Zusammenfassung der Risikofaktoren
Vor einer Entscheidung über den Kauf von Aktien der Daldrup & Söhne AG sollten heutige und künftige Anleger
die nachfolgenden Risiken sorgfältig abwägen. Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken kann, einzeln oder
zusammen mit anderen Umständen, die Geschäftstätigkeit von Daldrup wesentlich beeinträchtigen und erhebliche
negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Der Börsenkurs
der Aktien könnte aufgrund des Eintritts jedes dieser Risiken fallen, und Anleger könnten ihr eingesetztes
Kapital ganz oder teilweise verlieren. Zu diesen Risiken gehören:
Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit
· Abhängigkeit der geschäftlichen Entwicklung von den rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingen
für die Nutzung geothermischer Energie:
Die Daldrup & Söhne AG geht davon aus, dass es für ihre weitere Unternehmensentwicklung und insbesondere
die Erreichung der von ihr angestrebten Wachstumsziele eine entscheidende Rolle spielen wird,
ob und in welchem Umfang Daldrup künftig Bohrdienstleistungen bei Projekten zur Nutzung geothermischer
Energie erbringen kann. Die Geothermie spielt zurzeit für die Energieversorgung eine vergleichsweise
geringe Rolle. Ob Geothermie als Energiequelle künftig eine größere Bedeutung hat, wird deshalb
insbesondere davon abhängen, ob und wie sie durch rechtliche Vorgaben (in Deutschland derzeit vor allem
durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) gefördert wird, ob und in welchem Umfang durch
technische Entwicklungen die Kosten für die Nutzung geothermischer Energie verringert werden können
und schließlich, wie sich die Kosten für die Nutzung geothermischer Energie im Vergleich zu den Preisen
fossiler Energieträger sowie Energie aus anderen erneuerbaren Energiequellen (Sonne, Wind, Biomasse,
Wasserkraft) entwickeln.
· Abhängigkeit von Vorstandsmitgliedern und Führungskräften:
Der zukünftige Erfolg der Daldrup & Söhne AG hängt in erheblichem Umfang von der weiteren Mitwirkung
ihrer Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und ihres sonstigen qualifizierten Personals in Schlüsselpositionen
ab, insbesondere von der weiteren Mitwirkung der Mitglieder ihres Vorstands. Daldrup kann
nicht gewährleisten, dass sie zukünftig in der Lage sein wird, ihre Führungskräfte und sonstigen Mitarbeiter
in Schlüsselpositionen zu halten sowie weitere geeignete Führungskräfte und qualifizierte Mitarbeiter
zu gewinnen.
· Risiken im Zusammenhang mit der Markt- und Wettbewerbssituation:
Die Gesellschaft rechnet damit, dass sich zukünftig die Kapazität der verfügbaren Bohranlagen spürbar
erhöhen und sich dadurch der Wettbewerb auf den Märkten der von der Gesellschaft angebotenen Bohrdienstleistungen
nochmals deutlich intensivieren wird. Dieser Wettbewerb könnte zu einem erheblichen
Preisdruck bei Bohrdienstleistungen führen. Zudem verfügen einige der derzeitigen oder potenziellen
Wettbewerber von Daldrup über ähnlich große oder größere finanzielle, technische, Entwicklungs-, Management-
oder sonstige Ressourcen.
· Risiken im Zusammenhang mit der technischen Entwicklung, Verfügbarkeit von Kooperationspartnern für
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben:
Der zukünftige Erfolg von Daldrup wird entscheidend von ihrer Fähigkeit abhängen, rechtzeitig und kontinuierlich
für die Durchführung von Erdbohrungen solche Technologien zur Verfügung zu haben, die sie
zur Teilhabe an dem von ihr insbesondere für geothermische, aber auch für wassergewinnungs- und
sonstige Projekte erwarteten Marktwachstum befähigt und sie in die Lage versetzt, den jeweiligen Forderungen
der Kunden gerecht zu werden.
Risiken im Zusammenhang mit der Erbringung der von Daldrup angebotenen bohr- und umwelttechnischen
Dienstleistungen:
Mit der Erbringung der von ihr angebotenen bohr- und sonstigen umwelttechnischen Dienstleistungen
sind für Daldrup unterschiedliche Risiken verbunden. So kann es unter anderem zu technischen, möglicherweise
durch Fehler von Daldrup verursachten Schwierigkeiten bei der Durchführung einer Bohrung
kommen. Auch unerwartete natürliche Gegebenheiten (z.B. Beschaffenheit des Gesteins, Gasausbrüche)
können die Durchführung einer Bohrung erschweren und verzögern oder unter Umständen ganz
scheitern lassen. Dies könnte wiederum jeweils zu erheblichen finanziellen Belastungen von Daldrup führen,
weil Daldrup aus dem jeweiligen Auftrag einen geringeren als den erwarteten Deckungsbeitrag oder
sogar einen Verlust erwirtschaftet.
Die vorstehenden Risiken, insbesondere das Auftreten technischer oder sonstiger Schwierigkeiten bei
der Durchführung einer Bohrung, bestehen in besonderem Maße bei Bohrungen in große Tiefen, bei
Bohrungen auf der Grundlage vergleichsweise geringer geologischer Daten über die Gesteinsbeschaffenheit
am Ort der Bohrung und bei Einsatz anspruchsvoller, möglicherweise zuvor von Daldrup noch
nicht oder noch nicht häufig angewendeter Bohrtechniken. Vor diesem Hintergrund unterliegen typischerweise
gerade auch Bohrprojekte der Tiefengeothermie erhöhten Risiken. Bei Daldrup ist es deshalb
in der Vergangenheit bereits zu Verlusten aus Bohraufträgen für tiefengeothermische Projekte gekommen.
· Risiken im Zusammenhang mit der Organisation und dem Wachstum des Unternehmens:
Die bei der Gesellschaft vorhandenen Systeme zur Steuerung von Planung, Rechnungswesen und Controlling,
zum Projektcontrolling und zum Risikomanagement entsprechen, auch aufgrund des in der Vergangenheit
bereits erreichten Unternehmenswachstums, derzeit nur eingeschränkt den Anforderungen
an die Organisation, die für die Größe und die Geschäftstätigkeit von Daldrup angemessen wären. Die
Schaffung und kontinuierliche Weiterentwicklung angemessener interner Organisationsstrukturen und
Management-Prozesse stellen die Gesellschaft vor neue Herausforderungen und binden einen erheblichen
Teil ihrer Management-Ressourcen. Insbesondere ist nicht gewährleistet, dass es dem Vorstand
der Gesellschaft rechtzeitig gelingt, im Zusammenhang mit dem in der Vergangenheit erfolgten und dem
angestrebten weiteren Wachstum das Risikoüberwachungs- und Risikomanagementsystem sowie die
Strukturen des Projektcontrolling angemessen weiter zu entwickeln.
· Investitionsrisiko, hohe Kapitalbindung, künftiger Kapitalbedarf:
Daldrup plant, den überwiegenden Teil des Emissionserlöses zur Anschaffung einer besonders leistungsfähigen
Bohranlage zu verwenden, die für Tiefenbohrungen von bis zu 5.000 Metern verwendet werden
kann. Sollte es Daldrup nicht gelingen, für den Einsatz dieser Bohranlage genügend geeignete Aufträge
zu von Daldrup für angemessen erachteten Konditionen zu erhalten, so könnte sich die Investition in die
neue Bohranlage als weniger rentabel als von Daldrup erwartet oder sogar als unrentabel erweisen.
Ebenso geht Daldrup davon aus, neben der Bohranlage für Bohrungen von bis zu 5.000 Metern künftig
noch andere Investitionen beispielsweise für die Anschaffung weiterer Bohranlagen oder sonstiger technischer
Ausrüstungsgegenstände vorzunehmen. Auch bei solchen Investitionen ist jeweils nicht gewährleistet,
dass Daldrup die angeschafften Gegenstände im erwarteten Umfang bei der Durchführung von
Aufträgen einsetzen kann sowie dass diese Investitionsgegenstände bei einem Einsatz jeweils den Erwartungen
von Daldrup im Hinblick auf ihre technische und sonstige Leistungsfähigkeit gerecht werden.
· Abhängigkeit von kommunalen Kunden:
Vor allem im Geschäftsbereich Wassergewinnung, aber auch in den Geschäftsbereichen Geothermie
(namentlich bei Projekten der Tiefengeothermie) und EDS, handelt es sich bei den Auftraggebern der
Gesellschaft häufig um kommunale oder sonst dem Bereich der öffentlichen Hand zuzuordnende Kunden.
Für die Gesellschaft ist es deshalb von erheblicher Bedeutung, ihre Beziehungen zu diesem Kundenkreis
aufrechterhalten zu können und dort auch künftig als möglicher Vertragspartner bei Bohrprojekten
wahrgenommen zu werden.
· Abhängigkeit vom nationalen Marktumfeld:
Die Daldrup & Söhne AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 etwa 86 % ihrer Gesamtleistung in
Deutschland (Grundlage: HGB-Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006) bzw. weisen die Pro-forma-
Zwischenfinanzinformationen zum 31. August 2007 im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. August 2007 eine
Gesamtleistung von ca. 75 % aus. Die Umsatzerlöse und das Geschäftsergebnis von Daldrup sind daher
in besonderem Maße von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundenen
Nachfrage nach den Dienstleistungen von Daldrup in Deutschland abhängig.
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· Risiken aus der weiteren Internationalisierung der Geschäftstätigkeit:
Auch wenn der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Daldrup bislang in Deutschland liegt, hat Daldrup
bereits in den vergangenen Jahren immer wieder auch Bohrprojekte im Ausland, insbesondere in anderen
europäischen Ländern durchgeführt. Die Daldrup & Söhne AG strebt an, ihre internationalen Aktivitäten
künftig - vor allem im europäischen Ausland - noch auszuweiten. Die Gesellschaft kann jedoch keine
Gewähr dafür bieten, dass dies wirtschaftlich erfolgreich sein wird.
· Verfügbarkeit öffentlicher Fördermittel:
Die Gesellschaft selbst hat bislang keine öffentlichen Fördermittel in größerem Umfang erhalten. Jedoch
können vor allem solche Projekte, bei denen Daldrup seine Aufträge von Kommunen oder anderen Kunden
aus dem Bereich der öffentlichen Hand erhält, häufig nur unter der Voraussetzung realisiert werden,
dass der jeweilige Kunde Fördergelder oder sonstige Zuschüsse von anderen staatlichen Institutionen
erhält.
· Öffentliche Akzeptanz der Nutzung geothermischer Energie:
Bei der Durchführung von Bohrprojekten und insbesondere bei Tiefenbohrungen bestehen Risiken für
Personen und Sachen. So kann es im Zusammenhang mit solchen Projekten zu unvorhergesehenen
Erdbewegungen oder gar Erdbeben kommen. Diese oder andere Umstände könnten dazu führen, dass
sich die öffentliche Meinung über die Nutzung geothermischer Energie negativ entwickelt.
· Verschärfung der Genehmigungsvoraussetzungen für Bohrprojekte:
Die Vornahme von Erdbohrungen, wie sie von Daldrup durchgeführt werden, bedarf in der Regel der
behördlichen Genehmigung, deren Einzelheiten sich zumeist nach dem Bergrecht richten. Die Notwendigkeit
der Einhaltung dieser Genehmigungsvoraussetzungen kann die Durchführung von Bohrungen
verzögern und verteuern.
Sollten sich die genehmigungsrechtlichen Anforderungen an die Durchführung von Bohrungen in Zukunft
weiter verschärfen, so könnte dies die von Daldrup angebotenen Bohrdienstleistungen ebenfalls erheblich
erschweren und verteuern.
· Verfügbarkeit geeigneter Standorte für die Gewinnung geothermischer Energie:
Mögliche Standorte, die für die Gewinnung geothermischer Energie unter Berücksichtigung wirtschaftlicher
Aspekte geeignet sein könnten, sind nur begrenzt vorhanden und konzentrieren sich in Deutschland
auf bestimmte Regionen. Die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Standorte für die Gewinnung geothermischer
Energie kann damit zur Begrenzung oder sogar zum Ausbleiben des von der Gesellschaft auf
diesem Gebiet erwarteten Wachstums führen.
· Umfang des Versicherungsschutzes:
Die Gesellschaft hat sich aus kaufmännischen Erwägungen beispielsweise dagegen entschieden, ihre
Bohranlagen gegen Maschinenbruch zu versichern; aus gleichem Grund besteht bei Daldrup auch keine
Versicherung gegen das Risiko einer Betriebsunterbrechung. Die Gesellschaft kann nicht ausschließen,
dass ihr - möglicherweise beträchtliche - Schäden aus der Realisierung unversicherter Risiken entstehen
oder dass gegen sie Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes
hinausgehen.
· Zyklischer und schwankender Geschäftsverlauf:
Der Geschäftsverlauf von Daldrup unterliegt, vor allem aufgrund der Dauer mancher Bohrprojekte, über
die Geschäftsjahre hinweg vergleichsweise starken Schwankungen. Aus diesen Umständen resultierende
Abweichungen in den Ergebnissen während sowie am Ende des Jahres können zu erheblichen
Schwankungen des Börsenkurses der Daldrup-Aktie führen.
· Risiken im Zusammenhang mit Interessenkonflikten, Verflechtung:
Für die Geschäftstätigkeit von Daldrup wesentliche Vermögensgegenstände und sonstige Aktivitäten
gehörten bis vor kurzem nicht der Daldrup & Söhne AG, sondern der J. D. Holding GmbH sowie der J.
Daldrup Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH. Diese beiden Gesellschaften, die
unmittelbar bzw. mittelbar Herrn Josef Daldrup gehörten, sind im Zuge der Vorbereitung der angestrebten
Notierungsaufnahme im Freiverkehr/Teilbereich Entry Standard mittlerweile auf die Daldrup & Söhne
AG verschmolzen worden. Nach wie vor unterhält die Gesellschaft jedoch verschiedene Vertragsbeziehungen
zu mehreren Gesellschaften, die den Altaktionären oder ihren Familienmitgliedern gehören oder
an denen sie beteiligt sind. Diese Geschäftsbeziehungen haben sich nach Auffassung der Gesellschaft
bewährt und sollen auch künftig fortgeführt werden. Angesichts der Beteiligungsverhältnisse kann jedoch
nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass im Rahmen dieser Geschäftsbeziehungen Interessenkonflikte
auftreten.
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·Risiken im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Unternehmensgruppe im Jahr 2001:
Die im Jahr 2001 gegründete Gesellschaft hat im gleichen Jahr mit ihrem Vorläuferunternehmen, der Karl
Daldrup GmbH, einen Vertrag über den Erwerb der Vermögensgegenstände und die Übernahme bestimmter
Verbindlichkeiten und sonstiger Verpflichtungen des Handelsbetriebs der Karl Daldrup GmbH
abgeschlossen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Vorgang mit Rechtsfehlern behaftet
ist, die insbesondere zu Zahlungsansprüchen gegen die Gesellschaft von € 1 Mio. oder sogar deutlich
darüber hinaus führen könnten.
· Risiken im Zusammenhang mit Akquisitionen:
Auch wenn das Unternehmen von Daldrup bislang ausschließlich organisch gewachsen ist, schließt die
Gesellschaft nicht aus, in Zukunft gegebenenfalls Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen zu erwerben.
Es kann jedoch nicht gewährleistet werden, dass die Gesellschaft in der Lage sein wird, geeignete
Unternehmen zu identifizieren oder zu den jeweils angestrebten Bedingungen zu erwerben oder
sich an ihnen zu beteiligen. Darüber hinaus ist die Integration etwa erworbener Unternehmen mit erheblichen
Unsicherheiten und Risiken verbunden.
· Risiken im Zusammenhang mit der Arbeitnehmerüberlassung:
Die Gesellschaft beauftragt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit regelmäßig andere Unternehmen mit der
Erbringung verschiedener Leistungen, darunter insbesondere die Stellung von geringer qualifiziertem
Bohr- und Wartungspersonal zum Einsatz bei den Bohrungen oder in den Werkstätten. Soweit es sich in
diesen Fällen um eine Arbeitnehmerüberlassung handelt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die
Gesellschaft für mögliche ausstehende Sozialversicherungsbeträge und Lohnsteuerzahlungen haftbar
gemacht werden könnte und dass die eingesetzten Personen als Arbeitnehmer der Gesellschaft mit unbefristetem
Arbeitsvertrag einzuordnen sein könnten.
· Begrenzte Schutzfähigkeit geistigen Eigentums und zunehmende Gefahr der Verletzung von Schutzrechten
Dritter:
Für ihren geschäftlichen Erfolg ist Daldrup auf den Schutz ihres technischen Know-hows auf dem Gebiet
der Planung und Durchführung von Bohrprojekten, insbesondere von Bohrungen in mittlere und große
Tiefen, angewiesen. Auf diesem Gebiet verfügt Daldrup gegenwärtig nach eigener Einschätzung vor allem
auf den Gebieten der Richtbohrtechnik, der gerichteten Bohrungen sowie der Verschmelzung von
Tiefbohrtechniken mit dem klassischen Brunnenbau über spezifische Kenntnisse und Erfahrungen. Das
darin liegende geistige Eigentum von Daldrup ist nur in geringem Umfang geschützt oder überhaupt
schutzfähig.
Des Weiteren kann Daldrup nicht ausschließen, im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gegenwärtig oder
durch künftige Neu- und Weiterentwicklungen von Verfahren oder eventuell auch von Produkten geistige
Eigentumsrechte Dritter zu verletzen.
· Steuerliche Situation der Daldrup & Söhne AG:
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Steuernachforderungen gegen die Gesellschaft kommen
kann.
Risiken im Zusammenhang mit dem Angebot
· Konzentration des Anteilseigentums und weiterhin bedeutender Einfluss der Aktionäre:
Die Altaktionäre und insbesondere Herr Josef Daldrup werden aufgrund ihres Anteilsbesitzes auch nach
der Notierungsaufnahme in der Lage sein, unabhängig von dem Abstimmungsverhalten der anderen Aktionäre
bedeutenden Einfluss auf alle wesentlichen Entscheidungen der Hauptversammlung und damit
der Gesellschaft auszuüben.
· Negative Beeinflussung des Aktienkurses durch künftige Aktienverkäufe:
Sollten einzelne oder mehrere Altaktionäre ihre Aktien ganz oder teilweise veräußern, oder sollte sich auf
dem Markt die Überzeugung herausbilden, dass es zu solchen Verkäufen kommen könnte, kann sich
dies nachteilig auf den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft auswirken.
· Diskrepanz zwischen dem anteiligen Buchwert des Eigenkapitals und dem Platzierungspreis:
Der Platzierungspreis, der von Anlegern zu bezahlen ist, die im Rahmen des Angebots Aktien der Gesellschaft
erwerben, übersteigt den auf eine Aktie entfallenden anteiligen Buchwert des Eigenkapitals erheblich.
· Einbeziehung in den Freiverkehr (Entry Standard) und damit keine Geltung der für einen organisierten
Markt geltenden Anlegerschutzbestimmungen:
Die Aktien der Daldrup & Söhne AG sollen in den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse (Open
Market) mit gleichzeitiger Einbeziehung in den Entry Standard einbezogen werden. Damit gelten wesentliche
Anlegerschutzbestimmungen - insbesondere des Wertpapierhandelsgesetzes - nicht, die bei Emit11
tenten zur Anwendung kommen, deren Aktien im regulierten Markt (sowie dort gegebenenfalls im Prime
Standard oder General Standard) gehandelt werden.
· Entwicklung und Aufrechterhaltung eines liquiden öffentlichen Handels in Aktien der Gesellschaft:
Vor dem Angebot gab es für die Aktien der Daldrup & Söhne AG keinen öffentlichen Handel. Es besteht
folglich keine Gewähr, dass sich nach dem Angebot ein liquider Handel in den Aktien entwickeln oder ein
solcher Handel anhalten wird.
· Hohe Volatilität des Aktienkurses:
Die Zahl der im Streubesitz befindlichen Aktien, Schwankungen des Unternehmensergebnisses sowie
Änderungen der allgemeinen Lage der relevanten Märkte, Konjunkturschwankungen und die allgemeine
Entwicklung der Finanzmärkte können - unabhängig von der Ertrags- oder der Finanzlage der Daldrup &
Söhne AG - zu erheblichen Kursschwankungen der Daldrup-Aktien führen.
· Verwässerung der Beteiligung durch künftige Kapitalmaßnahmen oder die Ausübung von Aktienoptionen:
Die Gesellschaft könnte zur Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit auch künftig weiteres Eigenkapital beschaffen
wollen und dazu gegebenenfalls auch weitere Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgeben,
was zu einer Verwässerung der Beteiligung der Aktionäre führen könnte.
· Abbruch des Angebots:
Soweit ein Anleger Leerverkäufe vornehmen sollte, trägt der Anleger im Falle eines Abbruchs des Angebots
das Risiko, diese Verpflichtung nicht durch Lieferung erfüllen zu können.
Zusammenfassung von allgemeinen Informationen zur Gesellschaft
Gründung der Gesellschaft
Die Daldrup & Söhne AG wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 5. Januar 2001 errichtet.
Sie wurde am 4. Juli 2001 in das Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter HRB 7457 eingetragen. Mit
Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Januar 2005 wurde der Sitz der Gesellschaft von Ascheberg nach
Erfurt verlegt. Die Gesellschaft wurde daraufhin am 28. April 2005 in das Handelsregister des Amtsgerichts Erfurt
eingetragen. Aufgrund einer Änderung der örtlichen Handelsregisterzuständigkeiten wurde die Gesellschaft mit
Datum vom 20. Juni 2006 in das Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 113635 eingetragen. Der
Sitz der Gesellschaft ist jedoch unverändert Erfurt.