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Markus Fugmann: 25.07.08 12:10 Marktausblick 25.07.08 für... |
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peketec.de: 25.07.08 08:55 Der aktuelle Tradingtag |
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Von Araich | Erstellt am: 18.03.08 19:09 | Beitrag Nr.: 126.775 | Weitere Beiträge |
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DJ Daimler erhält Zulassung zum Diesel-Verkauf in allen US-Staaten
STUTTGART (Dow Jones)--Die Daimler AG hat für ihre Diesel-Automobile die Zulassung für alle 50 US-Bundesstaaten erhalten. Das Stuttgarter Unternehmen könne nun als erster Automobilhersteller Diesel-Geländewagen in der ganzen USA zulassen, teilte Daimler mit Sitz in Stuttgart am Dienstag mit.
Daimler vermarktet die saubere Dieseltechnologie unter der Marke Bluetec. In den USA will das Unternehmen zunächst Fahrzeuge der M-, R- und GL-Klasse verkaufen, die mit der Bluetec-Dieseltechnologie ausgerüstet sind. Die Bluetec-Technik verbindet die Dieseltechnologie mit Speicherkatalysatoren und Harnstoffeinspritzung. Dadurch werden die Abgase des Dieselmotors verringert.
Webseite: http://www.daimler.com(END) Dow Jones Newswires
March 18, 2008 12:14 ET (16:14 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.
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Von Neitka | Erstellt am: 20.03.08 23:17 | Beitrag Nr.: 127.160 | Weitere Beiträge |
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Die Analysten würden das Gewinnwachstum für 2008 und darüber hinaus als gut vorhersehbar einschätzen.
Auf Basis der aktuell günstigen Bewertung sei bereits eine schwere Rezession eingepreist. Am Kursziel von 70 EUR werde nach wie vor festgehalten.
Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten von Cheuvreux die Aktie von Daimler weiterhin mit dem Votum "Selected List". (Analyse vom 20.03.08)
(20.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 20.03.2008
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Von patare71 | Erstellt am: 25.03.08 10:43 | Beitrag Nr.: 127.314 | Weitere Beiträge |
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Köln (BoerseGo.de) - Angesichts des aktuell mageren Börsenkurses wächst im Daimler-Vorstand offenbar die Sorge vor unerwünschten Investoren. Das niedrige Kursniveau könnte strategische Aktionäre mit hohem Cash flow zum Einstieg ermuntern, um künftig einen maßgeblichen Einfluss auszuüben wie beispielsweise im Fall Porsche/VW, berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital in seiner aktuellen Ausgabe. "Wir können uns mit der erreichten Flughöhe nicht zufrieden geben", sagte Vorstandschef Dieter Zetsche laut "Capital" auf einer internen Veranstaltung. "Unsere Investoren tun es auch nicht. Nur wer ausschöpft, was in ihm steckt, bleibt auf Dauer unabhängig."
Mit ehrgeizigen Zielen für die Umsatzrendite von im Schnitt zehn Prozent für Mercedes-Benz (News/Aktienkurs) Cars und acht Prozent für Daimler Trucks ab dem Jahr 2010, weiter steigenden Dividenden in den kommenden Jahren und einem weiteren Aktienrückkauf-Programm, das auf der Hauptversammlung am 9. April beschlossen werden soll, will der Vorstand den Aktienkurs nach oben treiben. Der Konzernumsatz soll künftig pro Jahr um mehr als fünf Prozent zulegen. "Wenn wir nicht selbst dafür sorgen, dass unsere Performance dauerhaft Spitze bleibt und dass wir das Potenzial, das wir haben, auch selbst heben, dann tun das andere früher oder später - aber ohne uns."
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Von patare71 | Erstellt am: 25.03.08 17:36 | Beitrag Nr.: 127.349 | Weitere Beiträge |
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Im Gegensatz zu VW, BMW, Peugeot, Renault, Nissan, Toyota, Hyundai oder Ford, die treue Investoren mit sehr hohen Aktienpaketen im Rücken haben, ist Daimler nahezu schutzlos. Die Deutsche Bank sowie Kuwait halten jeweils gut sieben Prozent als reine Finanzbeteiligung.
Vor einem Wachstumssprung steht laut «Capital» die Sparte Mercedes-Benz Cars mit den Marken Mercedes-Benz, dem Kleinwagen Smart und der Luxuslimousine Maybach. 2007 lag der Absatz bei gut 1,28 Millionen Stück, schon in diesem Jahr steigt er laut Prognose auf mehr als 1,43 Millionen und soll 2009 die 1,5-Millionen-Marke überschreiten.
Neben den Performance-Zielen will der Vorstand laut «Capital» nach der Trennung von Chrysler auch eine neue Unternehmenskultur etablieren. Dabei beschäftigt die Führungsriege vor allem, wie sich jeder Einzelne verhalten sollte. In mehreren Klausuren und Workshops hat sie einen Verhaltenskatalog erarbeitet. Dabei geht es um Angewohnheiten und Routinen, die sich, so Zetsche, «eingeschliffen haben und kaum noch hinterfragt werden». Auf der Tabu-Liste stehen etwa autoritärer Führungsstil, Besserwisserei, Einzelkämpfertum, Ignorieren von Kundenwünschen, Aussitzen von Problemen oder die Angewohnheit, mehr zu versprechen, als man halten kann. Unmissverständlich habe Zetsche, so «Capital» weiter, alle Führungskräfte aufgefordert, sich strikt daran zu halten: «Das ist ein Dauerauftrag. Sie können sich darauf verlassen, dass der Vorstand das außerordentlich ernst nimmt.»
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Von Siggi | Erstellt am: 28.03.08 18:25 | Beitrag Nr.: 127.749 | Weitere Beiträge |
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Von Siggi | Erstellt am: 28.03.08 18:26 | Beitrag Nr.: 127.750 | Weitere Beiträge |
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Von springer1968 | Erstellt am: 31.03.08 11:20 | Beitrag Nr.: 127.963 | Weitere Beiträge |
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Ist der Auto- und Lkw-Gigant in Gefahr, von unerwünschten Investoren in die Zange genommen zu werden? Vorstandschef Dieter Zetsche schließt das Szenario nicht aus – und will auf jeden Fall gegenhalten. Hohe Renditen und eine "Höchstleistungskultur" sollen den Aktienkurs nach oben treiben und Daimler in eine Festung verwandeln.
Furcht vor einer feindlichen Übernahme? Solche Gefühle würde Daimler-Boss Dieter Zetsche öffentlich niemals eingestehen. Lieber gibt er den starken Mann: "Furcht ist keine Vokabel, mit der ich sehr vertraut bin. Daimler ist so stark wie nie."
Wie er das Thema tatsächlich einschätzt, offenbarte er am 28. Januar bei einem Treffen ehemaliger Daimler-Vorstände und -Direktoren in Fellbach bei Stuttgart, darunter "Mr. Mercedes" Jürgen Hubbert, Lkw-Mann Kurt Lauk und Werner Breitschwerdt, Vorstandschef von 1983 bis 1987. Nur das prominenteste Mitglied im Altherrenclub fehlte: Zetsche-Vorgänger Jürgen Schrempp, dessen Missmanagement jahrelang die Aktionäre erzürnte und dessen Frau Lydia, "Hexle" genannt, zu gleichen Zeit um eine hohe Abfindung feilschte. Lydia, Schrempps Ex-Büroleiterin, geht nun Ende März.
Nach einem Überblick über die aktuelle Lage kam Zetsche bei den "Alten Daimlers" zur Sache: "Nahezu weltweit ist das am häufigsten im Internet gegoogelte Suchwort 'Sex'. In China ist es 'Aktie'. Ich glaube, das sagt einiges ... und lässt einen weiteren Schluss zu: Wenn wir nicht selbst dafür sorgen, dass unsere Performance dauerhaft Spitze bleibt und dass wir das Potenzial, das wir haben, auch selbst heben, dann werden andere das früher oder später tun – aber ohne uns."
Kein Zweifel: Zetsche, in Personalunion auch Chef von Mercedes-Benz, ist in Sorge. Unruhig schaut er auf den Börsenkurs. Daimler ist derzeit billig zu haben – in seinen Augen viel zu billig. Und das, obwohl die Ertragslage gut ist und er sich seit Amtsantritt im Januar 2006 als radikaler Kostenkiller profilierte: Abbau von mehr als 15.000 Jobs, vor allem bei Mercedes-Benz und Verwaltungsposten. Harter Sanierungskurs beim Kleinwagen Smart, der von 1997 bis 2006 mehr als sechs Milliarden Euro Verlust einfuhr. Spektakuläre Trennung von der maroden US-Tochter Chrysler. Doch die Daimler-Aktie, die besonders auf den Chrysler-Deal euphorisch reagierte und zum Höhenflug bis auf 78 Euro startete, ist mit 53 Euro wieder dort angekommen, wo sie herkam.
Für Zetsche ist nur ein schwacher Trost, dass die meisten Analysten seit Wochen den Daumen heben. Eine Übersicht seiner Investor-Relations-Truppe zählt 21 Banken mit Kurszielen zwischen 70 und 100 Euro. Das Problem: Im Gegensatz zu VW, BMW, Fiat, Peugeot, Renault, Toyota, Nissan, Hyundai oder Ford, die treue Investoren mit großen Aktienpaketen im Rücken haben, ist Daimler fast schutzlos. Die Deutsche Bank sowie Kuwait halten jeweils gut sieben Prozent als reine Finanzbeteiligung und sind, wenn der Preis stimmt, zum Verkaufen bereit.
Kann Daimler passieren, was VW mit Porsche passiert ist? Der Vorstand ist in Sorge Gefahr droht allerdings kaum von Hedgefonds oder Private-Equity-Firmen. Sie leiden selbst unter der Finanzmarktkrise und haben Probleme, sich zu refinanzieren. Der Daimler-Vorstand hat eine andere Gruppe im Sinn: Strategische Investoren mit hohem Cashflow. Gibt es einen günstigeren Zeitpunkt als jetzt, um sich nachhaltig Einfluss zu sichern?
Der Lohn ist attraktiv: Im Weltreich aus Stuttgart fährt mit Mercedes-Benz eine der prestigeträchtigsten Automarken. Die Geschäfte mit Bussen (Marken Mercedes-Benz, Setra, Orion) sowie schweren Lkw (Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Sterling, Fuso) stehen global an der Spitze. Und auch mit leichten Nutzfahrzeugen von Mercedes-Benz (Vito, Sprinter, Vario) ist der Konzern eine große Nummer.
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Von springer1968 | Erstellt am: 31.03.08 11:21 | Beitrag Nr.: 127.964 | Weitere Beiträge |
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Teil 2
Was für einen entschlossenen Angreifer möglich ist, zeigt ein kleines Unternehmen aus der Nachbarschaft in Stuttgart: Der raffinierte und finanziell überaus lukrative Einstieg von Porsche bei VW nötigt Zetsche viel Respekt ab. Als Gegenmittel, das er bei Daimler einsetzen kann, fallen ihm vor allem drei Worte ein: "Performance, Performance, Performance". Sein Kalkül: Je schneller Umsatz und Gewinn steigen, desto schneller steigt der Wertbeitrag, den jede Sparte erwirtschaftet – und damit der Aktienkurs. Der Konzern verwandelt sich in eine Festung, die nur mit sehr viel Geld zu knacken ist.
Auf der Aufsichtsratssitzung am 13. Dezember 2007 präsentierte Finanzvorstand Bodo Uebber den Kontrolleuren eine 29-seitige Analyse über das "Financial Target System". Mithilfe einer Vielzahl von Grafiken und Charts erläuterte er die Zusammenhänge im Detail – und kam auf einem der Schaubilder zu einem hoffnungsvollen Schluss: Ein Benchmarking-Vergleich mit 17 Wettbewerbern wie BMW, VW, Renault, Peugot, Honda, Nissan, GM, Ford oder Scania und MAN "signalisiere" unter Berücksichtigung der Ziele, die sich Daimler bis zum Jahr 2010 für den Wertbeitrag vorgenommen hat, eine "starke Performance" der Aktie.
Kurze Zeit später verkündete Zetsche offiziell Margenziele für die beiden wichtigsten Sparten: Mercedes-Benz Cars inklusive Kleinwagen Smart und Luxuslimousine Maybach soll ab 2010 im Schnitt eine Umsatzrendite vor Steuern von zehn Prozent packen – Minimum. In den vergangenen drei Jahren kletterte die Kennzahl von minus 1,6 Prozent auf 9,1 Prozent und liegt jetzt vor den ärgsten Rivalen: VW-Tochter Audi, ebenfalls gut unterwegs, erreichte 2007 knapp 8,7 Prozent. BMW, das mit seiner Spritspartechnik "Efficient Dynamics" allen die Schau stiehlt, schaffte lediglich 6,4 Prozent.
Daimler Trucks, immer wieder vom zyklischen Auf und Ab der Lkw-Konjunktur bedroht, muss künftig acht Prozent packen. Im schwierigen Jahr 2007, als der Absatz von 516.000 auf 460.000 Stück zurückging, erzielte die Sparte immerhin schon 7,5 Prozent.
Doch Zetsche will mehr: "Wir können uns mit der erreichten Flughöhe nicht zufriedengeben", monierte er auf dem letzten Top-Management-Meeting. "Unsere Investoren tun es auch nicht. Nur wer ausschöpft, was in ihm steckt, bleibt auf Dauer unabhängig."
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Von springer1968 | Erstellt am: 31.03.08 11:23 | Beitrag Nr.: 127.965 | Weitere Beiträge |
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Teil 3
Aktienrückkäufe und höhere Dividenden – der Vorstand umwirbt die Aktionäre
Der Vorstandsboss, der sich selbst vergeblich fünf Jahre mit der Sanierung von Chrysler herumplagte, ist ungeduldig. Das Daimler-Imperium, lange Zeit von negativen Schlagzeilen gebeutelt, soll beim Umsatz künftig jährlich im Schnitt um mehr als fünf Prozent wachsen – durch eine Vielzahl neuer Produkte, das Erschließen neuer Märkte, mehr Dienstleistungen rund um Auto und Lkw. Auch Akquisitionen, die zukunftsträchtige Technologien wie beispielsweise Hochleistungsbatterien ins Haus bringen, schließt Zetsche nicht aus. Ein frisch installiertes "Business Innovation Team" soll Vorschläge machen.
Das alles will er den Aktionären auf der Hauptversammlung (HV) am 9. April in Berlin verkünden. Weitere Schmankerl: Die Dividende je Aktie, die nun zwei Euro statt 1,50 Euro beträgt, legt weiter zu. Der Vorstand hat beschlossen, die Ausschüttungsquote dauerhaft über 40 Prozent zu halten. Darüber hinaus gibt es natürlich Aktienrückkäufe: Vom vergangenen Herbst bis zum Tag der HV wird Daimler rund 7,5 Milliarden Euro ausgegeben haben, um rund 100 Millionen eigene Aktien zu erwerben.
Auf der HV wollen Zetsche und Uebber ein neues Rückkaufprogramm in ähnlicher Größenordnung vorschlagen: Die Gewinnrücklagen sind hoch, der Cash sprudelt. Motto: Lieber selber eigene Aktien kaufen als darauf warten, dass es einer macht, der einem nicht passt.
Das Duo tut alles, um das Vertrauen der Aktionäre zurückzugewinnen. Die Leidenszeit war lang genug. Während Toyota, Scania, Nissan oder Honda beispielsweise ihre Erlöse von 2002 bis 2006 durchschnittlich um mehr als zehn Prozent pro Jahr erhöhten, schafften die Stuttgarter nicht einmal vier Prozent – so eine interne Vorlage. Traurig ist auch ein Blick auf den "Total Shareholder Return", also die Rendite, die Aktionäre mit Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen verdienen konnten. Zwischen 1997 und und 2006 kam Daimler im Schnitt auf 1,4 Prozent. Zum Vergleich: Die besten Autounternehmen schafften 13 Prozent, das erste Viertel im berühmten US-Börsenindex S&P 500 sogar 21 Prozent.
Mit einer "Höchstleistungskultur" will Zetsche wieder dorthin kommen, wo Daimler schon einmal war: an die Spitze der Automobilindustrie. Um herauszufinden, was dazu nötig ist, trafen sich Vorstand und 20 ausgewählte Mitarbeiter in den vergangenen Monaten dreimal zu vertraulichen Klausuren, die jeweils zwei Tage dauerten: Erst in der Villa Hammerschmiede bei Karlsruhe, dann im konzerneigenen Bildungszentrum Lautenbach. Thema: „Commitment to Excellence – Daimler Strategy and Culture“. In kontroversen Debatten, die bis spät in die Nacht gingen, arbeiteten sie die Vergangenheit auf und kreierten Ideen, die anschließend im gesamten Top-Management – insgesamt 120 Personen – in mehreren Workshops zur Debatte standen.
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Von springer1968 | Erstellt am: 31.03.08 11:25 | Beitrag Nr.: 127.966 | Weitere Beiträge |
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Teil 4
Verhaltenskatalog für die Mitarbeiter: 27 "Dos" und 24 "Don’ts" auf drei Seiten Jetzt steht der Kurs fest. Der Anspruch ist riesig: „Wenn Kunden an tolle Fahrzeuge denken, sollte ihr erster Gedanke Daimler‘ sein. Wenn Anleger in Automobilaktien investieren, sollten sie an 'Daimler' nur schwer vorbeikommen. Wenn die besten Talente ihren Wunscharbeitgeber wählen, sollte Daimler‘ auf ihrer Liste ganz oben stehen. Wenn Kinder fragen, wer wirklich etwas für die Umwelt tut, muss die Antwort 'Daimler' lauten."
Große Worte – es gibt wirklich viel zu tun. Vor Daimler liegt kein Sprint, sondern ein Marathonlauf. Neben den ehrgeizigen Performancezielen, die durchaus realistisch sind, beschäftigt die Führungsriege vor allem, wie sich jeder Einzelne verhalten sollte? In den Workshops hat sie auf akribische Art und Weise einen Katalog erarbeitet: 27 "Dos" stehen nun 24 "Don’ts" gegenüber. Die gesamte Aufzählung umfasst drei Din-A4-Seiten.
Dabei geht es um Verhaltensweisen, Angewohnheiten und Routinen, die sich, so Zetsche, "eingeschliffen haben und kaum noch hinterfragt werden". Auf der Tabuliste stehen zum Beispiel: Autoritärer Führungsstil, Besserwisserei, Einzelkämpfertum, Unfähigkeit zu delegieren, Akzeptieren von Mittelmaß, Ignorieren von Kundenwünschen, große Visionen statt ständiger Verbesserungen, Aussitzen von Problemen, Abstimmungsorgien, Bestrafen von schlechten Nachrichten, Verstecken hinter Hierachien oder – besonders schlimm – die schlechte Angewohnheit, mehr zu versprechen, als man tatsächlich halten kann.
Unmissverständlich hat Zetsche alle Führungskräfte aufgefordert, die Regeln strikt zu befolgen: "Das ist ein Dauerauftrag. Sie können sich darauf verlassen, dass der Vorstand ihn außerordentlich ernst nimmt. Darauf gebe ich ihnen mein Wort."
Das meiste Herzblut hegt Zetsche für Mercedes-Benz. Beim "Stern" diente er im Lauf seiner Karriere auch schon als Entwicklungs- und Vertriebschef. Die Vorstellung, dass Rivalen wie BMW und Audi in der öffentlichen Wahrnehmung mittlerweile mithalten, ist ihm unerträglich. Auch Volkswagen, das ein Premiumimage pflegt, hat Zetsche im Blick. Der Werbeslogan "VW. Das Auto", den Konzernboss Martin Winterkorn im Herbst 2007 aus der Taufe hob, hat ihn überrascht – und geärgert. Für ihn gehört der Ehrentitel eigentlich Mercedes-Benz, der legendären Marke, die das Automobil erfunden hat. Auf dem Genfer Autosalon Anfang März konnte er sich eine kleine Retourkutsche nicht verkneifen: Zur Pressekonferenz rollte er mit einem mehr als 120 Jahre alten Benz-Motorwagen auf die Bühne und meinte freudestrahlend: "Mercedes-Benz. Das Auto."
Egal, wie positiv die Wahrnehmung in vielen Ländern ist: In Deutschland, mit fast 350.000 verkauften Exemplaren pro Jahr der wichtigste Markt, ist der Mythos verblasst. Wie sehr, zeigt am eindrucksvollsten die Preisverleihung zur Leserwahl "Die besten Autos 2008" der Fachzeitschrift „Auto, Motor und Sport“. Bei der Umfrage, die für die Autoindustrie ein extrem wichtiger Maßstab ist, stand Mercedes-Benz mal wieder viel zu selten ganz oben auf dem Siegertreppchen: Die A-Klasse hinter Audi A3, 1er-BMW und VW Golf. Die C-Klasse hinter Audi A4 und 3er-BMW. Und die E-Klasse hinter Audi A6 und 5er-BMW.