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Forum > Sonstige Branchen > Bear Stearns: Rettung durch JP Morgan Chase?

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BEAR STEARNS COS. INC. REGISTERED SHARES DL 1

Aktueller Kurs (Frankfurt, 13.05.2008 12:20)
Letzter Kurs: 6,66 EUR WKN: 870272 BEAR STEARNS COS. INC. REGISTERED SHARES DL 1 Chartbild
Veränd. abs.: 0,09 EUR Symbol: BST
Veränd. in %: 1,37 % ISIN: US0739021089
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Thema: Bear Stearns: Rettung durch JP Morgan Chase?

Thema Nr. 50449  
Thema eröffnet von:  ZockerGerhard Beiträge: 89 Bewertung (0):
am: 17.03.08 08:03 Gelesen gesamt: 694    
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Von  huetter69 Erstellt am: 17.03.08 18:27 Beitrag Nr.: 126.545 Weitere Beiträge
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BEAR-STEARNS-DESASTER Bush-Regierung redet Finanzkrise klein - Kritiker sehen Parallelen zu 1929
Der Finanzcrash? Nur eine "Herausforderung". Die drohende Rezession? Kein Kommentar. Trotz neuer Horrormeldungen will die US-Regierung von einer Wirtschaftskrise nichts wissen. Die Banken selbst sind skeptischer: Ihnen geht das Geld aus - die Fed ist schon zu weiteren Notkrediten bereit. Image

New York - Aktives Krisenmanagement sieht anders aus. Die traditionsreiche Investmentbank Bear Stearns Image bricht zusammen, Börsenpanik erfasst die Wall Street - doch die Regierung von Präsident George W. Bush verhält sich erstaunlich ruhig.

 

Image
US-Finanzminister Paulson: "Unsere Wirtschaft hat wie jede andere ihre Hochs und Tiefs."

 

Statt sofort nach New York zu fliegen, bleibt Finanzminister Henry Paulson in Washington, das Gleiche gilt für seine beiden Stellvertreter. An den Krisengesprächen der US-Notenbank Fed und mehrerer Privatbanken nimmt laut "New York Times" kein hochrangiges Kabinettsmitglied teil. Paulson lässt sich lediglich telefonisch zuschalten.

Verschläft die Bush-Regierung gerade eine der größten Wirtschaftskatastrophen der vergangenen Jahrzehnte? Der Verdacht liegt zumindest nahe.

Kritiker warnen bereits vor einem Crash wie 1929. Damals hatte der "Black Friday" die Weltwirtschaftskrise ausgelöst - doch die Regierung unter dem republikanischen Präsidenten Herbert Hoover sah untätig zu. Das treffe nun auch auf Bush zu, wirft ihm der demokratische Senator Charles Schumer aus New York in der "International Herald Tribune" vor. "Der Präsident benimmt sich wie Hoover." Dabei befänden sich die USA "in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit langem, weit schlimmer als 2001".

 

"Unsere ökonomischen Daten sind in Ordnung"


Die Regierung selbst gibt sich gelassen. Trotz Immobilienkrise und drohender Rezession verbreitet Finanzminister Paulson Optimismus: "Unsere Wirtschaft hat wie jede andere auch ihre Hochs und Tiefs. Unsere langfristigen ökonomischen Daten sind in Ordnung." Natürlich gebe es gewisse "Herausforderungen", aber mit denen werde man schon fertig. "Ich bin sicher, dass die Anstrengungen der Kontrollinstanzen und der Marktteilnehmer die Verwerfungen minimieren."

Immerhin will sich Bush heute mit renommierten Finanzexperten treffen, neben Paulson wird auch Fed-Chef Ben Bernanke erwartet. Der oberste Währungshüter der USA gilt als ausgewiesener Fachmann für Fragen rund um die Great Depression in den dreißiger Jahren - früher hat er dazu geforscht, wie eine Finanzmarktkrise einen allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung verschärfen kann.

 



Allzu durchgreifende Beschlüsse dürfte der Präsident allerdings nicht fassen. Er sei ein "optimistischer Typ", feixte Bush am Freitag vor Börsenexperten. Schon bald würden die USA "den wirtschaftlichen Neid der Welt" wecken (mehr...).

Paulson hält sich mit konkreten Maßnahmen ebenfalls zurück. In mehreren Fernsehsendungen wich er der Frage aus, ob die Regierung bereit sei, nach Bear Stearns auch andere Investmentbanken mit ähnlichen Problemen zu retten. "Ich bin sicher, sie werden aus dieser Situation gestärkt herauskommen." Die Frage, ob sich die USA bereits in einer Rezession befinden, ließ der Finanzminister ebenfalls unbeantwortet.

Nur eines stellte Paulson klar: Ein zweites Konjunkturpaket, wie es die Demokraten für staatliche Interventionen auf dem Immobilienmarkt fordern, werde es mit ihm nicht geben. In einem ersten Paket hatte die Regierung Bush 170 Milliarden Dollar locker gemacht - damit soll es nun aber auch gut sein.

 


Deutlich aktiver ist da die Notenbank. Ihr Chef Bernanke sagte in einer Pressekonferenz, die Fed sei bereit, Finanzinstituten Geld zu geben, wenn sie es brauchen. "Das Ziel der Federal Reserve sind liquide, gut funktionierende Finanzmärkte. Sie sind für das Wirtschaftswachstum essentiell." Erst am vergangenen Dienstag hatte die Fed ein 200-Milliarden-Dollar-Kreditprogramm für die größten Privatbanken des Landes aufgelegt - allerdings hatte es die Märkte kaum beruhigt.

 

"Wenigstens so tun als ob"


Manche Finanzexperten zweifeln grundsätzlich, ob die umfassenden Bemühungen der Fed das eigentliche Problem überhaupt lösen können. "Notfallkredite sind nötig, aber nicht ausreichend", sagt Lawrence Summers, der frühere Finanzminister der Regierung Bill Clinton, in der "New York Times". "Das fundamentale Problem ist, dass dem Finanzsystem aus sich selbst heraus Kapital fehlt." Mit anderen Worten: Die Banken haben sich mit ihrer bisherigen Kreditvergabepraxis selbst in die Krise gestürzt - und da kann auch die Fed nur begrenzt helfen.

Das sehen sogar die Finanzinstitute selbst so. Die Finanzspritze der Fed sei ungenügend, sagt David Rosenberg, Chefökonom bei Merrill Lynch Image. "Sie spricht das zugrunde liegende Kreditproblem nicht an, sie verbessert die Liquidität der betroffenen Institutionen nicht wesentlich, und sie tut nichts, um die Immobilienpreise zu stabilisieren."

 

Richard Fuld, Vorstandschef der Investmentbank Lehman Brothers Image, kehrte schon vorzeitig von einer Indienreise nach New York zurück. Der Grund laut "Wall Street Journal": Sorgen, dass auch andere Finanzfirmen und Geschäftsbanken auf unsicherem Boden stünden.

 

Umso erstaunlicher, wie ruhig sich der Präsident verhält. "In Krisenzeiten", schreibt Kolumnistin Gail Collins, "sollte man doch glauben, dass der Staatschef die Größe hat, wenigstens so zu tun, als habe er alles unter Kontrolle."

 

Von  huetter69 Erstellt am: 17.03.08 22:01 Beitrag Nr.: 126.575 Weitere Beiträge
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Presse: JPMorgan streicht bei Bear Stearns die Hälfte der Arbeitsplätze

Die US-Bank JPMorgan erwartet im Zuge der Übernahme von Bear Stearns einem Pressebericht zufolge die Streichung der Hälfte der 14.000 Arbeitsplätze dort. Für Prozesse und Abschreibungen rechne die Bank mit Ausgaben von sechs Milliarden US-Dollar, berichtete der US-Fernsehsender "CNBC" am Montag auf seiner Internetseite ohne Quellenangabe. JPMorgan will die Investmentbank für 0,05473 eigene Aktien übernehmen. Auf Basis des Schlusskurses an der New Yorker Wall Street ergebe dies einen Preis von 2,21 Dollar pro Bear-Stearns-Papier. Diese hatten den Handel am Montag bei 4,81 Dollar beendet.

 

Von  huetter69 Erstellt am: 17.03.08 22:04 Beitrag Nr.: 126.576 Weitere Beiträge
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Bear-Stearns-Schock lähmt Wall Street
Der Kollaps der 85 Jahre alten Investmentbank Bear Stearns hat kräftige Verkäufe an der Wall Street ausgelöst. Die Aktien des Konkurrenten Lehman Brothers brachen zeitweise um knapp 50 Prozent ein.

 

Von  Baerlexa Erstellt am: 18.03.08 11:06 Beitrag Nr.: 126.644 Weitere Beiträge
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18. März 2008, 07:16 Uhr Notverkauf der US-Bank Aktionäre gegen Verscherbeln von Bear Stearns Unter den Großaktionären der angeschlagenen US-Investmentbank Bear Stearns regt sich Widerstand. Sie lehnen den extrem niedrigen Aktienpreis an, der mit dem Käufer – der US-Bank JP Morgan Chase – vereinbart worden ist. Beschäftigte von Bear Stearns protestieren ebenfalls. Sie könnten ihre Jobs verlieren. Image Image Foto: DPA

Die Börse ist in Panik. Nach dem Verkauf der US-Invetmentbank Bear Stearns sank an der Börse in Tokio der Nikkei-Index unter 12.000 Punkte. Image Laut einem Zeitungsbericht regt sich bei der US-Investmentbank Bear Stearns Widerstand gegen deren Notverkauf. Der Milliardär Joseph Lewis, der 9,4 Prozent an Bear Stearns hält, lehne den Preis von weniger als 300 Millionen Dollar als zu niedrig ab, berichtete das „Wall Street Journal“. Auch viele Bear-Sterns-Beschäftigte, die zusammen 30 Prozent der Anteile haben, drohten, gegen das Geschäft zu stimmen.

Für den Notverkauf von Bear Stearns ist noch die Zustimmung der Aktionäre erforderlich. Es sieht zwar so aus, als wäre die Insolvenz die einzige Alternative zu dem Kauf durch JP Morgan. Allerdings gehen einige Anteilseigner davon aus, dass sie selbst bei einer Liquidation der Bank besser wegkommen: Allein das New Yorker Hauptquartier von Bear Stearns dürfte mehr als eine Milliarde Dollar wert sein. Bear Stearns selbst hatte noch am 14. März etwa 80 Dollar je Aktie als fairen Preis angesehen. J.P. Morgan würde den Konkurrenten verglichen damit zum absoluten Schnäppchenpreis bekommen: Die Übernahme über einen Aktientausch entspräche zum Kurs vom Freitag einem Angebot von zwei Dollar je Aktie oder insgesamt 236 Millionen Dollar. Weiterführende links
Die Aktie von J.P. Morgan stieg nach Bekanntgabe des Verkaufsplans um gut zehn Prozent und das Volumen des Geschäfts entsprechend. Es liegt damit aber immer noch um Welten unter dem Börsenwert von 3,5 Milliarden.

Die Aktie von Bear Stearns stürzte am Montag zwar um mehr als 84 Prozent ab. Sie schloss aber trotzdem bei rund 4,80 Dollar deutlich über der Bewertung des Notverkaufs.

Auch andere große Investoren hätten ihre Unzufriedenheit mit dem Deal signalisiert, berichtete das „Wall Street Journal“ weiter. JP Morgan rechne fest mit Klagen unzufriedener Aktionäre. Für Prozesse seien bereits sechs Milliarden Dollar zurückgestellt.

Wie genau sich das Geschäft von Bear Stearns in den vergangenen Monaten entwickelte, bleibt unklar: Die angekündigte vorgezogene Vorlage von Zahlen für das erste Geschäftsquartal sagte Bear Stearns unter Hinweis auf die Verkaufspläne wieder ab.
Wenn die Übernahme klappt, will JP Morgan angeblich die Hälfte der dortigen 14.000 Arbeitsplätze streichen. Dies berichtete der US-Fernsehsender CNBC am Montag auf seiner Internetseite ohne Quellenangabe.

dpa/oht

 

Von  huetter69 Erstellt am: 18.03.08 15:49 Beitrag Nr.: 126.709 Weitere Beiträge
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Bear Stearns steht Sammelklage ins Haus

 

NEW YORK (Dow Jones)--Der knapp der Insolvenz entronnenen US-Investmentbank Bear Stearns Companies Inc steht eine Sammelklage wegen angeblicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz bevor. Der Bank wird in einer am Montag eingereichten Klageschrift vorgeworfen, falsche und irreführende Angaben hinsichtlich ihrer geschäftlichen und finanziellen Ergebnisse gemacht zu haben.

 

Dies habe dazu geführt, dass Aktien von Bear Stearns zu einem künstlich aufgeblähten Preis gehandelt worden seien und im April ein Kurshoch von 159,36 USD erreichten.

Die Klage wurde von der Kanzlei Coughlin Stoia Geller Rudman&Robbins LLP bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht. Die Kanzlei vertritt Klienten, die zwischen dem 14. Dezember 2006 und dem 14. März 2008 Bear-Stearns- (News) Aktien kauften.

 

Bear Stearns war am Sonntag von der Konkurrentin J.P.Morgan Chase&Co für insgesamt etwa 236 Mio USD oder 2 USD je Aktie übernommen worden. Unterstützt wurde J.P. Morgan dabei von der US-Notenbank Federal Reserve. Am vergangenen Freitag hatten die Aktien der Investmentbank einen Wert von 3,5 Mrd USD - im Januar 2007 kostete Bear Stearns noch ungefähr 20 Mrd USD. Ein Vertreter der Bank war für eine Stellungnahme nicht unmittelbar zu erreichen.

 

Von  huetter69 Erstellt am: 18.03.08 15:50 Beitrag Nr.: 126.710 Weitere Beiträge
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Image Bear-Stearns-Opfer: Britischer Milliardär verliert 800 Millionen Dollar
18.03.2008 Image Das nennt man wohl Pech: Joseph Lewis, britischer Milliardär und Investor, verlor als Großaktionär durch den Absturz der Bear-Stearns-Aktie mehr als 800 Millionen Dollar, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet. Die besondere Tragik dabei: Er erwarb erst vor kurzem durch einen Optionshandel Hunderttausende Aktien. Der Milliardär, der als Währungshändler reich wurde, investierte im Sommer 2007, nachdem Bear Stearns mit zwei Hedgefonds (FONDS professionell berichtete) ins Trudeln gekommen war, groß in die Investmentbank. Im Dezember 2007 hielt er bereits fast zehn Prozent der Bear-Aktien. Außerdem übte Lewis, der auf den Bahamas lebt, im Dezember eine Option aus. Er hätte seine Option verkaufen können und wäre so aus der Schlinge des unglücklichen Deals entkommen, stattdessen entschloss er sich aber dazu, diese auszuüben und erwarb dadurch Hunderttausende neue Aktien. Ende 2007 hielt Lewis mehr als elf Millionen Bear Stearns-Aktien, die dann am Freitag,14. März 2008, um 47 Prozent auf ein Neun-Jahrestief von 30 US-Dollar fielen.

 

Von  huetter69 Erstellt am: 18.03.08 15:52 Beitrag Nr.: 126.711 Weitere Beiträge
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Insolvenz besser als Verkauf
Gezerre um Bear Stearns
Unter den Großaktionären der angeschlagenen US-Investmentbank Bear Searns regt sich Widerstand gegen den extrem niedrigen Preis beim Notverkauf an den Konkurrenten J.P. Morgan. Unter anderem der Milliardär Joseph Lewis, der 9,4 Prozent an Bear Stearns hält, lehne den Preis von weniger als 300 Mio. US- Dollar als zu niedrig ab, berichtete das "Wall Street Journal". Auch viele Bear-Sterns-Beschäftigte, die zusammen 30 Prozent der Anteile haben, drohten, gegen das Geschäft zu stimmen.

Für den Notverkauf von Bear Stearns ist noch die Zustimmung der Aktionäre erforderlich. Es sieht zwar so aus, als wäre die Insolvenz die einzige Alternative zu dem Kauf durch J.P. Morgan. Allerdings gehen einige Anteilseigner davon aus, dass sie selbst bei einer Liquidation der Bank besser wegkommen könnten: Allein das New Yorker Hauptquartier von Bear Stearns dürfte mehr als eine Milliarde Dollar wert sein.


Kurseinbruch

Bear Stearns selbst hatte noch am vergangenen Freitag etwa 80 US-Dollar je Aktie als fairen Preis angesehen. J.P. Morgan würde den Konkurrenten verglichen damit zum absoluten Schnäppchenpreis bekommen: Die Übernahme über einen Aktientausch entspräche zum Kurs vom Freitag nur einem Angebot von zwei Dollar je Aktie oder insgesamt 236 Mio. US-Dollar. Die Aktie von Bear Stearns stürzte am Montag zwar um mehr als 84 Prozent ab. Sie schloss aber trotzdem bei rund 4,80 US-Dollar deutlich über der Bewertung des Notverkaufs.

Auch andere große Investoren hätten ihre Unzufriedenheit mit dem Deal signalisiert, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. J.P. Morgan rechne fest mit Klagen unzufriedener Aktionäre. Für Prozesse seien bereits sechs Mrd. US-Dollar zurückgestellt. Wie genau sich das Geschäft von Bear Stearns in den vergangenen Monaten entwickelte, bleibt unterdessen weiter unklar: Die für Montagabend angekündigte vorgezogene Vorlage von Zahlen für das erste Geschäftsquartal sagte Bear Stearns unter Hinweis auf die Verkaufspläne wieder ab.

Zugleich wies J.P. Morgan Berichte über einen massiven Stellenabbau zurück. Ein Sprecher betonte, es sei "zu früh, dies zu erörtern". Zuvor hatte der Sender CNBC unter Berufung auf Kreise berichtet, die Investmentbank wolle mehr als die Hälfte der 14.000 Stellen bei Bear Stearns streichen. Der Abbau würde in den "kommenden Monaten" erfolgen.



Chinesen werfen das Handtuch

Auch dem chinesischen Brokerhaus CITIC Securitites gefällt der geplante Verkauf von Bear Stearns an JP Morgan nicht. Wie bereits angedeutet lässt CITIC den geplanten Einstieg bei Bear Stearns platzen. Grundlage und Voraussetzung für eine strategische Allianz seien nicht länger gegeben, teilte CITIC in Schanghai mit.



Der chinesische Broker, der zur staatlichen China International Trust & Investment Corp. gehört, hatte im Herbst seinen Einstieg mit sechs Prozent bei Bear Stearns für eine Milliarde Dollar angekündigt. Im Gegenzug wollte sich Bear Stearns für ebenfalls eine Milliarde Dollar mit zwei Prozent an dem Geschäft der Chinesen beteiligen. Daneben wollte sich CITIC die Möglichkeit sichern, den Anteil an Bear Stearns auf knapp zehn Prozent zu erhöhen.

Sammelklage droht

Bear Stearns Companies Inc steht eine Sammelklage wegen angeblicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz bevor. Der Bank wird vorgeworfen, falsche und irreführende Angaben hinsichtlich ihrer geschäftlichen und finanziellen Ergebnisse gemacht zu haben. Dies habe dazu geführt, dass Aktien von Bear Stearns zu einem künstlich aufgeblähten Preis gehandelt worden seien und im April ein Kurshoch von 159,36 US-Dollar erreichten.

Die Klage wurde bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht. Die Kanzlei vertritt Klienten, die zwischen dem 14. Dezember 2006 und dem 14. März 2008 Bear-Stearns-Aktien kauften.

 

Von  huetter69 Erstellt am: 18.03.08 15:56 Beitrag Nr.: 126.713 Weitere Beiträge
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Schnäppchenpreis erzürnt Bear Stearns-Aktionäre

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Gegen den Verkauf von Bear Stearns an JPMorgan regt sich Widerstand


Der Notverkauf der US-Bank Bear Stearns stößt auf Widerstand: Großaktionäre finden den Verkaufspreis zu niedrig. Ihre Zustimmung ist aber nötig für einen Deal. Weiteren Unmut könnten auch Pläne des Käufers JPMorgan hervorrufen, die Hälfte der Stellen bei Bear Stearns zu streichen.

Unter den Großaktionären der angeschlagenen US-Investmentbank Bear Stearns regt sich Widerstand gegen den extrem niedrigen Preis beim Notverkauf an den Konkurrenten JPMorgan. Unter anderem der Milliardär Joseph Lewis, der 9,4 Prozent an Bear Stearns hält, lehne den Preis von weniger als 300 Millionen Dollar als zu niedrig ab, berichtete das "Wall Street Journal". Auch viele Bear-Stearns-Beschäftigte, drohten, gegen das Geschäft zu stimmen. Die Belegschaft hält zusammen 30 Prozent der Anteile.

Für den Notverkauf von Bear Stearns ist noch die Zustimmung der Aktionäre erforderlich. Es sieht zwar so aus, als wäre die Insolvenz die einzige Alternative zu dem Kauf durch JPMorgan. Allerdings gehen einige Anteilseigner davon aus, dass sie selbst bei einer Liquidation der Bank besser wegkommen könnten: Allein das New Yorker Hauptquartier von Bear Stearns dürfte mehr als eine Milliarde Dollar wert sein.
Bear Stearns selbst hatte noch am vergangenen Freitag etwa 80 Dollar je Aktie als fairen Preis angesehen. JPMorgan würde den Konkurrenten verglichen damit zum absoluten Schnäppchenpreis bekommen: Die Übernahme über einen Aktientausch entspräche zum Kurs vom Freitag nur einem Angebot von zwei Dollar je Aktie oder insgesamt 236 Millionen Dollar wollen - 93 Prozent weniger als der Aktienkurs vom Freitag. Vor etwa einem Jahr war das Papier noch 172 Dollar wert.

Bear Stearns-Aktie trotz Kurssturz mehr wert als Kaufpreis Die Aktie von JPMorgan stieg am Montag um gut zehn Prozent und das Volumen des Geschäfts entsprechend auch. Es liegt damit aber immer noch um Welten unter dem Börsenwert von 3,5 Milliarden am vergangenen Freitag. Die Aktie von Bear Stearns stürzte am Montag zwar um mehr als 84 Prozent ab. Sie schloss aber trotzdem bei rund 4,80 Dollar deutlich über der Preis des Notverkaufs.

Auch andere große Investoren hätten ihre Unzufriedenheit mit dem Deal signalisiert, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. JPMorgan rechne fest mit Klagen unzufriedener Aktionäre. Für Prozesse seien bereits sechs Milliarden Dollar zurückgestellt.

Eine US-Anwaltskanzlei teilte mit unterdessen, sie habe in New York eine Sammelklage gegen Bear Stearns eingereicht. Die Anwälte von Coughlin Stoia Geller Rudman & Robbins LLP warfen der Bank vor, Investoren über die finanzielle Lage des Unternehmens getäuscht zu haben. Zudem hätten die Bank und einige ihrer hochrangigen Angestellten gegen bundesstaatliche Sicherheitsgesetze verstoßen, hieß es.

Wie genau sich das Geschäft von Bear Stearns in den vergangenen Monaten entwickelte, bleibt unterdessen weiter unklar: Die für Montagabend angekündigte vorgezogene Vorlage von Zahlen für das erste Geschäftsquartal sagte Bear Stearns unter Hinweis auf die Verkaufspläne wieder ab.

JPMorgen will Hälfte der Bear Stearns-Stellen streichen Zudem will JPMorgan bei Bear Stearns rund 7000 Stellen streichen, berichtete der Fernsehsender "CNBC" unter Berufung auf nicht namentlich genannte Kreise. Dies sei etwa die Hälfte der Arbeitsplätze bei dem Rivalen. JPMorgan erklärte dazu, dies sei "eine herbeigeholte Zahl". Weiter wollte sich eine Sprecherin nicht äußern. Mit den Plänen vertraute Personen sagten, JPMorgan habe erst damit begonnen, Bear Stearns zu durchleuchten. Noch sei unklar, ob und wie viele Arbeitsplätze gestrichen würden. /* */

 

Von  huetter69 Erstellt am: 18.03.08 15:59 Beitrag Nr.: 126.714 Weitere Beiträge
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CITIC lässt Einstieg bei Bear Stearns platzen - Gespräche beendet
SCHANGHAI (AWP International) - Das chinesische Brokerhaus CITIC Securities lässt den geplanten Einstieg bei der vor einem Verkauf stehenden US-Investmentbank Bear Stearns wie bereits angedeutet platzen. Grundlage und Voraussetzung für eine strategische Allianz seien nicht länger gegeben, teilte CITIC am Dienstag in Schanghai mit. Als Begründung verwies das Unternehmen auf den in der Nacht zum Montag bekannt gewordenen Plan, die angeschlagene Bear Stearns für einen Schleuderpreis an JPMorgan Chase zu verkaufen.

Alle Gespräche mit Bear Stearns über gegenseitige Beteiligungen und eine Zusammenarbeit seien abgesagt worden, hiess es in der Mitteilung. Es werde keine Vereinbarung geben. Das Brokerhaus will seine Strategie einer Expansion in Übersee trotz des Scheiterns der Pläne mit Bear Stearns fortsetzen, nannte aber keine Details.

 

Der chinesische Broker, der zur staatlichen China International Trust & Investment Corp. gehört, hatte im Herbst seinen Einstieg mit sechs Prozent bei Bear Stearns für eine Milliarde Dollar angekündigt. Im Gegenzug wollte sich Bear Stearns für ebenfalls eine Milliarde Dollar mit zwei Prozent an dem Geschäft der Chinesen beteiligen. Daneben wollte sich CITIC die Möglichkeit sichern, seinen Anteil an Bear Stearns auf knapp zehn Prozent zu erhöhen. In der Nacht zum Montag wurde bekannt, dass die durch die Finanzkrise in Liquiditätsnöte geratene Bear Stearns für zwei Dollar je Aktie oder insgesamt 236 Millionen Dollar an JPMorgan verkauft werden soll

 

Von  ZockerGerhard Erstellt am: 18.03.08 16:18 Beitrag Nr.: 126.716 Weitere Beiträge
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Deutsche-Bank-Chefökonom kritisiert Fed-Hilfe bei Bear Stearns Dienstag, 18. März 2008, 15:36 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat das Eingreifen der US-Notenbank Federal Reserve bei der Rettung der Investmentbank Bear Stearns kritisiert.

"Die Fed hat damit den Eindruck erweckt, dass sie für alles zuständig ist. Das ist nicht klug", sagte Walter am Dienstag in einem Interview mit Reuters TV. Zentralbanken seien generell nicht dafür zuständig, für Ersatz des Eigenkapitals zu sorgen. "Dafür sind entweder strategische Investoren zu finden oder - wenn sie ausbleiben - zur Sicherung des Finanzsystems auch Mittel des Steuerzahlers", sagte Walter.

Bear Stearns war für einen Spottpreis an den US-Konkurrenten JP Morgan Chase verkauft worden, der dafür von der Fed mehrere Milliarden Dollar Unterstützung bekam.

Nach Ansicht Walters könnte es zu weiteren Hilfsaktionen für Banken kommen. Der Fall Bear Stearns sei ein Hinweis darauf, dass es für solch schwierige Situationen zur Stabilisierung des Systems der Zusammenarbeit aller bedürfe. "Und ich vermute, dass es noch nicht das letzte Mal war", fügte Walter hinzu.

Der Volkswirt geht davon aus, dass es in den USA zu einem nachhaltigen Wirtschaftsabschwung kommt. Insbesondere die Krise an den Immobilienmärkten werde noch einige Zeit dauern. "Die Amerikaner haben noch viele Enttäuschungen vor sich", sagte er.

 

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