzen unter der Lupe

 
Die Hamburger Firma Thielert ist seit längerem wegen der umstrittenen Bewertung ungewöhnlich hoher Forderungen in ihrer Bilanz in der Kritik. Das Landgericht Hamburg hatte im März die Abschlüsse der Jahre 2003 bis 2005 für nichtig erklärt.
 
Den Abschluss für 2006 korrigierte Thielert selbst und wies darin deutlich weniger Umsatz und Gewinn aus. Das Unternehmen hatte Entwicklungsleistungen nach dem Grad der Fertigstellung und nicht erst mit Beginn der Serienfertigung bilanziert.
 
Die Thielert-Aktie, die in den vergangenen Tagen abgestürzt und zu einem Penny-Stock geworden war, büßte zum Wochenschluss nicht weiter an Wert ein. Das Papier ging wie am Vortag bei 0,43 EUR aus dem Handel. Vor einem Jahr war die Aktie noch knapp 25 EUR wert gewesen.

 

Themenbeitrag Nr.20

 THIELERT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Von  Traderfeeling Erstellt am: 28.04.08 10:43 Beitrag Nr.: 130.749 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:
Flugzeugmotoren Trotz Insolvenz läuft das Geschäft weiter

Thielert kämpft ums Überleben

Ex-Chef noch in der Zentrale. US-Tochter möglicherweise vor Verkauf. Wirtschaftsprüfer weisen Vorwürfe zurück.

Von Bob Geisler



Hamburg -

Das Bangen um den Hamburger Flugzeugmotorenbauer Thielert geht weiter: Nach dem Insolvenzantrag der wichtigsten Tochtergesellschaft glich die Wandsbeker Zentrale am Freitag einer Trutzburg. Die Tür zum gläsernen Foyer unweit der Automeile am Friedrich-Ebert-Damm blieb für Außenstehende verschlossen. Unternehmenssprecher Sebastian Wentzler wollte sich lediglich vor dem Eingang zur derzeitigen Lage der schwer ins Trudeln geratenen Aktiengesellschaft äußern. "Trotz der schwierigen Situation geht die Arbeit wie gewohnt weiter", sagte er dem Abendblatt. Wichtige Kunden wie etwa der Flugzeugbauer Cessna hätten ihre Aufträge bislang nicht zurückgezogen. Zu der amerikanischen Ersatzteilefirma Superior Air Parts, die ebenfalls zur Thielert-Gruppe gehört, erklärte der Sprecher, diese werde möglicherweise verkauft.

Die Mitarbeiter wurden nach Wentzlers Worten über "notwendige Schritte" wie etwa die Beantragung von Insolvenzgeld beim Arbeitsamt informiert. Einen Betriebsrat, der einen Sozialplan aushandeln könnte, gibt es aber nicht. Rund 220 der 360 Thielert-Beschäftigten sind direkt von der Insolvenz der Tochter betroffen, etwa 20 von ihnen arbeiten in der Hamburger Zentrale.

Trotz seiner fristlosen Kündigung kam Ex-Firmenchef und Gründer Frank Thielert am Freitag in die Zentrale, um nach den Worten des Unternehmenssprechers Informationen an die bisherige untere Führungsebene weiterzugeben, die jetzt die Geschäfte vorübergehend führt. Der Aufsichtsrat sei derweil weiter auf der Suche nach einem neuen Vorstand.

Das Kontrollgremium hatte sowohl Vorstandschef Thielert als auch Finanzchefin Roswitha Grosser am Mittwoch wegen des Verdachts der Falschbilanzierung fristlos entlassen. Daraufhin waren mehrere Investoren abgesprungen, die zuvor noch ein Rettungspaket für den in schweren Liquiditätsproblemen steckenden Maschinenbauer schnüren wollten. In den nächsten zwölf Monaten fehlen dem Unternehmen 20 bis 24 Millionen Euro.

Mit der Chemnitzer Tochtergesellschaft Thielert Aircraft Engines hatte dann am Donnerstagabend der operative Kern des Motorenbauers wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag beim dortigen Amtsgericht gestellt. Hier sind die beiden Motorenwerke des Unternehmens im sächsischen Lichtenstein und im thüringischen Altenburg gebündelt.

Unterdessen wehrt sich die Wirtschaftsprüfungsfirma BDO gegen den Vorwurf der Beihilfe zur Bilanzmanipulation bei Thielert. Man weise dies "auf das Schärfste zurück" und behalte sich rechtliche Schritte vor, erklärte BDO in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hatte zuvor mitgeteilt, sie werde Klagemöglichkeiten wegen des drastischen Kursverfalls der Thielert-Aktie unter anderem auch gegen BDO prüfen. Denn diese habe die umstrittenen Jahresabschlüsse testiert.

Das Landgericht Hamburg hatte die Thielert-Bilanzen der Jahre 2003 bis 2005 für nichtig erklärt. Im Kern geht es dabei um die Bewertung von Forderungen gegenüber Kunden. Das Unternehmen hatte Entwicklungsleistungen für Motoren auf der Habenseite verbucht, die für die Kunden zwar erbracht wurden, von diesen aber noch nicht bezahlt worden waren.

Diese Art der Bilanzierung ist auch der Hintergrund eines laufenden Verfahrens bei der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Frank Thielert. Die Ermittler gehen dem Verdacht des Betrugs nach, weil Thielert mit Hinweis auf die scheinbar soliden Finanzen seines Unternehmens an neue Bankkredite gekommen sein soll.

erschienen am 26. April 2008

 

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