|
|
Stephan Heibel: 10.10.08 23:23 Fehlende Rahmenbedingungen... |
|
|
Norbert Lohrke: 10.10.08 08:09 Microlending statt Megaburning |
|
|
Norbert Lohrke: 09.10.08 08:06 Impotenz trotz Viagra |
|
|
#127334 von wirthsald | Erstellt am: 25.03.08 14:27:30 | Beitrag Nr.: 127334 | Weitere Beiträge |
| Dieser Beitrag: | ||||
JPMorgan hält knapp 40 Prozent an Bear Stearns
New York. ap/baz. Die US-Bank JPMorgan Chase hat sich mit der Erhöhung ihres Angebots für den taumelnden Konkurrenten Bear Stearns nahezu 40 Prozent an der Investmentbank gesichert. JPMorgan Chase hatte sein Angebot am Montag von 2 Dollar je Aktie auf 10 Dollar verfünffacht. Im Gegenzug verkaufte Bear Stearns 95 Millionen neue Aktien an JPMorgan, die damit 39,9 Prozent an dem Institut halten.
Die ursprüngliche Offerte, die Bear Stearns bei 236,2 Millionen Dollar (151,8 Millionen Euro) bewertete, war bei den Aktionären des schwer angeschlagenen Instituts auf massive Kritik gestossen. Bear Stearns ist die erste grosse Bank, die in Folge der Krise auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt fast untergegangen wäre. Das 85 Jahre alte Institut beschäftigt 14.000 Mitarbeiter, rund ein Drittel sind an dem Institut beteiligt.
Trotz der Erhöhung ist die neue Summe immer noch weit von dem entfernt, was die Bank vor ihrer Fastpleite wert war. Allein innerhalb von gut einer Woche war der Börsenwert von 8,3 Milliarden Dollar (5,38 Milliarden Euro) auf rund 1 Milliarde Dollar (650 Millionen Euro) abgestürzt.
Nur kleiner Trost für Bear Stearns Beschäftigte
Insbesondere für viele Bear Stearns Beschäftigte, die zur Altersvorsorge vor allem in Aktien des Instituts investiert hatten, ist das erhöhte Angebot nur ein kleiner Trost. «Ob man 2 Dollar oder 10 Dollar bekommt, ist eine Unterschied zwischen nichts und nichts», sagte John Buckingham, Vorstandschef der Vermögensverwaltung Frank Asset Management, die Anteile an Bear Stearns hielt. Die Bear Stearns Aktie hatte im vergangenen Jahr einen Höchststand von 160 Dollar je Anteilsschein erreicht.
Die Übernahme von Bear Stearns durch JPMorgan gilt trotz aller Kritik aber als sicher. JPMorgan benötigt nur noch die Zustimmung von weiteren 10,5 Prozent der Aktionäre.
Die US-Notenbank, die für den Deal ursprünglich die Risiken von 30 Milliarden Dollar übernehmen wollte, begrüsste die Erhöhung. JPMorgan hatte sich neben der Erhöhung des Angebots bereit erklärt, für 1 Milliarde Dollar der Risiken geradestehen. Bei der Fed verbleiben 29 Milliarden Dollar.
Die Erhöhung der Offerte könnte allerdings die Fed und US-Finanzminister Henry Paulson, der sich für die Hilfe stark gemacht hatte, in Kritik bringen. Paulson hatte erklärte, dass ein niedriges Angebot von 2 Dollar, andere Unternehmen künftig davon abhalten werde, auf Unterstützung der öffentlichen Hand zu setzen.