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Forum > Sonstige Branchen > Bosch will mit Billigautos eine Milliarde Euro umsetzen

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Thema: Bosch will mit Billigautos eine Milliarde Euro umsetzen

Thema Nr. 49004  
Thema eröffnet von:  Baerlexa Beiträge: 2 Bewertung (0):
am: 05.03.08 16:14 Gelesen gesamt: 28    
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Von  Baerlexa Erstellt am: 05.03.08 16:14 Beitrag Nr.: 125.248 Weitere Beiträge
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Bosch will mit Billigautos eine Milliarde Euro umsetzen

Erschienen am 11. Januar 2008 | dpa / T-Online

Am neuen Boom der Billigautos will auch der weltgrößte Zulieferer Bosch teilhaben. "Autos für unter 7.000 Euro wachsen in Schwellenländern doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt. Weltweit will Bosch damit 2010 eine Milliarde Euro umsetzten", sagte Indien-Statthalter Albert Hieronymus dem "Handelsblatt".

Enormes Potenzial in China, Südostasien und Afrika
"Die Inder schaffen einen komplett neuen Markt, wo vorher keiner war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Auto ohne Erfolg bleibt", sagte Hieronymus. Er sehe "enormes Potenzial, vor allem in China, Südostasien und Afrika". Bosch-Komponenten machen zehn Prozent des Fahrzeugwerts von umgerechnet gut 1.700 Euro aus. "Billigautos werden für Bosch ein äußerst wichtiges Segment, und in Indien entwickeln wir globale Expertise dafür", betonte Hieronymus. Andere Zulieferer stünden allerdings schon in den Startlöchern.

"Volksauto" soll im Oktober auf den Markt kommen
Der indische Mischkonzern Tata hatte in Neu Delhi das billigste Auto der Welt vorgestellt. Der von Tata auch "Volksauto" genannte Viertürer, dessen Erscheinungsbild auf den ersten Blick an den Smart erinnert, soll frühestens im Oktober auf den indischen Markt kommen. Vier Menschen sollen komfortabel in ihm Platz finden. Nach Tata-Angaben erfüllt der Wagen die Euro-IV-Norm und die indischen Sicherheitsstandards. Der Nano wird mit einem 33 PS starken 623-Kubikzentimeter-Zweizylindermotor angetrieben, der im Heck untergebracht ist. Das Auto soll weniger als fünf Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen und knapp über 100 Stundenkilometer fahren.

AnzeigeImage Continental ist auch dabei
Der Indien-Chef von Continental, Markus Distelhoff, sagte auf der Autoexpo in Neu Delhi, das Unternehmen mit Sitz in Hannover liefere aus seinem indischen Werk die Benzinpumpe und den Füllstandssensor. "Continental ist davon überzeugt, dass der Nano ein enormer Erfolg in Indien werden wird." Der indische Automobilkonzern Tata Motors will den Nano ohne Mehrwertsteuer und Transport ab umgerechnet etwa 1700 Euro anbieten. "Tata ist definitiv von entscheidender Bedeutung für Continental", betonte Distelhoff. "Wir haben bereits eine ertragreiche Zusammenarbeit mit Tata und freuen uns auf das gemeinsame Wachstum." Continental selber erwarte für sein Indien-Geschäft ein jährliches Wachstum von 60 Prozent. Der Konzern geht davon aus, dass die Pkw-Produktion in Indien in dem Preissegment bis rund 9000 Euro von derzeit jährlich 650.000 Stück bis 2017 auf rund eine Million ansteigen wird.

 

Von  Baerlexa Erstellt am: 09.05.08 10:54 Beitrag Nr.: 131.913 Weitere Beiträge
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8. Mai 2008, 19:00 Uhr
Von Marco Dalan Autozulieferer

Bosch will vor allem außerhalb Europas wachsen

Der Chef des weltweit größten Autozulieferers klagt über Ingenieursmangel. Das Unternehmen hat alleine in Deutschland 1500 unbesetzte Stellen. Die Geschäfte laufen trotzdem glänzend. 2007 hat Bosch seine Erlöse um 6,0 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro gesteigert.
Foto: AP Ein Bosch-Mitarbeiter schließt eine Dieseleinspritzpumpe an

Bosch, größter Autozulieferer der Welt, hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr in Bildung zu investieren. „Deutschland muss mit an der Spitze liegen“, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach bei Vorlage der Bilanz in Gerlingen bei Stuttgart. Es sei fatal, dass Deutschland nur 5,3 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Bildung aufbringe. Im OECD-Durchschnitt seien es nahezu sechs Prozent.

Bosch hat derzeit in Europa 2500 offene Stellen für Hochschulabsolventen, davon 1500 in Deutschland. Laut Fehrenbach können sie „noch“ qualifiziert besetzt werden. Er erwartet aber, dass sich das ändert. Schon heute kämen in Deutschland auf 100 ältere Ingenieure nur noch 90 jüngere – im Durchschnitt der Industrieländer seien es jedoch 190. „Wir brauchen einfach mehr Ingenieure“, sagte Arbeitsdirektor Wolfgang Malchow. 2007 stellte Bosch weltweit rund 5500 Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler ein, davon 800 in China und 1500 in Indien. Der Stuttgarter Stiftungskonzern beschäftigt weltweit 271.265 Menschen, knapp vier Prozent mehr als Ende 2006. Trotz höherer Rohstoffpreise und starkem Euro stiegen 2007 die Erlöse bei Bosch um 6,0 Prozent auf 46,3 Mrd. Euro. Die Sparte Kraftfahrzeugtechnik setzte 28,4 Mrd. Euro um, plus 6,7 Prozent, der Bereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik 11,7 Mrd. Euro, plus 8,0 Prozent, die Industrietechnik 6,0 Mrd. Euro, plus 11,7 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern stieg von 3,08 auf 3,80 Mrd. Euro. Den Gewinn wies das Unternehmen mit 2,85 Mrd. Euro aus. Trotz der anhaltenden Risiken durch die Finanzkrise in den USA, der „teilweise irrationalen Preisexplosion“ bei Rohstoffen und Öl rechnet Bosch-Chef Fehrenbach weiter mit gutem Geschäft. Der Umsatz soll 2008 um fünf Prozent auf mehr als 48 Mrd. Euro zulegen. Vor Steuern will Bosch sieben bis acht Prozent vom Umsatz verdienen. Das würde allerdings einem Gewinnrückgang entsprechen. Im Jahr 2007 lag die Umsatzrendite vor Steuern bei 8,2 Prozent. „Eine Garantie für eine stabile Geschäftsentwicklung gibt es angesichts der derzeitigen Umstände nicht“, sagte Fehrenbach, der mit einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise rechnet. Zugleich sagte er, die Fabriken würden weniger ausgelastet als 2007.

Künftig will Bosch vor allem außerhalb Europas wachsen. So soll der Umsatz 2015 nur noch zur Hälfte aus Europa stammen, heute sind es 66 Prozent. Je ein Viertel der Erlöse soll auf Amerika und Asien entfallen. Der Umsatz soll sich in Asien bis 2015 verdreifachen. Zulegen will Bosch vor allem bei Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik. Der Anteil der Kfz-Sparte wird den Plänen nach von heute 62 auf 50 Prozent im Jahr 2015 sinken. Um die Ziele zu erreichen, will Bosch auch zukaufen. Ausreichend Geld, auch höhere Summen, stünden zur Verfügung, sagte Bosch-Chef Fehrenbach. 2007 hatte das Unternehmen für Zukäufe und Anteilserhöhungen mehr als 800 Mio. Euro ausgegeben.

http://www.welt.de/wirtschaft/article1978493/Bosch_will_vor_allem_ausserhalb_Europas_wachsen.html