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#130161 von KGV | Erstellt am: 22.04.08 17:43:41 | Beitrag Nr.: 130161 | Weitere Beiträge |
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Die im Kleinwerteindex SDax gelistete Aktie war am Dienstag zuweilen weniger als zwei Euro wert. "Das sieht nach einem größeren Verkäufer aus", sagte ein Händler mit Blick auf den ungewöhnlich hohen Umsatz. "Für mich sieht das nach spekulativen Geschäften über das Internet aus, bei der Aktie kann man ja mit wenig Geld viel bewegen", meinte ein anderer Börsianer.
Daneben könnte auch der Ausstieg von zwei kleineren Anteilseignern andere Anleger dazu veranlasst haben, ebenfalls zu verkaufen, hieß es. Thielert hatte Ende vergangener Woche mitgeteilt, dass sich die Fondsgesellschaft Vangard komplett und die Investmentbank Schroders größtenteils von ihren Anteilen getrennt haben. Am Dienstagnachmittag notierte das Papier 33 Prozent schwächer bei 1,95 Euro.
Das Unternehmen selbst nannte keine Erklärung für den Kurssturz. Der Kurseinbruch der vergangenen Monate könnte Thielert in wenigen Wochen den Platz im Kleinwerte-Index SDax kosten. Seit Jahresbeginn hat die Akte knapp 79 Prozent an Wert verloren, seit April vergangenen Jahres 87 Prozent.
Thielert steckt wegen schleppender Serienauslieferungen von Motoren an den Flugzeugbauer Cessna in einer tiefen Liquiditätskrise. Deshalb hatte Firmenchef Frank Thielert vor kurzem mit einem Notverkauf seines gesamten Aktienpakets mitgeholfen, dringend benötigte Mittel zu beschaffen. In den nächsten zwölf Monaten fehlen dem Unternehmen aber weitere 20 bis 24 Mio. Euro. Dieses Geld soll durch eine Kapitalerhöhung hereinkommen, allein 20 Mio. wollen fünf Investoren um Großaktionär Global Opportunities Capital beisteuern. Dafür sollen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai die Weichen stellen.
Der Flugzeugmotorenbauer teilte am Dienstag mit, die zu der Investorengruppe um Global Opportunities gehörenden Aktionäre Sputnik mit Sitz in Nassau auf den Bahamas und Pogan auf den britischen Jungferninseln hielten zusammen inzwischen 22,13 Prozent. Ein Sprecher sagte, die beiden Anteilseigner hätten zugekauft.