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Thomas Grüner: 05.09.08 17:56 Grüner Fisher Kolumne:... |
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Markus Fugmann: 05.09.08 11:03 Update Wochenausblick... |
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Norbert Lohrke: 05.09.08 09:05 Angst vor dem bösen Wolf |
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Von Baerlexa | Erstellt am: 27.02.08 22:45 | Beitrag Nr.: 123.697 | Weitere Beiträge |
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27. Februar 2008Die Eon AG ist zum Verkauf ihrer Höchst- und Hochspannungsleitungen, den sogenannten Stromautobahnen, bereit. Der Düsseldorfer Energiekonzern hat nach Informationen dieser Zeitung aus Politik und Energiewirtschaft seinen Widerstand gegen die Pläne der Europäischen Kommission zur eigentumsrechtlichen Abspaltung von Stromnetzen aufgegeben. Ein Eon-Sprecher wollte diese Informationen am Mittwoch nicht kommentieren.
Die Gespräche mit der Kommission über den Verkauf der zum Konzern gehörenden rund 10.000 Kilometer Hoch- und Höchstspannungsleitungen sollen sehr weit fortgeschritten sein. Unklar ist, wer die Leitungen, deren Wert auf mehr als 1 Milliarde Euro veranschlagt wird, übernehmen soll. Der Eon-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat habe auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von diesem Vorhaben unterrichtet, heißt es. Die Kanzlerin sei von der überraschenden Nachricht wenig erbaut gewesen, weil sich die Regierung und vor allem Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in Brüssel vehement gegen die Pläne der Kommission zur Aufspaltung von Netz und Produktion wehrt, ist in der Regierungskoalition zu hören.
In Berlin waren am Mittwoch – zum Beispiel im Umweltministerium – aber auch Stimmen zu vernehmen, die den überraschenden Schritt von Eon nicht so negativ bewerteten. „Das löst einen Konflikt für den Konzern und ist in wettbewerbsrechtlicher Hinsicht vorteilhaft“, sagte ein hoher Beamter. Nun müsse aber sichergestellt werden, dass das Netz des Konzerns nicht in die Hände ausländischer Unternehmen oder Finanzinvestoren gelange.
Codename „Tony“
Seit vergangenem Herbst favorisieren in Brüssel sowohl der Energiekommissar als auch die Wettbewerbskommissarin einen strikten Kurs der Netzentflechtung der großen Verbundkonzerne, das sogenannte ownership unbundling. Die Bundesregierung gehört zu den Gegnern dieser Politik und hat erst vor wenigen Wochen mit sieben anderen Mitgliedstaaten das Konzept des „dritten Wegs“ für den Energiemarkt vorgelegt. Dieser Vorschlag, der keine eigentumsrechtliche Entflechtung, sondern eine organisatorische Trennung von Produktion und Transport vorsieht, erinnert stark an die von Eon im vergangenen Herbst vorgeschlagenen grenzüberschreitenden Koordinierungsgesellschaften. In dieser Woche gab es aus Brüssel verschiedene Signale, denen zufolge Energiekommissar Andris Piebalgs einen Kompromissvorschlag aus dem bisherigen Konzept der Kommission und dem von Staaten wie Deutschland und Frankreich vorgeschlagenen „dritten Weg“ erwäge.
Es ist weniger die Kehrtwende von Eon als der Zeitpunkt dieser Nachricht, der die anderen Verbundkonzerne überrascht. Betriebswirtschaftlich spielt das regulierte Hochspannungsnetz keine besondere Rolle mehr. Der Eon-Chef erklärte schon im August 2007 im Gespräch mit dieser Zeitung zu der in Brüssel propagierten Entflechtung: „Für mich ist das nicht eine Frage von Sein oder Nicht-Sein.“ 2007 hatte auch der Essener Energiekonzern RWE, damals noch unter dem Vorstandsvorsitzenden Harry Roels, unter dem Codenamen „Tony“ den Verkauf seiner Netze geprüft. Zunächst stieß dies auf heftigen Widerstand der Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter, die Finanzinvestoren unter den potentiellen Käufern fürchteten. Am Ende wurde das Projekt 2007 aber deshalb abgeblasen, weil es an Ideen fehlte, was mit dem Verkaufserlös angefangen werden könnte. Inzwischen gilt das Stromnetz als größter Risikofaktor einer störungsfreien Stromversorgung. Der Genehmigungsprozess für neue Überlandleitungen ist außergewöhnlich zeitraubend. Das mag den Abschied erleichtern.
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Von Entsafter | Erstellt am: 28.02.08 08:24 | Beitrag Nr.: 123.769 | Weitere Beiträge |
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Dieser Beitrag bezieht sich auf Threadbeitrag Nr. 123697 von Baerlexa - 27.02.08 22:45:57 Uhr
Nun müsse aber sichergestellt werden, dass das Netz des Konzerns nicht in die Hände ausländischer Unternehmen oder Finanzinvestoren gelange.
Das ist ein ziemlich wichtiger Satz der mich nachdenklich stimmt, die Netze wird doch bestimmt ein Russe oder so kaufen und später wird dies noch Probleme bereiten. In Geldnot kann E.ON nicht sein, also warum dieser Schritt? So wurde dasvon der Regierung nicht gewollt und ich denke die sehen wenn es so kommt auch schon die Probleme auf sich zu kommen.
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Von springer1968 | Erstellt am: 28.02.08 09:16 | Beitrag Nr.: 123.826 | Weitere Beiträge |
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Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON äußert sich nicht zu einem Pressebereicht über den Verkauf seines Hochspannungsnetzes. Ein Unternehmenssprecher lehnte am Mittwoch einen Kommentar ab mit dem Hinweis auf die laufende politische Diskussion. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Donnerstagausgabe) gemeldet, der Konzern wolle sein Hochspannungsnetz verkaufen und damit der geplanten Abtrennung durch neue europäische Regeln zuvorkommen.
Vorstandschef Wulf Bernotat habe die Kanzlerin bereits über das Vorhaben infomiert, schreibt die "FAZ" unter Berufung auf Berliner Koalitionskreise. Frau Merkel sei über die Pläne nicht erfreut gewesen, heißt es weiter. Denn die Regierung und vor allem Wirtschaftsminister Glos (CSU) hatten sich in Brüssel monatelang gegen Pläne der EU-Kommission für eine Aufspaltung von Netz und Produktion gewehrt und schließlich Verbündete für eine andere Variante gefunden, bei der es nicht zu einer Aufspaltung, sondern lediglich zu einer Abtrennung an einen Netzbetreiber käme.
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Von Baerlexa | Erstellt am: 29.02.08 10:25 | Beitrag Nr.: 124.639 | Weitere Beiträge |
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Bloß weg mit den Leitungen: Eon will sein Netz loswerden 29. Februar 2008 Der Energiekonzern Eon will sich mit dem von ihm angebotenen Verkauf seines Stromnetzes eine hohe Kartellbuße ersparen. Die Europäische Kommission hat am Donnerstag entsprechende Vorschläge des Düsseldorfer Unternehmens offiziell „begrüßt“. Nach Auskunft der Behörde könnten sie dazu führen, dass die laufenden kartellrechtliche Ermittlungen gegen Eon beendet werden könnten.
Weniger erfreut zeigte sich die Bundesregierung. Vorstandschef Wulf Bernotat soll das Vorhaben auf einem Krisengipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den kommenden Tagen ausführlich erläutern und begründen, wie die F.A.Z. erfuhr. Ein Regierungssprecher hatte die Verkaufsankündigung zuvor indirekt kritisiert. Merkel soll dem Vernehmen nach auf die Pläne, über die Bernotat sie telefonisch unterrichtet hatte, ungehalten reagiert haben.
Das Unternehmen bietet an, seine Übertragungsnetze an einen Betreiber zu verkaufen, der nicht im Bereich der Stromererzeugung oder Stromversorgung tätig ist, teilte Eon am Donnerstag mit und bestätigte damit einen Bericht dieser Zeitung (F.A.Z. vom 28. Februar). Zudem verpflichtet sich das Unternehmen, Kraftwerkskapazitäten von 4800 Megawatt an Wettbewerber abzugeben. Nach Angaben einer Behördensprecherin wären damit zwei laufende Untersuchungen vom Tisch, die jeweils den Verdacht betreffen, Eon missbrauche seine marktbeherrschende Stellung. Wenn die Vorschläge des Düsseldorfer Unternehmens umgesetzt würden, wäre mit einer starken Verbesserung der Wettbewerbssituation in Deutschland zu rechnen, teilte die Kommission mit.
Im Dezember 2006 hatte die Kommission die vier deutschen Versorger Eon, RWE, Vattenfall und EnBW durchsucht und ihnen eine breite Palette von Wettbewerbsverstößen vorgehalten. Eon und anderen Versorgern wurde vorgeworfen, die Preise künstlich hoch zu halten. Das habe das Unternehmen nur tun können, weil es über einen hohen Anteil der deutschen Versorgungskapazität verfüge. Zudem war es um Vorwürfe gegangen, die Unternehmen bauten die grenzüberschreitenden Stromverbindungen nicht schnell genug aus.
Kurz nach den Durchsuchungen hatte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes eine Untersuchung präsentiert, in welcher der Energiesektor auf Wettbewerbsverstöße überprüft wurde. Darin hatte die Behörde kritisiert, dass Versorgung, Erzeugung und Infrastruktur in der Regel in einem Konzern vereint seien. Das verhindere allzu oft einen diskriminierungsfreien Netzzugang für Dritte. Deshalb hatte sie im Herbst 2007 vorgeschlagen, Produktion und Netzbetrieb auf den Energiemärkten stärker zu trennen und die Kompetenzen der Regulierungsbehörden zu stärken.

Die Energiekonzerne sollen weiter Einfluss auf Netze haben
In Berlin hatte zuvor die Bundesregierung bestätigt, dass Eon sich von seinem Stromnetz trennen wolle. Eon-Chef Wulf Bernotat habe dies in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angedeutet, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag. Die Bundesregierung halte aber den von ihr vorgeschlagenen „dritten Weg“ für die Trennung von Erzeugung und Leitung für „den besseren Weg“, fügte er hinzu. Bei diesem auch von Österreich, Frankreich und fünf weiteren Staaten gemeinsam getragenen Vorschlag sollen Netz und Produktion unterhalb eines Konzerndachs personell und räumlich stärker voneinander getrennt werden.
Das Bekanntwerden der Absprache zwischen Kommission und Eon überschattete am Donnerstag die Debatte der Energieminister in Brüssel über diese Vorschläge. Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze (CDU) kündigte an, Deutschland werde an seinem Widerstand gegen den Kommissionsvorschlag festhalten. Ziel der Regierung bleibe es, den Energiekonzernen weiter Einfluss auf die Netze zu erlauben. Der österreichische Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sagte, Merkel habe zugesichert, an ihrer Linie festzuhalten.

Vattenfall hält sich „alle Optionen offen“
Allerdings denkt nicht nur Eon über den Verkauf des Netzes nach. Ein Sprecher der Vattenfall Europe AG sagte, man halte sich „alle Optionen offen“. Vattenfall könne sich „auch eine andere Eigentümerstruktur vorstellen“. Entscheidungen stünden aber nicht an. In Schweden, dem Heimatmarkt des Konzerns, ist das Netz bereits abgetrennt und gehört dem Staat. Die Konzerne RWE und EnBW, die Nummern zwei und vier auf den deutschen Strommarkt, hegen dagegen nach eigenen Angaben keine Verkaufspläne. Beide setzten auf den Vorstoß der Bundesregierung und lehnen die Pläne der EU-Kommission ab. Derzeit ist noch offen, welche Kraftwerke oder Kraftwerksbeteiligungen Eon zum Verkauf stellen will.
Die genannte Kapazität entspricht etwa 3,5 Prozent der in Deutschland für das öffentliche Netz verfügbaren Kraftwerke. Bernotat hat schon im vergangenen August im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, dass der Besitz von Höchst- und Hochspannungsnetzen für den Konzern nicht entscheidend sei. Denn man sei ja auch in anderen Staaten aktiv, in denen der Konzern keine eigenen Stromleitungen besitzt.

Verkauf von Kraftwerkskapazitäten überrascht
In der Energiewirtschaft überrascht das Angebot auch des Verkaufs von Kraftwerkskapazität. Denn in jüngerer Zeit mehren sich die Signale, dass gerade Eon sich stärker als bisher auf die Energieerzeugung konzentrieren will und dafür bereit ist, das Portfolio der Stadtwerksbeteiligungen zu verkleinern. Allerdings sind die Essener schon heute in hohem Maß auf Stromzukäufe angewiesen. Eon setzt zum Beispiel in Deutschland mehr Elektrizität ab als RWE, obwohl der Essener Wettbewerber mehr Kraftwerke betreibt.
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Von springer1968 | Erstellt am: 29.02.08 15:51 | Beitrag Nr.: 124.664 | Weitere Beiträge |
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Von springer1968 | Erstellt am: 29.02.08 15:53 | Beitrag Nr.: 124.665 | Weitere Beiträge |
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Von WEBSTAR1 | Erstellt am: 01.03.08 18:56 | Beitrag Nr.: 124.753 | Weitere Beiträge |
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Von springer1968 | Erstellt am: 05.03.08 14:38 | Beitrag Nr.: 125.233 | Weitere Beiträge |
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DJ Regulierer senkt Netzentgelte bei E.ON (News/Aktienkurs) um knapp 25%
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bundesnetzagentur hat die von der E.ON Netz GmbH beantragten Entgelte für 2008 um knapp 25% gekürzt. Dies teilte die Bonner Regulierungsbehörde am Mittwoch mit. E.ON Netz betreibt wesentliche Teile des Stromübertragungsnetzes von Schleswig-Holstein bis nach Bayern.
Die Netzagentur begründete die deutliche Kürzung im Wesentlichen mit den vom Unternehmen aufrecht erhaltenen Rechtspositionen, die die Behörde bereits in der vorhergehenden Genehmigungsrunde nicht anerkannt hatte.
Die Bundesnetzagentur hatte bereits im Januar die von der RWE AG beantragten Entgelte für die Höchstspannungsleitungen für 2008 um 28% gekürzt, bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG um 29% und bei der Vattenfall Europe AG um 15%.
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Von springer1968 | Erstellt am: 06.03.08 10:35 | Beitrag Nr.: 125.357 | Weitere Beiträge |
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DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat 2007 Umsatz und Gewinn weiter gesteigert und will die Dividende deshalb um 22% auf 4,10 (Vorjahr 3,35) EUR je Aktie anheben. Wie der Düsseldorfer Energiekonzern am Donnerstag mitteilte, kletterte das bereinigte EBIT im vergangenen Jahr um 10% auf 9,20 Mrd EUR und der bereinigte Nettogewinn um 9% auf 5,12 Mrd EUR. Damit erfüllte E.ON die eigenen Ankündigungen, die für beide Werte eine Steigerung um 5% bis 10% vorgesehen hatte.
Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem adjustierten EBIT von 9,17 Mrd EUR und einem bereinigten Überschuss von 5,08 Mrd EUR gerechnet. Das unbereinigte Nettoergebnis nach Anteilen Dritter wies E.ON mit 7,20 (5,59) Mrd EUR aus und lag damit deutlich über den Markterwartungen von durchschnittlich 6,13 Mrd EUR. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 7% auf 68,7 Mrd EUR, wie E.ON zudem mitteilte.
Für das laufende Jahr stellte E.ON weitere Ergebnisverbesserungen in Aussicht. Das bereinigte EBIT soll noch einmal um 5% bis 10% steigen. Auch für den bereinigten Konzernüberschuss erwartet der Strom- und Gaskonzern einen leichten Anstieg gegenüber 2007.
Auf der anstehenden Hauptversammlung will der DAX-Konzern eine Umstellung von Inhaberaktien auf Namensaktien vorschlagen. Zudem soll auf dem Aktionärstreffen ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 3 vorgeschlagen werden, wie E.ON weiter mitteilte.
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Von springer1968 | Erstellt am: 06.03.08 10:46 | Beitrag Nr.: 125.360 | Weitere Beiträge |
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Düsseldorf (dpa) - E.ON-Chef Wulf Bernotat hat den vielfach kritisierten Zeitpunkt der Bekanntgabe des geplanten Stromnetzverkaufes verteidigt. Die Gespräche seien durch Indiskretionen vorzeitig bekannt geworden und das Unternehmen habe handeln müssen, sagte er bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.
«Er war nicht von uns gewählt und es lag uns fern, jemanden zu brüskieren». E.ON hatte in der vergangenen Woche überraschend angekündigt, sich von den Stromnetzen trennen zu wollen und Kraftwerkskapazitäten abzugeben. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die derzeitige Auseinandersetzung mit der EU im Strommarkt zu beenden, betonte Bernotat.
Trennung von Erzeugung und Netz müsse eine unternehmerische Entscheidung sein. «Und genau diese Entscheidung haben wir getroffen», sagte der E.ON-Chef. Die Ankündigung hatte vor allem in der Bundesregierung für Missstimmung gesorgt, weil Berlin sich in Brüssel für die Energiebranche und ihre ablehnende Haltung eines Stromnetzverkaufes stark gemacht hatte.
Die E.ON-Konkurrenten RWE und EnBW wollen ihre Netze behalten, Vattenfall will einen Verkauf prüfen. Bernotat wollte zum Kraftwerksverkauf, zu möglichen Interessenten und einer privaten deutschen Netzgesellschaft keine weiteren Angaben machen.