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Forum > Deutschland > Eon will seine Stromnetze verkaufen

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Thema: Eon will seine Stromnetze verkaufen

Thema Nr. 48010  
Thema eröffnet von:  Baerlexa Beiträge: 51 Bewertung (0):
am: 27.02.08 22:45 Gelesen gesamt: 456    
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Themenbeitrag Nr.1

 
Von  Baerlexa Erstellt am: 27.02.08 22:45 Beitrag Nr.: 123.697 Weitere Beiträge
Diesen Beitrag:

Eon will seine Stromnetze verkaufen

Von Werner Sturbeck und Konrad Mrusek

27. Februar 2008Die Eon AG ist zum Verkauf ihrer Höchst- und Hochspannungsleitungen, den sogenannten Stromautobahnen, bereit. Der Düsseldorfer Energiekonzern hat nach Informationen dieser Zeitung aus Politik und Energiewirtschaft seinen Widerstand gegen die Pläne der Europäischen Kommission zur eigentumsrechtlichen Abspaltung von Stromnetzen aufgegeben. Ein Eon-Sprecher wollte diese Informationen am Mittwoch nicht kommentieren.

 

 

Die Gespräche mit der Kommission über den Verkauf der zum Konzern gehörenden rund 10.000 Kilometer Hoch- und Höchstspannungsleitungen sollen sehr weit fortgeschritten sein. Unklar ist, wer die Leitungen, deren Wert auf mehr als 1 Milliarde Euro veranschlagt wird, übernehmen soll. Der Eon-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat habe auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von diesem Vorhaben unterrichtet, heißt es. Die Kanzlerin sei von der überraschenden Nachricht wenig erbaut gewesen, weil sich die Regierung und vor allem Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in Brüssel vehement gegen die Pläne der Kommission zur Aufspaltung von Netz und Produktion wehrt, ist in der Regierungskoalition zu hören.

 

 

In Berlin waren am Mittwoch – zum Beispiel im Umweltministerium – aber auch Stimmen zu vernehmen, die den überraschenden Schritt von Eon nicht so negativ bewerteten. „Das löst einen Konflikt für den Konzern und ist in wettbewerbsrechtlicher Hinsicht vorteilhaft“, sagte ein hoher Beamter. Nun müsse aber sichergestellt werden, dass das Netz des Konzerns nicht in die Hände ausländischer Unternehmen oder Finanzinvestoren gelange.

 

Codename „Tony“

Seit vergangenem Herbst favorisieren in Brüssel sowohl der Energiekommissar als auch die Wettbewerbskommissarin einen strikten Kurs der Netzentflechtung der großen Verbundkonzerne, das sogenannte ownership unbundling. Die Bundesregierung gehört zu den Gegnern dieser Politik und hat erst vor wenigen Wochen mit sieben anderen Mitgliedstaaten das Konzept des „dritten Wegs“ für den Energiemarkt vorgelegt. Dieser Vorschlag, der keine eigentumsrechtliche Entflechtung, sondern eine organisatorische Trennung von Produktion und Transport vorsieht, erinnert stark an die von Eon im vergangenen Herbst vorgeschlagenen grenzüberschreitenden Koordinierungsgesellschaften. In dieser Woche gab es aus Brüssel verschiedene Signale, denen zufolge Energiekommissar Andris Piebalgs einen Kompromissvorschlag aus dem bisherigen Konzept der Kommission und dem von Staaten wie Deutschland und Frankreich vorgeschlagenen „dritten Weg“ erwäge.

Es ist weniger die Kehrtwende von Eon als der Zeitpunkt dieser Nachricht, der die anderen Verbundkonzerne überrascht. Betriebswirtschaftlich spielt das regulierte Hochspannungsnetz keine besondere Rolle mehr. Der Eon-Chef erklärte schon im August 2007 im Gespräch mit dieser Zeitung zu der in Brüssel propagierten Entflechtung: „Für mich ist das nicht eine Frage von Sein oder Nicht-Sein.“ 2007 hatte auch der Essener Energiekonzern RWE, damals noch unter dem Vorstandsvorsitzenden Harry Roels, unter dem Codenamen „Tony“ den Verkauf seiner Netze geprüft. Zunächst stieß dies auf heftigen Widerstand der Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter, die Finanzinvestoren unter den potentiellen Käufern fürchteten. Am Ende wurde das Projekt 2007 aber deshalb abgeblasen, weil es an Ideen fehlte, was mit dem Verkaufserlös angefangen werden könnte. Inzwischen gilt das Stromnetz als größter Risikofaktor einer störungsfreien Stromversorgung. Der Genehmigungsprozess für neue Überlandleitungen ist außergewöhnlich zeitraubend. Das mag den Abschied erleichtern.


Text: F.A.Z.

 

 

Themenbeitrag Nr.2

 
Von  Entsafter Erstellt am: 28.02.08 08:24 Beitrag Nr.: 123.769 Weitere Beiträge
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Threadbeitrag Nr. 123697 von Baerlexa - 27.02.08 22:45:57 Uhr

 

Nun müsse aber sichergestellt werden, dass das Netz des Konzerns nicht in die Hände ausländischer Unternehmen oder Finanzinvestoren gelange.

 

Das ist ein ziemlich wichtiger Satz der mich nachdenklich stimmt, die Netze wird doch bestimmt ein Russe oder so kaufen und später wird dies noch Probleme bereiten. In Geldnot kann E.ON nicht sein, also warum dieser Schritt? So wurde dasvon der Regierung nicht gewollt und ich denke die sehen wenn es so kommt auch schon die Probleme auf sich zu kommen.

 

 

Themenbeitrag Nr.3

 
Von  springer1968 Erstellt am: 28.02.08 09:16 Beitrag Nr.: 123.826 Weitere Beiträge
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E.ON: 'Kein Kommentar' zu Bericht über Verkauf von Hochspannungsnetz

 

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON äußert sich nicht zu einem Pressebereicht über den Verkauf seines Hochspannungsnetzes. Ein Unternehmenssprecher lehnte am Mittwoch einen Kommentar ab mit dem Hinweis auf die laufende politische Diskussion. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Donnerstagausgabe) gemeldet, der Konzern wolle sein Hochspannungsnetz verkaufen und damit der geplanten Abtrennung durch neue europäische Regeln zuvorkommen.

Vorstandschef Wulf Bernotat habe die Kanzlerin bereits über das Vorhaben infomiert, schreibt die "FAZ" unter Berufung auf Berliner Koalitionskreise. Frau Merkel sei über die Pläne nicht erfreut gewesen, heißt es weiter. Denn die Regierung und vor allem Wirtschaftsminister Glos (CSU) hatten sich in Brüssel monatelang gegen Pläne der EU-Kommission für eine Aufspaltung von Netz und Produktion gewehrt und schließlich Verbündete für eine andere Variante gefunden, bei der es nicht zu einer Aufspaltung, sondern lediglich zu einer Abtrennung an einen Netzbetreiber käme.

 

Themenbeitrag Nr.4

 
Von  Baerlexa Erstellt am: 29.02.08 10:25 Beitrag Nr.: 124.639 Weitere Beiträge
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Eon will mit Netzverkauf Kartellbuße vermeiden

ImageBloß weg mit den Leitungen: Eon will sein Netz loswerden

29. Februar 2008 Der Energiekonzern Eon will sich mit dem von ihm angebotenen Verkauf seines Stromnetzes eine hohe Kartellbuße ersparen. Die Europäische Kommission hat am Donnerstag entsprechende Vorschläge des Düsseldorfer Unternehmens offiziell „begrüßt“. Nach Auskunft der Behörde könnten sie dazu führen, dass die laufenden kartellrechtliche Ermittlungen gegen Eon beendet werden könnten.

 

Weniger erfreut zeigte sich die Bundesregierung. Vorstandschef Wulf Bernotat soll das Vorhaben auf einem Krisengipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den kommenden Tagen ausführlich erläutern und begründen, wie die F.A.Z. erfuhr. Ein Regierungssprecher hatte die Verkaufsankündigung zuvor indirekt kritisiert. Merkel soll dem Vernehmen nach auf die Pläne, über die Bernotat sie telefonisch unterrichtet hatte, ungehalten reagiert haben.

Das Unternehmen bietet an, seine Übertragungsnetze an einen Betreiber zu verkaufen, der nicht im Bereich der Stromererzeugung oder Stromversorgung tätig ist, teilte Eon am Donnerstag mit und bestätigte damit einen Bericht dieser Zeitung (F.A.Z. vom 28. Februar). Zudem verpflichtet sich das Unternehmen, Kraftwerkskapazitäten von 4800 Megawatt an Wettbewerber abzugeben. Nach Angaben einer Behördensprecherin wären damit zwei laufende Untersuchungen vom Tisch, die jeweils den Verdacht betreffen, Eon missbrauche seine marktbeherrschende Stellung. Wenn die Vorschläge des Düsseldorfer Unternehmens umgesetzt würden, wäre mit einer starken Verbesserung der Wettbewerbssituation in Deutschland zu rechnen, teilte die Kommission mit.


Im Dezember 2006 hatte die Kommission die vier deutschen Versorger Eon, RWE, Vattenfall und EnBW durchsucht und ihnen eine breite Palette von Wettbewerbsverstößen vorgehalten. Eon und anderen Versorgern wurde vorgeworfen, die Preise künstlich hoch zu halten. Das habe das Unternehmen nur tun können, weil es über einen hohen Anteil der deutschen Versorgungskapazität verfüge. Zudem war es um Vorwürfe gegangen, die Unternehmen bauten die grenzüberschreitenden Stromverbindungen nicht schnell genug aus.

Kurz nach den Durchsuchungen hatte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes eine Untersuchung präsentiert, in welcher der Energiesektor auf Wettbewerbsverstöße überprüft wurde. Darin hatte die Behörde kritisiert, dass Versorgung, Erzeugung und Infrastruktur in der Regel in einem Konzern vereint seien. Das verhindere allzu oft einen diskriminierungsfreien Netzzugang für Dritte. Deshalb hatte sie im Herbst 2007 vorgeschlagen, Produktion und Netzbetrieb auf den Energiemärkten stärker zu trennen und die Kompetenzen der Regulierungsbehörden zu stärken.

Image

Die Energiekonzerne sollen weiter Einfluss auf Netze haben

In Berlin hatte zuvor die Bundesregierung bestätigt, dass Eon sich von seinem Stromnetz trennen wolle. Eon-Chef Wulf Bernotat habe dies in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angedeutet, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag. Die Bundesregierung halte aber den von ihr vorgeschlagenen „dritten Weg“ für die Trennung von Erzeugung und Leitung für „den besseren Weg“, fügte er hinzu. Bei diesem auch von Österreich, Frankreich und fünf weiteren Staaten gemeinsam getragenen Vorschlag sollen Netz und Produktion unterhalb eines Konzerndachs personell und räumlich stärker voneinander getrennt werden.

 

Das Bekanntwerden der Absprache zwischen Kommission und Eon überschattete am Donnerstag die Debatte der Energieminister in Brüssel über diese Vorschläge. Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze (CDU) kündigte an, Deutschland werde an seinem Widerstand gegen den Kommissionsvorschlag festhalten. Ziel der Regierung bleibe es, den Energiekonzernen weiter Einfluss auf die Netze zu erlauben. Der österreichische Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sagte, Merkel habe zugesichert, an ihrer Linie festzuhalten.

Image

Vattenfall hält sich „alle Optionen offen“

Allerdings denkt nicht nur Eon über den Verkauf des Netzes nach. Ein Sprecher der Vattenfall Europe AG sagte, man halte sich „alle Optionen offen“. Vattenfall könne sich „auch eine andere Eigentümerstruktur vorstellen“. Entscheidungen stünden aber nicht an. In Schweden, dem Heimatmarkt des Konzerns, ist das Netz bereits abgetrennt und gehört dem Staat. Die Konzerne RWE und EnBW, die Nummern zwei und vier auf den deutschen Strommarkt, hegen dagegen nach eigenen Angaben keine Verkaufspläne. Beide setzten auf den Vorstoß der Bundesregierung und lehnen die Pläne der EU-Kommission ab. Derzeit ist noch offen, welche Kraftwerke oder Kraftwerksbeteiligungen Eon zum Verkauf stellen will.

Die genannte Kapazität entspricht etwa 3,5 Prozent der in Deutschland für das öffentliche Netz verfügbaren Kraftwerke. Bernotat hat schon im vergangenen August im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, dass der Besitz von Höchst- und Hochspannungsnetzen für den Konzern nicht entscheidend sei. Denn man sei ja auch in anderen Staaten aktiv, in denen der Konzern keine eigenen Stromleitungen besitzt.

Image

Verkauf von Kraftwerkskapazitäten überrascht

In der Energiewirtschaft überrascht das Angebot auch des Verkaufs von Kraftwerkskapazität. Denn in jüngerer Zeit mehren sich die Signale, dass gerade Eon sich stärker als bisher auf die Energieerzeugung konzentrieren will und dafür bereit ist, das Portfolio der Stadtwerksbeteiligungen zu verkleinern. Allerdings sind die Essener schon heute in hohem Maß auf Stromzukäufe angewiesen. Eon setzt zum Beispiel in Deutschland mehr Elektrizität ab als RWE, obwohl der Essener Wettbewerber mehr Kraftwerke betreibt.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AFP, ASSOCIATED PRESS, dpa, F.A.Z.

 

Themenbeitrag Nr.5

 
Von  springer1968 Erstellt am: 29.02.08 15:51 Beitrag Nr.: 124.664 Weitere Beiträge
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Geplanter Netzverkauf
Merkel kritisiert Eon


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Strategiewechsel des Energiekonzerns Eon mit dem beabsichtigten Verkauf seiner Stromnetze kritisiert. Es sei stets von großem Vorteil gewesen, wenn Deutschland oder bestimmte Branchen bei europäischen Fragen in Brüssel geschlossen aufgetreten seien, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg. Die Bundesregierung kämpft seit Monaten in der EU gegen eine Zerschlagung der großen Versorger.

Merkel wies derweil Spekulationen über eine Verstaatlichung des deutschen Stromnetzes zurück. "Eine Verstaatlichung habe ich nicht im Auge", sagte Merkel nach einem Spitzengespräch mit der deutschen Wirtschaft. Die Kanzlerin sagte, sie nehme die Entscheidung von Eon "so zur Kenntnis."

Nach Ansicht des Bundes der Energieverbraucher sollten die Stromnetze in öffentliche Hand übergehen. Der Vorsitzende des Bundes, Aribert Peters, sagte im "Bayerischen Rundfunk", die Übertragungsnetze sollten "verstaatlicht und nicht den privaten Profitinteressen überlassen" werden.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin befürwortete die Ankündigung von Eon: "Aus Wettbewerbssicht wäre es positiv, wenn die Stromkonzerne sich von ihren Netzen trennen würden", sagte DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert der "Berliner Zeitung". Allerdings sei sie skeptisch, ob es überhaupt passende Interessenten für die Netze gebe. "Hier sind umfangreiche Investitionen notwendig", meinte Kemfert. Die Kosten dafür seien hoch, die zu erwartenden Erlöse aber gering.

 

Themenbeitrag Nr.6

 
Von  springer1968 Erstellt am: 29.02.08 15:53 Beitrag Nr.: 124.665 Weitere Beiträge
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Milliarden für Eon
Stromnetz heiß begehrt


Sollte Deutschlands größter Versorger Eon seine Hochspannungsnetze tatsächlich verkaufen, dürften vor allem Finanzinvestoren den Finger heben. Die Aussicht auf stabile Erträge ohne größeres Risiko mache eine solche Investition gerade angesichts der Finanzkrise äußerst attraktiv, hieß es am Freitag in Branchenkreisen. Am wahrscheinlichsten sei ein gemeinsames Gebot mehrer Investoren, um einen derartigen Milliardendeal ohne Finanzierungsprobleme stemmen zu können. Dass Staatsfonds zum Zuge kommen, gilt wegen des zu erwartenden politischen Widerstands als ausgeschlossen.

Als potenzielle Käufer für die Stromnetze kommen wohl nur Infrastruktur-Investoren mit Erfahrungen in der Versorger-Branche in Frage. "Wer nicht garantieren kann, dass es keine Stromausfälle gibt, wird keine Chance haben", sagt Branchenexperte Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck. Auch ein Regierungssprecher versicherte am Freitag, ein Verkauf werde keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben.

Als Interessenten genannt werden in Finanzkreisen unter anderem die britischen Beteiligungsfirmen 3i und Terra Firma sowie die Deutsche-Bank-Tochter Rreef und das australische Institut Macquarie. Das grundsätzliche Interesse dieser Infrastruktur-Spezialisten sei da, hieß es. Sprecher aller Häuser lehnten eine Stellungnahme ab. Neben Finanzinvestoren kommen auch europäische Netzbetreiber als Interessenten in Frage, die in Deutschland Fuß fassen wollen.

Eon hatte der EU-Kommission mitten im Streit zwischen Bund und EU über eine Zwangsabtrennung der Energienetze angeboten, seine Strom-Fernleitungen zu verkaufen. Der Käufer dürfe aber nicht selbst Stromerzeuger oder -versorger sein. Zusätzlich erklärte sich das Management bereit, deutsche Kraftwerks-Kapazitäten von 4800 Megawatt an Konkurrenten zu veräußern. Branchenexperte Stephan Wulf von der Privatbank Sal. Oppenheim schätzt den Wert des Gesamtpakets auf 5,5 Mrd. Euro, wovon die Netze allein rund 1,8 Mrd. Euro erbringen dürften.

"Der voraussichtliche Preis für die Netze ist ein ganz schöner Brummer", hieß es im Umfeld eines möglichen Interessenten. Das sei vermutlich für einen einzelnen Fonds zu groß. Hinzu kämen Folgeinvestitionen in die Netze. "Damit sich ein solch teures Investment rentiert, muss man es mindestens zehn bis 15 Jahre halten." Kurzfristig orientierte Investoren seien daher fehl am Platz. Branchenexperte Kitz von Merck Finck beziffert die notwendigen Netz-Investionen für die kommenden Jahre auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Das Interesse von Investoren wie Pensionsfonds und Versicherungen an europäischen Infrastruktur-Projekten ist in den vergangenen Jahren wegen der Aussicht auf stetige Mittelzuflüsse kontinuierlich gestiegen. Gerade im aktuellen Marktumfeld haben weniger riskante Engagements an Beliebtheit gewonnen. Allerdings liegt die Rendite von Infrastruktur-Investitionen bei weniger als zehn Prozent und damit deutlich unter der im traditionellen Private-Equity-Geschäft mit Übernahmen.

 

Themenbeitrag Nr.7

 
Von  WEBSTAR1 Erstellt am: 01.03.08 18:56 Beitrag Nr.: 124.753 Weitere Beiträge
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29.02.2008 17:50

Neues Deutschland: E.on will seine Stromnetze verkaufen

az_adjs(6,'4b57bd9'); Berlin (ots) - Der E.on-Konzern (News/Aktienkurs) wagt als erster Vertreter des deutschen Energie-Oligopols den Befreiungsschlag und will seine Stromnetze zum Verkauf anbieten. Offensichtlich ist der Druck von verschiedenen Seiten zu groß geworden. So drohen hohe Bußgelder durch die EU-Wettbewerbshüter und auch eine Zwangsentflechtung, für die sich die EU-Kommission vehement einsetzt. Und immer mehr Verbraucher sind sauer über die ständigen Strompreiserhöhungen, wofür sie vor allem die vier Netzmonopolisten für verantwortlich halten, und wechseln in Scharen zu alternativen Versorgern.

E.on verfolgt aber auch rein egoistische Ziele. Mit einem Netzverkauf löst man sich vom Heimatmarkt und könnte so dem Ziel näher kommen, zum echten Global Player aufzusteigen. Vor allem jedoch droht die Zeit der Maximalgewinne - man konnte Monopolpreise für die Stromdurchleitung verlangen und gab wenig für Investitionen aus - zu Ende zu gehen. Die Netze müssen aber in absehbarer Zeit mit hohen Milliardensummen modernisiert und außerdem wegen des von der Politik geforderten Ausbaus der erneuerbaren Energien stärker auf diese ausgerichtet, also dezentralisiert werden. Da käme ein Verkauf gerade recht.

Mit der Übernahme durch einen Finanzinvestor - niemand sonst in der Privatwirtschaft könnte dies wohl stemmen - wäre aber im Interesse einer klimapolitisch ausgerichteten Dienstleistung für alle zu bezahlbaren Preisen nichts gewonnen. Eine Verstaatlichung wäre der einzig sinnvolle Weg. Doch die Macht der Konzernlobbyisten in der Politik zu brechen, ist nicht weniger einfach, als das Monopol der Energiekonzerne zu knacken.

Originaltext: Neues Deutschland Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59019 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59019.rss2

Pressekontakt: Neues Deutschland Redaktion Telefon: ImageImageImageImageImageImageImageImageImageImageImageImage030/293 90 715Image

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Themenbeitrag Nr.8

 
Von  springer1968 Erstellt am: 05.03.08 14:38 Beitrag Nr.: 125.233 Weitere Beiträge
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Regulierer senkt Netzentgelte bei E.ON um knapp 25%



DJ Regulierer senkt Netzentgelte bei E.ON (News/Aktienkurs) um knapp 25%

 

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bundesnetzagentur hat die von der E.ON Netz GmbH beantragten Entgelte für 2008 um knapp 25% gekürzt. Dies teilte die Bonner Regulierungsbehörde am Mittwoch mit. E.ON Netz betreibt wesentliche Teile des Stromübertragungsnetzes von Schleswig-Holstein bis nach Bayern.

Die Netzagentur begründete die deutliche Kürzung im Wesentlichen mit den vom Unternehmen aufrecht erhaltenen Rechtspositionen, die die Behörde bereits in der vorhergehenden Genehmigungsrunde nicht anerkannt hatte.

Die Bundesnetzagentur hatte bereits im Januar die von der RWE AG beantragten Entgelte für die Höchstspannungsleitungen für 2008 um 28% gekürzt, bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG um 29% und bei der Vattenfall Europe AG um 15%.

 

Themenbeitrag Nr.9

 
Von  springer1968 Erstellt am: 06.03.08 10:35 Beitrag Nr.: 125.357 Weitere Beiträge
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E.ON hebt nach weiterem Gewinnanstieg die Dividende um 22% an


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DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat 2007 Umsatz und Gewinn weiter gesteigert und will die Dividende deshalb um 22% auf 4,10 (Vorjahr 3,35) EUR je Aktie anheben. Wie der Düsseldorfer Energiekonzern am Donnerstag mitteilte, kletterte das bereinigte EBIT im vergangenen Jahr um 10% auf 9,20 Mrd EUR und der bereinigte Nettogewinn um 9% auf 5,12 Mrd EUR. Damit erfüllte E.ON die eigenen Ankündigungen, die für beide Werte eine Steigerung um 5% bis 10% vorgesehen hatte.

Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem adjustierten EBIT von 9,17 Mrd EUR und einem bereinigten Überschuss von 5,08 Mrd EUR gerechnet. Das unbereinigte Nettoergebnis nach Anteilen Dritter wies E.ON mit 7,20 (5,59) Mrd EUR aus und lag damit deutlich über den Markterwartungen von durchschnittlich 6,13 Mrd EUR. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 7% auf 68,7 Mrd EUR, wie E.ON zudem mitteilte.

Für das laufende Jahr stellte E.ON weitere Ergebnisverbesserungen in Aussicht. Das bereinigte EBIT soll noch einmal um 5% bis 10% steigen. Auch für den bereinigten Konzernüberschuss erwartet der Strom- und Gaskonzern einen leichten Anstieg gegenüber 2007.

Auf der anstehenden Hauptversammlung will der DAX-Konzern eine Umstellung von Inhaberaktien auf Namensaktien vorschlagen. Zudem soll auf dem Aktionärstreffen ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 3 vorgeschlagen werden, wie E.ON weiter mitteilte.

 

Themenbeitrag Nr.10

 
Von  springer1968 Erstellt am: 06.03.08 10:46 Beitrag Nr.: 125.360 Weitere Beiträge
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E.ON-Chef verteidigt Stromnetzverkauf

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Düsseldorf (dpa) - E.ON-Chef Wulf Bernotat hat den vielfach kritisierten Zeitpunkt der Bekanntgabe des geplanten Stromnetzverkaufes verteidigt. Die Gespräche seien durch Indiskretionen vorzeitig bekannt geworden und das Unternehmen habe handeln müssen, sagte er bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.

 

«Er war nicht von uns gewählt und es lag uns fern, jemanden zu brüskieren». E.ON hatte in der vergangenen Woche überraschend angekündigt, sich von den Stromnetzen trennen zu wollen und Kraftwerkskapazitäten abzugeben. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die derzeitige Auseinandersetzung mit der EU im Strommarkt zu beenden, betonte Bernotat.

 

Trennung von Erzeugung und Netz müsse eine unternehmerische Entscheidung sein. «Und genau diese Entscheidung haben wir getroffen», sagte der E.ON-Chef. Die Ankündigung hatte vor allem in der Bundesregierung für Missstimmung gesorgt, weil Berlin sich in Brüssel für die Energiebranche und ihre ablehnende Haltung eines Stromnetzverkaufes stark gemacht hatte.

 

Die E.ON-Konkurrenten RWE und EnBW wollen ihre Netze behalten, Vattenfall will einen Verkauf prüfen. Bernotat wollte zum Kraftwerksverkauf, zu möglichen Interessenten und einer privaten deutschen Netzgesellschaft keine weiteren Angaben machen.


 

 

 

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