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Thomas Grüner: 17.05.08 12:57 Bearkeil oder Ausbruch? |
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Markus Fugmann: 16.05.08 11:41 Marktausblick vom 16.05.08 |
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Norbert Lohrke: 16.05.08 08:57 New Economy, Old Economy |
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Von huetter69 | Erstellt am: 26.02.08 17:32 | Beitrag Nr.: 122.561 | Weitere Beiträge |
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Daimler war bereits im Herbst 2006 durch Unregelmäßigkeiten bei Geschäften mit Omnibussen aufgeschreckt worden und hatte sechs Manager der Busgesellschaft Evobus freigestellt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte zunächst eine Vorprüfung vorgenommen, leitete nun aber ein Ermittlungsverfahren ein. Denn es besteht ein Anfangsverdacht, dass zwischen 2001 und 2006 Amtsträger in der Türkei und Usbekistan bestochen wurden, teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der FTD am Freitag mit. Die suspendierten Manager werden der Untreue sowie der Bestechung ausländischer Amtsträger verdächtigt, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde und bestätigte damit einen Bericht des "Manager Magazins". Es handele sich um fünf bis zehn Personen.
Interne Korruptionsfahnder hätten die türkische Filiale der Bus-Tochter durchsucht und dort belastendes Material gefunden, heißt es in dem Bericht weiter. Es gehe unter anderem um einen Großauftrag der Stadt Istanbul. Die türkische Metropole hatte vor drei Jahren 450 Stadtbusse bei Daimler… geordert.
Im November 2006 hatte auch der Leiter der Bus-Aktivitäten, Wolfgang Diez, sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt, wie der Konzern damals mitgeteilt hatte. Gegen Diez werde nicht ermittelt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur AP. Daimler arbeite mit den Behörden zusammen.
In den Fall sind offenbar mehr Manager verstrickt als bislang vermutet worden war. Damals hieß es, dass die interne Revision fünf oder sechs Führungskräfte verdächtigt. Um solche Machenschaften im Konzern zu unterbinden, hatte Daimler erst vor wenigen Tagen einen Antikorruptionsmanager berufen. Der bisherige Leiter der Rechtsabteilung, Gerd Becht, übernimmt zusätzlich den neugeschaffenen Posten des so genannten Chief Compliance Officers. Er soll sicherstellen, dass alle geschäftlichen Prozesse nach gesetzeskonformen Regeln ablaufen. Ein solches Amt haben bislang vor allem US-Unternehmen etabliert.
Bei Daimler hat es seit 2004 mehrere Fällen von Untreue oder Bestechung gegeben, in die etliche Manager verwickelt waren. So ermittelte die US-Börsenaufsicht SEC seit jenem Jahr gegen Mitarbeiter wegen der Zahlung von Schmiergeldern in einem Dutzend Länder vor allem in Afrika, Asien und Osteuropa. 2005 mussten deutsche Vertriebsmanager wegen der Verwicklung in angebliche Graumarktgeschäfte gehen.