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Forum > Technologie > Der Axel-Springer-Verlag

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AXEL SPRINGER AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

Aktueller Kurs (Frankfurt, 01.12.2008 17:24)
Letzter Kurs: 43,90 EUR WKN: 550135 AXEL SPRINGER AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N. Chartbild
Veränd. abs.: -1,30 EUR Symbol: SPR
Veränd. in %: -2,88 % ISIN: DE0005501357
Volumen 760 Stück Typ: Aktie
Geld/Brief:
Bid 43,50 Ask 44,29
(200,00) (200,00)

Thema: Der Axel-Springer-Verlag

Thema Nr. 32356  
Thema eröffnet von:  LONGshort Beiträge: 76 Bewertung (1):
am: 01.11.07 20:11 Gelesen gesamt: 2185    
Letzter Beitrag von:  Neitka Gelesen heute: 1      
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Von  springer1968 Erstellt am: 18.12.07 19:22 Beitrag Nr.: 74.762 Weitere Beiträge
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Springer blockiert und Thiel kapituliert

Nachdem der Springer-Verlag den Verkauf des Briefzustellers PIN an Vorstandschef Thiel verweigert hat, steigt dieser nun aus. Eine Insolvenz wird immer wahrscheinlicher. Rund 9000 Stellen sind bedroht.

Der Chef und Minderheitsgesellschafter des angeschlagenen Briefzustellers PIN, Günter Thiel, gab am Dienstag seinen Rücktritt bekannt. Gleichzeitig zog er sein Angebot zurück, den vom Springer-Verlag gehaltenen Anteil von 63,7 Prozent an PIN zu übernehmen und die Firma fortzuführen, wie Thiel FOCUS Online sagte. Eine Sprecherin des bisherigen Vorstandschefs kritisierte das kommunikative Verhalten des Medienunternehmens.

In einem Schreiben Thiels an Springer-Chef Mathias Döpfner heißt es: „Die Kommunikation des Hauses Springer während der Verhandlungsphase entbehrte jeder geschäftsüblichen Praxis und diente aus meiner Sicht alleine dem Zweck, die Verhandlungen zu torpedieren.“ Er schrieb weiter: „Darüber hinaus gipfelt sie seit gestern in den Medien in verleumderischen Aussagen und tendenziöser Berichterstattung gegen meine Person.“ Er bedauere persönlich den Verlust von tausenden Arbeitsplätze. Thiel hatte Springer für die Anteile an PIN den symbolischen Preis von einem Euro angeboten.

Insolvenz wird wahrscheinlicher

Am Nachmittag wollte der Verwaltungsrat der PIN-Gruppe über die Zukunft des Unternehmens entscheiden. Eine Insolvenz wird immer wahrscheinlicher. Springer hatte vergangenen Freitag angekündigt, dem Unternehmen kein Geld mehr zuschießen zu wollen. Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem Beschluss des Bundestages, einen Mindestlohn für Briefdienstleister einzuführen. Der offensichtlich gescheiterte Ausflug in das Briefgeschäft wird Springer rund 600 Millionen Euro kosten.

Am Montag waren die Gespräche zwischen Thiel und Springer geschei.... Thiel hält über seine Beteiligungsfirma Rosalia zehn Prozent an PIN. Kleinere Anteilen halten mehrere große Zeitungsverlage wie WAZ, Holtzbrinck („Die Zeit“, „Handelsblatt&ldquo, Madsack („Hannoversche Allgemeine Zeitung&ldquo und DuMont Schauberg (Frankfurter Rundschau“, „Kölner Stadt-Anzeiger&ldquo.

Thiel bot privat 60 Millionen Euro

Thiel warf nach FOCUS-Online-Informationen dem Springer-Verlag („Bild“, „Welt&ldquo vor, unerfüllbare Forderungen ...gestellt zu haben. Laut Thiel entstand dabei der Eindruck, Springer wolle die PIN-Anteile gar nicht an ihn veräußern. Thiel habe in den Gesprächen der Springer-Führung angeboten, rund 200 Millionen Euro Schulden zu übernehmen sowie etwa 60 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen zu investieren. Daneben habe er dem Verlag eine Gewinnbeteiligung offeriert.

Medienberichten zufolge war der Knackpunkt der Verhandlungen bis zum Schluss die Höhe eines sogenannten Besserungsscheins, bei dem Springer nach einer Sanierung oder bei einem späteren Verkauf der PIN-Gruppe noch Geld bekommen würde.

 

Von  springer1968 Erstellt am: 18.12.07 19:34 Beitrag Nr.: 74.774 Weitere Beiträge
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Auf der einen Seite ist die Einführung der Mindestlöhne eine gute Sache, aber wenn man sich mal ansieht wie viele Arbeitsplätze wohl auf der Strecke bleiben..........

Und im Bereich der Briefzustellung wird das wohl erst der Anfang gewesen sein, da wird noch die ein oder andere Branche nachziehen.

 

Von  huetter69 Erstellt am: 18.12.07 19:52 Beitrag Nr.: 74.792 Weitere Beiträge
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Springer kritisiert Thiel-Angebot für Übernahme von PIN Group

Berlin (dpa) - Die Axel Springer AG hat das Angebot des inzwischen zurückgetretenen Chefs des Postdienstleisters PIN, Günter Thiel, zur Übernahme ihres Mehrheitsanteils als unannehmbar bezeichnet. Springer hätte dabei weiter die Hauptlast der Finanzierung der Gesellschaft getragen, ohne überhaupt noch Eigentümer zu sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Medienkonzerns. Thiel hatte sein Angebot zurückgezogen und den Vorstandsvorsitz der PIN Group niedergelegt.

 

Von  springer1968 Erstellt am: 19.12.07 19:29 Beitrag Nr.: 75.530 Weitere Beiträge
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Axel Springer: 620 Millionen Euro Abschreibungsbedarf wegen PIN

19.12.2007

Berlin (ddp). Der private Briefdienstleister PIN mit seinen rund 9000 Mitarbeitern steht offenbar kurz vor der Insolvenz. Die Eigentümer der PIN-Gruppe hätten kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts des Briefdienstleisters gefunden, teilte der Mehrheitsaktionär, die Axel Springer AG, am Mittwoch mit. Dies sei im Rahmen der Verwaltungsratssitzung der PIN AG am Mittwoch deutlich geworden. Für den Konzernabschluss der Axel Springer AG ergebe sich daraus voraussichtlich ein Abschreibungsbedarf von bis zu 620 Millionen Euro. Dies werde sich negativ auf den Konzernjahresüberschuss auswirken.

 

Von  springer1968 Erstellt am: 19.12.07 19:30 Beitrag Nr.: 75.531 Weitere Beiträge
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Trotz Springer-Rückzug: Pin soll weiter machen

Kein tragfähiges Konzept, so lautet die Bilanz der Gespräche zwischen Axel Springer und den Gesellschaftern der Pin AG. Doch vorerst macht der Postdienstleister weiter. Der Postdienstleister Pin soll trotz der gescheiterten Verhandlungen über eine neue Gesellschafterstruktur fortgeführt werden. Das teilte das Unternehmen heute in Düsseldorf mit. Der Mitteilung zufolge übernimmt der Sanierungsexperte Horst Piepenburg den Chefposten bei der Pin Group AG. Piepenburg werde „alle Optionen einer Fortführung der Unternehmensgruppe prüfen“, heißt es weiter. „Derzeit laufen alle operativen Geschäfte weiter“.

Springer: „Kein tragfähiges Finanzierungskonzept“ für Pin

Zuvor hatte der Medienkonzern Axel Springer, Hauptanteilseigner des Postdienstleisters, mitgeteilt, "dass die Gesellschafter kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der Pin Group gefunden haben“. Trotz der Bereitschaft, den eigenen 63,7-Prozent-Anteil an Pin für einen Euro abzugeben sowie zu einem „weiteren weitgehenden Forderungsverzicht“ habe aufgrund „inakzeptabler wirtschaftlicher Perspektiven“ keine Einigung zur Fortführung erzielt werden können.

Springer erklärte mit Blick auf den geplanten Post-Mindestlohn, selbst bei optimistischen Annahmen zur Umsatzentwicklung wäre „im besten Fall“ ein weiterer Finanzierungsbedarf von 300 Millionen Euro in den nächsten Jahren erforderlich gewesen, „in anderen Fällen“ bis zu 700 Millionen Euro. Nach dem Bundestagsbeschluss zum Mindestlohn am vergangenen Freitag hatte Springer angekündigt, kein Geld für Pin mehr bereitzustellen. Das Kabinett stimmte dem Mindestlohn heute ebenfalls zu.

Verlag muss 620 Millionen Euro abschreiben


Die Pin-Gesellschafter hatten gestern bis in die Nacht über Finanzierungsmöglichkeiten verhandelt. Springer teilte heute mit, dass sich für die eigene Bilanz „in dieser Situation“ voraussichtlich ein Abschreibungsbedarf von bis zu 620 Millionen Euro ergeben werde. Dies werde sich negativ auf den Jahresüberschuss auswirken, nicht jedoch auf das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen. Weiter hieß es: „Im Konzernabschluss wird die Pin Group AG als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit und damit separat ausgewiesen.“

Springer hatte nach früheren eigenen Angaben in den vergangenen beiden Jahren rund 620 Millionen Euro in die PIN Group investiert. Der Postzusteller zahlt nach eigenen früheren Angaben im Durchschnitt der Regionen etwa 7,40 Euro Stundenlohn. Nach dem Bundestagsbeschluss sollen vom Jahresbeginn an Untergrenzen von 8,00 bis 9,80 Euro gelten.

 

Von  LONGshort Erstellt am: 20.12.07 08:00 Beitrag Nr.: 75.629 Weitere Beiträge
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19.12.2007 12:37

Springer: Keine Einigung zur Fortführung von PIN erzielt


DJ Springer: Keine Einigung zur Fortführung von PIN erzielt

FRANKFURT...... (Dow Jones......)--Die Gesellschafter der PIN Group AG haben sich nicht auf eine Fortführung des Briefzustellers einigen können. Das teilte die Axel Springer AG, (News....../Aktienkurs......) die einen Anteil von 63,7% an der in Luxemburg ansässigen PIN Group hält, am Mittwoch mit. Trotz der Bereitschaft des Berliner Verlages, seine Geschäftsanteile für 1 EUR abzugeben, und trotz eines weiteren weitgehenden Forderungsverzichts sei aufgrund der inakzeptablen wirtschaftlichen Perspektiven keine Einigung zur Fortführung erzielt worden.

Die gemeinsamen Beratungen der Gesellschafter hätten die Einschätzung von Axel Springer bestätigt, dass nach der Mindestlohnentscheidung die verschiedenen Szenarien der Fortführung bei optimistischen Annahmen zur Umsatzentwicklung einen weiteren Finanzierungsbedarf im besten Fall von rund 300 Mio EUR und in anderen Fällen von bis zu 700 Mio EUR in den nächsten Jahren erfordert hätte.

Webseiten: http://www.pin-group.net......
http://www.axelspringer.de......

DJG/brb/pia

(END) Dow Jones Newswires

December 19, 2007 05:35 ET (10:35 GMT)

Copyright (c) 2007 Dow Jones&Company, Inc.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2007-1......



Image

 

Von  LONGshort Erstellt am: 20.12.07 08:01 Beitrag Nr.: 75.630 Weitere Beiträge
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Verwirrspiel um die Zukunft von Pin

Springer steigt aus / Pleite soll verhindert werden

POTSDAM - Der Springer-Konzern will kein Geld mehr in den Postkonkurrenten Pin stecken. Ein Sanierer soll nun aber das Unternehmen vor der Pleite retten. Um 10.36 Uhr war es gestern offiziell: Die Axel Springer AG teilte in einer Ad-hoc-Mitteilung für die Börse mit, dass der Verwaltungsrat „kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der Pin Group gefunden“ habe. Für den Verlag, der erst im Sommer die Mehrheit an dem privaten Postkonkurrenten mit 9000 Beschäftigten für 510 Millionen Euro erworben hatte, würde sich nun ein voraussichtlicher Abschreibungsbedarf von bis zu 620 Millionen Euro ergeben.Eine Springer-Sprecherin erklärte, wegen der Entscheidung des Bundestages für einen Mindestlohn in der Branche von acht bis 9,80 Euro je Stunde hätten die Eigner bei „optimistischen Annahmen zur Umsatzentwicklung“ in den nächsten Jahren 300 Millionen Euro zuschießen müssen. Im schlimmsten Fall könnten es gar 700 Millionen Euro werden.Am Mittag deutete mit dieser Absage an die Übernahmepläne von Ex-Pin-Chef Günter Thiel damit alles auf eine Insolvenz der Gruppe hin, die über Tochterunternehmen auch in Brandenburg aktiv ist. In einer Erklärung der Minderheitsgesellschafter, darunter die Waz-Mediengruppe und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, heißt es, man bedauere, „dass eine Rettung der Pin-Gruppe nicht mehr möglich war“. Schuld sei der zu hohe Mindestlohn: „Bei einem Mindestlohn von 7,50 Euro hätte das Geschäftsmodell Bestand gehabt.“Doch am Nachmittag wurde bekannt, dass der Pin-Verwaltungsrat nach den gescheiterten Gesprächen mit Springer einen ausgewiesenen Sanierungsexperten, den Rechtsanwalt Horst Piepenburg, zum Vorstandschef ernannt hatte. Ihm zur Seite steht Hans-Joachim Ziems, der Erfahrungen als Geschäftsführer der insolventen Kirch-Media-Gruppe mitbringt. Zugleich hätten die Verlage auf ihre Sitze im Verwaltungsrat verzichtet, der nun von 14 auf nur noch drei Plätze verkleinert wird, teilte die Pin-Gruppe mit. Man werde „alle Optionen einer Fortführung der Unternehmensgruppe prüfen“. Das Geschäft laufe zunächst ohne Einschränkungen weiter. (Von Andreas Streim)

Spezialist für schwierige Fälle
Der neue Pin-Chef Horst Piepenburg (Foto: dpa) gilt als einer der versiertesten deutschen Insolvenzverwalter. So übernahm er im Sommer 2002 den Chefposten beim insolventen Maschinenbauer Babcock in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen), verkaufte das Unternehmen innerhalb eines Jahres in Einzelteilen und rettete 18000 von 21000 Jobs.

Beim Babcock-Konzern sagte ein Ex-Betriebsrat: „Er ist ein schlauer Sanierer, der weiß, was er will, und ein Kumpel zum Biertrinken.“ Als die Rolling Stones nach der Babcock-Pleite ins Revier kamen, handelte Piepenburg Sonderkonditionen für die Belegschaft aus. Der erste Fall des heute 53-Jährigen war der Küchengerätehersteller Küppersbusch in Gelsenkirchen. Bundesweit bekannt wurde er durch die Sanierung der Ruhrorter Schiffswerft in Duisburg. Piepenburg stammt aus dem niederrheinischen Rees und ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Insolvenzrecht und Sanierung im Deutschen Anwaltverein. Auch in Brandenburg ist Piepenburg kein Unbekannter: Er rettete im Jahr 2001 in Premnitz (Havelland) die Märkische Viskose GmbH, konnte im Februar 2003 aber dem Nachfolgebetrieb Prefil nicht mehr helfen und verkaufte die wertvollen Spinnmaschinen nach Indien. Um das zu verhindern, hatten die Prefil-Beschäftigten das Werk in Premnitz zuvor 80 Tage lang besetzt. kra

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/110......

 

Von  LONGshort Erstellt am: 20.12.07 08:02 Beitrag Nr.: 75.631 Weitere Beiträge
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19.12.2007 11:25

ROUNDUP/Springer: 'Kein tragfähiges Finanzierungskonzept' für PIN gefunden

Die Verhandlungen über die künftige Finanzierung...... des Postdienstleisters PIN Group sind vorerst gescheitert. Der PIN- Hauptgesellschafter Axel Springer (News....../Aktienkurs......) teilte mit, im Rahmen einer PIN- Verwaltungsratssitzung am Mittwoch sei deutlich geworden, "dass die Gesellschafter kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der PIN Group gefunden haben".

Die Axel Springer AG teilte weiter mit, dass sich "in dieser Situation" voraussichtlich ein Abschreibungsbedarf von bis zu 620Millionen Euro für die eigene Bilanz ergeben werde. Dies werde sich negativ auf den Konzernjahresüberschuss auswirken, nicht jedoch auf das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen......, Steuern...... und Firmenwertabschreibungen. Weiter hieß es: "Im Konzernabschluss wird die PIN Group AG als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit und damit separat ausgewiesen."

Springer hatte nach früheren eigenen Angaben in den vergangenen beiden Jahren rund 620 Millionen Euro in die PIN Group investiert. Das Medienhaus hält einen Anteil von 63,7Prozent./br/sam/DP/fn

ISIN DE0005501357

AXC0081 2007-12-19/11:24


Image

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2007-1......

 

Von birgit schiemann Erstellt am: 20.12.07 21:05 Beitrag Nr.: 76.023 Weitere Beiträge
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Verwirrspiel um die Zukunft von Pin

Springer steigt aus / Pleite soll verhindert werden

POTSDAM - Der Springer-Konzern will kein Geld mehr in den Postkonkurrenten Pin stecken. Ein Sanierer soll nun aber das Unternehmen vor der Pleite retten. Um 10.36 Uhr war es gestern offiziell: Die Axel Springer AG teilte in einer Ad-hoc-Mitteilung für die Börse mit, dass der Verwaltungsrat „kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der Pin Group gefunden“ habe. Für den Verlag, der erst im Sommer die Mehrheit an dem privaten Postkonkurrenten mit 9000 Beschäftigten für 510 Millionen Euro erworben hatte, würde sich nun ein voraussichtlicher Abschreibungsbedarf von bis zu 620 Millionen Euro ergeben.Eine Springer-Sprecherin erklärte, wegen der Entscheidung des Bundestages für einen Mindestlohn in der Branche von acht bis 9,80 Euro je Stunde hätten die Eigner bei „optimistischen Annahmen zur Umsatzentwicklung“ in den nächsten Jahren 300 Millionen Euro zuschießen müssen. Im schlimmsten Fall könnten es gar 700 Millionen Euro werden.Am Mittag deutete mit dieser Absage an die Übernahmepläne von Ex-Pin-Chef Günter Thiel damit alles auf eine Insolvenz der Gruppe hin, die über Tochterunternehmen auch in Brandenburg aktiv ist. In einer Erklärung der Minderheitsgesellschafter, darunter die Waz-Mediengruppe und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, heißt es, man bedauere, „dass eine Rettung der Pin-Gruppe nicht mehr möglich war“. Schuld sei der zu hohe Mindestlohn: „Bei einem Mindestlohn von 7,50 Euro hätte das Geschäftsmodell Bestand gehabt.“Doch am Nachmittag wurde bekannt, dass der Pin-Verwaltungsrat nach den gescheiterten Gesprächen mit Springer einen ausgewiesenen Sanierungsexperten, den Rechtsanwalt Horst Piepenburg, zum Vorstandschef ernannt hatte. Ihm zur Seite steht Hans-Joachim Ziems, der Erfahrungen als Geschäftsführer der insolventen Kirch-Media-Gruppe mitbringt. Zugleich hätten die Verlage auf ihre Sitze im Verwaltungsrat verzichtet, der nun von 14 auf nur noch drei Plätze verkleinert wird, teilte die Pin-Gruppe mit. Man werde „alle Optionen einer Fortführung der Unternehmensgruppe prüfen“. Das Geschäft laufe zunächst ohne Einschränkungen weiter. (Von Andreas Streim)

Spezialist für schwierige Fälle
Der neue Pin-Chef Horst Piepenburg (Foto: dpa) gilt als einer der versiertesten deutschen Insolvenzverwalter. So übernahm er im Sommer 2002 den Chefposten beim insolventen Maschinenbauer Babcock in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen), verkaufte das Unternehmen innerhalb eines Jahres in Einzelteilen und rettete 18000 von 21000 Jobs.

Beim Babcock-Konzern sagte ein Ex-Betriebsrat: „Er ist ein schlauer Sanierer, der weiß, was er will, und ein Kumpel zum Biertrinken.“ Als die Rolling Stones nach der Babcock-Pleite ins Revier kamen, handelte Piepenburg Sonderkonditionen für die Belegschaft aus. Der erste Fall des heute 53-Jährigen war der Küchengerätehersteller Küppersbusch in Gelsenkirchen. Bundesweit bekannt wurde er durch die Sanierung der Ruhrorter Schiffswerft in Duisburg. Piepenburg stammt aus dem niederrheinischen Rees und ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Insolvenzrecht und Sanierung im Deutschen Anwaltverein. Auch in Brandenburg ist Piepenburg kein Unbekannter: Er rettete im Jahr 2001 in Premnitz (Havelland) die Märkische Viskose GmbH, konnte im Februar 2003 aber dem Nachfolgebetrieb Prefil nicht mehr helfen und verkaufte die wertvollen Spinnmaschinen nach Indien. Um das zu verhindern, hatten die Prefil-Beschäftigten das Werk in Premnitz zuvor 80 Tage lang besetzt.

 

Von  Neitka Erstellt am: 24.01.08 13:28 Beitrag Nr.: 97.757 Weitere Beiträge
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Pin-Töchter müssen in die Insolvenz

Weitere 19 Tochterfirmen der Pin Group melden noch diese Woche Insolvenz an - gleichzeitig bestätigt der Postzusteller die Umstellung auf Mindestlohn. Anzeige document.write('Der angeschlagene Briefzusteller Pin Group wird seinen 9000 Beschäftigten ab sofort den gesetzlichen Mindestlohn zwischen acht und 9,80 Euro pro Stunde zahlen. Damit bestätigte das Unternehmen Informationen des Tagesspiegels. Die Zahlung des Mindestlohns sei schon deshalb notwendig, um öffentliche Auftraggeber wie etwa Ministerien nicht als Kunden zu verlieren, begründete Pin-Chef Horst Piepenburg am Mittwoch den Schritt. Auch in Berlin, wo zum Beispiel die Senatsverwaltung zu den Pin-Kunden gehört, werde der Lohn rückwirkend zum 1. Januar 2008 gezahlt.

Der Fortbestand des Unternehmens, das mehrheitlich dem Medienkonzern Axel Springer gehört, ist allerdings weiterhin nicht gesichert. Springer hatte Pin vor Weihnachten den Geldhahn zugedreht. Noch in dieser Woche wird Piepenburg für 19 weitere Tochterfirmen Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit anmelden. Damit sind inzwischen 37 der insgesamt 91 operativen Gesellschaften und mit rund 7000 zwei Drittel aller Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen. Damit sei das Ende der Fahnenstange vorerst erreicht, sagte er. Alle anderen Töchter seien zunächst nicht bedroht, langfristig könnten durch die höheren Löhne aber auch bei ihnen Probleme entstehen. Der Berliner Standort mit rund 1200 Mitarbeitern sei nach wie vor profitabel, sagte Alexander Seyferth, Mitglied der Geschäftsleitung der Berliner Pin Mail AG, dieser Zeitung auf Anfrage. Man habe in den vergangenen Wochen sogar weitere Kunden hinzugewinnen können.

Die Mehrbelastung durch den Mindestlohn war während der politischen Diskussion um die Einführung auf 30 bis 45 Millionen Euro beziffert worden. Piepenburg wollte diese Zahl am Mittwoch nicht bestätigen, erklärte aber, dass das Insolvenzgeld einen erheblichen Teil der Mehrbelastung auffange. Alexander Seyferth von der Berliner Pin Mail AG sagte, man befürchte Mehrkosten von rund 20 Prozent des hiesigen Umsatzes. Eine genaue Zahl nannte er aber nicht. Springer hatte die Zahlungen an Pin eingestellt, nachdem der Bundestag den Post-Mindestlohn beschlossen hatte. Laut Springer lassen die Zusatzkosten durch den Mindestlohn Pin keine Chance, dem Branchenprimus Deutsche Post auf Dauer Konkurrenz zu machen. Ein Minderheitseigner der Pin Group ist auch der Holtzbrinck-Verlag, in dem der Tagesspiegel erscheint.

Seine Bemühungen, neue Investoren für das angeschlagene Unternehmen zu finden, sieht Piepenburg durch die Entscheidung für den Mindestlohn nicht gefährdet. Der Schritt schaffe Rechtssicherheit für Kaufinteressenten. Zudem werde zumindest in diesem Jahr ein Großteil der Mehrbelastung durch den Mindestlohn dadurch aufgefangen, dass die insolventen Tochterunterfirmen drei Monate lang von der Lohnzahlung befreit seien. Die Beschäftigten erhielten solange Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Dieses Insolvenzgeld werde durch Arbeitgeberbeiträge an die Berufsgenossenschaften finanziert und nicht durch den Steuerzahler, betonte Piepenburg.

„Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen“, kommentierte Verdi-Vorstand Andrea Kocsis die Entscheidung der Pin Group, den Mindestlohn zu zahlen. Während bei Pin Seriosität Einzug gehalten habe, wirtschafteten andere Unternehmen wie TNT in der Illegalität. Gesetzesbrecher hätten auf dem Markt nichts zu suchen, sagte Kocsis. TNT weigert sich weiter, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen. Begründet wird dies mit einem separaten Tarifvertrag. (agr /HB/Tsp)(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.01.2008)

 

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