QSC will 2006 erstmals seit Börsengang schwarze Zahlen schreiben
Der Telekommunikationsdienstleister QSC will im laufenden Jahr erstmals seit seinem Börsengang 2000 schwarze Zahlen schreiben. Das kündigte der Vorstand des Kölner Anbieters von schnellen Internetzugängen für Geschäftskunden am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die im TecDax notierte QSC AG unter anderem wegen hoher Investitionen in den Netzausbau unter dem Strich noch einen Verlust von 18,2 Millionen Euro (Vorjahr: -21,6 Mio Euro) eingefahren.
Nachdem QSC 2005 rund 40 weitere Städte ans DSL-Netz anschloss, gehe der Netzausbau in diesem Jahr weiter. Gemeinsam mit Großhandelspartnern werde zudem die Aufrüstung des Breitbandnetzes auf ADSL2+ vorangetrieben, sagte Vorstandschef Bernd Schlobohm. Für den weiteren Ausbau des margenträchtigen Geschäfts seien Investitionen in Höhe von 20 Millionen bis 25 Millionen Euro vorgesehen.
Insgesamt erhöht QSC 2005 den Umsatz um 33 Prozent auf 194 Millionen Euro. Besonders stark wuchsen dabei die Geschäfte im Großkundensegment mit 55 Prozent auf 51 Millionen Euro, betonte der QSC-Chef. Bezahlt gemacht habe sich auch das Geschäft mit Wiederverkäufern mit einem Plus von 65 Prozent auf 30 Millionen Euro. "In diesen Segmenten wollen wir groß weiterwachsen", sagte Schlobohm.
Für 2006 rechnet das Unternehmen mit 460 Beschäftigten mit einem Umsatz von 240 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 15 Millionen und 20 Millionen Euro. Zudem plant der Spezialist für DSL-Anschlüsse, 80 neue Mitarbeiter einzustellen.